Terror

Bilderberger und Clinton-Berater: Nur ein Terroranschlag kann Obama retten

Paul Joseph Watson
Prison Planet.com

Ein Bilderberger und ehemaliger ranghoher Berater von Bill Clinton hatte im Juli 2010 verkündet, dass nur ein Terroranschlag in der Größenordnung von 9/11 oder Oklahoma City Präsident Obama retten könne. In einem Artikel der Financial Times über Obamas „wachsende Glaubwürdigkeitskrise“ und die Befürchtungen seitens der Demokratischen Partei, nicht nur das Weiße Haus sondern auch den Kongress und den Senat an die Republikaner zu verlieren, äußerte Robert Shapiro dass Obama auf einen Terroranschlag hoffen müsse, um seine Präsidentschaft zu retten.

„Unterm Strich haben die Amerikaner kein Vertrauen in die Führung von Präsident Obama.“

„Er muss […] irgendeinen Weg finden  um zu demonstrieren, dass er ein Anführer ist der Vertrauen erweckt, und ohne ein Ereignis wie 9/11 oder der Bombenanschlag in Oklahoma City fällt mir nicht ein, wie er das erreichen könnte.“

Shapiros verhüllte Drohung ist kein bloßes Gerede. Er war Undersecretary of Commerce for Economic Affairs während Clintons Amtszeit im Oval Office und war darüberhinaus der wichtigste Wirtschaftsberater des Präsidenten während dessen Kampagne vvon 1991 bis 1992. Er ist inzwischen der Direktor der Globalization Initiative von NDN und Vorsitzender der Climate Task Force. Ein prominenter Globalist, der an zahlreichen Bilderberg-Konferenzen in den vergangenen zehn Jahren teilgenommen hat.

Präsident Bush galt bis unmittelbar vor 9/11 noch als „lahme Ente“, nach den Anschlägen stiegen seine Umfragewerte von 50% auf über 80%. Bill Clinton konnte eine politische Rebellion inmitten der 1990er Jahre zerschlagen, indem er den Bombenanschlag von Oklahoma City politisch ausbeutete und seine politischen Widersacher als Rechtsextremisten brandmarkte.

Jack Cashill kommentierte:

„[Clinton] kam mit Umfragewerten in den unteren 40 nach Oklahoma City und verließ die Stadt mit Werten deutlich über 50, während die republikanische Revolution unter dem Schutt begraben lag.“

Derzeit schwimmen den Demokraten und Republikanern die Felle davon, während unabhängige Kandidaten und Libertäre Erfolge feiern. Für den Mehrheitsführer der Demokraten im Senat Harry Reid beispielsweise ist Sharron Angle eine ernstzunehmende Bedrohung und die Massenmedien versuchten sie als eine ultrarechte Extremistin zu porträtieren, weil sie populäre Forderungen vertritt wie ein Ende der Zwangsfluoridierung durch Trinkwasser und weil sie die Organisation Oath Keepers unterstützt, welche für die Rechte der Bundesstaaten und die Verfassung eintritt. Nur durch einen Terroranschlag, der Rechtsradikalen angehängt wird, kann Obama den Trend umkehren und jene politischen Kandidaten ins Abseits schießen, die das Machtmonopol der Establishment-Kandidaten gefährden. Shapiro ist bei weitem nicht der erste der hervorhebt, dass Terroranschläge in den USA und anderswo niemand anderem als der bestehenden Machtsruktur nützen.

CNN-Moderator Rick Sanchez gestand in seiner Sendung, dass die Bombenanschläge in Uganda, bei denen 74 Menschen ums Leben kamen, „hilfreich“ seien für die Ausweitung des Krieges gegen den Terror in Afrika.

In der Schlussphase der Bush-Administration äußerte der damalige Verteidigungsminister Donald Rumsfeld im Beisein von ranghohen Pentagon-Funktionären, dass man die wegbrechende Unterstützung der Politiker am Capitol Hill für den Krieg gegen den Terror mit Hilfe eines weiteren Terroranschlages zurückgewinnen könne. Die Unterhaltung wurde auf Tonbändern festgehalten, die unter Berufung auf das Informationsfreiheitsgesetz im Zuge von Ermittlungen über die „Botschaftsmultiplikatoren“ des Pentagons veröffentlicht wurden, ein Programm bei dem hochrangige Militäranalysten angeheuert worden waren um in den Konzernmedien für den Irakkrieg zu werben. Anwesende beim Abschiedsbankett Rumsfelds am 12. Dezember 2006 waren u.a. David L. Grange, Donald W. Sheppard, James Marks, Rick Francona, Wayne Downing, und Robert H. Scales, Jr. An der schockierendsten Stelle der Tonbänder beklagt Lt. Gen. Michael DeLong die schwindende Unterstützung für die neokonservativen Kriegspläne am Capitol Hill und erklärt, dass eine neue Sympathiewelle für die Agenda der Bush-Administration nur nach einem neuen Terroranschlag erwartet werden könne. Rumsfeld stimmt zu, dass die psychologische Wirkung von 9/11 verblasst und dass das „Verhaltensmuster“ der Bürger in den USA und Europa zeige, dass jene unbeeindruckt wären von der die Terrorbedrohung.

DELONG: „Politisch gesehen, was sind die Herausforderungen? Denn du wirst dort solange keine wohlgesinnten Zuhörer haben bis es [ein Terroranschlag] geschieht.“

RUMSFELD: „Das ist was ich gerade sagen wollte. Dieser Präsident ist so ziemlich ein Opfer des Erfolges. Wir hatten keinen Anschlag in fünf Jahren. Die Wahrnehmung der Bedrohung ist so gering in dieser Gesellschaft, dass es wenig überrascht dass das Verhaltensmuster eine geringe Einschätzung der Bedrohung wiederspiegelt. Genauso in Europa, dort gibt es eine niedrige Wahrnehmung der Bedrohung. Die Korrektur dafür, schätze ich, ist ein Anschlag. Und wenn das geschieht, dann wird jeder aufgeladen sein für [ein/eine weitere …*unverständlich*…] und es ist eine Schande dass wir nicht die Reife haben um den Ernst der Bedrohungen zu erkennen….das tödliche Potential, das Blutbad das unserer Gesellschaft angetan werden kann ist so real und so präsent und so ernst dass man meinen sollte, dass wir in der Lage sind es zu begreifen, aber als eine Gesellschaft, je weiter man sich weg von 9/11 bewegt.“

Die Sehnsucht nach einem neuen Terroranschlag um die Massen wieder zur Unterstützung der neokonservativen Agenda zu bewegen ist ein Fetisch, der von Neokonservativen, Politanalytikern und Akademikern gleichsam geteilt wird. Im August 2007 forderte der Schreiber Stu Bykofsky von der Zeitung Philadelphia Daily News offen „ein weiteres 9/11? das „Amerika helfen würde“ um „eine Gemeinschaft der Entzürntheit und nationaler Entschlossenheit“ wiederherzustellen. Lt.-Col. Doug Delaney, Vorsitzender des Kriegsstudienprogramms am Royal Military College in Kingston, Ontario, sagte zum Toronto Star:

„Der Schlüssel zur Unterstützung der Entschlossenheit im Westen ist ein weiterer Terroranschlag wie 9/11 oder die Anschläge in London auf das Transitsystem vor zwei Jahren.“

Die gleiche Haltung wurde explizit in einem Memo der republikanischen Partei von 2005 ausgedrückt; neue Anschläge wurden herbeigesehnt welche den Krieg des Präsidenten gegen den Terror „rechtfertigen“ und „sein Image als ein Führer des amerikanischen Volkes wiederherstellen“ würden. Im Juli 2007 erklärte der ehemalige republikanische Senator Rick Santorum, dass eine Serie von „unglücklichen Ereignissen“ innerhalb des folgenden Jahres geschehen und die Wahrnehmung des Krieges durch die amerikanischen Bürger verändern würde. Nur einen Monat zuvor sagte der neue Parteivorsitzende der Republikaner in Arkansas Dennis Miller, dass es mehr Anschläge auf amerikanischem Boden geben müsse damit Präsident Bush wieder die Zustimmung im Volk erlangt.

Wer würde also von einem neuen Oklahoma City profitieren?

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