Wirtschaft

Bitcoin-Manie durch chinesische Investoren mit staatlicher Billigung angefacht

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Ein Kommentar von Alexander Benesch

Jeder will sie jetzt unbedingt haben, die für sich genommen wertlosen Spekulationsobjekte namens Bitcoin. CNN lüftet das Geheimnis um den aktuellen Run: Im kommunistischen China werden mit staatlicher Billigung fleißig Yuans getauscht gegen Bitcoin. Wirklich als Zahlungsmittel nutzen will sie kaum jemand, denn der Kurs steigt in irrationale Höhen und erinnert an die Dot-Com-Blase oder die Tulpenmanie.

Walter Zimmermann, der leitende technische Analyst für United-ICAP, meinte die Blase könnte sich noch diese Woche auf 1700$ aufblähen bevor sie platzt.

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Jeden Moment könnte der Kurs zusammenbrechen auf wenige Dollars, was ein realistischer Wert ist gemessen an der tatsächlichen Verwendung als Zahlungsmittel. Die Programmierer und Insider der Digitalwährung kündigten bereits an, dass noch drei bis fünf Crashs folgen werden, bis Bitcoin endlich – wie beabsichtigt – “langweilig und vorhersehbar” wird. Im Moment jedoch steigen die Chinesen in Bitcoin ein – und hängen beispielsweise ihre Housing Bubble mit dran. Geht die hoch, bedeutet das schlechte Nachrichten für Bitcoin-Halter im Ausland. Gerade die schrankenlose, globale unregulierte Freiheit kann so das größte Problem werden, das Bitcoin hat. Denn viele sind versucht, ihre Schulden und Verluste auf irgendwelche gierigen Investoren abzuladen. China Housing Bubble heißt jetzt Bitcoin?? Die traumhaften Fake-Wachstumszahlen von Chinas Wirtschaft glaubt sowieso niemand mehr. 2014 wird ehrlicher gerechnet werden.

Eine Gruppe von etwa 100 Insidern sitzt auf Millionen Bitcoins, die vor Jahren noch mühelos aus dem Nichts erzeugt wurden. Aus diesem Fundus wurden laut den Untersuchungen von Wissenschaftlern unzählige Fake-Transaktionen durchgeführt. Der Kurs ließe sich so mühelos nach oben und unten manipulieren.

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In den rigoros kontrollierten chinesischen Staatsmedien wie dem TV-Sender CCTV werden Loblieder gesungen auf das digitale Geld und so wird die Bitcoin-Client-Software 40.000 mal pro Tag heruntergeladen, und das in dem völlig zensierten und überwachten Internet dort. China verfügt nun über den größten Handelsplatz für Bitcoin auf der Welt und der Internet-Konzern Baidu hat die Hype-Währung integriert. Als 2009 eine digitale Währung namens QQ zu populär wurde, befahl die kommunistische Partei einfach die Bremse. Weshalb facht man nun den Bitcoin-Hype an? Einerseits, so wird gemutmaßt, um den US-Dollar zu schwächen. Allerdings sitzt China auf exorbitanten Dollar-Reserven die dadurch im Wert verlieren würden.

Die allermeisten Chinesen können sich sowieso kaum Bitcoins leisten und vor der Regierung damit irgendwas verbergen. Stattdessen investiert die kommunistisch und militärisch geprägte Business-Welt, die auf dem Rücken von Gulag-Arbeitern reich geworden ist.

Was ist aber mit der Spionage? Für die Chinesen wäre eine Verbreitung von Bitcoin im eigenen Land ein gewaltiges Sicherheitsrisiko. Wenn die kommunistischen Behörden nicht genau wissen können, wohin Geld fließt, bekommen sie mit Sicherheit Probleme. Der Bitcoin-Algorithmus tauchte nur wenige Monate nach der Zensur von QQ auf. Wer weiß, vielleicht verbirgt sich hinter dem mysteriösen Programmierer-Pseudonym Satoschi Nakamoto eine Gruppe chinesischer Programmierer im Staatsauftrag.

Vielleicht ist in der Bitcoin-Software und dem Bitcoin-Protokoll eine Hintertür für Regierungen eingebaut: Bitcoin-Chefentwickler Gavin Andresen erzählte in einem Interview über seinen Vortrag im CIA-Hauptquartier 2011:

“Insgesamt war die Reaktion recht positiv, auch wenn das keine besonders gesprächigen Leute sind.  Einer der Teilnehmer war ein Wirtschaftswissenschaftler von der Federal Reserve, und ich war überrascht, wie aufgeschlossen er der Idee von Bitcoin gegenüberstand. Aus seinem Vortrag habe ich gelernt, dass die Zentralbanken überall auf der Welt an Macht über das Geldvolumen verlieren, weil eine Reihe von Geldersatzprodukten – wie die Finanzderivate des Schattenbankensystems – immer einflussreicher werden.”

Die geheimdienstliche Venture Capital Arm In-Q-Tel der CIA sucht nach Start Up-Firmen die im Interesse der nationalen Sicherheit liegen. Eine Hintertür gut zu verstecken ist einfach, sie zu finden fast unmöglich.

CNN spekuliert darüber, dass China mit Bitcoin Einfluss gewinnen will über Länder in Afrika. Dort haben 2,5 Milliarden Menschen bislang keinen Zugang zu Banken. Warum sollte jedoch China für diesen Zweck zurückgreifen auf ein undurchsichtiges Pseudogeld, auf dem US-Behörden vielleicht die Hand drauf haben? Warum nicht einfach eine eigene chinesische Digi-Währung für Micropayments in Afrika, die sich inflationieren lässt unter der Kontrolle der Kommunistischen Partei Chinas?

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Kaum ein normaler Mensch traut sich, mehr als ein paar Tausend Euro in die Bitcoin-Blase zu investieren. Haben sie dieses Geld zum zocken, dann schlagen sie zu wenn sie unbedingt wollen. Denken sie aber daran, dass sie mit den Insidern und den Chinesen konkurrieren. Vielleicht wird der Hype weitergetrieben bis auf ein sehr hohes Volumen damit die kleinen Anleger dem Rausch verfallen und alles reinstecken was sie haben. Man erinnere sich an den Anlegerbetrug durch Enron, bei dem der Aktienkurs von 90$ auf wenige Cent fiel.

Tulpenmanie

Bei der Tulpenmanie handelt es sich um eine Periode im Goldenen Zeitalter der Niederlande, in der Tulpenzwiebeln zum Spekulationsobjekt wurden. In den 30er Jahren des 17. Jahrhunderts steigerten sich die Preise für Tulpenzwiebeln auf ein extrem hohes Niveau, bevor der Markt zu Beginn des Februars 1637 abrupt einbrach.

Es waren in den Handel mit Tulpen in den 1630er Jahren große Teile der niederländischen Bevölkerung bis in die untersten Gesellschaftsschichten involviert. Der rasche Preisverfall habe demgemäß den Ruin vieler Beteiligter bedeutet und der niederländischen Wirtschaft insgesamt einen schweren Schaden zugefügt.

Das System des Handels funktionierte nur so lange, wie die Händler mit steigenden Preisen und der Option rechneten, dass ein Käufer bereit wäre, die reale Tulpenzwiebel zu erwerben. Als sich keine neuen Käufer fanden, die in die Preisspirale einsteigen wollten, fiel der Wert von Tulpen um geschätzt mehr als 95 Prozent.

Kalifornischer Goldrausch

Im Januar 1848 entdeckte James W. Marshall an Sutter’s Mill, dem Bauplatz für ein Sägewerk auf der Ranch Neu-Helvetien des Schweizers Johann August Sutter, das erste Goldnugget. Weder Sutter noch Marshall konnten vom Gold profitieren: Marshall starb völlig mittellos, Sutter verlor den größten Teil seines riesigen Besitzes, der einmal weite Teile Kaliforniens umfasst hatte. In der Folge zogen in den nächsten Jahren mehrere hunderttausend Menschen nach Kalifornien, um ihr Glück zu suchen.

Nur einige wenige Goldgräber wurden wirklich reich, die meisten jedoch nicht und diejenigen, die wirklich Gold fanden, verspielten es oft oder mussten für einfache Güter Wucherpreise zahlen. So kostete 1849 ein Ei einen Dollar, alte Zeitungen konnten für 10 Dollar pro Stück verkauft werden und Geld wurde mit einem Zinssatz von fünf Prozent pro Woche verliehen. Händler und Kaufleute gehörten daher zu den Gewinnern des Goldrauschs, zum Beispiel Levi Strauss.

Dotcom-Blase

Der Begriff Dotcom-Blase ist ein durch die Medien geprägter Kunstbegriff für eine im März 2000 geplatzte Spekulationsblase, die insbesondere die sogenannten Dotcom-Unternehmen der New Economy betraf und vor allem in Industrieländern zu Vermögensverlusten für Kleinanleger führte.

Anleger wurden von den häufig prozentual zweistelligen Kurssteigerungen selbst angezogen, die sie zwar für teilweise übertrieben hielten, von denen sie aber – oft als Daytrader – dennoch profitieren wollten. Auch Investmentfonds verstärkten die Spekulationsblase, indem sie ihren Kunden immer höhere Gewinne in Aussicht stellten. Es wurde eine Vielzahl von „Neuer-Markt“-, Internet-, Telekommunikations- und Technologiefonds gegründet, die reißenden Absatz fanden. Am 13. März 2000 wurden so viele Infineon-Aktien gehandelt, dass die Handelssysteme der Frankfurter Wertpapierbörse und damit zugleich die Orderverarbeitungen einiger Bankhäuser zusammenbrachen.

Gegen Ende des Booms zeichnete sich ab, dass die hochbewerteten Unternehmen die Gewinnerwartungen in absehbarer Zeit nicht erfüllen konnten. Ihr Börsenwert war zumeist nicht durch materielle Gegenwerte gedeckt, da das Kapital eines IT-Unternehmens weniger in materiellen Gütern als vielmehr in den geistigen Leistungen seiner Mitarbeiter zu finden ist. Oftmals bestand der Buchwert der Unternehmen aus nicht viel mehr als einigen Gebäuden und der IT-Infrastruktur. Die im Expansionsdrang zugekauften Unternehmen waren zudem meist nicht profitabel.

Die Zweifel wurden lauter, als die ersten der vermeintlichen Hoffnungsträger Insolvenz anmelden mussten. Überdies stellte sich heraus, dass in einigen Fällen die ausgewiesenen Umsätze nur fingiert waren. Als im März 2000 die Kurse zu sinken begannen und vermehrt Verkäufe getätigt wurden, brach der Markt vollends in sich zusammen. Als die ersten Anzeichen eines Kursverfalls erkennbar wurden, zogen erfahrene Börsianer ihr Kapital aus dem Markt ab. Durch den anhaltenden Kursabfall gerieten die häufig neuen, unerfahrenen Kleinanleger in Panik und verkauften „um jeden Preis“, um ihre Verluste in Grenzen zu halten. Der Kursverfall verwandelte sich in einen Kurssturz.
Viele Kleinanleger gingen davon aus, dass sich die Kurse wieder erholen würden, verpassten den richtigen Ausstiegszeitpunkt und verloren so ihr Vermögen.

wikipedia-Zitate unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“

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24 comments

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rider650 8. Dezember 2013 at 11:53

Zur grundsätzlichen Frage, ob Bitcoins “Geld” sind, hat Thorsten Polleit gerade einen super Artikel veröffentlicht, dessen Ergebnis ich mich zu 100% anschließen kann.

http://www.misesde.org/?p=6634

Zusammenfassung: Bitcoins sind auch nach Rothbards knallharter Definition Geld, würden aber am freien Markt gegen Edelmetalle den kürzeren ziehen. Da wir aber keinen freien Markt haben und Edelmetalle unter der Fuchtel der Gewaltmonopolisten stehen, bieten Bitcoin eine nicht so leicht kontrollierbare Alternative, bis Freiheit herrscht.

Gab übrigends gerade einen satten Crash, gute Gelegenheit zum günstigen Einstieg 😉

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alex 8. Dezember 2013 at 12:40

Wow, kurrzeitig auf 580 Dollar abgesackt von 1200! Irgendeine Großbank schätzte, dass die nie mehr als 1300$ wert sein werden und das auch nur, wenn die Behörden mit Bitcoin zufrieden sind, d.h. wenn die Überwachung möglich ist.

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redbit 5. Dezember 2013 at 17:14

die chinesen verbieten den bankern den bitcoin handel und erlauben privaten ihn zu nutzen und germany erkennt ihn als währung an
http://www.cryptonews.biz/bitcoin-now-legal-currency-in-germany-digital-currency-history-made/
was besseres kann dem bitcoin nicht passieren

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Zonk 4. Dezember 2013 at 18:55

Kritiker sollten sich ganz schnell in die Materie einarbeiten!
http://coinmarketcap.com/

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rider650 1. Dezember 2013 at 13:12

Zwei entscheidende Punkte bleiben in der Kritik von Alex unerwähnt. Zunächst einmal: ja, Bitcoins sind an sich wertlos. Aber: sie sind absolut tauglich, um weltweit dezentralisiert Zahlungen abzuwickeln. Wie viel des momentanen Bitcoin Zahlungsvolumens Spekulation ist, und wie viel Zahlungen für Waren und Dienstleistungen, ist dabei irrelevant. Alleine die Tatsache, dass Zahlungen abgewickelt werden können, stellt einen Service da, der Bitcoins ihren Wert verleiht.
Im Moment spekulieren die Leute vermutlich darauf, dass die Nutzung dieses Services sich ausweiten wird. Bitcoin ist in dem Sinne ein erfolgreiches Dienstleistungs-Startup. Und wie bei anderen erfolgreichen Startups (Facebook, Twitter etc.) ist der Wert am Anfang nahe Null. Ein paar Leute glauben an die Idee und investieren Zeit und Arbeit in sie (Alex` vielgescholtene “Gruppe von etwa 100 Insidern”). Sie besitzen jedoch keine Glaskugel und können zu diesem frühen Zeitpunkt nicht wissen, ob ihr Startup Erfolg haben wird, oder ob es wieder verschwinden wird – daher die enormen Wertschwankungen der Anfangsphase. Hier wird das ganz gut erklärt: http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=qHUPPYzzZrI

Der zweite, und wie ich finde entscheidende Punkt, der keine Erwähnung findet, ist die begrenzte Verfügbarkeit von Bitcoins. Sollte dieses Feature kompromittiert sein, könnte man Bitcoin mit Recht als Betrug bezeichnen. Da der Code von Bitcoin jedoch öffentlich und nicht sehr umfangreich ist (12.222 Zeilen Code, im Vergleich z.B. zu den berüchtigten ca. 500.000.000 Zeilen der Obamacare Website), halte ich die Wahrscheinlichkeit, dass das Protokoll kompromittiert ist, für eher gering.
Diese begrenzte Verfügbarkeit nun vorausgesetzt, welche Wertentwicklung des einzelnen Bitcoin sollte man denn erwarten bei steigenden Nutzerzahlen des Dienstes? Selbstverständlich wird der Wert nach oben gehen, und selbstverständlich wird es eine oder mehrere logarithmische Phasen geben, so wie jetzt gerade.

Hier haben wir auch den Unterschied zu Tulpenzwiebeln, Dotcom-Unternehmen und was weiß ich noch für Blasenbeispielen, wie auch FIAT Geld: all dies ist quasi unbegrenzt verfügbar bzw. herstellbar, Bitcoin jedoch nicht. Dies ist eben der Knackpunkt, die Gemeinsamkeit zwischen Bitcoin und Gold, und der Unterschied zu allem anderen. Selbst die wenigen inflationären Phasen in der Jahrtausende langen Geschichte von Gold als Zahlungsmittel (Goldfunde in Südamerika, die z.B. die Tulpenblase befeuerten, Goldfunde in Kalifonien) belegen nur die Wichtigkeit dieses Knackpunktes.
In all den Zeiten nämlich, in denen es keine großen Goldfunde gab, gab es auch keine Inflation bei Gold. Und bei Bitcoin kann es definitionsmäßig keine “großen Funde” geben, die Ausweitung der Bitcoinmenge ist fest definiert und endlich, und deswegen absolut vorhersehbar und von den Marktteilnehmern längst eingepreist.
Alleine die mögliche Verwendung als Zahlungsmittel setzt der Kursentwicklung Grenzen. Und betrachtet man den Umfang aller weltweiten Zahlungsabwicklungen, und den momentanen Anteil von Bitcoin daran, kann man ganz gut Schätzungen bezüglich des Wertpotentials des einzelnen Bitcoins treffen – und genau dies ist es, was all die Spekulanten gerade tun.

Den Standpunkt, den Regierungen gegenüber Bitcoin einnehmen, mag man als durchaus berechtigten Anhaltspunkt für Verdächtigungen nehmen. Allerdings empfiehlt beispielsweise die chinesische Regierung ihren Untertanen auch, Edelmetalle zu kaufen. Sind diese deshalb auch verdächtig? Nicht alles, was Regierungen empfehlen, ist zum Schaden ihrer Subjekte, und Regierungen bzw. Staaten sind auch keine homogenen und allmächtigen Gebilde, sie bestehen auch nur aus einzelnen handelnden Menschen.

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alex 1. Dezember 2013 at 13:21

Es bildet sich bereits ein schwunghafter Derivatehandel, durch den das Volumen der Bitcoins auf theoretisch unbegrenzt steigen kann. Da wid halt dann mit Bitcoin Credit Default Swaps gehandelt und die getäuschten Investoren glauben, dass da schon ein ausreichender Kern an echten Bitcoin irgendwo vorhanden sein müsse.

Seit die Bitcoin-Entwickler direkt bei der CIA um In-Q-Tel-Kohle gebettelt hatten, ging Bitcoin wirklich ab wie eine Rakete. Die US-Regulatoren sind überraschend soft geworden bei BTC. Das heißt: Die Insider werden wohl kleine Milliardäre werden wie Zuckerberg und die Nutzer werden mit den NAchteilen (wie Überwachung) leben müssen. BTC ist dann nur ein weiteres E-Cash.

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rider650 1. Dezember 2013 at 16:08

Wer mit Derivaten handelt, ist selber schuld, genau wie die Papiergoldhändler. Derivate sind immer nur so gut wie der Emittent, das hat nichts mit der zugrundeliegenden Ware zu tun.
Dass Bitcoin nicht anonym ist, sollte auch jedem klar sein. Pseudonym ist das richtige Wort – was immer noch mehr Privatspäre ist, als alle anderen existierenden Clearingsysteme sonst so bieten. Vor Kalibern wie der NSA kann man Zahlungen wohl eher nicht unerkannt mit Bitcoin abwickeln.
Nur weiteres E-Cash wären Bitcoin, wenn nicht Dezentralisierung und begrenzte Verfügbarkeit wären. E-Gold und Konsorten ließen sich einfach ausschalten, weil es einen zentralen Server gab, bei Bitcoin müsste man schon das Internet an sich killen, um es auszuschalten.
Und begrenzte Verfügbarkeit sichert, dass der Wert alleine vom Willen der Menschen, Bitcoin zu benutzen und zu halten, abhängt, und nicht von der Willkür eines Emittenten, wie sonstiges E-Cash oder FIAT.

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Terence Skill 24. November 2013 at 2:50

Früher wäre ich dagegen gewesen. Aber in einer Zeit, in der unser Geld keinen realen Gegenwert mehr besitzt und ebenso aus dem Nichts erschaffen wird, kann ich nichts grundsätzlich Schlimmes daran finden, dass etwas digital und ohne jede realstoffliche Grundlage Erschaffenes zum Tauschmittel mit einem messbarem finanziellen Wert zu taugen scheint.

Was ist so katastrophal daran, dass ein Handelsgegenstand seinen aktuellen Wert allein aus seiner Limitiertheit und der daraus folgenden Akzeptanz der Märkte bezieht, auf denen er verwendet wird?

Spannend wird es tatsächlich erst, wenn die prognostizierte Weltwährung eine rein digitale wird…und damit ein weit mächtigeres Instrument zur Steuerung der Massen, als es unsere heutige Form des Geldes bereits ist. Damit wird es nicht nur unmöglich sein, sich unerkannt zu bewegen. Lebensgrundlagen können dann auf Knopfdruck vernichtet werden, jedermann ist im Zweifelsfalle komplett erpressbar -> Und bist du nicht willig, so heisst es: “0 Credits”.

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groll 20. November 2013 at 19:01

“/meet-the-assassination-market-creator-whos-crowdfunding-murder-with-bitcoins/”

lol

dein ernst?

Alter poste doch nicht so ein fuck hier. Das ist mainstream dreck. Meet the assac __< , jemand öffnet so ne seite und geht dann damit hausieren?

Hör auf zu trollen !

Deine assassins laufen nicht rum wie dumme yuppies. Die meisten arbeiten eh für den Staat oder warum glaubtst du hat Obama sich noch keine Kugel gefangen?
Geh zurück zum Echsenmann!

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Citsong 20. November 2013 at 17:10

Hab gerade gelesen das es im Darknet wohl ne Seite gibt wo Bitcoin als Zahlung für bezahlten Mord gelten. Die meisten Bitcoins hat wohl unser aller Freund Ben Shalom Bernanke mit rund 124 Bitcoins für seinen Kopf. Auf der Liste finden sich aber auch Obama und Keith Alexander wieder.
http://www.forbes.com/sites/andygreenberg/2013/11/18/meet-the-assassination-market-creator-whos-crowdfunding-murder-with-bitcoins/

Weiss ehrlich gesagt nicht was ich davon halten soll. Entweder versuchen die FEDs Regierungsgegner so in die Falle zu locken oder aber der Assassinenvermitler meint das wirklich ernst und steht somit bald selber als Staatsfeind nummer 1 da

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Stefanius 20. November 2013 at 14:14

Hallo „a friend“ also erstmal scheinst du recht zu behalten.. Momentan geht es ganz schön nach unten… Ich weiß auch das man in das investieren sollte was man versteht. Bei Bitcoins war ich mir immer zu unsicher, die einen sind dafür, andere wie Alex dagegen. Aber ich glaube das hier die Möglichkeit vorhanden ist sein Geld (egal ob von den Geheimdiensten oder Einzelpersonen manipuliert oder nicht, so zu vermehren um ein wenig mehr „Vorsorge“ zu betreiben. – (hätte ich das schon 2012 getan wäre heute genug da um in fast allen Bereichen für mich und die die mir wichtig sind Vorzusorgen)— Nun gut gelatscht ist gelatscht…… Die von Alex angesprochene Blase wird bestimmt kommen und dann wird alles auf null gehen (so wie 2011) doch irgendwie glaube ich das die “Big Player” noch viel mehr Geld aus den Leuten ziehen wollen— sprich der Kurs geht doch bestimmt erst richtig nach oben. Warum sich mit 10 Milliarden zufrieden geben??.. Von daher war meine Frage mit der Blase tatsächlich ernst gemeint, weil mich einfach interessiert von wie vieler solcher Ereignisse noch auszugehen ist.

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testbert 19. November 2013 at 20:39

Nur mal zum Vergleich
es werden max 12 mio BitCoins geschaffen.
Wenn einer dann 1.000 USD kostet, sind das 12 mrd USD.
Der Aktienmarkt wird auf ~ 50 billionen USD geschätzt,
deutsche Immobilien auf ~5 billionen, also irgendwelchen Regierungen werden die BitCoins sicher nicht gefährlich.
Aber als Testballon für eine Digitalwährung macht es sinn,
finde ich auch

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Stefanius 19. November 2013 at 18:03

Und wie viele „Blasen“ sind nun schon geplatzt?? War das im April 2013 eine?? Oder nur die im Sommer 2011??… ansonsten ist es doch egal, wenn noch 2 oder 3 Blasen kommen sollen, kauft man mit 50% seines Geldes jetzt Bitcoins und die anderen 50% wenn die Blase “platzen” sollte…. zumindest würde ich das so machen. Nach allem was bis jetzt passiert ist ist es doch unwahrscheinlich das die Amis Bitcoins in einigen Wochen verbieten!!

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a friend 19. November 2013 at 18:38

gut steig jetzt ein, ich kaufe deine coins dann später wieder für < 100 usd.

lol

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a friend 19. November 2013 at 18:40

Nur mal so am Rande, innerhalb der letzten 24 h gab es Kursschwankungen von 657 Euro bis 370! In 24 Stunden 🙂

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a friend 19. November 2013 at 13:45

Ja, eine Blase.

Wenn die Chinesen für den bull market in Bitcoin verantwortlich sind, dann sieht man daran eines, Gier frisst Hirn. Deren Religion ist doch Geld und sollen sie sich doch daran zu Tode investieren. Die smarten Leute haben eh in USD oder andere Währungen getauscht.
Solange dort keine Staaten, die Steuergelder der Menschen investieren kann aus meiner Sicht jeder machen was er will. Bitcoin ist im Moment ein absolutes Zockerspiel, wobei die meisten sich ihre Hände verbrennen werden.
Gestern las ich irgendwo ein Kommentar, “ich habe über 1000 BTC” und bei 700 USD/BTC bin ich bald Millionär.
Wirklich?
Wenn der versucht seine Coins zu traden, dann sinkt doch der Kurs enorm, wenn er Glück hat geht er mit 400000 nach Hause. Viel Spass beim Rücktransfer aufs deutsche Konto. Finanzamt wird bald klingeln.

Schaut euch einfach mal die Charts an. Manchmal werden auf einer Börse nur 400 BTC getradet aber der Kurs steigt oder sinkt um mehr als 100 USD, da stimmt doch etwas nicht? Wie können so kleine Beträge den Kurs derart beeinflussen?

Im Grunde gibt es nur wenige Gewinner, nämlich die Exchanges. Die verdienen immer!

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Hannah 4. Dezember 2013 at 17:26

Keine Frage, dass BTC in einer Blase sind, aber wenn man wirklich mit 400K heimginge, was gäbe es daran zu meckern? Und auch das Finanzamtproblem ist überschaubar. Es wurde bereits klar kommuniziert, dass BTC Gewinne wie Spekulatonsgewinne zu bewerten sind.
Also wenn innerhalb von einem Jahr veräussert, dann fällt Spekulationssteuer im normalen Ausmass an, wenn länger als 1 Jahr gehalten = steuerfrei. Also auch da bleibt ein stattliches Sümmchen über.
Ich hab keine BTCs aber beneide doch diejenigen die früh eingestiegen sind und z.B. 1000 BTC gekauft haben schon für ihre Entscheidung. Ehre wem Ehre gebührt! Ich hatte selbst bei 13 Dollar überlegt, weil die Empfehlung von jemandem kam, auf dessen Meinung ich viel gebe. Aber weil ich das Konzept als Währungsalternative nicht überzeugend fand, hab ichs gelassen. Auf eine Spekulationsblase, die sich derart rechnen würde, bin ich gar nicht gekommen. Pech für mich!

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Freigeist 19. November 2013 at 13:33

“In den rigoros kontrollierten chinesischen Staatsmedien wie dem TV-Sender CCTV werden Loblieder gesungen auf das digitale Geld ”

Hahaha, CCTV ist im englischen Kurzfassung für “closed circuit television” und bedeutet Videoüberwachung.

In Red China, TV watches you.

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Porno Pommes 19. November 2013 at 12:53

Und ich hab bei 180 verkauft… man man man

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Freigeist 19. November 2013 at 13:42

Bei was hast du eingekauft?

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Porno Pommes 19. November 2013 at 16:14

bei knappen 60 euro

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Freigeist 19. November 2013 at 16:54

Dann sei mal nicht so gierig mit deinen 100% gewinn.

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guadalupe 19. November 2013 at 12:16

Du schreibst: “Wirklich als Zahlungsmittel nutzen will sie kaum jemand”. – Gut beobachtet. Als Zahlungsmittel taugt es also nichts, wohl aber als Spekulationsmittel. Ist doch ok, solange es kein Monopol-Zahlungsmittel ist und kann eine schöne Ergänzung sein zu einem Geld, das wiederum als Spekulationsmittel gar nicht taugt, ergo ein perfektes Zahlungsmittel ist wie unser Rheingold, das jeder einzelne Herausgeber kaufkraftstabil halten kann.

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