Sicherheit

Neue Expertenkonferenz in Polen deckt weitere Manipulationen um den Smolensk-Absturz auf

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Sowohl für das Putin-Regime als auch für die USA und Europa war Polen unter den Kaczynski-Brüdern ein konstantes Ärgernis. Ein wirtschaftlich erfolgreiches, zunehmend unabhängiges Land mit steigendem Nationalbewusstsein, das auch noch neben dem Euro die eigene Währung behalten hat, durfte es mitten in Europa, noch dazu während der Eurokrise, nicht geben. Für West und Ost löste sich dieses Problem am 10. April 2010 in Rauch auf.

Vom 21. bis 22. Oktober 2013 wurde in Warschau erneut eine Konferenz abgehalten über den Absturz des polnischen Präsidentenflugzeugs 2010 in Smolensk. Zu Gast waren Wissenschaftler, Experten und Angehörige der Opfer. Hier ist eine kurze Zusammenfassung der aktualisierten Ergebnisse:

1. Wrackteile deuten auf Explosionen hin

Laut Andrzej Ziókowski, Ph.D. vom Institute of Basic Technical Issues an der Akademie der Wissenschaften in Polen passen viele Deformationen der Wrackteile zu den typischen Auswirkungen von Explosionen. Die Wrackteile waren sehr klein und über eine ungewöhnlich große Fläche verteilt.

Professor Jan Obrebski untersuchte Wrackteile der Tu-154M und hat keine Zweifel an einer Explosion. Er glaubt, dass an mehreren Punkten des Flugzeugs Sprengsätze detonierten. Wenige Monate vor dem Crash war die Maschine ausgerechnet in Russland gewartet und mit neuen Navigationsgeräten versehen worden. Professor Obrebski arbeitet im Department of Civil Engineering an der Warsaw Technical University und hat als Fachbereich Materialstärke und -Stabilität.

2. Der berüchtigte Birkenbaum in Smolensk war bereits fünf Tage vor dem Crash beschädigt

Laut der offiziellen Darstellung hätte ein Baum den Flügel der TU-154M zerstört. Professor Chris Cieszewski und sein Team gelangten nach der Analyse von Satellitenbildern des Absurzortes zu der Schlussfolgerung, dass mindestens fünf Tage vor dem Absturz der Baum bereits beschädigt war.

Das Spezialgebiet von Professor Cieszewski ist die Analyse von solchen Satellitenfotos von Bäumen. Er forscht an der Warnell School of Forestry and Natural Resources (University of Georgia), ist leitender Editor von zwei internationalen Fachpublikationen und ein Rezensent für 23 weitere wissenschaftliche Magazine. Er hat selbst über 120 Artikel veröffentlicht. Ein Mitauthor der Analyse ist Prof. Pete Bettinger, ein Experte auf dem Gebiet der Forestry Biometrics mit 30 Jahren Erfahrung. Professor Marguerite Madden, eine weitere Mitauthorin, führt das American Geospatial Research Centre an und ist Expertin für die Analyse von Luftbildern und Satellitenaufnahmen.

3. Die Verteilung der Wrackteile auf einer großen Fläche deuten auf Explosionen in der Luft hin

Die Satellitenfotos des Absturzortes deuten darauf hin, dass das Flugzeug in der Luft auseinanderbrach und nicht am Boden. Es gibt keinen typischen Krater, die häufig kleinen Fragmente sind ungewöhnlich verteilt oder liegen gar oben auf den Baumkronen, wo sie allem Anschein nach draufgefallen sind. Dies sind die Schlussfolgerungen von Prof. Piotr Witakowski, Vorsitzender der Arbeitsgruppe an der Faculty of Geomechanics, Construction and Geotechnology an der AGH University of Science and Technology.

Stefan Bramski, Ph. D., im Ruhestand und zuvor angestellt bei dem Institute of Aviation sowie ein Mitglied des Akademischen Rates von 1991 bis 2002, ist spezialisiert auf die Konstruktion von Flugzeugen und gelangte zu den gleichen Ergebnissen.

4. Sprengstoffspuren wurden am Absturzort und am Wrack gefunden

11 Experten, u.a. über Sprengstoff und die Konstruktion von Flugzeugen, untersuchten die Reste des abgestürzten Flugzeugs in Russland mit den modernsten Geräten und fanden Rückstände von TNT, Nitropenta und Nitroglyzerin an den Flügeln, in der Kabine, auf 30 Sitzen und dort, wo der Rumpf mit den Flügeln aufeinander trifft.

Tomasz Ludwikowski, Ph. D. und Jan Bokszczanin, Ph. D. sind Entwickler von Sprengstoff-Spektrometern und erklärten den Fund von eindeutigen Rückständen.

5. Daten und die Flugschreiber wurden manipuliert

Dies ist der Fall laut Kazimierz Nowaczyk, Ph. D., Eng. Marek Dabrowski und Marcin Gugulski. Das einzige, was die Polen von den Russen bekamen, waren Kopien der Daten, keine Originale. Es waren auffällige Fehler enthalten sowie Löschungen und Einkopierungen.

6. Der Absturzort wurde manipuliert

Bei der letzten Smolensk-Konferenz präsentierte Prof. Cieszewski bereits ein Papier, laut dem wichtige Teile des Flugzeugs unmittelbar nach dem Absturz bewegt wurden.

Dieses Jahr enthüllte Jacek Jabczynski, dass die Beschreibungen der Flügelsektion sich fundamental unterscheiden in dem russischen und dem polnischen Bericht. Weitere Diskrepanzen existieren zwischen Fotos und Beschreibungen. Bogdan Gajewski, Ph. D. von der International Society of Air Safety Investigators, ein kanadischer Experte für Ermittlungen bei Flugzeugabstürzen, erinnerte daran, dass eine exakte Dokumentation laut internationalen Abkommen vorgeschrieben sei. In Smolensk hingegen wären keine Standards eingehalten, und der Ort des Geschehens manipuliert worden.

7. Keine verifizierbaren Autopsien wurden durchgeführt

Die Leichen wurden in Russland in Särgen versiegelt und in Polen begraben. Gegen den expliziten Wunsch der Angehörigen fanden keine Autopsien statt. Militärermittler exhumierten 9 der Leichen. Die Angehörigen trauen den ihnen zur Verfügung gestellten Dokumenten nicht. Die Tochter des Opfers Zbigniew Wassermann las bei der Konferenz dessen Autopsiebericht vor und listete alle Auffälligkeiten. Dutzende Identifikationsmerkmale des Opfers fehlten, die Körpergröße und Augenfarbe wurden falsch wiedergegeben. Polnische Ermittler und der Forensiker Przybylska-Wendt, Ph. D., betrachten mehrere Dutzend dieser Berichte als gefälscht.

8. Die Abmachung zwischen dem polnischen Premierminister Tusk und dem russischen Präsidenten Putin verletzte polnische Interessen

Die Tusk-Regierung hat die öffentliche Meinung manipuliert und den Russen das Beweismaterial überlassen. Ein Abkommen von 1993 für Flugzeugabstürze wurde schlicht missachtet. Prof. Piotr Daranowski, Ph. D. von der Faculty of Law and Administration at Lódz University betonte, dass Tusk keine Aufzeichnungen lieferte von seinem Treffen mit Putin.

9. Die polnischen Ermittler wurden massiv unter Druck gesetzt

Barbara Fedyszak-Radziejowska, Ph.D. sprach von einer „Hexenjagd“ auf kritische Forscher.

10. Die Massenmedien stärkten die Smolensk-Lüge

Pseudo-Leaks wurden von der Presse veröffentlicht, um den Piloten, den General Blasik und den Präsidenten schlecht aussehen zu lassen. Die großen polnischen Sender und Zeitungen übernahmen die Lügen aus Russland.

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