Politik

Ayn Rands "Der Streik" ist ein miserabler Roman und eine Glorifizierung von Rockefeller, Harriman und Vanderbilt

Foto: Atlas-Statue am Rockefeller-Center in NY

Ein Kommentar von Alexander Benesch

Diskutieren sie darüber im Recentr-Forum

Wer ihn nicht vergöttert oder zumindest unterwürfig Respekt zollt, gilt bei den Fans als Sozialist und lebensunwerter Abschaum: Der überlange Roman “Der Streik” (Atlas Shrugged) von der in sowjetischer Sozialpädagogik und Filmkunst ausgebildeten Alisa Zinovievna Rosenbaum, alias Ayn Rand.

Nathaniel Branden, der lange Zeit zu Rands Sekte gehörte und das Boy Toy der Anführerin war, erklärte in vollem Ernst:

“Ayn Rand ist das großartigste menschliche Wesen das jemals gelebt hat. Atlas Shrugged [Der Streik] ist die größte Errungenschaft in der Geschichte der Welt. Ayn Rand, dank ihres philosophischen Genies, ist der höchste Gebieter bei jedem Thema das sich auf das bezieht, was rational, moralisch oder angemessen ist für das menschliche Leben auf der Erde.”

Gruseln sie sich schon? Es gilt als das bestverkaufteste Werk der freiheitlichen, prokapitalistischen Literatur. Aber glauben sie nicht, Rand und ihre Randroids seien Libertäre. Ihr Leben lang verachtete sie die Libertären während jene meist wie verweichlichte Pussys nicht zurückschossen. So nannte Ayn Rand die Libertären “Hippies der [politischen] Rechten”. Sie unterstützte ausgerechnet den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Nixon anstatt den Libertären Hospers. Sie ging sogar soweit dass sie erklärte, eher noch einen Kommunisten zu wählen als einen Libertären. Was genau sie an Libertären störte, schrieb sie aber nie. Die Antwort lag auf der Hand: Sie wurde von den Libertären nie als “größtes Genie und großartigster Mensch der Geschichte gehuldigt” und ihre Objektivisten wurden von den Libertären um ein Vielfaches zahlenmäßig übertroffen. Millionen Exemplare von “Der Streik wurden verkauft, obwohl das Buch als Roman gar keine klassischen Qualitäten hat:

  • Viel zu lang: Ständig prüft man beim Lesen die Seiten-Nummer um zu bestätigen, dass man kein Mängelexemplar in den Händen hat und nicht ständig die gleichen Seiten wiederholt werden.
  • Humorlos: Für Miss Rand ist diese grundmenschliche Eigenheit, wie auch andere grundmenschlichen Attribute, offenbar fremd
  • Fast keine Action: Gelaber, Gelaber und mehr Gelaber, Seifenoper und jede Menge Objektivismus

Rand meinte, mit dem Objektivismus wie eine Messias-Figur die Probleme der Welt gelöst zu haben. Sie bastelte daraus eine Sekte, in der sie als Guru herrschte und der innere Zirkel wie Aristokraten-Clans ineinander einheirateten. Das elitistische Denken ist ihr ganz nahe.

In dem Buch sind die USA extrem sozialistisch und ineffizient geworden. Die Bürokraten sind alle Weicheier, böse und inkompetent. Die Helden und Protagonisten hingegen sind rebellierende Großindustrialisten, Eisenbahner, Öl- und Stahlmagnaten, super-kompetent und haben ein tolles, wenn auch brutales Sexleben. Das Problem an dieser unrealistischen Darstellung ist, dass die echten aufstrebenden amerikanischen Oligarchen und Raubbarone in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (“Der Streik” erschien in den 1950ern) totaler Abschaum waren. Verbrecher wie Jay Gould die den Aktienmarkt manipulierten zugunsten der Erie Railroad, der Skull & Bones-Mann und Eisenbahn-Magnat Edward H. Harriman dessen Orden die Sowjetunion und Nazideutschland mitfinanziert und ermöglicht hatte, der erleuchtete Cornelius Vanderbilt auf dem der Charakter Nat Taggart in Rands Buch basiert, der Eisenbahner und Mitglied des Jeykill Island Clubs (siehe Zentralbank Federal Reserve) James Hill, die Rockefellers und so weiter und so weiter. Kein Wunder dass der spätere Vorsitzender der Fed, Alan Greenspan, großer Fan war von Rand.

Schnell kontrollierten diese Familien die USA, betrachteten das Land als ihr Eigentum und verwalteten es dann zunehmend als Geheimregierung im Hintergrund planwirtschaftlich mit Hilfe der hörigen Politik. Der von Ayn Rand gescholtene Sozialismus in den USA und Russland war das Werk jener sog. Großkapitalisten aus Amerika. Diese relativ neureichen Unternehmer wehrten sich natürlich gegen Teile der Regierung, machten jedoch selbst global Politik. Sie hatten den kommunistischen roten Oktober in Russland finanziert unter dem Rand so gelitten hat und verdienten prächtig an den Kriegen. Beim Rockefeller Center in New York finden sie heute eine Statue von Atlas der die Welt auf den Schultern trägt. Das Ayn Rand Center for Individual Rights und das Ayn Rand Institute (Center for the Advancement of Objectivism) veröffentlichen Vorträge von Alex Epstein, in denen John D. Rockefeller und dessen Standard Oil-Imperium gepriesen werden:

“Die Geschichte von Standard Oil, wie sich herausstellt, enthüllt nicht die finsteren Seiten von Big Business, sondern illustriert die Tugenden.”

Die Atlas Society (“Objectivism in life and thought”) macht es sich auch zur Aufgabe, die armen gescholtenen und unverstandenen Rockefellers zu verteidigen. Singen sie mit, werter Leser! “We all suck – Rockefeller cock, We all suck – Rockefeller Cock!”

Auf aynrand.org glänzt das Ayn Rand Center mit den Worten:

“Am Kolumbus-Feiertag feiern wir die Zivilisation deren Unternehmer, Männer wie Rockefeller, Ford und Gates, eine ungastliche Wildnis, bewohnt von furchtsamen Wilden, in eine reiche Nation verwandelt haben.”

Verstehen sie was hier läuft? Die Rand-Sekte mit ihrer Hirnfick-Bibel namens “Der Streik” war der Slogan-Geber und intellektuelle Rechtfertiger derjenigen Oligarchen, die Freiheit vernichten und einen Internationalsozialismus etablieren. Die Rockefeller-Stiftung, Carnegie-Stiftung, Ford-Stiftung usw. finanzieren all die linken Großorganisationen und transformieren die Gesellschaft zum puren Sozialismus hin. Rand und ihre Objektivisten-Randroids sind vollkommen unfähig, über Moral und die Wirtschafts-Clans zu schreiben. Solange der Dow Jones in den USA zungunsten Weniger blühte, hörte fast niemand auf die warnenden Stimmen. “Gier ist gut!” hieß es, genaues Hinschauen unerwünscht, lies deine Ausgabe von “Der Streik” und motivier dich mit einer Line Koks.

Die Rockefeller-Stiftung versuchte immerzu, die liberalen Strömungen zu kontrollieren und bat sich jenen als falscher Freund an. Die Stiftung gab Geld an das National Bureau of Economic Research, damit Ludwig von Mises ein Einkommen hatte. Zuvor hatten die Rockefellers dessen Besuche finanziert in die USA sowie die Reisen von den Austrians Haberler, Fritz Machlup und Oskar Morgenstern.

Nicht nur “der Staat” sondern alle Gruppen von Menschen sind gefährlich. Die Psychologie des Menschen kommt zuerst, vor dessen Ideologien und Handlungen. Der Charakter John Galt aus “Der Streik” ist fast schon ein Übermensch, ein Ingenieursgenie, Quasi-Messias und Vorbild für alle. Nicht wirklich ein glaubwürdiger Mensch mit Emotionen und Herz, sondern eher wie ein Android. Wer ist John Galt, heißt die rhetorische Frage der Randroids und die Antwort soll am besten wie in einem katholischen Gottesdienst gemeinsam gesprochen werden: “Wir alle”. Das Dumme ist, dass Galt erfolgreiche Firmen sabotiert um deren Besitzer in seine Arme zu treiben. Und andere Bereiche sabotiert, die für die gewöhnlichen Menschen lebensnotwendig sind. Dies erinnert an das Vorgehen der Randroids und Molyneux-Anhänger: Sie unterwandern libertäre Kreise und versuchen ständig, dort leute herauszubrechen und bei sich zu reintegrieren.

Sie sabotieren libertäre politische Arbeit durch Schlechtreden und falsche Argumente, behaupten selbst ein Minimalstaat sei die Ausgeburt der Hölle und ein Verrat an der reinen Lehre. Durch diesen Vandalismus und diese Sabotage werden die Sozialisten immer stärker. Einige Randroids glauben, dass man am besten noch sozialistisch wählen soll, damit alles schneller wegen Ineffektivität zusammenbricht und die Elite-Kapitalisten sich endlich absondern können. In der wirklichen Welt jedoch können sich sozialistische Staaten Jahrzehntelang und potentiell Jahrhunderte lang stabilisieren durch neue Eroberungen, Zwangsarbeit und Verhungern-Lassen unerwünschter und unbenötigter Bevölkerungsanteile.

Schließlich gehen die Seifenoper-Superindustrialisten aus dem Roman in ein abgelegenes Tal und verwandeln es in ein Wunderland. Warum sie das so ohne weiteres können? Weil sie einfach kompetente Industrialisten und Kapitalisten sind und Rands Objektivismus-Lehre folgen. Wie ein Unternehmen funktioniert, wusste Rand nur geringfügig.

Dies wurde 2007 in dem Computerspiel Bioshock aufs Korn genommen: Schauplatz der Handlung ist die fiktive, im Art-Déco-Stil gehaltene Unterwasserstadt Rapture, die im Sinne der Philosophien Ayn Rands als ein Ort der vollkommenen individuellen Freiheit für die Eliten konzipiert wurde. Die Spielerfigur gelangt nach Rapture, nachdem blutige Auseinandersetzungen zwischen den Bürgern bereits zuvor weite Teile der Stadt zerstört haben. Auf der Suche nach einem Fluchtweg erkundet der Spieler die Trümmer dieses gescheiterten Gesellschaftsmodells, wobei er sich mit Waffengewalt gegen die zumeist geistig verwirrten Bewohner zur Wehr setzen muss.

Im neuen Sci-Fi-Film von Neil Blomkamp namens Elysium spielt Matt Damon einen Industriearbeiter, der von der verkommenen und verarmten Erde in die Raumstation der Reichen einbrechen will um seinen Krebs zu heilen.

Hinter der Sektenführerin Rand und ihrer toll klingenen Moraltheorie verbirgt sich aber ein zerrissener Charakter. Dieser zeigte sich nicht nur in ihrer Sekte, sondern dringt durch in einer Buchpassage von Der Streik, wo einfache Menschen bei einem Zugunglück sterben, darunter junge Mütter, und es heißt, diese Leute hätten es nicht anders verdient weil sie die Probleme der Gesellschaft mitzuverantworten hätten. Der Pöbel sei einfach hilflos und dumm und wertlos ohne die kleine Herrenrasse hochmotivierter Industriemagnaten die alles leiten. Diese Arroganz spielt den Sozialisten in die Hände und sorgt dafür, dass alle Freiheitlichen leicht als kalte Sozialdarwinisten verunglimpft werden können.

Nirgendwo in “Der Streik” sieht man, wie die angeblichen Vorbildcharaktere Kinder großziehen und lieben. Woher sollte die Autorin auch wissen wie sie das beschreiben soll? Selbst hatte sie nie Kinder. Ihre eigene Mutter hasste die drei Töchter und kümmerte sich gerade noch aus Pflichtgründen um jene. Die Mutter diente als Basis für Romanfiguren aus dem gelangweilten, inkompetenten Adel, unfähig zu knallharter kapitalistischer Tätigkeit wie Rockefellers und Fords. Die weibliche Romanfigur Dagny Taggart ist Rands narzisstische Fantasieversion von sich selbst, die Wunschvorstellung, durch und durch perfekt. Die Romanfigur Hank Reardon ist auch ein perfekter Übermensch inmitten eines Umfeld aus Parasiten, emotional kalt und nur versessen auf sich selbst und seinen Erfolg. Analog heißt es in Rands Philosophie des Objektivismus, dass ein Abweichen von dieser kalten, Tunnelblick-Haltung dekadent und unmoralisch sei.

Der Blog The “Hunting of the Snark” schrieb:

“Niemand kann Dagny im Teenageralter irgendetwas beibringen; sie weiß alles und hat bereits Perfektion von Charakter und Moral erreicht. Jeder andere ist ein Dummkopf und steht ihr nur im Weg. Sie hat keine Freunde oder Boyfriends, geht nicht ins Kino oder zu Dinnerparties, reist nicht zu ihrem Vergnügen, mag oder liebt niemanden. Sie ist von der Menschheit abgeschnitten und anstatt eine menschliche Verbindung herbeizusehnen, will sie jemanden finden der genauso ist wie sie, oder natürlich besser, ansonsten wäre derjenige wieder nur ein Verlierer. Denn so werden Menschen in Rands Welt beurteilt: Zuerst nach ihrer Intelligenz, dann nach ihrer Nützlichkeit.”

“Der Streik” ist besonders populär bei einerseits Teenagern und andererseits Erwachsenen, die eine schlechte Kindheit hatten. Überall trieft der Hass auf Familienmitglieder hervor und die Sehnsucht nach einer idealen Zeit, nachdem man sich von den Untermenschen befreit hat, das subjektive Gefühl, dass nur man selbst die menschlichen Bedürfnisse und die Welt an sich verstehe.

Rands Notizbücher waren voll mit faszinierten Anmerkungen über den Killer William Edward Hickman, der 1927 die 12-jährige Marion Parker grausam ermordet hatte. Als er erhängt wurde, beschwerte sie sich bitter über “die Rache des Mobs“. Rands sagte über den “Held” und die Romanfigur Howard Roark aus ihrem Werk The Fountainhead: “Er war geboren ohne die Fähigkeit, auf andere Rücksicht zu nehmen.” Die allermeisten Menschen waren für sie “Parasiten” und Läuse. Ihrer Vorstellung nach soll eine möglichst winzige Business-Aristokratie herrschen.

Die von der SozPäd- und Filmkunst-Studierten Ayn Rand geschaffene Sekte namens Objektivismus nahm die Versatzstücke früherer Autoren über Freiheit und Vernunft auf, behauptete dreist die Führerin hätte wichtige Prinzipien quasi selbst erfunden, und garnierte das Ganze mit einer heftigen Glorifizierung ihrer Person, ihrer fiktionalen Romanfiguren und intellektuellen Konformitätszwang. Der libertäre Autor Murray Rothbard schrieb über die Randroids:

“Der Grund weshalb ich diese Truppe nicht ofter getroffen hatte war, dass ich die Leute nicht ausstehen konnte. Keinen von denen. Angeberische, humorlose, roboterhafte, gemeine, einfältige Esel.

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44 comments

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Bugs 6. Juli 2013 at 11:58

Na ja, aber vorher wird ihnen ja alles weggenommen. Ich meine, wie sollen diese Leute, die sich der Kommandowirtschaft entziehen, denn das Land retten!

Kein Unternehmer, der noch klar im Kopf ist, wird in so einem System einen Finger krumm machen, wenn es nicht unbedingt nötig ist. Aber vielleicht gibt es ja Beispiele in der Geschichte, wo ein zentralistischer Wohlfahrtsstaat mit Goodwill vor dem Kollaps bewahrt werden konnte …

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ozelot 6. Juli 2013 at 13:02

Meine obige Frage ob du das Buch gelesen hast, erübrigte sich soeben.

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Unke 6. Juli 2013 at 11:50

Die Informationen über Ayn Rand fand ich ganz interessant, dafür vielen Dank. Ich wusste zwar, dass sie ihre schwarze Seite hatte, aber nun habe ich es etwas spezifischer.
Allerdings, werter Herr Benesch, geht da einiges durcheinander.
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1. Werk = Person?
Ich kann ein gutes Buch lesen und mich an ihm erfreuen auch wenn ich weiß dass der Autordes Buches ein Unsympath ist. Letzteres soll unter Literaten manchmal –bzw. zutreffender: gehäuft- vorkommen…
Atlas shrugged habe ich vor ca. 12 Jahren im Original gelesen. Mir hat das Buch sehr gefallen. Mal was anderes, nicht das typische Romanformat, das auf gefühlige Frauen hart am Klimakterium (oder darüber hinaus) ausgerichtet ist. Die Rhetorik der Figuren hat mich beeindruckt (unvergessen die Schlussrede von John Galt). Man kann die rrussische Sääle geradezu durchhören – ich fand das, zusammen mit dem erkennbaren Gestaltungswillen der Autorin sehr sympathisch.
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2. Politik ist kein Ponyhof!
Das Establishment (die „Powers that be“) will uns in all’ ihren Ausdünstungen weismachen, das es in der Politik nur um Marginalien geht. Der Libertäre Anthony Wile * spricht von der „hegelianischen Ebene“, auf der argumentiert werde. Mit dem Trommelfeuer der Propaganda MSM wird der Normalmensch auf genormte Argumentationsmuster konditioniert. Es ist das Verdienst der alternativen Blogosphäre (und solcher Quertreiber wie Russian Television) dieses Kartell aufgebrochen zu haben.
Wenn es nach den Medienhuren geht sind die größten Sorgen des Untertans welche Sommermode heuer angesagt ist, wie man nachhaltig abnehmen kann, dass die Rente stabil bleibt, und ob der Urlaub auch dieses Jahr wieder gesichert ist.
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Seit einiger Zeit jedoch müssen (nicht nur) Systemverlierer –einheimische, weiße Männer- feststellen, dass das in den Medien porträtierte Leben so gar nichts mit ihnen zu tun hat. Diese kognitive Dissonanz verlangt nach intellektueller Auflösung. Mit der heutzutage üblichen Aufmerksamkeitsspanne ist es dabei nicht getan; die Bereitschaft die Verhältnisse grundlegend zu durchdenken und zu diskutieren wächst, begleitet vom ausgestreckten Mittelfinger in Richtung der intellektuellen Gouvernanten und ihrer NWO- Brötchengeber.
Ayn Rand war eine Wegbereiterin dieser Bewegung. Dass ein Rand-Jünger –Alan Greenspan- es bis an die Spitze einer freiheitsfeindlichen und planwirtschaftlichen Institution schafft ist eine Ironie der Geschichte und in der Tat Anlass das Treiben der Objektivisten auch kritisch zu hinterfragen.
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Aber die übergeordnete Problematik, Herr Benesch, bleibt; und sie ist von Ayn Rand richtig erkannt worden; nämlich: der Staat ist nicht die Lösung, sondern das Problem. Und wie H.-H. Hoppe erkannt hat, gilt das für alle (ALLE) Bereiche.
Für den Einzelnen bedeutet der aktuelle Zustand die ökonomische Erdrosselung. Ein System, das alleine mit Erstrundeneffekten eine Abgabenquote von 50-70% (je nach persönlicher Steuerklasse etc.) zeitigt und unter Einbeziehung von Effekten höherer Ordnung auf sowjetische 70-90% kommt ist inhärent und in allen seinen Gliedern durch und durch böse. Es ist geradezu ein zwangsläufiges Korrolar, dass darüber ganze Völker verschwinden – der NWO sei Dank!
Bei Autoren die das thematisieren nun über deren Affiliationen zu greinen („guilt by association“) ist billig. Oder reicht einfach die Aufmerksamkeitsspanne nicht für längere, ungewohnte Argumentationsketten…?
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3. „Iiih, die hat was mit den Rothschilds gehabt. Und den Vanderbilts. [oder Rockefeller oder…]“

Wie bereits aufgeführt sollte zunächst das Werk als solches rezipiert und beurteilt werden. Weitergehend ist es natürlich legitim, „pros“ und „cons“ zum Autor und dessen Werk aufzuzeigen. Sie haben hier ein paar interessante Aspekte gebracht; ich möchte weitere 3 lose hinzufügen:
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a) Ayn Rand scheint sich über die russische Revolution keinerlei Illusionen gemacht zu haben; ja sie scheint sie von Anfang an als das eingeordnet zu haben was sie ist.
Wenn man einmal zu ihren Gunsten annimmt dass das eine der Fixsterne ihres Denkens und Handelns war, dann sei daran erinnert, dass gerade auch in den USA (aber nicht nur dort) die romantische Verklärung des Sowjetkommunismus in Intellektuellenkreisen zum guten Ton gehörte. Hier brauchte es auf einen großen Keil einen groben Klotz!
Es gehört zu den bleibenden Verdiensten Rands, einen Gegenentwurf zum kollektivistischen „gelebt werden“ geliefert zu haben. Übrigens, ihre eigene Schwester hat es nie aus der Soffjet-Union herausgeschafft…
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b) Was mich stört ist ihr autoritärer Führungsanspruch. Bei so etwas stellen sich jedem individualistischen Libertären die Nackenhaare auf. Sie hatte Charakterzüge, wie man sie beispielsweise bei Trotzki oder Cohn-Bendit oder Freud (oder Judith Butler) etc. wiederfindet. Typische jüdische Intelligentsia eben, die sich überall in den Vordergrund spielt und Anderen sagen will wo’s langgeht… und die sich dann ostentativ wundert warum sie bei den völkern so verhasst sind. Die Financialisation, ermöglicht durch Zentralbank-Scheingeld, hat diese Tendenzen, die sich unter dem Kürzel „NWO“ zusammenfassen lassen, befeuert.
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c) Unangemessene Bettgenossen zu haben wird bekanntlich auch der Tea Party vorgeworfen. Die Brüder Koch, ganz pöhse Kapitalisten, würden erstere maßgeblich finanzieren.
Es scheint zu jeder halbwegs erfolgreichen Bewegung einen großen Finanzier im Hintergrund zu geben. Naja, ist wahrscheinlich eine Tautologie.
Zudem zersplittern erfolgreiche Bewegungen. Man nehme die K-Gruppen der 70er oder das alternativ-rechte Spektrum, in dem Neokonservative auf Paläo-Konservative dreinschlagen, Ordo-Libertäre auf Anarcholibertäre losgehen und Nullstaatler mit Minimalstaatlern keine Kompromisse eingehen mögen.
Wie im richtigen Leben hilft da nur eines: selber denken!
Hinsichtlich meiner eigenen, persönlichen Position bin ich hinreichend gefestigt und in der Lage, jeweils aus meiner Sicht problematische Bereiche in den vertretenen Positionen zu erkennen. So stört mich an den ach so alternativen Rechten in den USA dass das Deutschenbild so gut wie unverändert aus den MSM und Hollywood übernommen wird. Eine wohltuende Ausnahme dazu bildet der vergleichsweise sehr deutschenfreundliche Stefan Molyneux (der ist, zugegebenermaßen, Kanadier). Aber, wie erwähnt gehe ich nicht automatisch mit sämtlichen seiner Positionen konform. Insbesondere meine Haltung zur Religion weicht von der seinen (die in diesem Punkt aufklärerisch-marxistisch ist) ab.

* nein, und ich bin auch kein uneingeschränkter Fan von Anthony Wile; ja es gibt einige Punkte in seiner Biographie, die mich richtiggehend stören. Aber ich kann mich mit 90% seiner Agenda identifizieren!

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Unke 6. Juli 2013 at 18:24

Hahahahaha

Die kleine editorische Unterschlagung habe ich durchaus bemerkt!
Das war mein eingebauter Shit-Test, sozusagen die Sollbruchstelle.
Und, siehe da: da hat bei einem Zensor das Naz-o-meter offenbar heftig ausgeschlagen und -schwupps- wurde das schröckliche Wort entschärft. Test nicht bestanden!
Nun denn… das war es denn mit meiner Kommentatorkarriere auf diesem Blog auch schon gewesen :-

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alex 6. Juli 2013 at 18:50

Nicht ganz sauber, oder was?

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Bugs 6. Juli 2013 at 10:26

Dieser Schinken ist der reinste Kapitalismus-Porno – Pfui!

Sollte sofort verboten werden. Zum Glück wird wenigstens darüber aufgeklärt.

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alex 6. Juli 2013 at 11:28

Es ist die unrealistische Fantasie-Rache-Wunschvorstellung wo emotional-kalte, idealisierte narzisstische Übermenschen ihr eigenes Utopia bauen und zuschauen wie drumherum alles verreckt.

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ozelot 6. Juli 2013 at 12:59

Es ist ein Roman. Es behauptet ja gar keiner es sei ein Tatsachenbericht. Wenn er dir nicht gefällt, lies ihn nicht.

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ozelot 6. Juli 2013 at 13:01

Hast du den Roman gelesen? Oder nur die zwei, drei Artikel auf recentr.com und denkst nun du wüsstest Bescheid?

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DerLangi 6. Juli 2013 at 8:50

@Holger, Marky u.a.

Obwohl Rand und ihr ‘Atlas shrugged’ hier vollkommen verrissen wird, hoffe ich, dass (vielleicht genau deshalb) viele neugierig geworden sind. Es ist zwar teuer, aber hey – vor der Neuauflage unter ‘Der Streik’ gab es nur eine Handvoll Exemplare der deutschen Erstausgabe unter ‘Wer ist John Galt?’. Die kosteten (kosten) um die 300 Oi’s… Und vielleicht kann man ja eine günstigere pdf beschaffen.

Die deutsche Erstausgabe ist übrigens um einiges derber in der Sprache als die Neuübersetzung ‘Der Streik’. Inhaltlich habe ich keine ‘Fehler’ oder Änderungen bemerkt.

Was ich in den nächsten Wochen tun werde, ist die amerikanische Orginalausgabe lesen! Mein englisch ist zwar miserabel, aber danach wohl wieder in gutem Zustand.

@Alex
Nur weil ich diesen Roman mag, bin ich noch lange kein hirngefickter Randroid, kein Jünger von irgendwem! Ich habe ein umstrittenes Buch in meiner Sammlung und streite auch gern darüber. Aber bitte vollständig und auf Augenhöhe.

Du hättest mehr aus dem Thema machen können – ne’ ganze recentr/talk vielleicht 😉

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Unke 6. Juli 2013 at 17:06

Öhm… teuer? Das englischsprachige pdf kann man sich aus den Weiten des WWW für umme herunterladen.

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Ilja 5. Juli 2013 at 22:43

Man muss die Objektivisten nicht mögen, tue ich auch nicht. Allerdings sind die Objektivisten Minarchisten und keine Anarchisten. Ihnen zu unterstellen, dass sie “behaupten selbst ein Minimalstaat sei die Ausgeburt der Hölle” geht einfach mal daneben.
http://aynrandlexicon.com/lexicon/anarchism.html

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rob_111 5. Juli 2013 at 20:18

mal noch was anderes: Ayn Rand wurde gelegentlich als Geliebte eines Rothschild bezeichnet.was gibt es da an Fakten? wäre gut zu wissen welcher Rothschild etc.

Zu diesen Kreisen hat nun wahrlich nicht jeder Zugang. Und das die guteste nunmal den Eliten näher stand als dem gemeinen Volk liegt ja auf der Hand.

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karlheinz 5. Juli 2013 at 14:56

mmhhh … schade Alex, ich glaube du würdest den Sozialismus effektiver bekämpfen und gleichzeitigt mehr Geld verdienen, wenn du das Buch in deinem Shop anbieten würdest, anstatt es schlecht zu machen 😉

Das Buch gilt als das wichtigste Buch aller Zeiten für fast alle Libertären auf der Welt! Alex, glaubst du etwa, fast alle Libertären irren, wenn sie dieses Buch loben überall auf der Welt? Oder bist du nicht mehr libertär/freiheitlich?
Bist du jetzt sozialistsich, so wie du das Buch kritisierst, im Stil der allermeisten Sozialisten?

schade, schade

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alex 5. Juli 2013 at 17:38

Die Randians hassen Libertäre. Den Graben habe nicht ich aufgezogen. Aber man muss das Thema behandeln weil sich Libertäre und Randroids uneins sind über die wichtige Frage, ob politische Arbeit und Minimalstaat oder keine Politik und kein Staat.

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karlheinz 6. Juli 2013 at 0:47

Wie wichtig ist diese Frage, angesichts 99% der Menschen, die sich einen starken Staat wünschen? Welchen Sinn macht da ein Graben zwischen dem einem Prozent? Zeig mir nur einen “Randianer”, der Libertäre hasst? Den gibt es nicht!

Wieso machts du dieses Buch genauso schlecht, wie die allermeisten Sozialisten, die sich naturgemäss an dem wichtigsten Buch der Libertären stören und ganz besonders an der Botschaft des Buches? Geht dir die Botschaft dieses Buches genauso am Arsch vorbei?

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Freigeist 5. Juli 2013 at 9:07

Schauen wir uns doch mal nüchtern an was Rockefeller, Harriman und Vanderbilt so getan haben um das Leben in den USA zu verbessern.

Sie haben das Reisen für die ärmeren Bezahlbar gemacht, auf Vanderbilts Schiffen gab es selbst für die untersten Klassen guten Service, Rockefellers Öl erlaubte es auch den ärmsten Lampen zu betreiben und Nachts zu lesen anstatt zu schlafen, Standart Oil lies den Ölpreis rasant fallen bei knapp über 80% Marktanteil. Billiges Öl hat die Produktion in den USA billiger gemacht.
Was hat die Regierung getan außer Steuern zu erheben?

Ja, Gier ist gut. Ich hab nämlich die Freiheit mich einen Dreck darum zu kümmern. Der gierige will mir etwas verkaufen, was soll ich dagegen haben wenn er versucht meine Bedürfnisse zu erfüllen?

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alex 5. Juli 2013 at 11:04

Diese Raubbarone haben die FED geschaffen, das moderne Pharma-Medizin-Mafiasystem, sowie Nazi-Deutschland und die Sowjetunion, remember? Die finanzieren auch die sozialistischen Bewegungen bei uns. Da ist es für mich kein Trostpflaster wenn diese Clans ein paar Krümel an die Bürger abgeben damit eine Mittelschicht mit Verfallsdatum geschaffen wird, damit einfach mehr entsteht das man stehlen kann. Sobald die Bürger 60 sind, kriegen sie alle Krebs, die Allgemeinheit wird noch bestohlen über die Krankenkassen.

Der Ölpreis ist künstlich überteuert und die Raubbarone vernichten Produktivität und Kapitalismus überall.

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Jefferson 6. Juli 2013 at 12:04

Dazu kommen noch all die tollen Stiftungen – Carnegie Endownment for World Peace, Rockefeller Foundation, Ford Foundation, Council on Foreign Relations (zusammen mit dem englischen Establishment) uvm. In diesen Stiftungen wird “wissenschaftlich” erforscht was am Ende nur dem Establishment nützt und weil “Wissenschaft” nunmal die Religion unserer Zeit ist setzt die Politik dann genau das um was diese “wissenschaftlichen” Stiftungen “wissenschaftlich erforscht” und “wissenschaftlich bewiesen” haben. Voilá! So macht man das.

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Freigeist 6. Juli 2013 at 14:07

Ein federal Reserve Gesetz braucht erstmal einen Staat der die Macht hat soetwas umzusetzen. Krebsmedizin braucht dumme und verzweifelte Patienten die drauf einsteigen, oder das Monopol öffentlicher Gesundheitssysteme.

Übrigens ist der Begriff “Räuberbaron” von der Konkurrenz und deren Presse geschaffen worden, nicht vom Volksmund.

Es reicht nicht immer nur auf die Rockefeller zu zeigen, denn die könnten garnichts ohne willige Helfer und staatlichen Zwang.

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Der Langi 5. Juli 2013 at 5:53

Der Stahlproduzent und ‘Raubbaron’ Hank Reardon im Roman hat einen Gegenspieler im Stahlgeschäft: Orren Boyle! Dieser Boyle klüngelt mit der Regierung um Subventionen, Zulassungskriterien gegen die Konkurrenz, Produktionsbegrenzung gegen die Konkurrenz etc…
Dieser Boyle ist es, der in feinen Clubs mit Spitzenpolitikern, Bankern uns. deniert. Und Reardon geht durch diese Klüngel Stück für Stück unter.
Vertieft wird dieser Konflikt dadurch, das Dagny Taggart und ihr Bruder Jim Taggart das Eisenbahnunternehmen ‘Transcontinental’ gemeinsam leiten. Jim ist Spitzenpolitiker und im mafiösen Sumpf um Boyle verstrickt und Dagny versucht mit Reardon ‘Transcontinental’ und ‘Reardon-Steel’ zu retten – eben auf (Rand’sches) ‘Laizzes faire’.

Auch sabotiert nicht John Galt die Unternehmen der verschiedenen Großindustriellen, sondern jene selbst.
Nachdem sie von der Regierung in den nahen Untergang getrieben wurden, machen sie sich eben vom Acker. Sie lassen allerdings nichts Brauchbares zurück (es war allerdings auch nicht mehr viel übrig).

Das im Buch auf vielen langen Seiten diskutiert wird über Planwirtschaft/Sozialismus vs. Laizzes faire/Minimalstaat, wird in den Artikeln über das Buch und A. Rand vollständig unterschlagen. (Nur ein Schelm denkt jetzt usw.)

Was mich betrifft, so ist diese Ayn Rand/Der Streik Bashe hier völlig nach hinten losgegangen.

Grüße aus Leipzig

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alex 5. Juli 2013 at 6:14

Freilich kriegt Frau Rosenbaum auch ein paar Basics richtig. Das ist auch einfach. Dafür brauchts aber keine zweidimensionalen Pappfiguren, schlechte Dialoge und 1000 Seiten. Das Problem ist dass die Helden im Buch narzisstische Wunschvorstellungen und total kalt sind und die Randroids die Rockefellers für die Good Guys halten.

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Kommissar Kniepel 5. Juli 2013 at 8:38

Ich bin kein Fan fon Mrs. Rosenbaum, habe ihre Bücher nie gelesen, aber die Rockefellers haben sich eines Werkzeugs bedient daß vom Volk als Gewaltmonopol legitimisiert wird.

So betrachtet kann ich verstehen (empathisch) wieso Rockefeller (et al.) so gehandelt haben (und es noch immer tun).

Vielleicht ist es an der Zeit sich mal das eigentliche Problem vor zu nehmen, und nicht immer nur die Symptome zu behandeln?

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alex 5. Juli 2013 at 8:45

Pathologische Menschen und sind das eigentliche Problem, alles andere sind nur Folgen und Auswirkungen. Du klingst sehr wohl nach Rand-Fan oder Molyneux-Anhänger die glauben, jede noch so kleine Form von Staatlichkeit sei das Kernproblem, das Ur-Böse. Auch ohne Staat in Galt’s Gulch wird alles den BAch runtergehen wenn die Leute nicht schnallen, dass Kontrollsucht und alle anderen schlechten Dinge dem Menschen entspringen.

http://educate-yourself.org/ga/RFcontents.shtml

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Kommissar Kniepel 5. Juli 2013 at 13:20

Ich bin Anhänger von niemandem, ich erkenne nur daß das Problem nicht Staaten, Menschen, oder Kultisten sind, sondern die Idee daß es toll und gut ist wenn andere genötigt werden solange das Ganze irgendwie legitimisiert wird. Ob es sich um Monarchie, Oligarchie, oder was auch immer handelt, ob sie mit demokratischen- oder daktatorischen-Methoden geführt wird… Der Zwang zur Teilnahme ist das Problem, und das erkennen ja auch Leute wie Oliver Janich.

Über die Details lässt sich streiten, und das ist auch gut so solange keiner gezwungen wird sich auf spezifische Details zu “einigen”.

Wenn das jeder schnallt, dann fallen einem plötzlich auch die Kontrollsucht, und die Leute die den Herdentrieb der Menschen ausnutzen (denn darum geht es ja eigentlich in der ganzen okkulten-Sche!ße).

Wenn ich davon rede wie die Royals sich jährlich treffen um die Zirbeldrüsen von gefolterten Kindern zu verzehren (oder so), dann haun mich die Leute doch glatt ins nächste Irrenhaus.

Daß Zwang falsch ist, aber, erkennt ein jeder, auch wenn manchem der Zwang erst vor die Nase gehalten werden muss! (und das öfters… sche!ß Stockholm-Syndrom)

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Schadensbegrenzung 4. Juli 2013 at 23:40

Nachdem PDV Janich von Aly Rand (Alisa Rosenbaum) geschwärmt hat und es bei einigen Zuhörern weniger gut ankam, wird sich brav von der Liberta-Mama distanziert. Obwohl die Ziele und Einstellungen nach wie vor die selben sind “Do what you want”.

Süß…

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Über Ich 4. Juli 2013 at 21:27

Wer wissen will was ein Großteil der Libertären, Voluntaristen, und auch Anarcho-Syndikalisten von Rand hält, schaue sich bitte mal “Mozart was a Red” an

(Youtube) /watch?v=KIk5C2qsRH8

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Über Ich 4. Juli 2013 at 21:32

Ha! BennyB war schneller 🙂

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Robin 4. Juli 2013 at 19:34

hab das buch gerade geschenkt bekommen
sauteuer ist es auch noch -_-

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Marky 4. Juli 2013 at 18:51

PS, es muss natürlich heissen
“…..Monologen von Dagny Taggert, Rearden und Galt.”

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Marky 4. Juli 2013 at 18:49

@Holger, ja sehe ich auch so.
Der Artikel ist leider Geschwurbel, bei dem man erkennt, dass der Autor nicht vor hatte das Buch richtig zu analysieren, sondern der Verriss intendiert war. Aber natürlich ist er frei das zu tun, ist ja auch ein Kommentar ;-). Anregeung: Am besten ist bei so etwas aber, einen contra – und einen pro-Kommentar zu bringen. So haben die Blog-Leser am meisten davon.
Ich habe das Buch in 2012 gelesen und es gemocht. Natürlich gib es viel bessere Erzählungen und vieles im Roman ist zu kritisieren und zu belächeln.
Indes, die Parabel von den links-verträumten Erben einer prosperierenden Fabrik, die selbige durch ihre kollektivistischen Narreteien zu Grunde richten, ist alleine schon eine Perle, ganz zu schweigen von manchen Monologen von Rand, Rearden und Galt.
In der Parabel über die Fabrik (Galt arbeitete dort) wird übrigens der Satz von Karl Marx: “jeder nach seinen Fähigkeiten – jedem nach seinen Bedürfnissen.” so köstlich gespiegelt. Alleine dafür verdient Rand Lob.

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Freigeist 4. Juli 2013 at 19:46

Dann schreib doch einen Pro-Artikel. Ansonsten muss ich davon ausgehen, dass hier deine faule Erwartungshaltung spricht vonwegen was ihr nicht alles präsentiert werden sollte for free.

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Marky 5. Juli 2013 at 10:26

Hä, wie kann man denn aus meiner Anregung pro und contra Rezensionen ein zu stellen eine ich-will-content-umsonst-haben-Haltung herausfatamorganisieren?
Übriges ist der der ad-hominem style, i.e. für Rand Mrs. Rosenbaum zu verwenden etwas entlarvend.
Nun ja und @Freigeist, eine bessere kurze Pro-Beschreibung als Der Langi krieg ich auf die Schnelle nicht hin. Er hat den Roman mit Sicherheit auch gelesen.
Ich bin übriges auch kein Rand-Jünger, kann den Roman aber dennoch sehr empfehlen, Punkt.

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Holger 5. Juli 2013 at 13:35

Sorry, ich wusste nicht, dass hier konstruktive Kritik nur mit HD-Abo erlaubt ist.
Mir tut es um jeden leid, der Atlas Shrugged nie lesen wird, weil er wirklich der Inhaltsangbe “Nymphomane hat mit Robotern Sex” glaubt.

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Holger 4. Juli 2013 at 18:06

Nach der ‘Rezension’ von Atlas Shrugged schon der zweite völlig in die Hose gegangene Artikel über Rand.
Wieder scheint da wer nicht mal das Buch gelesen geschweige denn analysiert/verstanden zu haben.
Was ist da los?

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BennyB 4. Juli 2013 at 17:48

Mozart Was a Red – a play by Murray Rothbard
http://www.youtube.com/watch?v=KIk5C2qsRH8
😀

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Specht 4. Juli 2013 at 17:03

Da gibts jetzt auch einen Film, allerdings ebenfalls extrem viel Seifenoperanteile:

Die Atlas Trilogie – Teil 1:

http://www.imdb.com/title/tt0480239/

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Soma 4. Juli 2013 at 15:40

Und wenn ein krasses sozialistisches System auch nur 1 Jahr halten würde, könnten wir es nicht unbedingt mit Sicherheit überleben, oder unsere Liebsten.

Sozialismus gehört aufgehalten.

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karlheinz 5. Juli 2013 at 14:48

“Sozialismus gehört aufgehalten!”

Genau deswegen sollte man das Buch loben, anstatt es zu kritisieren. Ich frage mich, wie man gegen Sozialismus sein kann und dann dieses Buch schlecht reden?

Nicht die Hank Reardens, die industriellen Helden im Buch, haben den Sozialismus gefördert, sondern die Orren Boyles, die Raubbarone im Buch … haben die FED und das moderne Pharma-Medizin-Mafiasystem, sowie Nazi-Deutschland und die Sowjetunion geschaffen.

Schade, dass Alex nicht weiss, denn dafür muss man das Buch lesen … who is John Galt?

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alex 5. Juli 2013 at 17:39

Viele Randroids feiern die Rockefellers, insbesondere die großen offiziellen Rand-/Objektivistengruppen. Also haben sie’s eben nicht begriffen und sind unfähig, in der Praxis zu unterscheiden.

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karlheinz 6. Juli 2013 at 0:58

Lerne du doch erstmal unterscheiden zwischen Rockefellers, oder sonst wem, die den Staat für ihre Zwecke benutzen und mit ihm kooperieren und Menschen, die diesen Wettbewerbsvorteil ablehnen. Das kann dabei eventuell helfen: globalefreiheit.de

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alex 6. Juli 2013 at 6:35

Ah, die nächste Molyneux-Plattform

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Jefferson 4. Juli 2013 at 10:36

“… glauben, dass man am besten noch sozialistisch wählen soll, damit alles schneller wegen Ineffektivität zusammenbricht … In der wirklichen Welt jedoch können sich sozialistische Staaten Jahrzehntelang und potentiell Jahrhunderte lang stabilisieren durch neue Eroberungen, Zwangsarbeit und Verhungern-Lassen unerwünschter und unbenötigter Bevölkerungsanteile.”

Korrekt. Solche Systeme halten sich länger als man denkt, vor allem wenn sie noch einen Restprozentsatz an Marktwirtschaft erlauben, der den Laden am Existenzminimum am Laufen hält. Die 0,1% Bonzen können es sich in jedem System gut gehen lassen, auch wenn 99% der Bevölkerung am hungern sind.

Deshalb wird man das geldsozialistische Papiergeldsystem niemals freiwillig aufgeben. Es ist einfach zu gut zur Massenkontrolle und zum lautlosen Diebstahl an der Allgemeinheit durch wenige Insider.

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ST 4. Juli 2013 at 9:32

Vielleicht solltest du dich mal mit Henning Lindhoff über das Buch unterhalten, er hatte in deiner Sendung empfohlen. Ich lese es gerade und es hat sicher nicht viel mir Rockefeller und Co zu tun. Diese Aristokraten die keine Konkurrenz wollen, haben so gar nichts mit Rearden und Taggart zu tun. Was im Buch gepriesen wird ist Unternehmer-Geist. Nicht auf den Staat zu warten und zu verlangen dass andere für dich handeln ist die Essenz. Was Rand anbetrifft, hatte sie sicher charakterliche Defizite, doch deswegen das Buch zu verreißen ist einfach undifferenziert. Den Charakteren mangelt es auch sicher an psychologischer Tiefe, Rand gab zu wenig davon zu verstehen. Sie stellen sicher Idealbilder dar. Doch was der Sozialismus anrichtet mit den Menschen und der Gesellschaft wird in dem Buch sehr treffend beschrieben. Hier also davon zu sprechen dass sie den Sozialismus lobt und Konkurrenz verunglimpft ist verfehlt. Es geht hier nicht um den dummen Pöbel, sondern um negative charakterliche Eigenschaften. Das Buch handelt von unternehmerischer Freiheit und Selbstständigkeit, das Leistung anerkannt und gefördert werden sollte. Den Schritt zu tun und die Verbrecher zu belobigen die in der Vergangenheit mit Schwindel reicht geworden sind, ist mit dem Inhalt des Buches nicht zu vereinbaren.
Wenn Libertarismus so sehr den Eliten zu gute kommt, ist es vielleicht verfehlt dass er hier gefördert wird…?

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