Links zu den Fortsetzungen:

Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5

Von Wayne Madsen (waynemadsenreport.com)

Im Jahr 1967, nachdem sie mit Barack Obama Jr. in Indonesien angekommen war begann Dunham Englisch an der amerikanischen Botschaft in Jakarta zu lehren; dort befand sich auch eine der größten CIA-Stationen in ganz Asien. Bedeutende Sub-Stationen befanden sich in Surabaya im östlichen Java und in Medan in Sumatra. Obamas Mutter lehrte Englisch für die U.S. Agency for International Development (USAID), eine große Frontorganisation für CIA-Aktivitäten in Indonesien und ganz Südostasien, insbesondere in Laos, Südvietnam und Thailand. Das Programm der USAID war bekannt als Lembaga Pendidikan Pembinaan Manajemen. Obamas Mutter, die von ihrem Sohn und anderen Leuten die sie angeblich in Hawaii und Indonesien kannten als Freigeist und “Kind der Sechziger Jahre” porträtiert wird, konnte einen Lebenslauf in Indonesien vorweisen der dem Hippie-Image deutlich widerspricht.

Dunham Soetoros Sprachtraining in Russisch an der University of Hawaii war wohl sehr nützlich für die CIA in Indonesien. Ein ehemals geheimes Memorandum vom 2. August 1966 vom Executive Secretary Bromley Smith des Nationalen Sicherheitsrats verlautbart, dass neben Japan, Westeuropa, Australien, Neuseeland, Malaysia und den Philippinen auch die Sowjetunion und deren osteuropäischen Verbündeten den Suharto-Coup begrüßten, weil jener ein alleinstehendes Indonesien schuf das “ein asiatisches Gegengewicht zu dem Kommunistischen China darstellt”. Die Aufzeichnungen zeigen, dass eine Anzahl an CIA-Agenten, die vor und nach dem Coup 1965 in Jakarta stationiert gewesn waren, wie Dunham Soetoro russich beherrschten.

Dunham Soetoro arbeitete während ihrer Aufenthalte in Indonesien und später Pakistan für die elitäre Ford-Stiftung, die Weltbank, die Asian Development Bank, die Bank Rakyat (die zum Großteil der Indonesischen Regierung gehörende Volksbank Indonesiens) und das CIA-verbandelte USAID.

USAID war an einer Anzahl von verdeckten CIA-Operationen in Südostasien beteiligt. Die Zeitung Washington Star berichtete am 9. Februar 1971, dass USAID-Funktionäre in Laos sich darüber bewusst waren dass der von USAID für die Armee in Laos bereitgestellte Reis an nordvietnamesische Armeedivisionen im Land verkauft wurde. Es hieß in dem Bericht, dass die USA die Reisverkäufe an die Nordvietnamesen tolerierten, da die Armeeeinheiten von Laos die den Reis verkauften geschützt waren vor nordvietnamesischen Angriffen sowie Attacken der kommunistischen Widerstandsbewegung Pathet Lao. USAID und die CIA benutzten außerdem den Reis, um Meo-Stammesmitglieder aus Laos dazu zu zwingen, die USA im Krieg gegen die Kommunisten zu unterstützen. USAID-Gelder, die für die verwundeten Zivilisten des Krieges in Laos und das öffentliche Gesundheitssystem vorgesehen waren, wurden für militärische Zwecke abgezweigt.

1971 wurde dem Zentrum für Vietnam-Studien an der Southern Illinois University in Carbondale, das Gelder von USAID erhielt, vorgeworfen eine CIA-Frontorganisation zu sein.
Von USAID finanzierte Projekte durch das Midwest Universities Consortium for International Activities (MUCIA) — die Universitäten von Illinois, Wisconsin, Minnesota, Indiana und Michigan State — wurden beschuldigt, CIA-Projekte zu sein, darunter jene für “landwirtschaftliche Bildung” in Indonesien und andere “Projekte” in Afghanistan, Mali, Nepal, Nigeria, Thailand und Südvietnam. Der Vorwurf kam im Jahr 1971 auf, das Jahr in dem Ann Dunham für USAID in dem Land arbeitete.

In einem Bericht der New York Times vom 10. Juli 1971 wurde der CIA und USAID vorgeworfen, 1,7 Milliarden US-Dollar “verloren” zu haben, die für das Civil Operations and Revolutionary Development Support (CORDS) Programm in Südvietnam genehmigt worden waren. CORDS war Teil der CIA-Operation Phoenix, in deren Verlauf südvietnamesische Dorfälteste und buddhistische Geistliche gefoltert und ermordet wurden.

USAID-Gelder flossen außerdem zur Fluglinie der CIA in Südostasien, Air America. In Thailand gingen USAID-Gelder für das Accelerated Rural Development Program in Wirklichkeit an eine CIA-Operation gegen kommunistische Aufständische. Geld für staatliche Arbeitsprogramme im östlichen Pakistan wurde im Jahr 1971 in den Monaten vor Ausbruch des Krieges mit Indien benutzt für Ost-Pakistans militärische Verstärkung an der Grenze zu Indien, was die US-Gesetze verletzte.

1972 gestand der Leiter von USAID, Dr. John Hannah, gegenüber Metromedia News dass USAID als Deckmantel für geheime CIA-Operationen in Laos verwendet wird. Es wurde auch berichtet, dass USAID von der CIA in Indonesien, den Philippinen, in Südvietnam, in Thailand und Südkorea eingesetzt wird. USAID-Projekte in Südostasien mussten von der
Southeast Asian Development Advisory Group (SEADAG) genehmigt werden, eine Organisation die der CIA unterstand.

Man fand auch 1972 heraus, dass das U.S. Food for Peace Programm von USAID und dem US-Landwirtschaftsministerium für militärische Zwecke benutzt wurde in Kambodscha, Südkorea, der Türkei, Südvietnam, Spanien, Taiwan und Griechenland. 1972 leitete USAID Geld an den südlichen Teil Nord-Yemens um die Truppen gegen die sozialistische Regierung Süd-Yemens zu unterstützen.

Einer der Partner von USAID in Indonesien war die Asia-Stiftung, gestartet im Jahr 1950 mit Hilfe der CIA um die Ausbreitung des Kommunismus in Asien einzudämmen. Das Gäste-Haus des East-West-Centers in Hawaii wurde von der Asia-Stiftung gesponsert. Dort übernachtete auch Barack Obama Sr. auch nach seiner Reise von Kenia nach Hawaii, die von Mboya organisiert worden war, einer der wichtigsten Kollaborateure der CIA in Afrika.

Dunham reiste außerdem nach Ghana, Nepal, Bangladesch, Indien und Thailand im Zuge ihrer Arbeit im Bereich Mikrofinanz. 1965 kehrte Barack Obama Sr. von Harvard nach Kenia zurück, mit einer neuen amerikanischen Ehefrau. Obama Sr. kam zusammen mit seinem alten Freund Mboya und mit anderen Luo-Politikern.

Der CIA Station Chief in Nairobi von 1964 bis 1967 war Philip Cherry. 1975 war Cherry der CIA Station Chief in Dacca, Bangladesch. Durch den damaligen US-Botschafter für Bangladesch Eugene Booster wurde er in Verbindung gebracht mit dem Attentat 1975 auf Bangladeschs ersten Präsidenten Sheikh Mujibur Rahman und Mitglieder seiner Familie.

Das Attentat wurde Berichten zufolge vom damaligen Außenminister Henry Kissinger angeordnet. Bangladesch befand sich ebenfalls auf der Liste der Länder, in denen Ann Dunham tätig war.

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2 comments

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luci 25. August 2010 at 20:25

‘Die Geschichte von Obama: Unter CIA-Freunden – eine sehr fundierte Materialsammlung’, spricht Bände über die imperialistische, kriegslüsterne US-Politik –
Obama ist nur eine weitere dieser Charktermasken un dreiht sich nahtlos in diese US-Kriegsverbrecherriege sämtlicher US-Regimes ein, auch diesen Dynamit-Preis, er hat ihn zu recht bekommen…
Widerwärtig solche Protagonisten, Millionen von menschen haben sie auf dem Gewissen, sie stehen auf einem gigantischen Leichenberg, widerwärtig auch, dass solchen Kriegern nicht endlich mal die gefolgsschaft verweigert wird!

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K U L I S S E N R I S S » Die Geschichte von Obama: Unter CIA-Freunden (Teil 1) 25. August 2010 at 15:04

[…] Die Geschichte von Obama: Unter CIA-Freunden (Teil 3) […]

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