Uncategorized

Piratenpartei auf Profilsuche: Wer entert wen?

Die Piratenpartei ringt seit langer Zeit um ihren Kurs bei Themen abseits des Datenschutzes und der Informationsfreiheit; ob sich zukünftig eher mehr Einigkeit oder Chaos anbahnt, hängt stark davon ab wen man sich so alles ins Boot holt.

Der aktuelle Parteivorsitzende ist Sebastian Nerz, er war von 2001 bis 2004 aktives Mitglied der CDU im Ortsverband Tübingen und kandidierte zuletzt an 42. Stelle der Parteiliste erfolglos bei den Tübinger Gemeinderatswahlen 2004. Die ehemalige Bundesvorsitzende der Grünen Angelika Beer, die wie die anderen Gründungsmitglieder der Grünen aus den kommunistischen Gruppen stammt, will die Piraten vielmehr auf einen Kurs “gegen Rechts” trimmen. Einige Landesverbände fordern bereits das bedingungsloses Grundeinkommen, in Wiesbaden bilden die Piraten eine Fraktion mit der Linken. Die Piraten galten bislang als Ein-Themen-Partei; die Masse der Mitglieder sähe es wohl äußerst ungern, wenn man ewig auf dem Status einer Gimmick-Partei verharren würde, deren Erfolge hauptsächlich darin bestehen, die Rolle des zahnlosen, mahnenden Datenschützers zu übernehmen der am Ende von Zeitungsartikeln kurz erwähnt wird. Richtig aggressiv ist man aber aber auch nicht wirklich; zu viele Parteimitglieder arbeiten für den Staat in diversen Universitäten oder für die zahlkräftige IT-Branche, welche gerade mit Überwachungstechnologie und Datenbanken große Aufträge an Land zieht. Sehr unpopulär sind in der Partei auch “Verschwörungstheorien”.

Ein großes Mantra bei den Piraten ist die “Informationsfreiheit”. Es bahnt sich eine neue Dialektik an: Auf der einen Seite sehen wir immer monströsere Legislatur im Urheber- und Leistungsschutzrecht wie das Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) und die Ultrakommerzialisierung von grundlegendsten Software-Elementen. Das Wunschkonzert der Konzern-Kartelle nennt man frecherweise und fäschlicherweise freien Markt und Kapitalismus. Auf der anderen Seite wird nach einer Umwälzung gerufen, die man in ihrer Extremform Informations-Sozialismus nennen könnte. Die  Piratenpartei Deutschland fordert u.a. „ein Ende der Kriminalisierung von Tauschbörsennutzern“:

„Daher fordern wir, das nichtkommerzielle Kopieren, Zugänglichmachen, Speichern und Nutzen von Werken nicht nur zu legalisieren, sondern explizit zu fördern, um die allgemeine Verfügbarkeit von Information, Wissen und Kultur zu verbessern, denn dies stellt eine essentielle Grundvoraussetzung für die soziale, technische und wirtschaftliche Weiterentwicklung unserer Gesellschaft dar.“

Jetzt könnte man fragen, welchen Anteil an den weltweit illegal getauschten Dateien denn nun wirklich akademische oder kulturell wertvolle Werke haben. Es geht schließlich meistens nur um populäre Musik, Filme und Spiele.  Multinationale Konzerne hätten seit langem ihre Filmstudios schließen können. Ein erfolgreicher Blockbuster-Film muss zahlreiche andere Projekte auffangen, die ihre Kosten nicht wieder einspielen. Es geht den eigentlichen Interessengruppen hinter der Unterhaltungsindustrie heutzutage eher um die Vermittlung von gesellschaftlichen und politischen Botschaften sowie um Ablenkung von hoher Arbeitslosigkeit, Währungskollaps und Korruption in hohen Kreisen. Ob Unterhaltung nun in einer pseudokapitalistischen Kartellwirtschaft oder einem sozialistischen System produziert und verbreitet wird, macht für das Establishment wenig Unterschied. Ob ein Fan nun bezahlt für die gesammelten Werke der Star Trek-Serie oder ob er sie kostenlos im Netz saugt; die Ablenkung sowie die übermittelten Propagandabotschaften bleiben gleich. Im fiktiven Star Trek-Universum vermag eine utopische, sozialistische, interplanetarische Föderation ohne Geld, Unternehmertum und dezentralisierten Handel das Universum zu ergründen und ihren Feinden entgegenzustehen. In jedem real existierenden Sozialismus würde ein größeres Raumfahrtprogramm auch im 24. Jahrhundert wohl nur dann gelingen, wenn die gewöhnlichen Bürger wieder für Brot und Gemüse Schlange stehen und mehrere zehn Millionen Dissidenten in Lagern schuften müssen.

Welcher unabhängige Filmemacher soll sich gegenüber dem Unterhaltungskartell von Hollywood behaupten können ohne finanzielle Einnahmen? Wer hat denn außer Unternehmen die Ressourcen für aufwändige Produktionen und Distributionen? Nur Regierungen. Youtube und GoogleVideo waren Experimente: Man ließ das Publikum selbst die Inhalte produzieren, in der Hoffnung das ultimative Nischenfernsehen zu schaffen, wo für jeden etwas dabei ist um Leute ewig bei der Stange zu halten. Dummerweise für das Establishment benutzten Bürger dieses Medium um wichtige Dokumentarfilme unters Volk zu bringen. Deshalb möchten Regierungen und Konzerne nun vermehrt mit teuren Maßnahmen für “Jugendschutz” und gegen “Diskriminierung” solche Programme torpedieren. Auch im Bereich Nachrichten predigen sozialistisch beeinflusste Menschen gebetsmühlenartig “Informationsfreiheit” und “Open Source”, gemeint ist meist eine völlige Umsonstmentalität, was die Auswirkung hat dass in junge, unabhängige Medien wenig Geld strömt und fehlende unternehmerische Strukturen eine effektive Schlagkraft unterbinden. Woher sollen hochqualitative Informationen in Form von Analysen und Berichten denn herkommen? Auf Bäumen wachsen sie jedenfalls nicht. Positive Veränderungen herbeizuführen hat einen Preis.Will die Piratenpartei eine sozialistische, staatliche Produktion und Verwaltung von Nachrichten, Wissenschaft sowie Unterhaltung? Angelika Beer, die ehemalige Bundesvorsitzende der Grünen, meint sie hätte ihren “Spaß an der Politik” bei den Piraten wiedergefunden:

“Es ist dort ein bisschen wie in der Gründerzeit der Grünen.”

Die Gründerzeit der Grünen liefert uns dann auch einen sehr aufschlussreichen Kontext. Angelika Beer war vor ihrer Zeit bei den Grünen im Kommunistischen Bund (KB) aktiv gewesen. Damit war sie nicht allein:

Rudi Dutschke, der „Lenin“ der der 68er-Bewegung, und der aus der DDR rübergemachte SED-Genosse Rudolf Bahro riefen die Mitglieder verschiedener kommunistischer Organisationen dazu auf, aus den K-Gruppen aus- und in die neue grüne Partei einzutreten. Diesem Aufruf entsprechend verließ nicht nur Antje Vollmer das Umfeld der maoistischen KPD/AO, um zu den Grünen zu wechseln, es folgten vom Kommunistischen Bund (KB) unter anderem auch Jürgen Trittin, Rainer Trampert, Jürgen Reents und Thomas Ebermann. Vom kommunistischen Bund Westdeutschland (KBW) kamen unter anderem Reinhard Bütikofer, Winfried Nachtwei, Krista Sager, Joscha Schmierer, Ralf Fücks, Winfried Kretschmann, Hermann Kuhn, Willfried Maier und Dieter Mützelburg. Auch einige der RAF-Verteidiger wurden Mitglieder der Grünen, wie zum Beispiel Klaus Croissant, Hans-Christian Ströbele und Otto Schily, der später zur SPD wechselte. Selbst einigen Mitgliedern der Frankfurter Spontis, die bisher nur durch regelmäßige Prügeleien mit der Polizei aufgefallen waren, stand in der grünen Partei eine steile Karriere bevor, so beispielsweise Daniel Cohn-Bendit und Joschka Fischer. […] Laut der Ökosozialistin und Feministin Jutta Ditfurth wollten die damaligen Parteigründer ‘das Thema Ökologie von links besetzen’.

Rote Lügen in grünem Gewand, Torsten Mann, 1. Auflage, S.76

In einem Interview mit “Zeit Online” verkündet sie auch gleich, dass sie in der Initiative „Piraten gegen Rechtsextremismus“ aktiv sei. Der Vorsitzende der Piraten hatte vor der Bundestagswahl den Konservativen der Jungen Freiheit ein Interview gegeben, nur um kurz hinterher mit einer Distanzierung die hochgehaltene Meinungsfreiheit der Political Correctness zu opfern. Die Redaktion von Zeit Online beschreibt die Junge Freiheit mit der juristisch abgesicherten, aber nichtsdestotrotz irreführenden Beschreibung “bei rechtsextremen Kreisen beliebt”. Frau Beer bringt eine klassische Links-Rechts-Dialektik in die Piratenpartei und leugnet dies gleichzeitig:

“Bei den Grünen ging es immer um diese Links-Rechts-Arithmetik. Und das nur im Hinblick auf Machtansprüche. Das ist bei den Piraten anders, und ich hoffe, dass es auch so bleibt.”

Liked it? Take a second to support AlexBenesch on Patreon!

Related posts

IKTV live am 18. Oktober 2011

AlexBenesch

IK-Radio jetzt Mittwochs und Sonntags

AlexBenesch

IKTV live am Samstag den 30. Juli 2011

AlexBenesch

33 comments

Avatar
Jojo 29. Mai 2011 at 12:47

Privatkopie (Digitale Kopie eines gekauften Mediums zum täglichen gebrauch (verschleiß, kratzer) = Legal

Raubkopie (Finanzielle bereicherung, in auflagen Produziertes unlizensiertes vervielfältigen geistigen eigentums ) = Illegal

Grauzone (Blogs mit medien inhalten, hier sollte erst ermahnt (vom urheber eine entfernung des angebots, bzw falls ermittelbar eine genehmigung des urhebers eingeolt werden) da in der regel kein finanzieller profit aus den zum download zur verfügung gestellten material entsteht.

Auch ich wäre für eine Public Domain lösung, mit einschränkungen; Remastered, neuauflagen etc. da in solchen fällen erst die kosten wieder eingespielt werden müssen, was ja jeder von uns versteht.

Reply
Avatar
emarkus 27. Mai 2011 at 7:55

Wer entert wen? Als Pirat kann ich die linken Tendenzen etwas bestätigen.

Aber eines möchte ich korrigieren:

Wir Piraten würden nie die Bürger überwachen. Mal angenommen, dass die IT-Branche wirklich von der Überwachungtechnologie abhängt. Und mal angenommen, dass die Piraten auch wirklich in jenem IT-Segment arbeitet, welche Überwachung realisiert: Wer sagt denn, dass wir nicht dagegen kämpfen wollen?

Ich möchte mal alle Infokrieger fragen: Wie sollte ein Uhrheberrecht/Patentrecht eurer Meinung nach aussehen?

Wenn was vernünftiges dabei rauskommt reiche ich es sofort zum nächst möglichen Parteitag ein!

Reply
Avatar
Anonymer Feigling 29. Mai 2011 at 7:16

Das einzige unverfälschliche Medium in der Musik ist ohnehin der Live-Auftritt.
Beim Film ist es die Kino-Vorstellung.

Demnach wäre ich dafür, daß ein Urheberrecht für solche Medien für öffentliche Performance gilt, und nicht länger als 10 Jahre anhält, danach in den Bereich des Public-Domain übergeht.

Daten-Kopien von Aufnahmen sollten aber nicht als Diebstahl gelten, denn das vermeintlich gestohlene bleibt ja weiterhin im Besitz des ursprünglichen Besitzers.

Leben soll NICHT patentiert werden können.

-So in etwa. Aber ich bin offen für vernünftige argumente…

Reply
Avatar
Dr.Lichtblitz 26. Mai 2011 at 11:56

“in Wiesbaden bilden die Piraten eine Fraktion mit der Linken”

Danke für die Info, Ich war zwei Jahre passives Mitglied der Piratenpartei und hab immernoch den Sticker von denen auf dem Auto. Der wird jetzt abgemacht.

Reply
Avatar
Antipirat 25. Mai 2011 at 16:54

wer Piraten wählt kann auch gleich Grün wählen, die haben neben dem Datenschutzgebabbel nämlich auch noch Atomkraft,Tierschutz und Gendermainstreaming im Angebot.

Reply
Avatar
Kreuzweis 25. Mai 2011 at 15:54

Wie heißen Piraten auf deutsch? Seeräuber!
Ob wohl auch eine Partei namens “Landräuber” zugelassen werden würde?

Allein der Name schon zeigt, daß hier Kindsköpfe am Werk sind. Folglich fühlen sich auch nur junge und alte Deppen und “Beauftragte” zu ihr hingezogen.
Zur Qualität der Beer:
http://www.2shared.com/photo/1VN1ms6I/Angelika-Beers-ultima-ratio.html
Kommentar überflüssig!

PS: Seit der vorletzten(?) (Janich-)Sendung habe ich Probleme, den Podcast herunterzuladen.
Bei Fileshare ging es lange gut, dann haben sie umdesigned und seither sehe ich keinen Herunterladeknopf mehr.
Filedropper bricht seit dem vorletzten male bei spätestens 15 MB ab.
Nur der 3. Filehoster, der jedoch nicht mehr geboten wird, hat schön geklappt. …
🙁

Reply
Avatar
Janko Weber 25. Mai 2011 at 1:10

Zitat Thor
“Gut, nur wie soll denn die Bestrafung von privaten “Raubkopierern” aussehen?”

Ich überlege ja auch immernoch ob ich mich mal bei Dieter Bohlen persönlich entschuldigen soll weil ich vor ca. 25 Jahren in der DDR mehrere Raubkopien von “Modern Talking”-Kassetten gemacht habe. *?

http://de.wikipedia.org/wiki/Home_Taping_Is_Killing_Music

Janko Weber (Terrorismus-Experte)

Reply
Avatar
dogbert 25. Mai 2011 at 7:51

Gab es denn überhaupt Urheberrechtsabkommen zwischen der BRD und der DDR? Wenn nicht, dann war es lediglich eine Kopie und keine “Raubkopie”.

Reply
Avatar
Thor 25. Mai 2011 at 11:58

Dieter Bohlen selber findet “Raubkopieren” per Filesharing doch selber OK :

http://www.youtube.com/watch?v=qpUESyh1L9I

Reply
Avatar
Thor 25. Mai 2011 at 12:04

Das private kopieren von Kassetten/Schallplatten , Aufnehmen aus dem Radie war und ist legal, dafür gibt es ja die Kommunistische Gema-Gebühr für Leermedien.

In den USA ist/war es nicht legal und das Aufnehmen aus dem Fernsehen war in Austarlien bis vor kurzem auch verboten, jetzt ist es dort legal wenn man das Videoband nach dem Anschauen wieder löscht.
Aber ich oute mich, dass ich als 15 und 16-Jährer eine Krimiellen-Karriere hinter mir hatte. Ich hatte ein C64 und da auch ca 100 raubkopierte Spiele (war auch eine Straftat damals).
Ja, ich war ein Krimineller, dürfte als nicht in die USA einreisen!

Reply
Avatar
x 24. Mai 2011 at 22:26

Achtung Verschwörungstheorie:”Die Piraten wurden `gegründet` um genau diesen Bereich der Gesellschaft im politischen Bild abzubilden. Die Piraten sind dann das Orginal und alle danach sind dann VS Anhänger und können so gebranntmarkt werden, bzw können gleich als unseriös ausgeschlossen oder abgelehnt werden. Immer weiter zu `teilen` ist dabei der eigentliche Focus des System. Deswegen bekommen die “Sonstigen” bei Wahlen dann auch 8%.”

Reply
Avatar
Thor 24. Mai 2011 at 22:08

Gut, nur wie soll denn die Bestrafung von privaten “Raubkopierern” aussehen?
Entweder man ist für ein Orwellstaat mit VDS, OD und co. so dass man einen Großteil der “Raubkopierer” bekommt und damit verhältnismässige Strafen/Schadensersatzzahlungen fordern kann oder man macht kein Überwachungsstaat so dass nur 1er von 1-Million Leuten erschwischt wird. Dann muss man an diesen Exempel statuieren, duie der Todesstrafe gleich kommen wie in die USA wo Richter auf Zahlungenfür 27 Sogns im Uploadorner 1,7-Millionen Dollar verlangen.
Und ja natürlich hat das was mit Kapitalismus zu tun wenn Konzerne sich Gesetze und Justiz kaufen!
Komisch, auf einen Flyer von einer linken Organisation wurde vor den Piraten gewart weil Sie eine neue liberal-kapitalistische und rechte Partei wären wie FDP und Grüne!

Reply
Avatar
beewhyz 24. Mai 2011 at 21:46

Sowas kommt dabei heraus, wenn ein Unterfangen wie eine Partei zu etablieren nur halbherzig geplant wird. Gerade die ganzen IT-ler die müssten doch wissen wie komplex die Zusammenhänge allein in ihrer Branche stehen, die sich sonst um optimierung des letzten Prozents bemühen und jeden kleinsten Faktor miteinberechen kommen auf einmal nicht mehr klar wenn es darum geht diese Denkweise mal auf die Realität anzuwenden. (Aber immer pöbeln dass die Medieninformatiker zu nichts zu gebrauchen seien!) Und siehe da schon kommt ein Real Praktizierter Angriff von außen und die Partei wird mit einem Rootkit von Fremdparteien ausgestattet! Fein 🙂 Übernahme geglückt. Mission accomplished. Was lernen wir daraus: Erst mal informieren “wie es läuft” im Theater bevor man sich auf die Bühne wagt.

Reply
Avatar
martini 24. Mai 2011 at 20:52

Ich habe schon mit mehreren Piraten gesprochen und kenne einige persönlich. Das Thema Geld und Finanzwesen interessiert die meisten leider nicht bzw. verstehen es meistens nicht richtig. Es gibt aber auch positive Ausnahmen. Auf der Anti-Rettungsschirm-Demo in Frankfurt war ein Pirat dabei. Von sogenannten “Verschwörungstheorien” oder was man als solche bezeichnet distanzieren sie sich aber ausdrücklich. Naja, beim Thema Euro wird sich bald herausstellen, dass es keine Theorie ist.

Reply
Avatar
P. Monacco 24. Mai 2011 at 18:36

“Es ist jetzt auch nicht das Genre indem wirklich hart, also körperlich, gearbeitet wird um etwas reales zu erschaffen. Vielleicht fehlt es deshalb etwas an Grundverständniss für Dinge wie Kapitalismus und Markt.”

Kopfarbeit ist ebemfalls sehr anstrengend und kostet viel Kraft Herr Freigeist, dass sie in diesem (Arbeits-)Bereich noch nicht sehr viel geleistet haben, konnte ich im vorrangegangenen Thread lesen können.

(P.S. Keine Sorge, ich habe selber schon sehr hart gearbeitet. U.a. um mir meine Hochschulausbildung zu finanzieren…)

Reply
Avatar
P. Monacco 24. Mai 2011 at 18:38

*”[…]lesen.” muss es richtig heißen. sorry

Reply
Avatar
juppifluppi 24. Mai 2011 at 18:24

sehr interessant! vielen dank. ohne infokrieg hätte ich keine ahnung, was wirklich sache ist.

die piraten sind allerdings überhaupt keine ein-themen partei, das möchten die establishmentmedien uns nur gerne einreden.

http://www.piratenpartei.de/unsere_ziele

he, alex jones hat fast das gleiche studio wie infokrieg:

http://www.youtube.com/watch?v=FPdUrpDuedY&feature=player_profilepage

Reply
Avatar
juppifluppi 24. Mai 2011 at 19:36

oh, sogar genau das gleiche.

Reply
Avatar
Klausi 25. Mai 2011 at 17:19

Ist das jetzt fake oder doppeltes lottchen ?

Reply
Avatar
aussenseiter 26. Mai 2011 at 11:34

was?
habt ihr immer noch nicht geschnallt das es ein virtuelles studio ist?

wo ist eigentlich die grenze zwischen:
“getäuscht werden” und “eigener dummheit/faulheit”?

Reply
Avatar
Freigeist 28. Mai 2011 at 14:34

“Die Piratenpartei steht für Nachhaltigkeit.”

Ouh jezzz… Genau auf der Linie vom Establishment.

Tja, “wo ist eigentlich die grenze zwischen:
“getäuscht werden” und “eigener dummheit/faulheit”?”

Reply
Avatar
Klausi 28. Mai 2011 at 15:49

@ ausenseiter

jeder der sich die letzten 5 sendungen halbwegs nüchtern angehört hat wird es wohl mitbekommen haben das die sendungen im virtuellen studio stattfindet xD

(aber ein eigener Background würde IK – TV trotzdem gut stehn)

Reply
Avatar
Blume 28. Mai 2011 at 16:26

@Freigeist

Was stört dich eigentlich so an Nachhaltigkeit??

Nach dir die Sintflut?

Reply
Avatar
Freigeist 24. Mai 2011 at 17:49

So unangehnem es auch klingt, aber als Partei können wir diese Leute wahrscheinlich vergessen. Nichtnur das viele IT-ler in der Branche tätig sind, die ein Interesse am Cyberwar der Regierung haben, sondern es fehlt auch an dem einfachsten Verständnissen von Staatswesen und Freiheit.

Ich erinnere mich da an “Sani und Fake” von der AK Vorratsdatenspeicherung, die Infokrieg mal im Interview hattte. Der eine, IT Student, arbeitete sogar in einem Bereich, der irgendwie mit der Erforschung der RFID Technologie zusammenhing. Korrigiert mich wenn ich da falsch liege, aber das ist doch ein interessenkonflikt.

Es ist jetzt auch nicht das Genre indem wirklich hart, also körperlich, gearbeitet wird um etwas reales zu erschaffen. Vielleicht fehlt es deshalb etwas an Grundverständniss für Dinge wie Kapitalismus und Markt. Wahrscheinlich ist das auch ein Grund für die “Umsonstmentalität” und die Begriffsstutzigkeit dafür, dass jeder Wert erstmal erarbeitet werden muss.

Das Parteiprogramm liest sich in übrigen in manchen Punkten genauso wie das der anderen großen Parteien, gerade wenn es ums Waffenrecht geht.

Reply
Avatar
Blume 25. Mai 2011 at 2:32

Na, wenn sie nicht für freiverkäufliche Pistolen und Sturmgewehre sind, dann können sie ja nur eine falsche Alternative sein.

Würde die PDV wirklich Kriegswaffen für jedermann ohne staatliche Kontrollen zugänglich machen, wie du es gern hättest??

“Nichtnur das viele IT-ler in der Branche tätig sind, die ein Interesse am Cyberwar der Regierung haben”

Beeindruckend…

“Der eine, IT Student, arbeitete sogar in einem Bereich, der irgendwie mit der Erforschung der RFID Technologie zusammenhing.”

…komisch.

“Wahrscheinlich ist das auch ein Grund für die “Umsonstmentalität” und die Begriffsstutzigkeit dafür, dass jeder Wert erstmal erarbeitet werden muss.”

Deine “Bezahlmentalität” ist putzig. Du hast dich dem Geld anscheinend schon lange unterworfen.

Stell dir mal vor, es gab Zeiten da haben kluge Menschen Wissen angehäuft und Mitmenschen aufgeklärt ohne an Profit zu denken. Im Gegenteil, die meisten hatten die sichere Verbannung oder Schlimmeres vor Augen und sie taten es trotzdem. Aus Überzeugung!

Profit ist in meinen Augen eine zweifelhafte Motivation, wenn es um Aufklärung geht.

Für Mainstream Literatur, Kunst und Musik mögen deine Argumente ja gelten. Die arme Musikindustrie ist schon zu bemitleiden.

Reply
Avatar
Freigeist 25. Mai 2011 at 5:46

Halt deine Schnauze

Reply
Avatar
0815 25. Mai 2011 at 8:22

Zum glück hast keine Waffe und konntest nur verbal antworten.

Meinst du “Halt deine Schnauze” hat die Konversation irgenwie weitergebracht?

Reply
Avatar
Freigeist 25. Mai 2011 at 16:53

Meinst du lass mir von diesen Vögeln die hier ständig provozieren die Zeit stehlen?

Reply
Avatar
Miniwahr 26. Mai 2011 at 4:34

>Würde die PDV wirklich Kriegswaffen für jedermann ohne staatliche Kontrollen zugänglich machen, wie du es gern hättest??

In den Schweiz ist das schon längst der Fall. Es ist in der Schweiz sogar Pflicht (!) eine Schusswaffe zu besitzen. Und merkwürdig, da schießen die sich nicht alle über den Haufen wie du es dir in deinen Western-Fantasien vorstellst.

>Deine “Bezahlmentalität” ist putzig. Du hast dich dem Geld anscheinend schon lange unterworfen.

Oh boy, here we go…

>Stell dir mal vor, es gab Zeiten da haben kluge Menschen Wissen angehäuft und Mitmenschen aufgeklärt ohne an Profit zu denken. Im Gegenteil, die meisten hatten die sichere Verbannung oder Schlimmeres vor Augen und sie taten es trotzdem. Aus Überzeugung!

Und stell’ dir mal vor, selbst die haben Geld oder anderweitige Unterstützung für ihre Forschungen, Experimente, Versuche und sonstiges nötiges Material gebraucht.

>Profit ist in meinen Augen eine zweifelhafte Motivation, wenn es um Aufklärung geht.

Welcher erfolgreiche Wissenschaftler, Forscher oder Aufklärer in der Zeit des heutigen, pöhsen vermeintlichen Kapitalismus’ betreibt seine Forschung und Aufklärung aus finanziellen Absichten? Es geht darum, dass Forschung auch kostspielig ist. Ein Künstler, Forscher oder Sonstjemand, der seinem “Arbeitsgebiet” voll und ganz verschrieben ist wird eher Schwierigkeiten haben, sein Schaffen durch einen Nebenjob zu finanzieren. Insbesondere wenn du bedenkst, wie teuer diese Schaffensakte zuweilen sind. Es geht nicht darum, dass ein Künstler/Forscher seine Arbeit explizit mit dem Ziel betreibt, Geld zu verdienen. Es geht darum, dass diese Arbeit irgendwie auch ermöglicht werden muss.

Vielleicht werde ich jetzt dein Weltbild zerstören, aber selbst Galileo Galilei war kein weißer Ritter, der sich seine Forschungseinrichtung und seine Teleskope mit seinem Sternenstaub herbeigezaubert hat.

Reply
Avatar
netterEddy 26. Mai 2011 at 10:50

@ Miniwahr und Freigeist

text – gut

Reply
Avatar
aussenseiter 26. Mai 2011 at 11:17

@miniwahr

” Es ist in der Schweiz sogar Pflicht (!) eine Schusswaffe zu besitzen. ”

du bist lustig. 🙂

wir haben auch alle eine kuh im garten und essen alle mindestens 1kg käse am tag.

Reply
Avatar
Blume 26. Mai 2011 at 15:11

@Miniwahr
“In den Schweiz ist das schon längst der Fall. Es ist in der Schweiz sogar Pflicht (!) eine Schusswaffe zu besitzen.”

Ist das so? Ich glaube kaum.
Die Schweiz hat zwar eins der liberalsten Waffengesetze der Welt, trotzdem wird jeder Waffenbesitzer und jeder Waffenkauf von staatlichen Stellen registriert. Ist das nicht “Sozialismus”??

“Und stell’ dir mal vor, selbst die haben Geld oder anderweitige Unterstützung für ihre Forschungen, Experimente, Versuche und sonstiges nötiges Material gebraucht.”

Unterstützung kann man auch erlangen ohne sich dem Geldsystem (dass man eigentlich kritisiert) zu unterwerfen.
Falls dir da einfach die Kreativität fehlt, tuts mir leid.

Galileo kaufte sich die Teleskope übrigens nicht selbst.
Er arbeitete mit Instrumenten aus Universitäten und Königshöfen.

Reply
Avatar
Stefan 24. Mai 2011 at 16:35

Es ist richtig, gewisse Politiker zu kritisieren. Man sollte jedoch auf die emotional belasteten Begriffe wie Sozialismus und Kommunismus nicht verwenden, ohne sie klar zu definieren. Man erzeugt damit Aggressionen und hält die Leute in ihrem Links-Rechts-Denkmuster gefangen. Überzeugender fände ich eine neutrale Sprache ohne unklar definierte Schlagwörter, die durch Medien-Manipulation emotional aufgeladen sind. Manipulierte Emotionen verhindern das Denken.

Reply

Leave a Comment

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie einverstanden sind, benutzen Sie die Seite weiter und klicken auf „OK“. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung. OK Datenschutz

Recentr Shop15% Rabatt auf fast alles bis 29. November plus Recentr-Bücher und RTV-Abos

Der Rabatt wird im Warenkorb automatisch abgezogen.