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Hollywoods Bildermagie und die dunkle Heilslehre

von Alexander Benesch

18 von 20 der kommerziell erfolgreichsten Filme sind dem Fantasy-Genre mit seinen diversen Unterkategorien zuzuordnen. Reality bites. Fantasy rules supreme. Der ägyptischen erfundenen Gottheit Thot, die bei den Griechen als Hermes Trismegistos verehrt wurde, wird die Weisheit nachgesagt, man könne die sichtbare Welt durch Bilder umformen. Die Okkultisten, Esoteriker, Freimaurer und andere aus den “erleuchteten” Strömungen sind nicht nur Fanatiker wenn es um externe Bilder, Symbole und deren angebliche konkrete Zauberkraft geht, sondern auch im Hinblick auf die vielbeschworene interne Macht der Gedanken.

Méliès und der Teufel

Georges Méliès (1861 – 1938) war ein französischer Illusionist, Theaterbesitzer, Filmpionier und Filmregisseur. Er zählt zu den Pionieren der Filmgeschichte und gilt als Erfinder des „narrativen Films“ und des Fantasy-Films. Ihm wurde erst kürzlich von Starregisseur Martin Scorsese gehuldigt in der 3D-Großproduktion Hugo Cabret.

Méliès

Um sich auf die Arbeit in der väterlichen Manufaktur vorzubereiten und seine Englischkenntnisse zu verbessern, wurde Méliès 1884 für ein Jahr von seinen Eltern nach London geschickt, wo er für einen Geschäftsfreund seines Vaters arbeitete. Da seine Sprachkenntnisse noch nicht genügten, Vorstellungen im Sprechtheater zu verstehen, besuchte er hier regelmäßig die magischen Vorstellungen in der Egyptian Hall von John Nevil Maskelyne und entwickelte eine große Leidenschaft für die Zauberkunst.

Foto: Egyptian Hall

Seine Filme zeigte er nicht nur im Théâtre Robert-Houdin, sondern vertrieb sie ebenfalls an Jahrmarktskünstler, die sie zusammen mit anderen Attraktionen vorführten. Ende 1896 begann er mit dem Bau eines Filmstudios – neben Edisons Black Maria eines der ersten der Welt – auf dem Grundstück seiner Familie in Montreuil und eröffnete es Anfang 1897. Hier entstanden von nun ab fast alle seiner Filme.

Neben Komödien und experimentellen Fantasy-Streifen mit Sets, Kostümen und sogar optischen Kameraeffekten, spielte er selbst den Teufel in illustren Werken wie “Teufelsmagie – George Melies”, “Der Abgesandte des Satans”, “Laboratorium des Teufels”, “Satanische Möbel”, “Gehilfen des Satans”, “Umzug der Geister” und “Die Gottheiten der Hölle”. Niemand sonst war solch ein Pionier und transformierte ein Publikum, das noch Romane las oder düstere Märchen konsumierte die auf vorchristlichen Mythen basierten.

Das Wie und nicht das Was

Das Publikum ist in der Regel zufrieden wenn der Kampf “Gut gegen Böse” nach dem vorgestanzten Muster abläuft und die Charaktere eindeutig verteilte Rollen spielen. Selbst christlich-konservative Eltern haben meist keine Probleme mit den Filmen ihrer Kinder, solange Gut gegen Böse kämpft und solange die schwarzmagischen Lehren gut genug getarnt sind. Wer kämpft ist egal, für was ist auch beliebig. Interessanter aber ist die Frage: Wie und wodurch siegt das “Gute”?

Abgesehen auf wenige Ausnahmen und Abwandlungen bekommen wir für teuer Geld immer das gleiche abgestandene Produkt verkauft: Protagonist lebt in Unterdrückung oder zumindest weit unter seinen Ansprüchen, sehnt sich nach Abenteuer und persönlicher Bedeutung. Er stößt an menschliche Grenzen, er kann nicht alles was er will und hat keinen passenden Mentor greifbar. An dieser Stelle findet eine Begegnung mit einer übersinnlichen Welt statt. Die Vermittler sind Fabelwesen wie Zauberer oder Zwerge. Sie sind die erleuchteten Lehrmeister und zeigen dem späteren Helden, wie er mit einer Zauberlehre seinen Zielen näher kommt. Erst die völlige Unterwerfung unter die Zauberkraft und Mythologie bringt am Ende den Sieg über den Feind. Der Weg vom Lehrling über den Gesellengrad hin zum Meister wird erfolgreich beschritten.

Harry Potter und der altbackene Plot

Harry darbt nach dem Tod seiner Eltern unter der rigiden Herrschaft der Mittelschicht-Spießerfamilie seiner Tante, die ihm seine “Abnormalität” austreiben will. In JK Rowlings linksesoterischer Weltsicht sind bürgerliche Mittelschichtfamilien Dreck, es sei denn sie sind Magier aus der okkulten Parallelwelt. Harry fehlt es nicht nur an Eltern sondern auch an anderweitigen kompetenten Lehrmeistern.

Ein fettes und haariges Fabelwesen (Der Riese Hagrid) erlöst Harry aus seiner drögen Realität, eröffnet ihm dass er ein Zauberer sei und begleitet ihn in die magische Parallelwelt. Der bebrillte Waise ist der von einem Orakel prophezeite Messias und geht am Ende des ersten Teils der siebenteiligen Reihe auf eine Selbstmordmission, aus der er dank des “Liebes-Zaubers” von seiner toten Mutter doch noch siegreich hervorgeht.

In Buch 5 startet er eine eigene Guerillatruppe in der Schule des homosexuellen Merlin-Verschnitts Dumbledore, weil er dessen Orden des Phoenix noch nicht beitreten darf. In Buch 6 verschwindet das Kampftraining aber urplötzlich unzeremoniell wieder aus dem Plot, weil der Protagonist aus der Sichtweise der Autorin auf diese gewöhnliche, banale Weise nicht gewinnen darf.

Gewöhnliche Esoteriker haben diese Form des imaginierten Kampfes gegen das Böse völlig verinnerlicht, bereits normale menschliche Emotionen wie Wut werden verdrängt. Man findet sie selten in Schützenvereinen oder in der Muckibude sondern eher beim meditieren. Sie visualisieren zum Beispiel beim Autofahren, dass aus ihrem Bauch ein Liebes-Strahl (wie bei den Glücksbärchis!) emittiert wird und man mit diesem wie ein Scheinwerfer entgegenkommende Fahrer beglücken und positiv energetisieren kann.

Im letzten Band läuft Harry geradewegs auf seinen Erzfeind zu um sich von diesem dann konsequent umbringen zu lassen. Harry ist überzeugt (wegen an den Haaren herbeigezogenen esoterischen Sub-Plots), dass dies das Richtige sei. Er landet in Limbo, erlebt dann eine Auferstehung von den Toten und besiegt seinen Erzfeind.

The Matrix-Rip-off

Der Hacker Neo darbt tagsüber in seinem langweiligen Job bei einer Softwarefirma und sucht nachts sehnsüchtig nach der geheimnisvollen Kraft hinter den Dingen die ihn aus seiner Routine erlöst. Er wird zwar nicht explizit als ein Waise präsentiert, man sieht aber nirgends seine Eltern. Im Mindesten sieht er in ihnen keine kompetenten Lehrmeister, eine situation mit der sich das Publikum identifizieren kann.

Personen mit scheinbar magischen Kräften rekrutieren ihn über ein Fabelwesen (der weiße Hase) prompt für ihre Guerilla-Truppe. Er muss eine ihm unbekannte Droge nehmen (in Form einer roten Pille) um seine Entschlossenheit zu demonstrieren, verfällt in Halluzinationen und landet in einer Parallelwelt die ihm als “Realität” verkauft wird.

Ihm werden Superkräfte beigebracht und die religiöse Ideologie obendrauf, er ist nämlich von einem Orakel als zurückkehrender Messias prophezeit worden der tatsächliche Wunder vollbringen werde. Erst als er den Wahn vollständig glaubt und bereitwillig eine Selbstmordmission anführt (Die Rettung von Morpheus), gelingen ihm Wunder. Er wird mit einer Desert Eagle erschossen, erlebt seine Wiederauferstehung von den Toten (Liebeszauber meets Prophezeiung) und triumphiert.

Der erste Teil von Matrix weist enorme ähhh…. Ähnlichkeiten mit Grant Morrisons Comic auf, ein bekennender Okkultist und ebenso starker Konsument von Rauschdrogen wie Aleister Crowley.

Ja, der Löffel existiert! Und er ist so steif wie Keanu Reeves!

Star Wars

Der Waise Luke Skywalker darbt als Farmgehilfe dahin auf einem langweiligen Planeten und sehnt sich nach Abenteuern, fremden Welten und weisen Lehrmeistern. Er wird rekrutiert von einem stark religiösen Kriegerguru mit magischen Kräften und einem geheimnisvollen Gnomwesen für einen Guerilla-Krieg. Farmboy wurde natürlich als Messias prophezeit der das Universum retten wird.

Er lernt die Zauberkräfte und erst als er sich der Lehre voll und ganz hingibt, geht er aus einer Selbstmordmission als Sieger hervor und landet den entscheidenden Treffer gegen den Todesstern. Ohne konstanten Kontakt mit den Toten und Geisterwesen geht natürlich gar nichts. George Lucas erklärte:

Ich merke dass man im Film seine Botschaft auf Umwegen an den Mann bringen muss. Es genügt nicht, die Dinge beim Namen zu nennen, das zieht nicht, es sei denn man hat Glück. Wenn man aber von der Seite kommt, ist die Wirkung viel größer, weil der Zuschauer sich nicht angegriffen fühlt.

Die Tempelritter spintisierten noch über einen Mittelsmann zu Luzifer namens Jota oder Yota, ein kleines Wesen mit spitzen Ohren dass auch dein ultimativer Lehrmeister werden kann wenn du nur genügend psychoaktive Pflanzen rauchst und isst.

Jedi ist anscheinend von Djedi abgekupfert, der Name des Magier den Pharaoh Khufu/Cheops konsultierte für den Bau der großen Pyramide von Gizeh. Die Djedis waren die Eingeweihten des Osiris-Kultes.

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Der ehemalige US-Marine Jake Sully darbt dahin als gelähmter Rollstuhlfahrer ohne Mission, ohne Lehrmeister. Sein Geist wird in einen künstlich geschaffenen Außerirdischen (Fabelwesen) transferiert, der die einheimische Rasse infiltrieren soll.

Die verschwurbelte Parallelwelt wird ihm sympathischer als die Realität und er lässt sich rekrutieren vom Alien-Stamm für einen Guerillakrieg. Je mehr er auf das esoterische Gaia-Erdreligionsgedöns einsteigt, umso mehr glaubt er der prophezeite Auserwählte und Messias zu sein. Erst als er sich voll und ganz der neuen Lebensweise und Denkweise hingibt, besiegt er seine Feinde.

Pantheismus und Animismus

Das altbekannte okkulte Weltbild besagt, dass alles eins ist und jeder mit jedem in Beziehung steht. Es ist eine Ableitung aus dem primitiven und vorwissenschaftlichen Animismus, der Vorstellung dass alles, auch ein Stein, beseelt sei. Der Pantheismus besagt, alles und jeder sei Gott.

Sie, werter Leser, werden aller Wahrscheinlichkeit nach unter irgendeinem Maß an Unterdrückung darben und sich Abenteuer, fremde Welten und mehr Bedeutung für sich wünschen. Filme, TV, Videogames und Romane sind oft für uns der einzige Weg, solche Abenteuer zu erleben, sie sind eine Parallelwelt in der wir lieber leben würden als in der Realität. Es gehört zum menschlichen Wesen dazu, ab und zu in die Fantasie hineinzutauchen.

Wenn sie allerdings von einer gefährlichen (Polit-)Sekte für einen Guerillakrieg rekrutiert werden und man ihnen verspricht, sich Zauberkräfte nutzbar machen zu können und die totale Unterwerfung gefordert wird und man sie auf eine Selbstmordmission schicken will, laufen sie besser schnell und weit.

Der Artikel enthält ein Zitat aus der wikipedia unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“

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29 comments

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szymski 24. Oktober 2012 at 20:35

Mein Gott, was für ein relevanter Artikel!!! Weltbewegend!!!
Der Allmächtige brachte mir endlich den Champion, der alle durchschaut hat, den Monarchen und Propheten unter den Truthern!!!

GHOOOOTT!!!

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Thor 21. Oktober 2012 at 18:38

Was bist am “Animismus” nur vorwissensschaftlich? Warum sollen Dinge nicht beseelt sein können? Es gibt eingige Hinweise die dafür sprechen. Diese Phantasie ist eine Fluchtmöglichkeit aus einer allzu kalten wissenschaftlichen Welt.
Ist es occult überhaupt an die Exixtenz von Seele zu glauben?
Und ja, es kann oft sinnvoll sei siene Emotionen kontrollieren zu können, wer dies gar nicht kann dürfte kaum durchs Leben kommen.
Star Wars inbesondere hat viele interessante Elemente aus den Zen-Buddismus.
Mal ganz davon abgesehen ist es für Völker die Helden haben die zu Selbstmordaktionen bereit sind viel besser im Krieg. Nur mit Feiglingen hat man schon verloren oder muss amerikaischer Drohnenkrieger sein!

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new_world_disorder 21. Oktober 2012 at 7:25

Solange das gute gegen das Böse in unserem Herzen siegt, ist es doch scheissegal was in der Realität der Fall ist, in 1 1/2 Stunden hab ich einen Flash bekommen der sonst nur nach einer Ewigkeit zu erreichen wäre, um sich von unserer Unterdrückung zu befreien, oder von Anfang an zum scheitern verurteilt ist weil man garnicht weiss wo man den Hebel seines Widerstandes ansetzen könnte, neben den ganzen anderen Problemen die so eine “Selbstmordaktion” mit sich ziehen würde.

Von hier an, lebt euren Traum den Rest verpennts du sowieso.

Zum Glücksbärchistrahl xD Schenke ein Lächenl und die bekommst eins zurück, hast du keines wirst du auch keines sehen!

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blechtrommler 20. Oktober 2012 at 16:50

Die Erzählkunst hat ja wohl nicht erst Hollywood erfunden, und auch nicht die Imagination. Die Inhalte triefen natürlich von deren Ideologie… Aber ein gesunder Mensch gebe gar nicht so viel Aufmerksamkeit in diesen Mist? Je schneller Kino anders aussieht als die Realität, werden die Zuschauer wohl wach…

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Tony Ledo 20. Oktober 2012 at 14:50

Wenn Fantasy-Filme und schlechter SF einen Zweck verfolgen sollten, dann doch nur den die Menschen infantiler zu machen als sie ohnehin in der Masse schin sind. Warum? – Letztens hat Google-Chef Eric Schmidt die von Google angepeilte “augmented reality” vorgestellt. Zu lesen war das u. a.in “Zeit-Online”

http://www.zeit.de/digital/internet/2012-10/augmented-reality-der-neue-digitale-graben

Zitat: “”Augmented reality” wird zum Standard. Wer das nicht will, dem bleibt nur eine “reduced reality”.”

Das soll heißen, dass man mit unsichtbaren Computereinheiten,die irgendwo verborgen zentralisiert in einer KI-artigen Steuerungsanlage zusammenlaufen, sprechen kann. Die Elektronik reagiert auf alle Lebensäußerung der Benutzer – Schweiß, Augenbewegungen, Pupillengrößen, usw. und leitet daraus die jeweiligen Stimmungslagen ab, um mit speziell abgestimmten Programmen antworten zu können. Das soll man natürlich wollen wolllen. Um den Markt vorzubereiten benötigt man infantile Menschen, die die “Magie”, von der sie schon irgendwo wissen, dass, falls man sie wirklich haben wollte, auch hart dafür bezahlen müßte, willig mit den Möglichkeiten der Elektronik ersetzen. Das ist ja nicht der einzige Ersatz für Dinge, die man allein durch echte Anstrengungen erlangen kann. Die moderne Zivilisation ist in ihren wesentlichen Bestandteilen eine Geschichte des Ersatzes.

Ein unkritischer Fantasy- und SF-Fan, der die betreffenden Blockbuster als kultische Momente und Ikonen eines “Lifestyles” empfindet, wird bestimmt auch offen gegenüber der technisch liferbaren “augmented reality” sein und vollkommen ignorieren, dass erdurch sie 100% kontrollierbar wäre, 100% durchsichtig, 100% unbrauchbar …..

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DDevil 20. Oktober 2012 at 10:11

also der John hat sicherlich recht nur muss man nicht um Kunst zu praktizieren (Musik, Bilder, Bücher Filme usw.)
in eine “eigene Welt” einsteiegen?

Mal abgesehen von Bildungs Litheratur, Filme (Dokus) ö.ä.

Und muss man nicht, wenn man die dinge verstehen möchte selber ein stück mit in diese “Welt” (wir nennen es Phantasie) einsteigen?
Es ist doch wie bei allem zu viel ist nicht gut aber in mahßen ganz bekömmlich.

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Liane 19. Oktober 2012 at 20:29

Jesus müffelte stark nach Schweiß und Schweinekot 🙂

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John 19. Oktober 2012 at 20:11

Den Artikel finde ich gelungen.
Eine Interpretationsmöglichkeit ist: die Menschheit wird so konditioniert, dass sie
a) geistig gerne von der Realität abdriftet, sich weniger mit den eigenen realen Sorgen und Problemen befasst, zum Zweck der allgemeinen Unterdrückung, des “Unten-haltens”,
und/oder
b) gleichzeitig permanent bereit gehalten wird für ein großes Ereignis, bei dem die bedingungslose Unterwerfung der Menschen zu einem Zweck oder Scheinzweck gebraucht wird.
Dies schreibe ich alles im Passiv, denn über die Identität des Subjektes in meinen Sätzen lässt sich spekulieren. Wer könnte das sein?
Diese möglichen Grundprinzipien lassen sich aber auch psychologisch auf ein urtümliches menschliches Phänomen reduzieren: In der Frühgeschichte des Menschen und seit jeher geht es im Leben (und ganz besonders Überleben) eines jeden immer darum, etwas zu lernen. Man hat automatisch Lehrer, denn als Heranwachsender und auch als Erwachsener braucht man fast immer jemanden, der einem etwas zeigt. Zumindest eine leichte Selbstüberschätzung hat auch jeder schon einmal erlebt und im Zuge dieser die Idee oder den Traum von einer zu lernenden Fähigkeit gehabt, die sich wenigstens von den Fähigkeiten anderer (Konkurrenten) abhebt, wenn nicht sogar dazu verhilft, alle seine Gegner auf einmal zu besiegen. Das kann eine uralte psychologische Struktur sein, die sich im Überlebensinstinkt begründet.
Mag sein, dass einfach aus diesem natürlichen Grunde Menschen eben solche Geschichten erfinden, weil es ein immerwährendes Thema des menschlichen Leben ist.

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John 19. Oktober 2012 at 20:35

Der obige Teil meines Kommentars beschreibt die mögliche Interpretation basierend auf Alex’ Artikel.
Dadrunter meine ich mit “Diese möglichen Grundprinzipien lassen sich aber auch…” die Grundprinzipien, welche Alex in Bezug auf die Handlung der Filme herausstellt.
Dass der Protagonist, einen besonderen Lehrer bekommt, mit dessen Fähigkeiten er alle seine Gegner auf einmal besiegt ist möglicherweise das Grundprinzip in diesen Handlungen, weil eben solch ein Geschehen “ein immerwährendes Thema des menschlichen Leben ist.”

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John 19. Oktober 2012 at 20:58

Der obige Teil meines Kommentars beschreibt die mögliche Interpretation basierend auf Alex’ Artikel.
Dadrunter meine ich mit “Diese möglichen Grundprinzipien…” die Grundprinzipien, welche Alex in Bezug auf den Verlauf der Handlung der Filme herausgestellt hat.
Dass der Protagonist, einen besonderen Lehrer bekommt, mit dessen Fähigkeiten er alle seine Gegner auf einmal besiegt, ist möglicherweise deshalb das Grundprinzip in diesen Handlungen, weil eben solch ein Geschehen oder ein Träumen davon “ein immerwährendes Thema des menschlichen Lebens ist.”

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WakeUp 19. Oktober 2012 at 18:02

@Caligula:

Jesus ist nicht auf die Erde gekommen um eine Religion zu gründen, sondern um uns von der Knechtschaft der Sünde zu erlösen. Er ist der fleischgewordene Gott, unser aller Schöpfer.

Und ja, die jenseitige Welt existiert. Allerdings sind es gefallene Engel (Dämonen) mit denen man durch okkulte Methoden in Kontakt tritt.

Der einzige Weg zu Gott ist Jesus Christus, alles andere sind Täuschungen und Lügen Satans, die ins Verderben führen.

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benjamin 19. Oktober 2012 at 22:02

wer “uns” von der sünde befreien will, der befreit die menschheit von sich selbst -> endzeitsekte

soll natürlich jeder für sich “ausprobieren”, aber ich habe keinen bock drauf und deshalb lehne ich größere organisationen ab und die amtskirche gehört dazu.
wärst du eine einzelperson und die bibel dein privates poesiealbum würde ich nichts dazu sagen (und mir meinen teil dazu denken)

aber das christentum ist genau so teil des “systems” wie alle anderen ideologien und deshalb für mich nicht der “erlöser”

alles was ich am christentum noch an positivem mitgenommen habe sind die positiven elemente die allerdings eher nostalgie sind, wäre ich inder würde ich statt beim nikolaus halt bei… elephanten dieses awww-gefühl bekommen..

kurz: jesus ist NICHT mein erlöser.

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KPAX 19. Oktober 2012 at 17:46

Es mag ja sein,daß da was dran ist,ich denke schon,aber wir sind nun mal im Hier und Jetzt und das hat seinen Grund.

Esoteriker greifen meiner Meinung nach vor und meinen es wäre Lebensinn jetzt schon diese Ebene zu überwinden zu müssen.
Wir,denke ich,müssen mit diesen gegenwärtigen Gegebenheiten klar kommen und möglichst sauber und anständig hier unsere Zeit fristen mit unseren humanitären Werkzeugen und Ideen.

Wenn ich mich tatsächlich mal selbst entschieden haben sollte in diese Ebene ein/abzusteigen,dann doch wohl nicht um mich mühsamst daran erinnern zu müssen wo ich herkomme was mein höheres Selbst ist,nein,wahrscheinlich soll ich vergessen,denn früher oder später kehre ich doch wieder zurück zum höheren Sein,also was soll der Terz ?

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Caligula 19. Oktober 2012 at 17:23

Man sollte vielleicht betrachten, das Crowley und andere Okkultisten, ausgehend vom Leben der großen Religionsgründer wie Jesus, Mohammed und Buddah, reproduzierbare Methoden entwickelt haben, mit denen jeder, auch ohne Drogen, mit der ‘Jenseitigen ‘Welt in Kontakt gelangen kann. Jeder dieser Religionsgründer hatte eine Zeit des Exils in seinem Lebenslauf.

Crowley hat es in Buch 4 mit Yoga getan, einige Buddhistische Schulen betreiben Dunkelretreat, dass sind alles Techniken für die man keinen Guru und keine Sekte braucht, die man sogar zuhause erproben kann.

Gut, man kann diese Erfahrungen als Hallus und Träume ab tun, aber das erklärt nicht, wie Menschen die sich von solchen Trugbildern leiten lassen erfolgreich im Leben sein können.

Eine Halluzination kann nicht klüger sein, als derjenige der sie hat. Sie kann einem keine wissenschaftliche Erkenntnis vermitteln (wie bei Jack Parsons) oder einen zu Entdeckungen führen.

Ich kann natürlich jeden verstehen, der das für Schwachsinn hält, man muss es selbst erfahren, um es zu glauben.

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Liane 19. Oktober 2012 at 20:18

Ich finde es zwar eigenartig, dass du gerade Crowley als Beispiel für drogenfreie Praktiken heranziehst, mit welchen man latente Potentiale seiner Psyche nutzen/aktivieren kann in Hinblick zur Selbstentwicklung bzw. zum Streben nach dem “höheren Selbst”, aber gut.^^

Ja, jeder kann es natürlich handhaben wie er lustig ist. Die allermeisten Menschen kommen halt auf die Welt und verbleiben für den Rest ihres Lebens in einem Zustand wie ein Baby, dass bei der Geburt einen Klapps auf den Hintern bekommt und anfängt zu schreien. Und für die meisten war es das. Sie leben vollkommen in einem stimuli-reactio physischen Universum, inwelchem ihre gesamte Existenz beschränkt bleibt auf die Eindrücke die sie durch ihre 5 Sinne bekommen – und das ist ihr Limit. Ein simpler Fall von Ursache und Wirkung oder Aktion und Reaktion, mehr nicht. Sie kümmern sich darum auch nicht darüber hinaus zu gehen, weil einige schlicht glücklich damit sind, vor sich hin
metabolisierende Tiere zu sein. Andere weil sie angst davor haben oder weil sie an ihre konventionelle Religion oder auch an materialistische Slangs gebunden sind. “Da ist nichts anderes” oder “du darfst es nicht wagen”. Sowas in der Art….

Nehmen wir “magische” Rituale (nichts mit zaubern oder Drogen). Man kann den Leuten Sex erklären, oder was Balance ist wenn man auf einem Fahrrad fährt. Solange sie selbst sowas nicht mal ausprobiert haben, wissen sie nicht wovon sie reden, weil die ERFAHRUNG und somit die WIRKUNG fehlt. Erst wenn man selbst mal Fahrrad fährt, kommt das Verständnis WAS Balance ist und WORUM es da geht. Erst dann wird und ist es in der Psyche integriert. DANN kommt der “Aha-Effekt”.

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Valthiel 19. Oktober 2012 at 13:14

Interessanter Artikel, aber ich kann mir trotzdem nicht so recht vorstellen, dass da wirklich mehr dahinterstecken soll als gute Verkaufszahlen. Es ist doch völlig normal das Menschen sehen wollen wie das „Gute“ siegt. Ich selber mag ja Fantasy und Superheldenfilme gar nicht so, ich finds auch nicht unterhaltsam, das Prinzip „Held gewinnt immer“ ist zu 100 % vorhersehbar und regt 0 zum Denken an. Aber auch ich sehe es gerne wenn sich in einem Film ein Protagonist für die „Gerechtigkeit“ einsetzt, die meisten würden mir bestimmt zustimmen, dass z.B. Braveheart ein guter Film ist, aber das ist auch nix anderes. Ohne Magie und unrealistische Superkräfte, aber gleiches Gut gegen Böse Prinzip. Das liegt doch in der Natur des Menschen, ob der „Held“ jetzt durch Magie, Gewalt oder Verstand gewinnt ist doch nur reine Geschmackssache. Oder ob er überhaupt gewinnt, es ist aber leicht nachvollziehbar, dass sich Happy Ends besser verkaufen, dazu muss man keine Verschwörung vermuten. Letztendlich ist es doch mit allen Medien so, ob nun Musik, Spiele oder Filme, am besten Verkauft sich der Kommerz, der kleinste gemeinsame Nenner. Alles was irgendwie besonders und damit interessanter ist, trifft automatisch nur noch den Geschmack einer kleineren Gruppe, selbst wenn diese es dann besser finden als den kleinsten gemeinsamen Nenner, aber investiert wird natürlich in die Idee mit dem größten Verkaufspotential. Dabei liegt dann ja auch in der Natur der Sache wie man diesen Film aufbaun muss, eine gezielte Manipulation kann ich dabei aber nicht erkennen.

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DerRaucher 19. Oktober 2012 at 8:36

Was ich auch interessant finde ist die Tatsache das in unglaublich vielen Hollywood Produktionen, sei es ein Film oder eine Serie, immer wieder die selben Handlungsstränge auftauchen.

Ich gucke mir im Moment Serien von Ende 80er bis Anfang 90er an und selbst da fällt mir das schon auf.

Heutzutage ist es ja mehr als offensichtlich.

Mit genügend echter Bildung steigt man da schnell hinter.

Dann kommt man auch nicht aus dem Kino und hat diesen “Realitätsflash” Effekt.

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KPAX 19. Oktober 2012 at 5:08

Naja,ich denke auch manchmal,eigentlich sehr oft,seit ich denken kann : Bähhhh Realität.
Als Kind gefiel mir Villa Kunterbunt und die Freiheiten einer Pippi wesentlich besser als mein im Grunde genommen doch schon üppig ausgestattetes Kinderzimmer.

Die Beschränkungen,denen wir nunmal unterlegen sind,können schonmal wie ein Gefängnis wirken,wenn man dem die Gestaltungsmöglichkeiten der Fantasie gegenüber stellt.
In der dreidimensionalen Realität findet man sich immer an genau einem Punkt im vorgegebenen Koordinatensytem.

Die Fantasie kann jemanden in MultiLevelModus versetzen.
Könnte auch möglich sein,daß wir MultiLevel Wesen sind,aber hier gefangen….. hmmmmm

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Simon 5. Februar 2013 at 15:36

Netter Kommentar.

Ich versteh übrigens immer noch nicht, was Alexander Benesch gegen “Esotherik” hat.

Immerhin kann auch ein “Erwachter” noch die guten Bücher lesen und Parteien wählen.

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Daily Observer 19. Oktober 2012 at 4:03 Reply
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falk 19. Oktober 2012 at 19:34

…. Wie sag ichs am besten…???? Krass!!!
Spielzeug fuer die kleinen…

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blechtrommler 20. Oktober 2012 at 16:33

Yessir! City Action!

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DDevil 18. Oktober 2012 at 23:34

Mich würde interssieren, was Zauberer mit okkultismus zu tun haben.
Weiterführende informationen über dieses Thema würden mich freuen (den Bericht von ZDF neo “Wild Germany” habe ich schon gesehen).

(Mein Nikname komm übrigens nicht aus der Hölle sondern von einem Lied der Band System of A Down und hat nichts mit meinen Kirchlichen Ansichten zu tun.)

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benjamin 18. Oktober 2012 at 19:52

danke für den artikel, sind ja echt perfide techniken, die frustrierten in phantasiewelten flüchten zu lassen
die leute latschen aus dem kino und denken sich “bäh, realität!”
klar haben das die leute schon immer gemacht, aber dass das so psychologisch geschult und wirklich professionell durchgezogen wird macht die leute psychisch auf dauer fertig, bis der physische verfall folgt, dramatisch ausgedrückt, aber wir können es ja sehen (bestes beispiel ist die south park folge über wow-konsum)
wobei das eigentich krasse ist ja, dass das ganze über normale berieselung hinausgeht und irgendeinem kult dient

aber mal was anderes, gibt es eigentlich diese geheim-“religion” (=gnosis?!) oder wie immer man das nennen mag, kurz und knackig mal so im format a la reclamgröße zusammengefasst in einem buch/oder auch auf einer seite im www/einem youtube-video; dieser schwachsinn interessiert mich wirklich..
von atlantis bis zion.. den ganzen kladderadatsch mal in ein “system” gebracht.
die filme der avantguards waren diesbezüglich etwas.. gewagt! (die pyramiden wurden in der neuzeit aus beton gegossen, na wenn mir eine roboterstimme das mal so nebenbei erklärt, glaub ich das mal oder wie oder was..)

oder gibt es da verschiedene auslegungen innerhalb der “erleuchteten”?

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Liane 18. Oktober 2012 at 20:07

“aber mal was anderes, gibt es eigentlich diese geheim-”religion” (=gnosis?!) oder wie immer man das nennen mag, kurz und knackig mal so im format a la reclamgröße zusammengefasst in einem buch/oder auch auf einer seite im www/einem youtube-video; dieser schwachsinn interessiert mich wirklich..”

http://www.file-upload.net/download-6710884/Ruby-Tablet-of-Set.pdf.html

Sollte genug Material sein.
Aber das ist aus [“oder gibt es da verschiedene auslegungen innerhalb der “erleuchteten”?”] setianischer Sicht bzw. Auslegung.

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benjamin 19. Oktober 2012 at 17:38

danke

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FalseFlagOperations 18. Oktober 2012 at 19:48

Habe schon länger keinen vollständigen Artikel mehr auf der Site gelesen. Dieser allerdings hat mehr sehr gut gefallen.
“Same shit, different movie.” Wie wahr, wie wahr…

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9 11 pirat 18. Oktober 2012 at 19:11

also das finde ich ist mal wieder ein guter artikel.

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