Alex Benesch

Eine gewöhnliche Schule, Montag morgens. Plötzlich das unverkennbare Geräusch von Gewehrschüssen in anderen Teilen des Gebäudes, gefolgt von entsetzten Schreien. Der Lehrer an der Tafel befiehlt den Kindern, sich in die Ecke des Klassenzimmers zu drängen, wo sie beten und zittern. 20 Minuten später die Entwarnung: Es handelte sich um einen unangekündigten Drill der örtlichen Polizeibehörden zusammen mit einer Agentur für Krisenschaupieler und Desaster-Übungen. Diese Praxis ist der absolute Renner geworden von New York bis nach Los Angeles.

Was die Schüler im Klassenzimmer nicht gesehen haben, war der maskierte Schaupieler in Terroristenkluft mit Waffen samt Platzpatronen, der nach 10 „getöteten“ Schülern und Lehrern von Sondereinsatzkommandos mit blaufarbenen Gummi-Maschinenpistolen „niedergestreckt“ wurde. Beim Laufen durch die Gänge sehen die verschreckten Kinder noch geschminkte Opfer am Boden liegen in Lachen aus roten Maissirup. Beamte schreien Befehle, Einsatzhunde bellen, während man nach weiteren potentiellen Tätern sucht.

Die Krisenschauspieler und Polizisten werden für diese Einsätze bezahlt, die terrorisierten Schüler bezahlen für das Spektakel mit ihrer geistigen Gesundheit. Die Standardbehandlung für Schlafprobleme, Angststörungen und Depressionen besteht aus eben jenen Medikamenten, die bislang noch im Blut von praktisch jedem echten Schulamokläufer nachgewiesen worden sind. Vor 1975, trotz weitaus weniger Waffenverboten als heute, gab es keine multiplen Morde an Schulen.

Auch angekündigte Übungen von ausgebuchten Firmen wie Response Options aus Texas vergrößern nur die Illusion von Sicherheit durch staatliche Einrichtungen und vergrößern die irrige Annahme, dass die winzige statistische Bedrohung, durch solche Amokläufe umzukommen, signifikant sei.

Besonders bizarr wird es, wenn Übungen zeitlich und räumlich mit echten Gewalttaten zusammentreffen. Während in der Sandy Hook Elementary School in Newtown, Connecticut, das psychiatrisierte Kind Adam Lanza auf Kleinkinder schoss, gab es in einer nahe gelegenen Schule einen Desasterdrill. Lt. Paul Vance von der Connecticut State Police, der kürzlich befördert wurde, war nicht nur derjenige der der Presse quasi verboten hatte, mit den Angehörigen der Opfer zu sprechen, sondern hat auch Erfahrung mit Drills über Szenarien mit Amokschützen. Die offizielle Webseite der Regierung des Budnesstaates von Connecticut (ct.gov) listete die Übung:

12/14    9 AM – 4 PM    FEMA L-366 Planning for the Needs of Children in Disasters

Der Drill war nur 14 Meilen entfernt vom Sandy Hook Massaker:

Location: 2800 Main Street, Bridgeport, CT9 AM – 4 PM
Contact: Christopher Ackley
Email: [email protected]
Phone: (203)-696-2640
5 of 40 seats still available
Last day to register: 12/13/2012

Im Folgenden sah man im Internet eine Mischung aus ernstzunehmender Recherche und abenteuerlicher Idiotie. Fotos von Krisenschaupielern wurden verglichen mit Pressefotos und Fernsehaufzeichnungen. Ist es prinzipiell unvorstellbar dass professionelle Darsteller auch vor den Fernsehkameras sprechen, um kontrollierte Statements zu machen die nicht mit den Interessen der Behörden kollidieren? Bei anderen Fällen äußerten sich beispielsweise Eltern von Opfern deutlich gegen weitere Waffenverbote und befürworteten eine wehrhafte Zivilbevölkerung.

Wie üblich schossen aber wieder im Netz Hobbyreporter weit über das Ziel hinaus und diskreditierten die seriöse Berichterstattung über diesen Trend. Mal gab es in Social Media interessante Ansatzpunkte, woanders wurden deutlich unterschiedliche Personen auf diversen Fotos als ein- und dasselbe Individuum angepriesen. Man verwechselte auch den Psychologen Gene Rosen mit einem völlig anderen und unbeteiligten Gene Rosen, der Mitglied der Schauspielergewerkschaft ist. Wieder eine Sensationsmeldung die sich als Ente entpuppte.

Die Sache mit Fotos und Identitäten scheint eine ausufernde Spielwiese geworden zu sein. Der Sohn von Theodore Roosevelt hätte, so diverse Blogbetreiber die wohl zuviel synthetisches Gras geraucht haben, Adolf Hitler während dem 2. Weltkrieg und später dann Walt Disney gespielt, oder der texanische Mediengigant Alex Jones sei in Wirklichkeit der verstorbene Comedian Bill Hicks.

Bei den Anschlägen in Boston stürzten sich Reporter und interessierte Bürger in bisher ungekanntem Umfang auf Pressebilder, Privataufnahmen und Videostandbilder, mit durchmischten Ergebnissen. Ein zunächst als Verdächtiger bezeichneter, letztendlich tot aufgefundener Student wurde mehr oder minder direkt der Social Media-Meute angelastet, ohne Beweise versteht sich.

Dr. Steve Pieczenik, langjähriger Funktionär im US-Außenministerium, äußerte sich in der Alex Jones Show über Krisenschauspieler bei Sandy Hook und den politischen Willen zur Durchsetzung von Waffenverboten:

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