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Bitcoin-Manie durch chinesische Investoren mit staatlicher Billigung angefacht

WirtschaftBitcoin-Manie durch chinesische Investoren mit staatlicher Billigung angefacht

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Ein Kommentar von Alexander Benesch

Jeder will sie jetzt unbedingt haben, die für sich genommen wertlosen Spekulationsobjekte namens Bitcoin. CNN lüftet das Geheimnis um den aktuellen Run: Im kommunistischen China werden mit staatlicher Billigung fleißig Yuans getauscht gegen Bitcoin. Wirklich als Zahlungsmittel nutzen will sie kaum jemand, denn der Kurs steigt in irrationale Höhen und erinnert an die Dot-Com-Blase oder die Tulpenmanie.

Walter Zimmermann, der leitende technische Analyst für United-ICAP, meinte die Blase könnte sich noch diese Woche auf 1700$ aufblähen bevor sie platzt.

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Jeden Moment könnte der Kurs zusammenbrechen auf wenige Dollars, was ein realistischer Wert ist gemessen an der tatsächlichen Verwendung als Zahlungsmittel. Die Programmierer und Insider der Digitalwährung kündigten bereits an, dass noch drei bis fünf Crashs folgen werden, bis Bitcoin endlich – wie beabsichtigt – „langweilig und vorhersehbar“ wird. Im Moment jedoch steigen die Chinesen in Bitcoin ein – und hängen beispielsweise ihre Housing Bubble mit dran. Geht die hoch, bedeutet das schlechte Nachrichten für Bitcoin-Halter im Ausland. Gerade die schrankenlose, globale unregulierte Freiheit kann so das größte Problem werden, das Bitcoin hat. Denn viele sind versucht, ihre Schulden und Verluste auf irgendwelche gierigen Investoren abzuladen. China Housing Bubble heißt jetzt Bitcoin?? Die traumhaften Fake-Wachstumszahlen von Chinas Wirtschaft glaubt sowieso niemand mehr. 2014 wird ehrlicher gerechnet werden.

Eine Gruppe von etwa 100 Insidern sitzt auf Millionen Bitcoins, die vor Jahren noch mühelos aus dem Nichts erzeugt wurden. Aus diesem Fundus wurden laut den Untersuchungen von Wissenschaftlern unzählige Fake-Transaktionen durchgeführt. Der Kurs ließe sich so mühelos nach oben und unten manipulieren.

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In den rigoros kontrollierten chinesischen Staatsmedien wie dem TV-Sender CCTV werden Loblieder gesungen auf das digitale Geld und so wird die Bitcoin-Client-Software 40.000 mal pro Tag heruntergeladen, und das in dem völlig zensierten und überwachten Internet dort. China verfügt nun über den größten Handelsplatz für Bitcoin auf der Welt und der Internet-Konzern Baidu hat die Hype-Währung integriert. Als 2009 eine digitale Währung namens QQ zu populär wurde, befahl die kommunistische Partei einfach die Bremse. Weshalb facht man nun den Bitcoin-Hype an? Einerseits, so wird gemutmaßt, um den US-Dollar zu schwächen. Allerdings sitzt China auf exorbitanten Dollar-Reserven die dadurch im Wert verlieren würden.

Die allermeisten Chinesen können sich sowieso kaum Bitcoins leisten und vor der Regierung damit irgendwas verbergen. Stattdessen investiert die kommunistisch und militärisch geprägte Business-Welt, die auf dem Rücken von Gulag-Arbeitern reich geworden ist.

Was ist aber mit der Spionage? Für die Chinesen wäre eine Verbreitung von Bitcoin im eigenen Land ein gewaltiges Sicherheitsrisiko. Wenn die kommunistischen Behörden nicht genau wissen können, wohin Geld fließt, bekommen sie mit Sicherheit Probleme. Der Bitcoin-Algorithmus tauchte nur wenige Monate nach der Zensur von QQ auf. Wer weiß, vielleicht verbirgt sich hinter dem mysteriösen Programmierer-Pseudonym Satoschi Nakamoto eine Gruppe chinesischer Programmierer im Staatsauftrag.

Vielleicht ist in der Bitcoin-Software und dem Bitcoin-Protokoll eine Hintertür für Regierungen eingebaut: Bitcoin-Chefentwickler Gavin Andresen erzählte in einem Interview über seinen Vortrag im CIA-Hauptquartier 2011:

„Insgesamt war die Reaktion recht positiv, auch wenn das keine besonders gesprächigen Leute sind.  Einer der Teilnehmer war ein Wirtschaftswissenschaftler von der Federal Reserve, und ich war überrascht, wie aufgeschlossen er der Idee von Bitcoin gegenüberstand. Aus seinem Vortrag habe ich gelernt, dass die Zentralbanken überall auf der Welt an Macht über das Geldvolumen verlieren, weil eine Reihe von Geldersatzprodukten – wie die Finanzderivate des Schattenbankensystems – immer einflussreicher werden.“

Die geheimdienstliche Venture Capital Arm In-Q-Tel der CIA sucht nach Start Up-Firmen die im Interesse der nationalen Sicherheit liegen. Eine Hintertür gut zu verstecken ist einfach, sie zu finden fast unmöglich.

CNN spekuliert darüber, dass China mit Bitcoin Einfluss gewinnen will über Länder in Afrika. Dort haben 2,5 Milliarden Menschen bislang keinen Zugang zu Banken. Warum sollte jedoch China für diesen Zweck zurückgreifen auf ein undurchsichtiges Pseudogeld, auf dem US-Behörden vielleicht die Hand drauf haben? Warum nicht einfach eine eigene chinesische Digi-Währung für Micropayments in Afrika, die sich inflationieren lässt unter der Kontrolle der Kommunistischen Partei Chinas?

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Kaum ein normaler Mensch traut sich, mehr als ein paar Tausend Euro in die Bitcoin-Blase zu investieren. Haben sie dieses Geld zum zocken, dann schlagen sie zu wenn sie unbedingt wollen. Denken sie aber daran, dass sie mit den Insidern und den Chinesen konkurrieren. Vielleicht wird der Hype weitergetrieben bis auf ein sehr hohes Volumen damit die kleinen Anleger dem Rausch verfallen und alles reinstecken was sie haben. Man erinnere sich an den Anlegerbetrug durch Enron, bei dem der Aktienkurs von 90$ auf wenige Cent fiel.

Tulpenmanie

Bei der Tulpenmanie handelt es sich um eine Periode im Goldenen Zeitalter der Niederlande, in der Tulpenzwiebeln zum Spekulationsobjekt wurden. In den 30er Jahren des 17. Jahrhunderts steigerten sich die Preise für Tulpenzwiebeln auf ein extrem hohes Niveau, bevor der Markt zu Beginn des Februars 1637 abrupt einbrach.

Es waren in den Handel mit Tulpen in den 1630er Jahren große Teile der niederländischen Bevölkerung bis in die untersten Gesellschaftsschichten involviert. Der rasche Preisverfall habe demgemäß den Ruin vieler Beteiligter bedeutet und der niederländischen Wirtschaft insgesamt einen schweren Schaden zugefügt.

Das System des Handels funktionierte nur so lange, wie die Händler mit steigenden Preisen und der Option rechneten, dass ein Käufer bereit wäre, die reale Tulpenzwiebel zu erwerben. Als sich keine neuen Käufer fanden, die in die Preisspirale einsteigen wollten, fiel der Wert von Tulpen um geschätzt mehr als 95 Prozent.

Kalifornischer Goldrausch

Im Januar 1848 entdeckte James W. Marshall an Sutter’s Mill, dem Bauplatz für ein Sägewerk auf der Ranch Neu-Helvetien des Schweizers Johann August Sutter, das erste Goldnugget. Weder Sutter noch Marshall konnten vom Gold profitieren: Marshall starb völlig mittellos, Sutter verlor den größten Teil seines riesigen Besitzes, der einmal weite Teile Kaliforniens umfasst hatte. In der Folge zogen in den nächsten Jahren mehrere hunderttausend Menschen nach Kalifornien, um ihr Glück zu suchen.

Nur einige wenige Goldgräber wurden wirklich reich, die meisten jedoch nicht und diejenigen, die wirklich Gold fanden, verspielten es oft oder mussten für einfache Güter Wucherpreise zahlen. So kostete 1849 ein Ei einen Dollar, alte Zeitungen konnten für 10 Dollar pro Stück verkauft werden und Geld wurde mit einem Zinssatz von fünf Prozent pro Woche verliehen. Händler und Kaufleute gehörten daher zu den Gewinnern des Goldrauschs, zum Beispiel Levi Strauss.

Dotcom-Blase

Der Begriff Dotcom-Blase ist ein durch die Medien geprägter Kunstbegriff für eine im März 2000 geplatzte Spekulationsblase, die insbesondere die sogenannten Dotcom-Unternehmen der New Economy betraf und vor allem in Industrieländern zu Vermögensverlusten für Kleinanleger führte.

Anleger wurden von den häufig prozentual zweistelligen Kurssteigerungen selbst angezogen, die sie zwar für teilweise übertrieben hielten, von denen sie aber – oft als Daytrader – dennoch profitieren wollten. Auch Investmentfonds verstärkten die Spekulationsblase, indem sie ihren Kunden immer höhere Gewinne in Aussicht stellten. Es wurde eine Vielzahl von „Neuer-Markt“-, Internet-, Telekommunikations- und Technologiefonds gegründet, die reißenden Absatz fanden. Am 13. März 2000 wurden so viele Infineon-Aktien gehandelt, dass die Handelssysteme der Frankfurter Wertpapierbörse und damit zugleich die Orderverarbeitungen einiger Bankhäuser zusammenbrachen.

Gegen Ende des Booms zeichnete sich ab, dass die hochbewerteten Unternehmen die Gewinnerwartungen in absehbarer Zeit nicht erfüllen konnten. Ihr Börsenwert war zumeist nicht durch materielle Gegenwerte gedeckt, da das Kapital eines IT-Unternehmens weniger in materiellen Gütern als vielmehr in den geistigen Leistungen seiner Mitarbeiter zu finden ist. Oftmals bestand der Buchwert der Unternehmen aus nicht viel mehr als einigen Gebäuden und der IT-Infrastruktur. Die im Expansionsdrang zugekauften Unternehmen waren zudem meist nicht profitabel.

Die Zweifel wurden lauter, als die ersten der vermeintlichen Hoffnungsträger Insolvenz anmelden mussten. Überdies stellte sich heraus, dass in einigen Fällen die ausgewiesenen Umsätze nur fingiert waren. Als im März 2000 die Kurse zu sinken begannen und vermehrt Verkäufe getätigt wurden, brach der Markt vollends in sich zusammen. Als die ersten Anzeichen eines Kursverfalls erkennbar wurden, zogen erfahrene Börsianer ihr Kapital aus dem Markt ab. Durch den anhaltenden Kursabfall gerieten die häufig neuen, unerfahrenen Kleinanleger in Panik und verkauften „um jeden Preis“, um ihre Verluste in Grenzen zu halten. Der Kursverfall verwandelte sich in einen Kurssturz.
Viele Kleinanleger gingen davon aus, dass sich die Kurse wieder erholen würden, verpassten den richtigen Ausstiegszeitpunkt und verloren so ihr Vermögen.

wikipedia-Zitate unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“

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