Recentr

Der Irakkriegsveteran und Anarchokapitalist Adam Kokesh ist immer noch in Haft wegen einer illegalen Ein-Mann-Demonstration in Washington D.C. bei der er laut eigenen Angaben eine echte Schrotflinte mit scharfer Munition am Freedom Plaza lud. Bei der Durchsuchung fanden die Polizisten laut ihren Angaben mehrere illegale Drogen. Kokesh, der in viele Youtube-Video diverse Substanzen konsumiert, meint die Behörden hätten die Drogen absichtlich bei ihm plaziert.

Die Möglichkeit, für die Hinterlegung von 5000$ Kaution bis zu seiner Verhandlung Im Spätherbst auf freien Fuß zu gelangen, schlug der 31-jährige bislang zweimal aus, weil er die Bedingungen nicht akzeptiert, bis zu seinem Urteil keine Waffe besitzen zu dürfen. Ihn erwarten mehrere Anklagepunkte und mehrere Jahre Haft. Als Verurteilter verlöre er auch das Recht auf Waffenbesitz.

In einem Interview mit dem Reporter eines lokalen Ablegers des FOX-Nachrichten-Netzwerks erklärte er aktuell, 2020 für das Präsidentenamt antreten zu wollen um “die Bundesregierung aufzulösen”. Kokesh ist Anarchokapitalist und möchte gemäß seiner Ideologie jede Staatlichkeit aufheben und stattdessen Justiz von profitorientierten Unternehmen betrieben sehen.
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Kokesh trat als Erwachsener freiwillig der Reserve des US Marine Corps bei und verpflichtete sich auf mehrere Jahre, studierte die ersten drei davon in den USA und meldete sich dann freiwillig für den Irakkrieg. Dort war er ein ambitionierter Soldat und gefiel seinen Vorgesetzten. Kurz bevor er ein zweites Mal in den Irak gehen wollte, flog auf dass er illegal eine Pistole nach Hause geschmuggelt hatte. Anstatt wieder ausrücken zu dürfen, mähte er in der US-Kaserne fast ein Jahr lang den Rasen und bettelte um einen neuen Kriegseinsatz.

Als klar wurde, dass seine Wünsche nicht erhört werden, verließ er das Marine Corps und wandelte sich innerhalb weniger Wochen zum “Antikriegsaktivisten”. In dem aktuellen FOX-Bericht heißt es dass Kokesh, der sich bisher von einem Pflichtverteidiger auf Staatskosten vertreten lässt,  “zu 70% behindert sei wegen seinem Kriegseinsatz” und auf “Sozialhilfe angewiesen wäre um über die Runden zu kommen”.

Wäre er nach seiner kurzen Irak-Tour in einer Einheit für zivile Angelegenheiten tatsächlich für stark behindert erklärt worden, wäre er wohl einfach ausgemustert worden. Stattdessen habe er nach eigenen Aussagen ein Jahr lang nach seiner ersten Tour darauf gebrannt, wieder auszurücken. Nicht klar ist, ob er geistig oder körperlich behindert sein soll.

Er sammelt auf adamvstheman auch Spenden und verkauft Edelmetalle.

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8 comments

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jackie 26. Juli 2013 at 19:50

Kokesh hat viel durchgemacht in kurzer Zeit. Wäre er nicht ein bisschen verrückt, hätte er auch nicht die Eier für seine Protestaktionen. Ich finde nur, dass er sich seit kurzem sehr ungeschickt anstellt. Ich hoffe, er kommt bald wieder aus dem Knast raus. Man kann ihn vielleicht ein bisschen mit Malcolm X vergleichen.

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Jefferson 22. Juli 2013 at 10:51

Scheint als ob Kokesh einer dieser Leute ist, die heute dies und morgen das sagen und den Leuten das erzählen was sie hören wollen aber hauptsache sie selbst bleiben schön im mittelpunkt. Aufmerksamkeitssüchtige Selbstdarsteller die dummes Zeug quasseln. Gibt mehr als genug von dieser Sorte.

Solche Gestalten sollte man einfach ignorieren.

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Fudge 21. Juli 2013 at 17:15

Und früher haben Leute zum Hitler aufgeschaut…

Mich überrascht garnichts mehr… Nada!

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Soma 20. Juli 2013 at 23:28

Man darf als Sozialhilfe-Empfänger in den USA Edelmetalle verkaufen???

@ Netter Eddy

Er ist bestimmt nicht, wie ein Normalo hier zu Lande,
so leicht abhängig zu machen.

Hier machen das auch Leute so,
dass Sie H4 beziehen und schwarz arbeiten gehen.
Das ist im Grunde bloß eine logische Konsequenz, auf politische Fehlentwicklungen und Planwirtschaft.

Wer sich an alle Regeln hält, der schuftet sich kaputt und hat NICHTS, der verliert nur Zeit und Geld…

Wer sich als kleiner Unternehmer an alle Regeln hält, der macht Pleite, oder kann den Laden gleich zu machen.

Ich durfte in dem letzten halben Jahr, einige kleine Unternehmer kennenlernen und worin sich alle einig sind:

Es ist jetzt schon nahe zu unmöglich, bei der Reglementierung am Markt zu bestehen, so ohne weiteres. Eine Methode der Kriminalisierung.

Deshalb werden wohl die Steuprüfungen verschärft und ausgeweitet, weil sich die Politik sicher darüber wundert, das es noch kleine Unternehmer gibt und klar sein muss, dass es dabei nicht mit “rechten Dingen” zugehen kann. 🙂

Fakt ist, es bleibt den meisten Menschen doch nichts anderes mehr übrig… Ces´t la vie!!!

Alex, bitte berücksichtige auch Du das!

Es sollte tunlichst, aus libertärer Sicht, nicht negativ ausgelegt werden, wenn Leute, mehr oder weniger freiwillig, “Auf Kosten Der Allgemeinheit” leben.

Die haben sich diese Rahmenbedingungen nicht geschaffen, sondern müssen damit umgehen,
irgendwie mal probieren Klar zu kommen damit.
Eine natürliche Reaktion in einem widernatürlichem Konstrukt…

Gäbe es plötzlich keine Leistungsempfänger, wären die Kosten TROTZDEM die Gleichen.
Die Leistungsempfänger sind nicht der Grund für die hohe Abgabenbelastung, sondern Sie halten her, als eine verlogene Rechtfertigung, für eben Diese.

Ein jüdisches Sprichwort lehrt:
Wer arbeitet, hat keine Zeit Geld zu verdienen!!!

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Noproof 20. Juli 2013 at 22:50

Hey Alex,
Schau Dir mal den Hastings-Fall genauer an. Viele Dinge legen die Vermutung nahe, dass der Tod von Hasting inszeniert sein könnte. Er bringt McChristal zu Fall, seine erste Frau stirbt im Einsatz im Irag, seine zweite arbeitete für Condi Rice er selbst für Rolling Stone ( Boston Bomber Cover) und war lange zeit großer obamanoid. Das ist viel faul!!!! Seine Leiche wurde nicht identifiziert und schon kremiert, oh und seine ach so wichtige story, ja welche denn?

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netterEddy 20. Juli 2013 at 18:11

das system belasten? nee damit macht er sich abhängig und zum Honk vorallem als anarcho

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rider650 22. Juli 2013 at 6:36

Ein Dieb kann nicht bestohlen werden. Vom Staat stehlen kann deshalb kein Unrecht sein. Klar kann man sagen, daß man für sich moralisch die Latte so hoch hängt, daß man dem Staat das unrechtmäßig erworbene Vermögen lässt, weil man einfach Null mit Diebstahl am Hut haben will – muss man aber nicht. Moralisch gesehen ist staatliches Vermögen “unbesessenes” Vermögen, welches man sich durch ursprüngliche Aneignung zu eigen machen kann – es sei denn, es lässt sich ganz klar einem bestimmten Opfer zuordnen, beispielsweise ein vom Staat enteignetes Grundstück, welches rechtmäßig dem enteigneten Besitzer gehört. Das sieht auch Murray Rothbard, immerhin quasi “Erfinder” des Anarchokapitalismus, so – also nix von wegen “zum Honk vor allem als Anarcho”.

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netterEddy 23. Juli 2013 at 19:04

ich bin auch für staat bescheissen wo es nur geht. in seinem fall finde ich es peinlich.

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