Die NSA-Kanzlerin: War sie WEST-Agentin von Anfang an? – UPDATE

Von Alexander Benesch Es gibt genau zwei Szenarien, die besprochen, untersucht und publiziert werden über die seltsame steile Karriere von Angela Merkel. Das eine ist das “Machiavelli”-Szenario, das andere...

Von Alexander Benesch

Es gibt genau zwei Szenarien, die besprochen, untersucht und publiziert werden über die seltsame steile Karriere von Angela Merkel. Das eine ist das “Machiavelli”-Szenario, das andere das “KGB”-Szenario. Das erste beschreibt eine Wendehals-Dame, die von der privilegierten FDJ-Agitprop-Streberin zur vorgeblich konservativen Bundeskanzlerin wurde und die CDU nun beherrscht wie einst Kohl.

Das zweite spekuliert über wesentlich tiefschürfendere Verbindungen zum Sowjetapparat, eine Art Deep Cover-Agentin der Russen, die den Fall der UdSSR bestens überstanden hätte und Deutschland zugunsten Moskaus in den Sozialismus überführt. Das kontroverse Buch “Das erste Leben der Angela M.” von Ralf Georg Reuth und Günther Lachmann fällt in die erste Schublade und winkt dem Leser mit dem ganzen Zaun, vielleicht auch in die zweite hineinzuschauen.

Das ist aber längst nicht das Ende der Fahnenstange, denn es gibt ein drittes, unausgesprochenes Szenario das zwischen den Zeilen mitschwingt. Wenn selbst gewöhnliche Historiker das Stasi- und KGB-Umfeld Angelas bereits so detailliert nachrecherchieren können, wie um Himmels Willen konnten die Amerikaner mit ihren tiefschürfenden Geheimdiensten und dem NSA-Apparat zulassen, dass sie Kanzlerin wurde?

Ein altbekanntes Klischee wird von den Autoren zu Beginn ihres Buches verwendet im Hinblick auf die für viele überraschende Reise der Kasners vom Westen in den Osten vor dem Mauerbau, während der Exodus aus der DDR in vollem Gang war:

“Die einzigen die nach Richtung Osten gingen, waren Idioten oder Kommunisten.”

Jeder der kein völlig Unbedarfter ist, muss aber an diesen Satz anfügen “…oder Westagenten.” Wann immer ein völlig realistisches Szenario absolut unerwähnt bleibt, lohnt es sich erst recht, genauer nachzusehen.

Der rote Ring

Vater Horst Kasner, der Priester, gelangte schnell zu Privilegien da er sich Stasi-Förderern andiente, die den Geheimauftrag hatten, die einheitliche evangelische Kirche in der DDR zu sabotieren, zu zersetzen und die Trümmer in die sozialistischen Organisationen einzupflegen. Nicht nur konnte die Familie Kasner abgeschieden leben in einem bürgerlichen Hof mit Wäldern drumherum, der für die Kinder wie ein “Abenteuerspielplatz” war, anstatt in Plattenbauten wo überall Augen und Ohren sind, er empfing auch regelmäßig Westgäste und holte sich junge Leute in sein Arbeitszimmer, das mit verbotener Literatur überquillte und “diskutierte” mit jenen. Eine bessere Ausgangslage um einen Agentenring zu starten, gab es in der DDR wohl kaum. Die jungen, beeinflussbaren Teenager könnten später nämlich einmal nach Schule und Studium in alle möglichen Kreise aufsteigen.

Selbstverständlich würde man nicht Rekrutierungsversuche wagen, indem man sich als CIA oder BND oder sonstwas zu erkennen gibt, sondern indem man erklärt, Teil einer Organisation zu sein die einen “demokratischen Sozialismus” anstrebe im Gegensatz zu dem starren SED-Regime.

Der “rote Kasner” pflegte seinen Ruf in der Nachbarschaft, indem er demonstrativ Stasi-Mitarbeiter zu seinem Zuhause kommen ließ, anstatt sich konspirativ zu treffen. Was die örtliche Gerüchteküche jedoch nicht erfuhr, ist dass er die Stasis allem Anschein nach abblitzen ließ mit deren Anwerbeversuchen. Er gab sich als zu wichtig und zu elitär für normale Anwerbungen. Schließlich saß er bereits in enorm wichtigen Gremien und genoss hohes Vertrauen der SED.

Wer mit ihm reden wolle, der möge auf den Hof kommen. Er durfte auch regelmäßig in den Westen reisen, was bedeutete dass die Stasi es schwer gehabt hätte, mögliche konspirative Treffen zu verfolgen. Später verlor Kasner an Bedeutung, irgendwo gab es einen Vertrauensverlust und man überging ihn mit Beförderungen.

Seine Tochter machte auch Karriere im System und ging, angeblich auf eigene Faust, auf absonderliche Missionen: Einmal ließ sie eine polnische Einladung fälschen damit sie in das Nachbarland reisen durfte und wurde bei der Heimreise erwischt mit Fotos und Dokumenten der Solidarnosc-Rebellion. Ihr Status als Oberstreberin an einer Top-Universität und die Fähigkeit, geschickt mit Worten zu improvisieren, brachte sie aus der Bredouille. Handelte es sich um eine Fact Finding Mission inklusive Anwerbeversuche?

Ein anderes Mal schummelte sie mit Visa und reist unerlaubt bis nach Moskau. Dort von der Polizei aufgegriffen, lässt sie ihren Charme spielen (!) und schafft es wieder, sich aus der Sache herauszuwinden. Angela besuchte, wie ihr Vater auch, ständig irgendwelche Tanten und Cousinen im Westen. Ist es so abwegig zu spekulieren, dass sie sich bei Tantchen Wieauchimmer mit ihrem Führungsoffizier getroffen haben könnte?

Während nach der Wende reihum engste Vertraute von Angela und ihrem Vater als Stasi-IMs enttarnt wurden, blieben die Kasners nach außen hin sauber. Dabei galt es als normales Element einer Karriere, seine Kollegen zu beobachten und Bericht zu erstatten. Nur indem man auf diese Weise seine sozialistische Haltung bestätigte, öffneten sich Karrieretüren.

Es finden sich aber keine Gefährten, die durch Merkel Probleme bekommen hatten. Was sollte sie auch anderes berichten, als dass die Leute um sie herum, die Stasi-IMs und die gewöhnlichen Streber, sauber seien bis auf die ein oder andere West-Schallplatte oder Zeitung?

Wenn, wie immer spekuliert wird, Horst und Angela IMs waren, wieso sollten dann ausgerechnet sie nach der Wende geschützt werden bevor Angela irgendeine politische Macht bekam und um sie herum schon reihenweise Personen enttarnt wurden? Es scheint fast, als hätte ihr jemand noch zusätzlich den Weg freigeräumt.

Von westlichen Diensten wird nur abgeschirmt, wer für westliche Dienste arbeitet. Die Vorstellung, dass in einem ernstzunehmenden westlichen Land jemand ohne Spionagekarriere und Spionagekarriere der Eltern ein Staatsoberhaupt wird, ist gelinde gesagt absurd. Man glaubt fast, “das zweite Leben der Angela M.” ist die codierte Message an diejenigen, die in irgendeinerweise mit dem nachrichtendienstlichen Feld zu tun haben, dass sie “schon immer eine von uns war”.

Soldaten im Wald

Dann gibt es noch eine bemerkenswerte aber kurze Stelle im Buch, die einem die Augenbrauen heben lässt. Angela Kasner geht als junge Teenagerin mehrfach in den Wald, um dort “mit den russischen Soldaten russisch zu sprechen”. Es heißt, während die meisten DDR-Bürger kaum je einen Sowjetsoldaten zu Gesicht bekamen, traf man sie in der Umgebung von Angelas Zuhause häufiger als Deutsche.

Was in drei Gottes Namen begibt sich ein junges Mädchen alleine (!) in den Wald (!!) zu russischen Soldaten (!!!), die nun wirklich keine Hemmungen hatten, deutsche Frauen zu vergewaltigen? Zwei Millionen vergewaltigte deutsche Frauen im Zweiten Weltkrieg können auch einem verbohrten sozialistischen Priester wie Horst Kasner nicht völlig unbekannt geblieben sein.

Liegt dort die Antwort begraben auf die Frage, weshalb die privilegierte Tochter vom Abenteuerspielplatz ewig die verschlossene Ungeküsste blieb und erst sehr sehr spät anfing, ein Beziehungsleben zu entwickeln? Ist das banale FDJ-Strebertum wirklich der einzige Grund, weshalb sie später nur äußerst ungern über ihre Vergangenheit spricht und wenn, dann nur mechanisch über irgendwelche unwichtigen Details?

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