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Geheimes Atomwaffenlabor im Fukushima-Komplex?

Die verheerende Informationspolitik der japanischen Regierung und des japanischen Atomkraftwerksbetreibers TEPCO nach dem Fukushima-Desaster soll informierten Spekulationen zufolge nicht einfach nur krasses Versagen verbergen, sondern etwas weitaus Heikleres: Eine verfassungswidrige Forschungsanlage für Atomwaffen. Der ehemalige Editor der Zeitung Japan Times Weekly Yoichi Shimatsu schrieb kürzlich:

„Viele japanische Journalisten und Geheimdienstexperten nehmen an, dass das geheime Programm ausreichend fortgeschritten ist für die schnelle Montage eines Arsenals an Sprengköpfen und dass Untergrund-Tests unterhalb der kritischen Masse mit kleinen Plutonium-Pellets durchgeführt wurden.“

In Reaktor-Einheit Nummer 4  soll Uran angereichert worden sein, mit dem sich anschließend waffentaugliches spaltbares Material herstellen lässt.

„Das überflutete Labyrinth aus Rohren, wo die Leichen zweier vermisster Arbeiter gefunden wurden – was bislang vor der Presse geheimgehalten wurde – könnte die Antwort auf das Mysterium liefern: Ein Labor das niemand zu erwähnen wagt.“

Der ranghohe Wirtschaftsplaner Nobusuke Kishi entkam nach dem Zweiten Weltkrieg dem Galgen und durfte seine Expertise in Japans neue zentral getsteuerte Planwirtschaft mitsamt dem dazu gehörenden Ministerium MITI einfließen lassen. Kishi pflegte gute Beziehungen zu US-Außenminister John Foster Dulles und wurde selbst 1957 Premierminister Japans.

„Sein Protégé Yasuhiro Nakasone, der ehemalige Marineoffizier und zukünftige Premierminister, führte Japans Kampagne an um unter der Deckung des Atomic Energy Basic Law eine Nuklearmacht zu werden.“

Der Deal sah folgendermaßen aus: Die USA durften Atomwaffen in Japan stationieren, Japan erhielt im Gegenzug die Erlaubnis für das zivile Atomprogramm. Kishi und sein Enkel Shinzo Abe, ebenfalls später Premierminister Japans, beteuerten dass das Land trotz Artikel 9 der Verfassung Nuklearwaffen besitzen dürfe, angesichts der Bedrohungslage durch Nordkorea und China findet diese Sichtweise immer mehr Anhänger. Der Historiker und Politexperte Wolfgang Eggert schrieb kürzlich:

Die Atomfrage ist in Japan das wahrscheinlichste sensibelste politische Thema. Das Land war gegen Ende des Zweiten Weltkriegs der erste und bis heute offiziell einzige Staat, der mit Kernwaffen angegriffen wurde. An den Folgen der amerikanischen Bombeneinsätze gegen die Städte Hiroshima und Nagasaki starben binnen kurzer Zeit eine Viertelmillion Menschen. Der desaströsen Erfahrung wegen ließ sich Tokio bisher erfolgreich in den Verzicht derartiger Waffensysteme drängen. Gleicher Grund, anderer Spin, konträre Entwicklung: Die Befürchtung, noch einmal einem solchen Angriff schutzlos ausgeliefert zu sein ließ in der politischen und militärischen Führung des Inselstaats immer wieder die Forderung nach nuklearem Abschreckungspotenzial laut werden.

„Pläne und Know How für eine japanische Atombombe existieren ohne Zweifel, erst recht Bestände von mehr als 20 Tonnen Plutonium – ausreichend für 4000 nukleare Sprengköpfe“, textete am Vorabend von George W. Bushs Wüstenstürmen im Jahr 2003 die deutsche „Welt“. Rokkasho und das M-V Programm waren beredte Zeugen dieser Feststellung.

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