Alexander Benesch

Die Debatte zwischen freier Republik und staatenloser “Privatrechtsordnung” gibt es zwar schon lange; aber im Gegensatz zu den scheinbaren wirtschaftlichen Boom-Zeiten der vergangen Jahrzehnte sind heute weitaus mehr Menschen im Westen soweit, dass sie radikale Änderungen wollen. Die Debatte lief erst vor wenigen Tagen vor einem Millionenpublikum zwischen Alex Jones und Adam Kokesh. Selbst Ron Paul scheint ein Anhänger der Privatrechtsordnung zu sein und informierte 2012 seine zahlreichen Spender und Unterstützer nicht darüber, dass er eigentlich gar nicht angetreten war für die Republikanische Nominierung, um auch zu gewinnen.

Hier auf Recentr, auf Freiwillig Frei, auf Peter Boehringers Blog und in den Büchern und Vorträgen von Hans Herrmann Hoppe läuft die Debatte tiefgreifender als im landesweiten US-Radio.

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Ein wichtiger Stein des Anstoßes ist das sogenannte “Gewaltmonopol” des Staates. Die Argumentation für eine Privatrechtsordnung, wo laut Hoppe auch riesige internationale private Sicherheitsfirmen Krieg führen sollen, ist und bleibt recht simpel und dünn: Wer nicht will, dass jeder Hinz und Kunz, jeder Kommunist, Faschist, Monarchist und Kontrollfreak Richter und Polizei und Armee spielen darf, der betet angeblich den Gott namens “staatliches Gewaltmonopol”  an und würde intolerant wie religiöse Fanatiker gegen die armen Anhänger einer Privatrechtsordnung diskriminieren. Auf FreiwilligFrei, dem Ableger der Molyneux-Plattform FDR, heißt es aktuell:

“Die Vertreter der Idee des Gewaltmonopols üben sich dahingehend in Intoleranz, als dass sie die Gewalt (= Kräfte über das Leben) einzig einem Monopol zugestehen wollen, dass sich von jener Gewalt ernährt (und dabei nicht satt werden will), die es den Menschen nimmt.”

Hier sehen wir gleich das Problem. Diejenigen, die mit dem gruseligen Wort Gewaltmonopol um sich werfen, definieren es völlig unzureichend. “Kräfte über das Leben” ist wohl die breiteste, schwammigste Definition, die man sich aus den Fingern saugen konnte. Nein, liebe AnCaps, die Regierungsorgane in einer freien Republik haben nicht das Recht zu entscheiden, wer sich mit wem wie oft fortpflanzen darf oder muss. Die Regierung darf genausowenig wahllos töten und einsperren, wie es 1000 profitorientierte Privatfirmen dürften, in denen es keine verlässliche Trennung gäbe zwischen Polizei, Militär, Geheimdiensten und Richtern und Henkern.

“Früher war das, was man Gott nannte, die Legitimation für Gewaltanwendung. Wer nicht an Gott glaubte, wer sich den göttlichen Regeln widersetzte, wer wagte, sich über ihn lustig zu machen, der bekam es mit dem Gewaltmonopol der Vertreter dieser Idee zu tun, der Kirche.”

Es hat Jahrhunderte und Jahrtausende gedauert und viele blutige Irrtümer und Experimente gebraucht, bis sich genügend herumgesprochen hat, dass es besser ist, einen wehrhaften Rechtsstaat zu haben als es zu erlauben, dass Dschihadis oder der Vatikan oder die SA oder Mafia-Clans soder sonstwer selber Rechtssprechung und Polizeiarbeit machen. Wenn die Autoren von FreiwilligFrei keine halbwegs klare Definition von dem ideologischen Kampfbegriff “Gewaltmonopol” bieten, dann zeugt das bestenfalls von Anfängertum. Es kann keine solide Logik daraus folgen.

“Es ist seltsam. Alexander Benesch hat immer argumentiert, dass Waffenfreiheit das Recht auf Selbsteigentum unterstreiche und plötzlich gilt dieses Selbsteigentum nicht mehr bei der Frage, ob sich Menschen auch selbstbesitzend und darum in Konsequenz freiwillig für gesellschaftliche Modelle entscheiden dürfen sollten. […] Wenn aber Benesch argumentiert, dass man sich das gesellschaftliche Modell nicht freiwillig aussuchen dürfen solle, dann spricht Benesch den Menschen das Selbsteigentum ab und möchte es einem von ihm gewünschten Gewaltmonopol unterwerfen.”

Wie sieht das “Gewaltmonopol” denn wirklich konkret aus in einer freien, minimalstaatlichen Republik? Keine staatliche Regierung (und auch keine private Justiz- und Sicherheitsfirma in einer Privatrechtsordnung!) darf einen Angriffskrieg nach außen führen oder willkürlich Gewalt nach innen anwenden. Der Staat ist aber nicht der einzige, der zur Verteidigung Gewalt anwenden darf.

Der Bürger einer freiheitlichen Republik hat ein Recht auf Waffenbesitz nicht nur zur Verteidigung seines persönlichen Besitzes und seiner Sicherheit, sondern, wie beispielsweise gemäß der US-Unabhängigkeitserklärung und Verfassung, auch um als Mitglied einer Bürgermiliz tätig zu sein. Erschießt der Bürger einen anderen in Notwehr, muss er eine Überprüfung durch Polizisten und einen Richter über sich ergehen lassen, die weder mit dem Schützen noch mit dem Erschossenen in Verbindung stehen.

Die Bürgermiliz ist weit größer als es die Bundestruppen sind und sie untersteht überhaupt nicht zwingend im Ernstfall der Bundesregierung, sondern nur Offizieren, denen die Milizionäre vertrauen. Ist die Bundesregierung kriminell geworden und ohne physische Gewalt nicht mehr zu korrigieren, darf die Bürgermiliz gemäß der Gründerväter die Bundesregierung gewaltsam stürzen. Klingt das noch nach einem unvernünftigen “Gewaltmonopol” des Staates? Glaubt jemand im Ernst, dass in einer solchen Republik die Bundesregierung oder die anderen Regierungsebenen wie Götter sind, die machen können was sie wollen und ungebremst wachsen können “wie ein Tumor?”

Wie bereits gesagt, auch ein privates Sicherheits- und Justizunternehmen kann sehr wohl auch schmutzige Tricks anwenden, künstliche Krisen schüren, um die Nachfrage nach den eigenen Dienstleistungen und die Preise in die Höhe zu treiben.
Da wohl für jeden der lesen kann klar sein sollte, dass die Regierung einer freieheitlichen Republik beileibe kein echtes Monopol (100%) auf physische Gewalt hat, kommen wir nun zum Thema Justiz.

In einer Republik gibt es keine profitorientierten Richter und Staatsanwälte, sondern nur solche, die mit dem jeweiligen verhandelten Fall nicht verbunden sind und mit einem objektiven, unemotionalen Blick den Angeklagten beäugen. Die Angeklagten haben ein klar umrissenes Recht auf Aussageverweigerung, werden nicht gefoltert und haben ein Recht auf Vertretung durch einen privaten, profitorientierten Anwalt, den der Angeklagte sich auf dem freien Markt aussuchen darf.

Der Angeklagte kann außerdem private Ermittlungsfirmen vom freien Markt beauftragen, um ihm nützliche Informationen zu beschaffen. Kann der Angeklagte überzeugend demonstrieren, dass der Richter befangen ist, wird der Richter bei dem Fall durch einen anderen ersetzt. Fällt der Richter ein Urteil, das nicht dem geltenden Spielraum entspricht, wird das Urteil von einer höheren Instanz wieder einkassiert oder korrigiert.

Bei schweren Fällen kann auch eine Jury entscheiden statt dem staatlichen Richter, zusammengesetzt nach dem Zufallsprinzip aus Privatleuten. Klingt das wie die Hölle? Wollen sie wirklich statt einer solchen Justiz tausende Privatfirmen und ihre völlig unterschiedlichen Rechtsnormen und Polizisten ertragen? Muslimische Gerichtsbarkeit in Deutschland? Kommunistische?

Freilich gibt es bei der Justiz in der Republik Moral Hazard, freilich gibt es die auch bei den Privatjustizfirmen. In der Republik hat man es wenigstens mit einem genormten, statischen Ziel zu tun bei der Bekämpfung von Korruption und nicht mit einem privatwirtschaftlichen Flickenteppich wie in der Privatrechtsordnung. Sind Staatsanwälte beispielsweise nicht weisungsgebunden, können sie selbsttätig Ermittlungsverfahren gegen Politiker starten. Es kommt nur darauf an, wie diese Republik designt ist. Mit genügend Rotation und Überwachungsmaßnahmen haben es die schwarzen Schafe schwer.

Dann bleibt da noch der Punkt der Steuern. Ja, der Staat hätte in der Minimal-Republik als einziger das Recht, Steuern zu erheben und Sanktionen durchzusetzen gegen Verweigerer. Bei einem Steuersatz von 10% oder eher 3%, ohne staatliche Zentralbank und Planwirtschaft, würde ich garantiert nicht weinen. Eigentlich niemandem würden diese Steuern wehtun, insbesondere wenn es keine Einkommenssteuer gibt, sondern vielleicht nur eine Mehrwertsteuer, und diese auch nicht auf Lebensmittel etc. Wir wäre alle sowieso viel wohlhabender.

Klingt das wie die Hölle? Nein. Klingt das wie eine Luftschloss-Fantasie wo jeder den ganzen Tag vor Freude Luftsprünge macht? Nein.

Die Art und Weise, wie auf dem gruselig klingenden Begriff “Gewaltmonopol” von Freiwillig Frei und anderen Staatsfeinden so emotional und schwammig herumgehackt wird, erinnert an eine Geisterbahn. Wir alle sollen so oft wie möglich da durchfahren, aber eine Geisterbahn ist leider keine ernsthafte Diskussion.

Die Molyneux-Anhänger haben es schon nicht leicht. Einerseits ist man voller kochender Wut gegen das scheinbare Ur-Böse, den Staat und dessen Unterstützer, andererseits muss man ja so tun als würde man über Wasser laufen können und darf keine Gewalt anwenden, um die eigene Idee durchzusetzen. Ein amerikanischer Patriot kann hingegen sich einfach auf die Verfassung und die zugrunde liegenden Ideen berufen und als Teil einer Bürgermiliz die Feinde der Freiheit bekämpfen. Also bleibt FreiwilligFrei nur die verbale Gewalt, die schlecht versteckten Beleidigungen und Unterstellungen und Anklagen, ich sei intolerant und ein Legitimierer von irrsinniger Gewalt gegen die armen AnCaps, die irrtümlicherweise behaupten, eine Privatrechtsgesellschaft entwerfen zu können, die in der Realität nicht in Chaos und Unfreiheit enden würde:

Alexander Benesch sollte nicht abgeschrieben werden. Jeder verdient eine Chance. Aber er sollte aufhören, gegen Ideen zu hetzen, die freiwillig gedacht sind und diese mitzumachen niemand ihn zwingen würde.

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37 comments

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Agent Orange 12. Juli 2013 at 19:43

Zitat: >>Was nun die Regierung von Deutschland, die Regierungsräte und Kommissare der 1992 gegründeten “Europäischen Union”, der 1944 gegründete IWF (…) mit allen Mitteln versuchen werden, ist, den Bankrott Griechenlands solange zu verschleppen, bis sie sich alle genau an die Infusion gelegt haben, auf die sie von Anfang an gezielt haben: Die Deutschen und ihre Republik.
Die Instrumente EFSF und der für 2013 geplante ESM, beide noch nicht durch das Parlament der Republik, sind nichts als ein Durchlauferhitzer im Transfer unseres Gemeinwesens an die Kapitalgesellschaften. Und wenn wir dann richtig ausgeblutet sind, will uns die “Europäische Union” kassieren.Pech gehabt, Deutschland. Die Geschichte hat sich wieder gegen dich verschworen. Du musst 2 Billionen Euro zahlen und deine Zentralbank abschaffen und 5 % Inflation akzeptieren oder wirst verantwortlich gemacht für die Götterdämmerung. Das ist nicht gerecht aber es ist das was die Währungsunion immer meinte. Haben sie Dir das nicht gesagt?<<
http://astrologieklassisch.wordpress.com/2011/09/26/welch-ungeheuer-frecher-zynismus-jetzt-fallt-die-lugenmaske/

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karlheinz 12. Juli 2013 at 13:24

Ach herje, die Welt steuert auf eine Diktatur zu, und diejenigen, die sich am deutlichsten dagegen aussprechen, erfüllen den Willen des Establishments?

Und dass nur, alex, weil sie nicht konkret sagen können, wie es in Freiheit zu sich geht? Weil sie keine zentrale Stelle befürworten, die konkret plant?

Wie nennt man eine zentrale Stelle, die einen Plan aufstellt, den alle Menschen erfüllen müssen?
Wer braucht sowas?

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alex 12. Juli 2013 at 7:42

Solange Hoppe, Kokesh und die anderen der Republik das Messer an den Hals setzen (und damit den Willen des Establishments erfüllen) und gleichzeitig die Aussage verweigern, wie eine konkrete Risiko- und Folgenanschätzung aussieht, ist das hahnebüchener Mist. Voßkuhle, der Vertrag von Lissabon und das WEF planen alle still das Ende der Republiken unter dem Banner “Self Governance), Privatsisierung von Polizei und Justiz und dem “Gewährleistungsstaat”. Die schärfsten liberalen Republikfeinde sind wie Vergewaltigungsopfer die hinterher alle Männer hassen. Oder wie fanatische Moslems die dir am liebsten den Schädel einschlagen würden wenn du deren Botschaft der universellen Liebe und Gewaltlosgkeit nicht annimmst.

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ST 12. Juli 2013 at 13:43

Wie oft soll es noch gesagt werden? Eine staatenlose Gesellschaft ist das langfristige Ziel!
Wenn ihr jetzt eine Republik gründet wird sie nicht halten. Doch für wie lange sie besteht kann genauso keiner sagen. Das ist alles Bodensatz-Leserei hier.
Die Gewalt muss aus den Köpfen der Leute raus. Wenn ich einen Großteil der Kommentare hier lese, sind selbst die “Alternativen” noch weit davon entfernt.
Kokesh will doch auch “nur” die Bundesregierung beseitigen. Das ist die Selbe alte Diskussion wie zur Gründung der Bundesregierung (vor 1789). Von mir aus sollen die Bundesstaaten selbst zu Republiken werden, das wäre schon ein Riesengewinn.

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6e75 12. Juli 2013 at 6:08

Ein Einheitssystem aus den Boden zu Stampfen, halte ich für Möglich, nur nicht an das Individuum gekoppelt.
Wenn man alleine sein eigenes Umfeld betrachtet, lebt und interagiert jeder anders.

Ich Persönlich bin froh wenn ich niemanden Ausbooten muss um zu überleben, dass beinhaltet schon eine Menge Situationen, vor die ich gestellt werde.

Viele Menschen stellen sich nicht einmal eigene Handlungsfragen, da sie belastend und hemmend sind.

In jeder Gemeinschaft oder Staatssystem, wird es niemals den möglichst Perfekten zustand geben. Das mag man für sich denken, jemand anders denkt immer anders.

So wie es eigentlich gedacht ist, so wird es nicht umgesetzt.

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karlheinz 12. Juli 2013 at 1:05

Wie man sich gegen die angeblich psychopathischen Prozente an Menschen wehren kann, sieht man zum Beispiel beim BIG SANDY Shoot, was den meisten hier bekannt sein dürfte. (wenn nicht suchen – big sandy)

Man stelle sich nun vor, die Psychopathen nennen sich U.S.Army. Dass diese ziemlich psychopathisch sind, da dürfte hier niemand widersprechen.

Und nun stelle man sich vor, die Psychopathen stellen sich in einer privaten Konzern-Armee dem Big Sandy Feuer.

Realistisch, also in der echten Welt da draussen, gab es noch nie in der Geschichte der gesamten Menscheit eine private Armee, die es mit dem Big Sandy Shoot hätte aufnehmen können.

Was gibt es da noch zu sagen? Was würde in einer Privatrechtegesellschaft passieren? …

http://globalefreiheit.de/willkommen.htm

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Freigeist 12. Juli 2013 at 1:45

Schonmal was von Executive Outcomes gehört?

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abgelehnt83 11. Juli 2013 at 19:45

Off-Topic, aber wichtig und passend zum “Gewaltmonopolisten”, guckt mal auf die ARD-Seite – alles voll mit KITA KITA KITA; Tenor: Eltern können aufatmen

Äh wie was?! Sollte der ÖR nicht unparteiisch sein ! So in etwa: hier haben wir Position A und dort Position B und dort eine andere Meinung und dies und das sind die ARgumente blabla… aber NEEEIN
Den Eltern -erst durch eine Leitkultur und dann irgendwann per staatlichen Zwang??- die Kinder wegzunehmen (damit man 70 % seiner Arbeitskraft vergeuden kann ÄH ich meine “karriere” in diesem Sch…System machen kann 🙂 ) das IST keine Diskussion mehr, sondern eine Parteinahme, der ÖR stellt sich damit klar auf EINE Seite oder noch besser: ob man seine Kinder selbst aufzieht wird schon gar nicht mehr diskutiert.

Man könnte auch noch fragen, warum der Staat unbedingt Kinder will, nur damit er ihnen nichts zu bieten hat??
(eine Frage die sich so mancher Staazi mal stellen sollte)

Und falls wer aufmucken sollte, dann kann man ja wieder jemanden wie Eva Herrmann in die Talkshow hocken, die was von “Autobahnen” faselt (oder fandet ihr das nicht auch seltsam, naja…)

Und das allerbeste: für den Volksempfänger 2.0 dürfen wir Stimmvieh auch noch blechen xD ahahaha

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Liane 12. Juli 2013 at 3:51

Die Antwort, viel eher die Frage des Gewaltmonopolisten, ist schon vor gut drei Jahren beantwortet worden.
http://www.hanshoppe.com/translations/staat-oder-privatrechtsgesellschaft-german/

Es ödet auch nur noch irgendwie richtig an, dass mit Mitteln von konstruierten Szenarien, “manipulativer Sprache” usw. gekämpft wird. Alles schon längst gehört, alles schon längst beantwortet, aber Alex lässt seine LeserInnen denken, als wäre das alles irgendwie neu.

Er ist sich ja wirklich nichtmal zu fein, das Wort ‘Flickenteppich’ in den Mund zu nehmen – was wir doch alle aus dem Sezessions-Recht kennen sollten – böse Kleinstaaterei und so.

Ökonomische Erkenntnisse, Marktlogik, Praxeologie…. hat alles bei der Produktion von Recht und Sicherheit aufeinmal keine Bedeutung mehr! Nein, man muss zu alten propagandistischen Mitteln greifen und sich dämliche Szenarien ausmalen. Geisterbahn?! WER SCHAFFT HIER EINE GEISTERBAHN, ALEX?!

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Dante 12. Juli 2013 at 11:48

Die meisten können es sich halt nicht leisten ihre Kinder selbst aufzuziehen. Heutzutage müssen beide Elternteile berufstätig sein um für ein anständiges Einkommen zu sorgen.
Der Wirtschaft schadet es auch, wenn Frauen zu viel Zeit mit ihrem Nachwuchs verbringen und dem Beruf fernbleiben. Frauen sind wichtige Arbeitskräfte, die man auch noch bis zu 20% schlechter bezahlen kann als Männer.

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abgelehnt83 12. Juli 2013 at 17:13

@Dante:
eLOheL, Propagandaopfer!

Der Staat muss es richten, immer und überall, weil der ANGEBLICHE “Souverain” zu dusselig für alles ist?! Was für ein Gesülze
Und wo schadet es der Wirtschaft (als ob DAS das einzige wäre worauf es ankommt, pffff, bitte mal das große ganze betrachten) bitte wenn Frauen ihre Kinder nicht abschieben??
Der Schaden kommt erst mit der Wegnahme der Kinder!!

JA WARUM MACHT DAS DENN DER STAAT?
aus Gutherzigkeit?? DA LACH ICH MIR DOCH EINEN -,-

Und zum Thema Geld:
Wenn uns Ämter und Kassen die Hälfte des Lohnes abnehmen (für was eigentlich? Ein Krankenkassenheftle und mehr und mehr verrottende Krankenhäuser, dann noch überteuerte Medikamente und dann bei diesen horrenden Beiträgen), ja dann wundert mich nicht wenn Familie Mustermann zu zweit schaffen muss.

Und dieses verlogene Geschwätz über “Karriere” sollen die auch mal stecken lassen, der Normalo will einfach nur die Rechnungen bezahlen und abends ein Bierchen zischen oder was weiß ich…

Ach und prophylaktisch: Ich will KEINE Leitkultur wie eine Frau Herrmann, soll jeder schaffen wie er will, von mir aus double income no Kids (bei solchen Gestalten hätte ich sowieso bedenken was Kinder angeht, naja),… aber die Politik soll sich raushalten aus dem wirtschaften der Leute, abgesehen von Betrügern oder Zechprellern, aber darum geht es ja nicht

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Agent Orange 12. Juli 2013 at 19:20

…… doch, genau darum geht es, abgelehnt83. Die meisten Menschen sind faul, dumm oder fleißig. Doch von all diesen Menschen profitieren nur die Elitem, die Mächtigen. Wie machen die das? Ablenkung des Bewussteins ….. und es wirkt großflächig – je größer, desto besser für die da oben.
Ich muss gerade an Minister Friedrich denken, an NSA: “Die USA haben keine Wirtschaftsspionage betrieben, obwohl sie es jederzeit könnten”. kleiner scherz ….

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ST 11. Juli 2013 at 19:38

Recentr ist echt die Bild-Zeitung der Altenativ-Medien geworden. Die Kommentare sind ja beängstigt engstirnig und vulgär…*kopfschüttel*
Merkt ihrs noch? Ihr verhaltet euch wie ein Bienenschwarm bei der Revier-Verteidigung.

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martin 11. Juli 2013 at 16:44

Also ich mag ja diese Privatrechts-Theorien ganz gerne. Ich predige sie aber nicht und es ist auch nicht mein Evangelium. Ich sehe mich eher als Realo und möchte einfach nur mehr Freiheit im realen Leben haben. Ob Minimalstaat oder Nullstaat ist mir egal. Für mich sind Libertäre jedenfalls keine “Gewaltverbrecher”. Ich fand die Diskussion zwischen Alex Jones und Adam Kokesh auch ganz interessant. Finds auch toll, wie die beiden sich zusammen ergänzen und respektieren. Gegenseitiger Respekt ist da selbstverständlich. Leider gibt es noch keinen deutschen Adam Kokesh.
FWF scheint leider wirklich ein Ableger von Molyneux geworden zu sein. Schade. Die Offenheit und Inspiration ist dadurch verloren gegangen.

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Liberty 11. Juli 2013 at 20:56

So sollte es eigentlich sein. Eine vernünftige Meinung, wie ich finde.

Der Beurteilung über FwF kann ich nur zustimmen. Ich fand die früher erfrischend und inspirierend, mittlerweile scheinen sie aber zu einer verbiesterten Sekte verkommen zu sein. Wer auch nur minimal von ihrer Ansicht abweicht oder nur einen anderen Weg gehen will, ist ihr Erzfeind. Das ist echt absurd. Schade drum…

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Liberty 11. Juli 2013 at 20:58

Einen anderen Weg (z.B. den Politischen) in Richtung mehr Freiheit, meine ich natürlich.

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Liane 12. Juli 2013 at 3:19

Ich finde das überhaupt nicht absurd. Man kann Freiheit NUR, und AUßSCHLIEßLICH letztendlich damit begründen, indem man das Axiom des Selfownership anerkennt. Nur daraus lassen sich Rechte ab/herleiten.

Alles andere ist Willkür (!!!). Ich persöhnlich habe ja nicht wirklich was gegen einen Minimalstaat – so eine Freiheit habe ich nie erlebt und ich werde sie höchstwahrscheinlich auch nie erleben [gerade das macht mich so unheimlich wütend auf die Menschen, die ich trotzdem liebe]. Ich bin nur einmal auf dieser Welt und mir wird diese Freiheit verwehrt. Wenn ich mir das im vollsten Bewusstsein durch den Kopf gehen lasse, könnte ich heulen vor Wut.

Was soll dieses abgrundtief dumme Bashing gegen eine PRG? Das macht überhaupt keinen Sinn, sofern man AnKaps nicht mit Voluntaristen verwechselt und Dinge wie die psychologische Reifung der Menschen miteinbezieht.

Aber mir kommt sprichwörtlich DIE KOTZE hoch, wenn Alex meint, ER oder der Staat hätte “DAS RECHT” Steuern einzutreiben und ein Konfliktmonopol zu bilden bzw. für legitim zu erachten!

Man kann den Minimalstaat derzeitig bevorzugen, was ja alles andere als dumm ist, aber dabei auf die Grundlagen wie Selfownership und Rechte zu SCHEIßEN, weil man scheinbar NICHTS davon verstanden hat, macht die ganze Sache nur noch trivialer.

Die PRG sind Leute, die, sofern ein Minimalstaat das überhaupt zulassen würde (!!!!!!!!!!!!), ihre eigenen Experimente damit machen werden. WO IST DAS PROBLEM ?!

BAN LIFE!!! EVERYTHING IS DANGEROUS!

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alex 12. Juli 2013 at 7:37

Solange Hoppe, Kokesh und die anderen der Republik das Messer an den Hals setzen (und damit den Willen des Establishments erfüllen) und gleichzeitig die Aussage verweigern, wie eine konkrete Risiko- und Folgenanschätzung aussieht, ist das hahnebüchener Mist. Voßkuhle, der Vertrag von Lissabon und das WEF planen alle still das Ende der Republiken unter dem Banner “Self Governance), Privatsisierung von Polizei und Justiz und dem “Gewährleistungsstaat”. Die schärfsten liberalen Republikfeinde sind wie Vergewaltigungsopfer die hinterher alle Männer hassen. Oder wie fanatische Moslems die dir am liebsten den Schädel einschlagen würden wenn du deren Botschaft der universellen Liebe und Gewaltlosgkeit nicht annimmst.

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Liberty 12. Juli 2013 at 8:52

Was laberst du für ein Zeug? Alex und andere verlangen nur glaubwürdige Antworten wie die Sicherheitslage in einer Welt voller internationaler Polizei- und Armeekonzerne aussieht. Und warum viele Libertäre derzeit einer PRG skeptisch gegenüberstehen? Im Gegensatz zu der Hardliner-Clique ist es für sie eben kein unwichtiges Detail ob eine PRG funktioniert oder nciht. Ich will nicht vom Regen in die Traufe kommen, weil ich feststellen muss, dass das versprochene Paradies sich als Hölle erweist.

Und was machen die FwF-Fuzzis? JEDER, der nicht sofort auf ihrer Linie ist, sondern erstmal den Staat auf ca. 10 Prozent Niveau eindampfen will, WIRD VON IHNEN ZUM FEIND ERKLÄRT!!! Sie bekämpfen nicht mal Rote, Grüne oder Schwarze, auf deren FB-Seiten sehe ich die nie. Nein, sie gehen auf libertäre Seiten wie die der PDV oder von Oliver Janich, und machen dort Ärger, pöbeln Leute an, schwingen ihre Moralkeule und fühlen sich toll, OHNE DASS SIE ABER AUCH NUR ANSATZWEISE EINEN BEGEHBAREN ALTERNATIVWEG KENNEN WÜRDEN!!!

Genau durch dieses Verhalten spalten sie die Freiheitsbewegung! Es sind einfach nur simple Sekten-Scheißer ohne einen Funken Realismus. Sonst hätten sie glaubhafte Antworten oder würden zumindest mit Leuten kooperieren, die fast das gleiche Ziel haben und Anarchie nichtmal ablehnend gegenüberstehen.

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Equality 7-2521 12. Juli 2013 at 9:22

Dann schlage ich vor das ihr die Moralisten links liegen lasst und euch konstruktiv mit Anarchie beschäftigt anstatt in hysterisches Gegenbashing zu verfallen … irgendwer muss ja den Anfang machen.

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Liberty 12. Juli 2013 at 9:11

Ich selber bin kein prinzipieller Gegner einer PRG, aber ich werde so langsam zum Gegner der FwF-Sekte, weil das Spalter, Demagogen und Provokateure sind. Statt realistischer Lösungsvorschläge bieten sie nur Traumtänzerei, aber überall trollen diese Agitprops rum und machen Ärger.

Ach ja, und vernünftige ANTWORTEN bzgl. einer PRG will ich auch. Mein Erkenntnisfindungsprozess ist hier sicher nicht abgeschlossen, aber mein Bauchgefühl sagt mir (zumindest derzeit), dass wir in einem dezentralen Minimalstaat besser fahren. Aber für die Sekten-Heinis ist das ja wieder unerträglicher Zwang, den die Libertären ihnen AUFHALSEN wollen (Man lasse sich das mal auf der Zunge zergehen angesichts der Tatsache, dass wir heute im MAXIMALSTAAT leben). :eyesroll

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beewhyz 11. Juli 2013 at 14:17

Nachdem nun auch bei uns in die Wohnung die Zwangsrauchmelder kommen (müssen), merke ich mal wieder, wie wir alles andere als eine Republik sind…

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Freigeist 11. Juli 2013 at 12:35

Mir geht dieser Hick-hack mit FreiwilligSinnfrei und den anderen Free Dominas Bitches ziemlich auf den Senkel.

Hey ihr Bitches, macht erstmal den ersten Schritt. Fahrt erstmal die Regierung zurück bis ihr genug Freiraum für ein Privatrechtsgesellschaft Experiment habt. Aber alles was diese Luschen machen ist seid Ewigkeiten zu beleidigen und zu sabotieren, wobei dann die Reaktion als Angriff hingestellt werden wird.
Gleichzeitig kommen sie immer wieder an und tun so, als ob sie nur den Dialog suchen würden, was eigentlich bedeutet den Versuch Leute in das FDR Lager zu ziehen.

Die Typen zeigen so ein suizidales Verhalten, die sind doch völlig irrelevant. Moralisch besserfühlendes warten auf den Tod.

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alex 11. Juli 2013 at 12:40

Da steckt noch viel mehr dahinter: Voßkuhle und der Lissabonner Vertrag und andere wollen eine weitestgehende Privatisierung von Justiz und Polizei. Man will die Freiheit mit ihren eigenen Waffen schlagen. Du hast doch das Beispiel gefunden wo die Roten/Grünen einen eigenen Ministaat ausgerufen hatten. Da gibt es noch mehr Beispiele. Stay tuned…

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Freigeist 11. Juli 2013 at 12:52

“Privatisierung” von Polizei und Justiz ist Monopolverschiebung.

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Equality 7-2521 11. Juli 2013 at 13:32

Alex greift hier die Anarchie an sich an. Über den Weg dahin war doch bisher kaum die Rede. Anarchokapitalismus befürworten heißt nicht automatisch die PDV abzulehnen.

und die Luschen beleidigen also … aha

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Soma 11. Juli 2013 at 17:10

Dann infiltriere die Mafia oder halt den Rand.

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Equality 7-2521 11. Juli 2013 at 17:55

Wenn hier nicht über das Thema diskutiert werden soll, soll Alex halt keine Artikel drüber machen oder die Kommentarfunktion sperren.

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Liberty 11. Juli 2013 at 14:34

Diese Fwf-Typen haben definitiv einen Dachschaden. Ohne Unterbrechung pöbeln sie Leute an, die nicht SOFORT Anarchie wollen, aber vergleichbare Aktionen auf den FB-Seiten von Roten oder Grünen warte ich vergeblich. Wer sind eigentlich deren Feinde? Rote und Grüne? Oder doch die PDV? Bessere Saboteure der Freiheitsbewegung als diese Luschen könnte es gar nicht geben. Die erinnern mich irgendwie an die Frankfurt Schule und deren Dauer-Genörgel. Vorweisen können sie aber auch nix, außer ihre Videos die von den immergleichen 50 Leutchen geschaut werden.

Einfach krank diese Figuren.

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Equality 7-2521 11. Juli 2013 at 12:13

Der Staat hat das Recht Steuern durchzusetzen … hat er das? Er nimmt es sich! Dieser einseitig behauptete Anspruch und die Fähigkeit in allen Konflikten (einschließlich jener die ihn Selbst betreffen) das letzte Wort zu behalten, das ist das Gewaltmonopol. Und dieses „durchsetzen“ sagst du einfach so vor dich hin, dabei postuliert dieses unscheinbare Wort das Recht ein Leben zu zerstören.

Letzten Endes sagst du hier nur das es dieses Recht ein Leben zu zerstören geben muss damit Korruptionsbekämpfung übersichtlicher ist.

Ein Resultat von Korruption ist aber eine schlechtere Leistung des korrupten „Anbieters“. Was macht man bei schlechter Leistung eines Anbieters? Man wechselt ihn! So einfach könnte es mit der Korruptionsbekämpfung sein. Und jeder hat es SELBST in der Hand. Vielleicht könnten sich dann noch unabhängige Qualitätssiegel entwickeln … jedenfalls stehen alle im Wettbewerb um das Vertrauen der Kunden. Und Firmen haben sicher auch ein Interesse Korruption der Konkurrenz aufzudecken …

>>Ist die Bundesregierung kriminell geworden …[darf man sich dagegen wehren usw.]

Besteuerung ist nun mal Diebstahl, da gibt’s nichts schön zu reden. Außerdem ist eine Bundesregierung solange nicht kriminell wie sie nicht gegen ihr eigenes Recht verstößt. Aus diesem Grund kann sie ja auch erst behaupten das Besteuerung nicht kriminell wäre.

Bei diesem Thema bedienst du dich sehr manipulativer Sprache. Das heiße ich nicht gut. Du behauptest Dinge wie ACs wollen den „neuen Menschen“; Privatrechtsordnung = riesige-internationale-private Sicherheitsfirmen sollen Kriege führen usw.

Überall wo man Wettbewerb zulässt führt das zu einer besseren Qualität … nur bei Sicherheit funktioniert das natürlich nicht. Warum? Weil ich´s mir nicht vorstellen kann.

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alex 11. Juli 2013 at 12:21

Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie dein Modell in der Praxis aussehen würde und wie eine freiheitliche Republik aussieht. Die AnCaps können sich laut ihren eigenen Aussagen nicht wirklich vorstellen wie ihr Modell sich konkret in der Realen Welt auswirken würde.

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ST 11. Juli 2013 at 12:40

Falsch. Ökonomisch sind definitv Tendenzen vorher zu sehen. Doch da die Menschen frei sind sich zu organisieren wie sie es wollen, kann man keine konkreten Vorhersagen machen, ohne so zu tun als wenn man in die Kristallkugel schauen würde.

Mach doch mal richtige Recherche:

http://www.youtube.com/watch?v=-5PbLLBfiM8

Ökonom, konkret auf den Punkt.

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ST 11. Juli 2013 at 12:40

Falsch. Ökonomisch sind definitv Tendenzen vorher zu sehen. Doch da die Menschen frei sind sich zu organisieren wie sie es wollen, kann man keine konkreten Vorhersagen machen, ohne so zu tun als wenn man in die Kristallkugel schauen würde.

Mach doch mal richtige Recherche:

—http://www.youtube.com/watch?v=-5PbLLBfiM8

Ökonom, konkret auf den Punkt.

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Liane 11. Juli 2013 at 15:45

“Bei diesem Thema bedienst du dich sehr manipulativer Sprache.”

‘Flickenteppich’ 😉

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Fudge 11. Juli 2013 at 10:45

Niemand sonst schafft es so plausibel zu argumentieren und zu veranschaulichen.

Alexander Benesch, die Stimme der Vernunft.

Danke für deine selbstaufopfernde Arbeit und die Inspiration.

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