Ein Kommentar von Alex Benesch

Die Europäische Union, das honorige Gemeinschaftsprojekt der CIA, des europäischen Adels, Wirtschaftskartellen und prominenten Nazi-Anwälten wie Walter Hallstein, möchte endlich ihr allsehendes Auge im Himmel haben. Da man keine omnipräsente, allwissende Gottheit ist, muss man etwas nachhelfen, dokumentiert ist dieser Prozess im Arbeitsdokument der EU-Komission zur Erarbeitung einer Strategie für „zivile“ Einsatzgebiete „unbemannter, ferngesteuerter Fluggeräte“, auch bekannt als Drohnen.

Der wachsende Markt neben klassischen Killerdrohnen soll das erbärmliche Wirtschaftswachstum ankurbeln und herbeigesehnte Arbeitsplätze schaffen: Entwickler von Drohnen, Fabrikarbeiter, Piloten, Programmierer, Mechaniker für Wartungsarbeiten, neue Jobs in der Versicherungsbranche und so weiter und so fort.

Was leisten die innovativen Geräte, das den Bürgern, dem vermeintlichen Kunden nutzt? Sie taugen für lange ununterbrochene „Beobachtungsmissionen“ oder für Einsätze nach Atom- oder Chemieunfällen, wenn also Staat und Insider-Industrie wieder einmal krass versagt haben und den Eindruck erwecken müssen, kompetent zu sein. Erinnern sie sich an die wie besoffen fliegenden Drohnen über Fukushima die auch schonmal wo gegenstießen weil ihre Elektronik auf Grund der hohen Strahlung verreckte? Damit ist so ein Atomunfall doch gleich halb so schlimm.

Weiterhin wünscht man sich Drohnen für allerhand nicht näher definiertes „Krisenmanagement“, polizeiliche Aufgaben und Grenzkontrollen. Da auf legalem Wege sowieso schon zuviele Einwanderer in die EU gelangen, fragt man sich vor wem man genau die Grenzen protegieren möchte? Republikflüchtlinge?

Kommerzielle Flüge im Transportwesen sind tatsächlich interessant, etwa für Produktlieferungen am selben Tag. Statt Express-Lieferung von amazon am nächsten Tag für 13€ also Lieferung am selben Tag für 50€? Wer allerdings mit eigenen unangemeldeten Drohnen Beobachtungen durchführt oder diverse Gegenstände in der Gegend herumbewegt, bekommt wohl Besuch von bewaffneten Sturmkommandos und darf sich mit einem Stiefel im Nacken erklären.

Weiterhin begeistert man sich für Beobachtungen von Stromnetz, Gasleitungen und Ölpipelines (was soviel heißt wie Bewachung), „Inspektionen von Infrastruktur“, „Beobachtungen natürlicher Ressourcen“, was übelste Strafen bedeutet wenn Landwirte und Landbesitzer sich nicht an die 30.000 EU-Richtlinien halten, „Land und Tier-Management“ (ditto) sowie Kommunikation und Entertainment. Hacker demonstrierten bereits, wie man mit günstigem Ausgangsmaterial ein Gerät zu einer Catcher-Drohne umfunktioniert, welche alle möglichen Funksignale abgreift.

Die USA und Israel dominieren bislang den Markt, die Europäer wollen aufholen. Auf dem zivilen EU-Markt gibt es jedoch noch Hürden, die selbstverständlich der Empfehlung zufolge schnellstmöglich beseitigt werden sollen. Mit dem „Single European Sky“, dem einheitlichen Luftraum, verlieren Nationalstaaten den letzten Rest an Kontrolle.

Dem UAS (=Drohnen) Panel Process gehört eine Menge verschiedener Gruppen an, von denen die Steuerzahler meist überhaupt keine Ahnung haben: Eurocontrol, die European Civil Aviation Conference, European Safety Agency, diverse Wissenschaftler mit Geld vom Staat und der Insider-Industrie, ICAO, JARUS, die Innenministerien, European Defense Agency, Verteidigungsministerien, die European Space Agency, „internationale Militärorganisationen“, NGOs mit den üblichen zwielichtigen Zuschüssen, sowie Vertreter der Industrie.

Bislang haben die Drohnen zu 95 % militärische Einsatzzwecke, Schätzungen zufolge sollen 35.000 Drohnen weltweit produziert werden in den nächsten 10 Jahren. Die Deadline vom 15. September 2015 möchte man für die sichere Integration von Drohnen in den Luftraum einhalten.

Von großen Drohnen über 150 Kg Eigengewicht befinden sich bereits 69 verschiedene Modelle in der Entwicklung innerhalb der EU oder sind im Einsatz. Von 335 leichten Modellen in der EU sind 115 marktreif, nur 25 im Einsatz. Lediglich 10 EU-Mitgliedsstaaten haben Regeln für Drohnenoperationen veröffentlicht.

Besonders die trockenen Anmerkungen über die sogenannte „Mutualisation“ von Drohnenkapazitäten lösen beim Leser stumme Schreie aus, der Einsatz militärischer Geräte für zivile Regierungs-Einsatzgebiete, wie das breit definierte Krisenmanagement. Nochmal: Der Einsatz militärischer Geräte für zivile Regierungs-Einsatzgebiete. Stellen sie sich Erich Honecker vor, der sich in eine Art Skynet aus den Terminator-Filmen verwandelt hat.

Der UAS Panel Process im September und Oktober 2011 behandelte die Integration der Drohnen in die Luftverkehrssysteme, sodass möglichst keine pe Kollisionen in der Luft stattfinden oder unauthorisierte Terroristen ihre eigenen Vehikel mit einer Phone Bomb kombinieren.

Von Eurocontrol fordert man eine zivil-militärische Koordination des Luftverkehrssystems, darüberhinaus Hilfe von der European Defence Agency. Wieder geht es um „potentielle Einsätze militärischer Technik für zivile Einsatzgebiete“. EU-Recht erlaubt in Notständen die Tötung von Menschen im Zuge der Aufstandsbekämpfung. Eigene exklusive Frequenzbänder werden bereitgestellt für Navigation und zur Übertragung großer Datenmengen, beispielsweise hochauflösende Videoaufnahmen oder Forward Looking Infrared (FLIR).

Drohnen kamen bislang weltweit erfolgreich zum Einsatz in meist trockenen Ländern mit schwach gebildeten, armen und unterdrückte Bevölkerungen. Probleme gibt es bei Regen, Nebel und Schnee. Weltweit existieren parallel Entwicklungen zur Tarnung vor den Augen im Himmel, wie verhältnismäßig günstige Kleidung mit Metallfasern die die Infrarotsignatur des Körpers fast komplett eliminieren. Drohnensignale lassen sich fälschen (spoofen), mobile Lasergeräte mit vergleichweise wenig Power grillen die fliegenden Drohnen und es wird sich zwangsläufig ein Markt etablieren für Anti-Drohnen-Drohnen.

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