Widerstand in Aktion

ASR Stammtisch Nürnberg

Am Sonntag den 02.10.2011 haben wir wie schon angekündigt eine Messung in der Nürnberger U-Bahn und z.T. auch oberirdisch an den Hauptverkehrsadern wie dem Nürnberger Hauptbahnhof und dem Plärrer durchgeführt.

Die folgenden Messergebnisse sind keine exakten Werte da während der Messung in näherer Umgebung z.T. telefoniert wurde was durchaus auch einen Einfluss auf die Messung hatte. Wir haben bei den jeweiligen Bahnhöfen immer einen ungefähren Mittelwert notiert da der tatsächliche Wert durchaus Schwankungen von gut 300 Mykrowatt aufwies bei manchen Standorten. Folgende Haltestellen haben wir besucht:

(In Klammer steht immer der Messwert in Mykrowatt pro Quadratmeter)

Fürth Hauptbahnhof : (10-20)
Jakobinenstrasse: (10-20)
Stadtgrenze: (30-40)
Muggenhof: (30-50)
Eberhardshof: (40-50)
Maximilianstrasse: (40-50)
Bärenschanzstrasse: (20-30)
Gostenhof: (100-200)
Plärrer 2.UG (40)
Plärrer 3.UG (20)
Plärrer EG: ( 500-1700)
Weisser Turm: (60-80)
Lorenzkirche: (200)
Zwischen Lorenzkirche & Hauptbahnhof (200-400)
Hauptbahnhof EG: (200-800)
2. UG:  (20)
3. UG:  (10)
Aufseßplatz: (300-400)
Maffeiplatz: (300-800)
Frankenstraße: (100-200)
Hasenbuck: (2000-3000)
Bauernfeindstraße: (100-150)
Messezentrum: (30-60)
Langwasser Nord: (30)
Scharfreiterring: (20-30)
Langwasser Mitte: (10-20)

Im Betriebshof der VAG Schweinau von wo die Busse parken bzw. wo die aktuellen Daten in die Bordcomputer der Busse übertragen werden, besteht eine Strahlung von knapp 100 Mykrowatt. Nachfolgend noch einige extrem wichtige Hintergrundinfos zu Grenzwerten und wie diese zustande kommen bzw. wer diese erstellt hat: Vielleicht geht hier manchem nach dem Lesen das allseits bekannte Licht auf. 😉

Das „Grenzwert-Lügen-Gebäude“

Das „gemeine Volk“ denkt, dass unterhalb gesetzlicher Grenzwerte keine Gesundheitsgefährdung für die Menschen bestehen kann, da diese Werte von „hochangesehenen Wissenschaftlern und Experten“ festgelegt wurden. Der wichtigste Grenzwert für die Strahlenbelastung durch Mobilfunk in Deutschland beträgt: 10.000.000 ?W/m2 Grenzwert für die UMTS-Netze in Deutschland2 (Die natürliche Strahlung beträgt: 0,000001 ?W/m²)

1. Ein privater Verein legt die Grenzwerte fest

Die in Deutschland gültigen Grenzwerte wurden von einem privaten (!) 16-köpfigen Verein (ICNIRP) empfohlen und von der Bundesregierung als Gesetz (26. BImSchV) übernommen. Der damalige Vorsitzende des industrienahen Gremiums der ICNIRP, Prof. Dr. Jürgen Bernhardt, sagte:

„Wenn man die Grenzwerte reduziert, dann macht man die Wirtschaft kaputt, dann wird der Standort Deutschland gefährdet.“3

Prof. Dr. Neil Cherry, der im Auftrag der neuseeländischen Regierung die Vorgaben des ICNIRP überprüfte, kam zu dem Ergebnis:

„ernsthaft fehlerhaft“, „ein Muster von Voreingenommenheit“, „absichtliche Verdrehungen.“

2. Der Grenzwert schützt nur vor Hitze

Der gültige Grenzwert orientiert sich an der Strahlenstärke, die innerhalb von 30 Minuten einen leblosen (!) Körper um 1°C erwärmt (thermische Wirkung). Dieser Wert wird um den Faktor 50 reduziert. Langzeitwirkungen (über 30 Minuten) bleiben unberücksichtigt! Prof. Bernhardt:

„Zweifelsfrei verstanden haben wir bei den Funkwellen nur die thermische Wirkung, und nur auf dieser Basis können wir derzeit Grenzwerte festlegen. Es gibt darüber hinaus Hinweise auf krebsfördernde Wirkungen und Störungen an der Zellmembran.

Obwohl es (zahlreiche) Hinweise auf krebsfördernde Wirkungen gibt, werden diese Hinweise bei der Festlegung der Grenzwerte vollständig ignoriert und nur thermische Wirkungen (Hitze) zu Grunde gelegt! Die ICNIRP-Richtlinien selbst sagen aus, dass uns der Grenzwert nur vor „kurzfristigen, unmittelbaren gesundheitlichen Auswirkungen“ durch „erhöhte Gewebetemperaturen“ schützt. Alle Fachleute sind sich einig, dass (z. B.) von WLAN keine Wärmegefahr ausgeht. Die Grenzwerte schützen vor etwas, was letztlich gar keine Gefährdung darstellt. Bei der Grenzwertfestlegung wurden die nichtthermischen, biologischen Effekte nicht berücksichtigt!“

Wirkungen, z. B. auf Nerven oder Hormone, kennt der Gesetzgeber nicht.

Das Fundament des Grenzwertgebäudes:

Dieses Fundament beruht auf der Annahme, dass es keinerlei athermische (nicht auf Wärme basierende) Wirkungen (z. B. krebsfördernde Wirkung durch Störung der Zellmembran) durch Mobilfunkstrahlung gibt. Diese werden vehement bestritten, da ansonsten den gesetzlichen Grenzwerten jede wissenschaftliche Grundlage entzogen wäre. Der Grenzwert bezieht sich auf einen leblosen Körper (s. o.) und berücksichtigt die athermischen Wirkungen in unserem lebenden Körper in keiner Weise!
Die Wissenschaftsdirektion des Europäischen Parlamentes STOA kommt zu dem Ergebnis:

„Die Besorgnis der Öffentlichkeit ist nicht unbegründet. An Stellen mit Langzeitbelastung sollten 100 ?W/m² nicht überschritten werden. “

Haben sich unsere „hoch angesehenen Wissenschaftler und Experten“ bei der Grenzwertfestlegung in Deutschland um fünf (!) Zehnerpotenzen geirrt? Dann steht uns ein „MOBILFUNK-GAU“ bevor! Es wäre nicht der erste Grenzwert-Irrtum: 1973 betrug der Grenzwert für Asbest drei Millionen Faser/m³, heute beträgt er 400 Faser/m³ (EU).

Daher ist es nicht verwunderlich, dass keine Versicherungsgesellschaft bereit ist, die Mobilfunkkonzerne gegen das Risiko von Strahlungsschäden zu versichern. Den Versicherungsschutz verweigern die Versicherungen ansonsten nur für Kernkraftwerke und Agro-Gentechnik!

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15 comments

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Pia 25. März 2012 at 13:51

Völlig richtig Randolf und B-I-A!

Den Video-Beitrag von “Chris” und das Interview von Michael Vogt mit Herrn Grün gefällt mir vom Interviewer schon, jedoch sehe ich Herrn Grün nicht als eigenständig und 100% objektiv zu dem Thema Mobilfunk, da er anscheint selbst entwickelte handy-Folien vermarkten will und daher kein persönliches Interesse hat, die gegenüber Australien 1.000.000 fach stärkere handymastsendestrahlung, zu reduzieren.

Er redet davon: … gegen die Politik kommen wir nicht an…
Wie? Warum kommen wir gegen die nicht an???

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Randolf 25. März 2012 at 13:16

Hallo Bohrinselarbeiter,

ja, die Beiträge von Dr. Bergmann sind in der Tat sehr sehr wertvoll und man sollte ihn in der Tat mal für ein Interview hier einladen.

Von mir an Euch: Kündigt alle Eure handyverträge, tauscht wlan-Maus und Funkkopfhörer gegen schnurgebundene aus, macht wInformationsarbeit über die Risiken “Elektromagenetische Wellenstrahlung” wo ihr nur könnt.
a) Mail an alle Eure Bekannte
b) Schwarzes Brett in Supermärkten, Arbeitsplatz, Uni’s, Bibliotheken, Am Mast von Fußgängerampeln etc.
c) Flyer oder Ausdruck Dr. Bergmann’s pdf’s und Hinterlegung in Arztpraxen
d) Telefonische oder persönliche Konfrontierung Ihrer Gemeinde, Bürgermeister, OB, Parteivorsitzende etc. vor Ort und Übermittlung der für Dich relevanten Informationen.

Viel Erfolg!
Grüßle
Randolf

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Pia 23. März 2012 at 13:50

Hallo “B-I-A”,

richtig, von Dr. Bergmann hab ich auch schon gelesen.
Sehr gute Beiträge von ihm auch im Bereich Atomrisiken.

Die Broschüre finde ich übrigens gelungen, auch die Quellennachweise lohnen sich sehr zum recherchieren und detailsnachfragen:
http://www.homoeopathie-schmid.de/Homoeopathie/2011_Mobilfunkbroschuere.pdf

Alles Gute

Pia

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Bohrinselarbeiter 23. März 2012 at 13:21

Kennt Ihr Dr. Bergmann aus Freiburg?

Er scheint mir eine sehr vernünftige Einschätzung zu den Risiken Mobilfunks zu haben und scheint auch bestens informiert zu sein, wie man nicht nur hier sehen kann:
http://www.diewellenbrecher.de/pdf/drbergmann.pdf

http://elektrosmoghalle.twoday.net/

Wie wäre es denn mal mit einem Interview im Live-Infokrieg.TV oder in schriftlicher Form?

Ich selbst habe Ihn noch nicht dazu kontaktiert.

Mit besten Grüßen
B-I-A

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Bohrinselarbeiter 14. Oktober 2011 at 0:44

Ja hallo Pia,
was treibt Dich zu dieser Stunde noch auf diese Seite?

Dieser Beitrag zum Mobilfunk hat es auch in sich!
Ulrich Weiner, Mobilfunkgeschädigter auf AntiZensurKonferenz in der Schweiz, Teil 7 von 10:
http://www.youtube.com/watch?NR=1&v=GOg5CgnZnlE

Gut’s Nächtle, muß morgen/heute wieder mit der Fähre raus.
B I A

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Pia 14. Oktober 2011 at 0:33

Hallo Bohrinselarbeiter,
ja den kenne ich auch. Sehr guter Vortrag!

Kennst Du auch Dr. JM Vortrag von der AZK über Amalgam und Schwermetalle (negative Synergien im Körper)?

Amalgam, Nanotechnologie + Supergifte, Teil 1von 9 ; 2009, Dr. med Joachim Mutter
http://www.youtube.com/watch?v=XE6bK5vmwww&feature=related

Was geht so auf den Bohrinseln?

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Bohrinselarbeiter 14. Oktober 2011 at 0:28

[1/6] Mobilfunk und Gesundheit – Vortrag; 2006; Dr. med Joachim Mutter
http://www.youtube.com/watch?v=i4mukUCvF1M

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Darm. 10. Oktober 2011 at 18:28

Nicht mehr als 100 µW/m² !! Na dann viel Spaß im Hasenbuck! (2000 µW/m²)

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Valthiel 10. Oktober 2011 at 2:35

Wenn die nichtmal wissen wie man Mikrowatt schreibt…

Dass allerdings keine Versicherung die Mobilfunkkonzerne versichern will ist schon merkwürdig, wenn das stimmt.

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oxius 9. Oktober 2011 at 22:19

1A Aktion von ASR Nürnberg, hochwertiges Messgerät!

@Van
Ja, auch die Antenne im Gerät strahlt. Meist ist sie hinter dem Display verbaut. Wlan-Karte am besten ausbauen oder per Hotkey deaktivieren. Nur im Gerätemanager von Windows deaktivieren bringt leider nichts. Außerdem erzeugen auch Notebooks (usw) ohne Wlan elektromagnetische Felder um das Gehäuse herum.

http://www.gigahertz-solutions.de

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Van 9. Oktober 2011 at 18:34

Banken Bailout heißt jetzt übrigens Rekapitalisierung

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yoda82 9. Oktober 2011 at 18:32

@ Chris
klingt für mich eher nach werbeveranstaltung für BioProtect® Produkte deren wirksamkeit nur durch den hersteller bewiesen wird.

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Van 9. Oktober 2011 at 16:47

Wie sieht es eigentlich bei WLAN aus?
Ich habe da noch nie etwas gehört…Die Netbooks,Laptops die man ständig in der Nähe hat strahlen doch auch oder?

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Yoda82 9. Oktober 2011 at 16:26

Mobilfunkstrahlung: die zigarette des 21.Jahrhunderts

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