Sicherheit

Wieviel Establishment-Ideologie steckt in der Hackerszene?

Foto: Jake Davis, LulzSec nach seiner Verhaftung

Von Alexander Benesch

Von der fantastischen Selbstdarstellung ist objektiv betrachtet nicht mehr viel übrig; Wikileaks half der US-Propaganda und war zu blöd es zu merken, Anonymous lieferte die Steilvorlage für grauenvolle Internetgesetze und Cyber-Warfare, bekämpft außerdem Regime die auf der US-Abschussliste stehen.

Der Geschichtswissenschaft steht nun “dank” Assanges Gurkentruppe das irreführende und bereinigte Regierungs-Quellmaterial zur Verfügung um zum Beispiel für alle Ewigkeit zu beteuern, es hätte im Irakkrieg kaum 100.000 Tote gegeben und die meisten davon seien noch Irakis zuzuschreiben. Die Mainstream-Linken freuen sich darüber, “den Westen” wieder einen vermeintlichen Schlag versetzt zu haben, die Mainstream-Rechtskonservativen freuen sich über die verlogene Verharmlosung des Kriegs. Wikileaks sind keine BlackHats oder WhiteHats, sondern AssHats!

Auch dass 25% der ernstzunehmenden Hacker in den USA für diverse Behörden spitzeln, wird auf großen Hackerkonferenzen eingestanden. In der nie offiziell veröffentlichten Doku Hackers Wanted heißt es, die US-Regierung bekäme alle Top-Hacker für weniger Geld als ein modernes Kampfflufgzeug kostet.

Ausschnitte (deutsch) Hackers Wanted:

Um noch eins draufzusetzen: Die Hacker- und IT-Szene hat ausgerechnet noch starke esoterische und kommunistische Wurzeln.

Ende der 1950er Jahre nahmen Mathematiker, Ingenieure und andere Wissenschaftler der Universität Stanford bereits fleißig LSD, der Erfinder der Computermaus machte das Gleiche, und Steve Jobs zählte LSD zu den “drei wichtigsten Erfahrungen seines Lebens”. Ob ihm die chinesischen Foxconn-Sklaven und das iPhone stoned beim Pink Floyd-Abspacken erschienen ist, ist zu bezweifeln. Stattdessen fiel er auf die damals schon alten Illuminati-Irrgärten der Theosophen rein. Sorry falls ich hier ihre Illusionen zerstöre: Die eiskalten Millionärs-Konzernchefs und Manager der Fortune 500-Unternehmen standen und stehen auf DMT, LSD und Verblendung, ich meine natürlich “Erleuchtung”.

An Stanford fanden sie “Typen in bunten Hemden mit langen Bärten und Haaren” auf dem Teppich liegend beim Kiffen. Studenten des prestigeträchtigen MIT nutzten das frühe Internet wie die Stanford-Potheads um Dope zu dealen.

Wau Holland, der Gründer des Chaos Computer Clubs in Deutschland, hielt die erste Sitzung am vermachten ehemaligen Tisch der kommunistischen Kommune 1. Die sog. Hackerbibel erschien im Verlag Grüne Kraft, dem auf Psychedelika spezialisierten Kleinverlag des ehemaligen LSD-Dealers Werner Pieper.

Hacker-Rockstar Jacob Applebaum lässt sich Baphomet auftätowieren und kassiert Pentagon-Kohle, um naive Internetuser mit dem TOR-Anonymisierungsnetzwerk zu foppen. Die Hacker-Zirkel würden ihn an “okkulte Gruppierungen um die Jahrhundertwende erinnern”.

Das deutsche Urgestein Karl Koch ließ sich zur sowjetischen Botschaft in Ostberlin gurken, um sich dem KGB anzubieten; natürlich nahm er so viele Drogen bis er in Paranoia-Lan angekommen war.

Kriegen wir bitte bitte mehr libertäre drogenfreie Hacker, deren politische Bildung nicht von Marx, Michael Moore und Noam Chomsky stammt?

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6 comments

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[email protected] 12. Dezember 2012 at 13:31

He Alex du Schwachmat, wann kapierst du endlich, dass das was du über uns schreibst nichts stimmt???????? NOCHMAL, OHNE UNS HÄTTET IHR SCHON GAR KEINE MÖGLICHKEIT MEHR EURE MEINUNG KUNDZUTUN. Also halt mal deine Fresse und schreib nicht mehr über Anonymous, solange du keine Ahnung hast und alles von Wikipedia abschreibst.

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Freigeist 13. Dezember 2012 at 23:48

Warum schreibst du “uns”? Bezeichnest du dich selbst als Teil von “Anomynous” ?

Wenn ja, woher willst du die Motivation der anderen Mitglieder kennen? Offenbar ist schon jeder ein Mitglied der sich eine Guy Fawkes Maske aufsetzen kann.

Ich seh immernur Videos wo Typen mit Maske Konzernen und der Regierung drohen, aber kein einziges nützliches Video über die jurstischen Möglichkeiten zivilen Ungehorsams oder wie man Schwusswaffen zerlegt und Anwendet.

Bisher liefert die Hackerszene nur Munition für neue Gesetze im Internet weil sie solche Dinge macht wie Sony angreifen und die Webseiten von Bundesbehörden lahmlegt, was absolut 0 Effekt hat und nichts für mehr Meinungsfreiheit tut.

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Sleeper 11. Dezember 2012 at 9:26

Vielleicht mal etwas genauer mit der Materie befassen. Der Artikel liest sich ziemlich hingeklatscht. Was hat es mit TOR aufsich, genauere Infos zu den Parties, auf was beruht das alles. Und kommt jetzt nicht mit selbst recherchieren. Dazu hat man schlicht keine Zeit, außerdem stellt Alex die Behauptungen in den Raum, also Beweise bitte, danke.

mfg

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ein mensch 11. Dezember 2012 at 10:28

@sleeper
“Und kommt jetzt nicht mit selbst recherchieren. Dazu hat man schlicht keine Zeit, ”

dann trotzdem die zeit die noch übrig bleibt zum recherchieren nutzen ;-)…geht mir genau so…200 std sklavenjob, 6 tage schackern, 1 tag große pause (24 std)…hier übrigens etwas zu tor http://cryptome.org/0003/tor-spy.htm cryptome is da wesentlich essentieller als z.b. “mickyleaks” 😉

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Freigeist 13. Dezember 2012 at 23:50

Das TOR Netzwerk ist eine DARPA Kreation.
Die Defense Advanced Research Projects Agency ist die Forschungsabteilung des Pentagon.

Follow the yellow big road, follow the yellow big road.

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benjamin 10. Dezember 2012 at 21:48

soso, hacker rekrutieren…

aus der reihe “bereite die lösung vor und sorge dann für das problem” -,-

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