Politik

Das Recycling-Modell der Fake-Revolutionen

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von Alexander Benesch

Revolutionen sind eine haarige Angelegenheit. Viele wollen eine und erst nach langer langer Zeit des mühseligen und gefährlichen Herumstocherns geht es dann auf einmal ganz schnell, wie durch Zauberhand.

Lässt sich ein System genügend destabilisieren, ist irgendwann der Punkt der Zersetzung und des offenen Konflikts erreicht. Können die Revoluzzer die Neuordnung bestimmen und den Kampf für sich entscheiden, folgt die sog. Phase der “Stabilisierung”: Die neue Diktatur oder Scheindemokratie setzt alles auf Vermeidung von Spannungen, die Meinungsfreiheit wird wieder stark beschränkt, Widerspruch wird nicht geduldet. Das gebeutelte Volk fügt sich hoffnungsvoll der neuen Ordnung. Nicht das ganze Volk. Teile streben die nächste Revolution an und beginnen wieder mit der mühevollen Destabilisierung.

Von Außen ist es möglich, in diese Prozesse in fremden Nationen einzugreifen durch Geldtransfers, Waffenlieferungen, Anerkennung von Revolutionsgruppen als “neue legitime Volksvertretung” usw. Die Motive für ein Eingreifen sind vielfältig. Selbst wenn die neue Regierung, der man bei ihrer Revolution geholfen hat, im eigenen Sinne handelt, gibt es Anlass, nach 30 Jahren eine neue Revolution zu finanzieren. Ist ein Regime in der dritten Generation angekommen, sind die zahlreichen Enkel und Enkelinnen in den Startlöchern um in bester Vetternwirtschaft wichtige Positionen zu übernehmen, kann das Regime zu eigensinnig und unabhängig werden gegenüber den früheren Gönnern. Was liegt näher, als alle 30 Jahre auf den Reset-Knopf zu drücken?

Währenddessen … im Iran

Eine 20-jährige Frau, seit 4 Jahren an einen cholerischen Mann verheiratet der 10 Jahre älter ist, vertraut sich regelmäßig einer älteren Bekannten an und klagt ihren Kummer. Irgendwann bekommt sie von der Bekannten ein Mobiltelefon mit versteckten Features und geheimen eingespeicherten Nummern. Nur mit einem Code sieht man die besonderen Features, was besonders wichtig ist da der eifersüchtige und paranoide Ehemann regelmäßig seiner Frau hinterherspioniert und SMS-Nachrichten und Gesprächslisten prüft.

Ist sie in Lebensgefahr, muss sie nur eine der geheimen Nummern wählen und die Kontaktperson würde ihr eine Adresse nennen von wo aus sie jemand abholen und in ein Safe-Haus bringt. In den folgenden Wochen fühlt sie sich besser, befreiter, nicht mehr machtlos. Ein bisschen wie eine Agentin. Bald offenbart ihr ihre Bekannte dass es eine geheime Gruppe gibt die eine radikale Verbesserung des Landes will aber nicht offen agieren kann. Sie könnte einen Beitrag leisten indem sie ihr Handy mit dem ihres Mannes und mit dessen Laptop verbindet und Daten überträgt.

Ohne es zu wissen wurde die 20-jährige beeinflussbare Dame vom Mossad rekrutiert um die Systeme einer nuklearen Forschungsanlage zu verseuchen. Erlebt sie die Revolution, gewinnt sie vielleicht diverse Freiheiten, muss dann aber zusehen wie ihr Land zusätzlich überschwemmt wird wird mit Gentech, toxischen Medikamenten oder vielleicht sogar Abtreibungskliniken. Wenn sie 50 ist und 4 Kinder großgezogen hat, wird sie vielleicht die Gegenrevolution erleben und zusehen müssen, wie ihre Töchter entrechtet und verhüllt werden während ihre Söhne Fanatiker werden müssen.

So und so ähnlich geschieht es überall auf der Welt.

Die Karawane zieht weiter

Die Revolutionsintervalle dürfen nich zu kurz gewählt sein, sonst befindet sich ein Land zu häufig in Aufruhr. Die Revolutionsführer und ihre Anhänger müssen über Jahre hinweg ausgebildet und radikalisiert werden. Nur Individuen die kein menschliches Mitgefühl haben, können Anführer und später Staatenlenker werden.

Saddam war einer von ihnen, geboren im ärmsten Hinterland, ungewollt von der Mutter. Im Teenager-Alter dann einer revolutionären Gruppe angeschlossen, dank der CIA später Diktator, dann gestürzt und erhenkt.

In Syrien sind es die Alawiten. Einst noch wurden die Anhänger der quasi-islamischen Sekte von den Osmanen und der sunnitischen Oberschicht Syriens als Sklaven gehalten, später regierten sie Syrien und ließen beispielsweise 1982 den moslemischen Widerstand in Hama mit Panzern niederwalzen mit bis zu 30.000 Toten. Jetzt rüsten die Amerikaner die Feinde der Assads, al-Kaida und andere fanatische Moslems. Sie können darauf wetten dass nach geglückter Revolution sofort die Amerikaner wieder die neu unterdrückten Alawiten kontaktiert, dass von vergangenen Fehlern geschwafelt wird und mann einen neuen Widerstand im Untergrund formiert um in 30 Jahren wieder die Alawiten an die Macht zu bringen.

Das mächtige ottomanische Reich wurde von Verschwörern mit Hilfe der Briten zerstört. Die übrig gebliebene Türkei rüstete man dann wieder zur zweitgrößten NATO-Armee inklusive Gladio-Training. Warum? Um die Türken gegen jemand anderen als Ramme zu benutzen gegen Europa. Mehrere Revolutionen stehen längst in den Startlöchern und können eingesetzt werden um den selbstgefälligen Herrschern den Boden unter den Füßen wegzuziehen.
Viele fanatische Moslems betreiben bewusst Destabilisierung und Unterwanderung in Europa. Sozialkohle fließt in den soften Dschihad. Stellt man ein Drittel der Bevölkerung, könnte man eine gewalttätige Revolution erwägen, stellt man irgendwann mehr als die Hälfte, wird Europa muslimisch und unfrei. Die klassischen Europäer werden zu unterdrückten Minderheiten. Aber bereits jetzt finanzieren die Amerikaner und die Russen hardcore-rechte Revoluzzer die später das Europa-Reich der Moslems in Fetzen reißen sollen.

Die Deutschen in der Weimarer Republik sehnten sich nach einer Revolution. Die internationalen Großbanken gaben der NSDAP das Geld und verleihten ihr die Flügel. Alles nur um für die Internationalisten einen lukrativen Krieg loszutreten und Europa vollends zu kontrollieren. Die Gegenrevolutionen an mehreren Fronten überlastete die Nazis.

Die illegalen mexikanischen Einwanderer in den USA sind oft organisiert in gut finanzierten, rassistischen Organisationen mit dem Ziel, die Südstaaten wie Texas zu erobern. Der weiße Mann sei prinzipiell an allem Schuld, er muss weichen oder sterben. Die unterdrückten, darbenden Illegalen wittern Morgenluft und den nahen Erfolg. Plötzlich geht alles ganz schnell. Die US-Regierungen blockieren den Zustrom praktisch nicht mehr, Illegale können sich mehrfach unter verschiedenen Identitäten für Sozialleistungen anmelden, deportiert wird fast keiner mehr, selbst Kriminelle nicht und nützen würde es auch nichts mehr. Wird es nach einer Revolution und blutigen Kämpfen mit den Gringos das versprochene Utopia gebe? Natürlich nicht. Die Macht der Latinos ist finanziert durch exakt jene weißen WallStreet-Magnaten und Clans die sonst die Latinos immer ausgebeutet haben. Erfüllen die wütenden Latinos ihren Zweck und zerstören die Freiheit in den USA, wird es ihnen erst recht mies ergehen im neuen Faschismus: Keine Rechte, keine Sozialkohle, kein gar nichts. So wie in Mexiko heute eben.

Die Homosexuellen waren in westlichen Gesellschaften immer das Opfer von psychopathischen Regierungen gewesen. Jetzt auf einmal gebären die Psychopathen sich als die Freunde der Homosexuellen und benutzen jene für Einschränkungen der Meinungsfreiheit und für Sozialismus. Den Sozialistischen Führern ist egal was in den Schlafzimmern vor sich geht, sie wollen Sklaven.

Seien sie vorsichtig, welchen Organisationen und Personen sie sich anschließen. Je länger sie inaktiv bleiben und nicht aktiv ihre Umgebung und ihr Land restabilisieren, umso eher landen sie in einer Situation in der sie kaum noch verlässliche Informationen einholen können, was bedeutet dass sie sich später entweder keiner Dissidentenorganisation anschließen aus Angst, einer Regierungsfalle zu erliegen, oder dass sie einer Gruppe beitreten die den Recycling-Kreislauf einfach nur weiter führt. Lernen sie die Psychologie des Menschen, sie kommt vor den Systemen, Religionen und Organisationen. Vebinden sie das Wissen um den Einzelnen mit dem Wissen um die vielen.

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12 comments

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Rasta 29. Mai 2013 at 14:14

Wenn Rassismus keine Rolle spielt, warum machen sich manche hier dann so viele Gedanken um Haar und Hautfarben?

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antifa ist profa 28. Mai 2013 at 12:24

Nur dann sind wir nicht Geschichte;)

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antifa ist profa 28. Mai 2013 at 12:24

Soweit ich verstanden habe ist Libertarismus der Weg aus der Geschichte, die sich immer wiederholt.

Wir brauchen das Ende der Geschichte!

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Dr_Schnackels 27. Mai 2013 at 17:58

Geschichte wiederholt sich, nur die Technologie schreitet voran und damit wird es immer schlimmer was die Todeszahlen angeht!
Die Römer haben die Söhne der besiegten (und häufig verschonten) Herrscher als “Geiseln” nach Rom gebracht um ihnen die Pracht und Macht Roms vor Augen zu führen. Sie wurden römisch erzogen und ausgebildet, um dann später ihr eigenes Volk, als treuer Vasall Roms, ruhig zu halten und zu knechten. Ok… bei einem ging das furchtbar schief und führte zur Vernichtung von drei Legionen… “Varus, gib mir meine Legionen wieder!!!!” 😀

Subversion ist allgegenwärtig. Unsere Gesellschaft ist sowas von Wehruntauglich wenn es krachen sollte. Desweiteren muss man sich fragen, welche Werte soll man heute noch verteidigen?!?!

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Ingo 27. Mai 2013 at 14:27

Wieso 3078?
Wirst du und Alex Jones da etwa geklont, damit ihr weiter arbeiten könnt?
Meinst du erst dann ist die Welt Libertär geworden und die Menschheit hat sich dann erst entwickelt?

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Toxi1965 27. Mai 2013 at 15:44

@Ingo

Nein , im Jahre 3078 haben wir die Computer die das menschliche Gehirn simulieren können dann spielt man die Software- Alex auf und der Drucker wird angeschmissen 🙂

Jetzt dämmert es mir , Bewusstsein ist kein Hardware-problem sonder ein Software-problem …oder so … ironie off 🙂

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Ingo 27. Mai 2013 at 16:00

Sollte es da noch Menschen geben(geschweige denn in 50 Jahren) und sollten wir uns technisch weiterhin so schnell entwickeln(vielleicht auch irgentwann mal moralisch) wirst du einen Alex Benesch wohl mit deinen bloßen Händen (Dead Space sag ich nur) ganz einfach aus dem Nichts “herzaubern” können^^
Ohne Schice, Abrakabuff, schon ist der Alex da 😀

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Ingo 26. Mai 2013 at 17:19

Wann kommt denn endlich dein Buch Alex?

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alex 26. Mai 2013 at 17:37

Im Jahr 3078

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blechtrommler 26. Mai 2013 at 18:02

Wenn das ein eigener Text war – ist da soviel Zeit aber nicht. Stil, freilich, kann man nicht lernen, aber man kann sich Vorbildern annähern, die man selbst gern lesen würde.
Aber auch lexikalisch, und vor allem in der Interpunktion, sind hier einige Schwarten auswetzbar.
Überschriften – HEADlines – sind der Anreiz a priori in einer medial überfüllten Welt. Mit Stäbchenkonstruktionen like this … ? Headhacks – if this exists

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blechtrommler 26. Mai 2013 at 18:05

gern wieder gelöscht, obiges, wenn Dir selbst nicht lieb.

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blechtrommler 26. Mai 2013 at 18:06

weiß gar nicht, seit wann ich wieder unmoderiert durchgeh

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