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Libyen: Die meisten Bilder sind gestellt

Ein Beitrag von Helmut Scheben. Er gehört zu den erfahrensten Redaktoren der “Tagesschau” des Schweizer Fernsehens SRF.

Journal21.ch
Bürgerkrieg in Libyen, jetzt sind wieder Kampfbilder im Umlauf. Da wird geflüchtet, in Stellung gegangen, geschossen, es kracht und raucht. Das Fernsehen zeigt die furchbaren Dinge wie sie sind, könnten naive Zuschauer denken, doch sie sind im Irrtum. Die meisten Bilder von Kampfhandlungen sind gestellt. Das ist eine banale Weisheit, denn jedem ist klar, dass ein Kameramann oder eine Kamerafrau keine Kampfhandlungen aus der Nähe filmen kann, es sei denn sie sind lebensmüde.

Einigermassen organisierte militärische Einheiten werden den Medien zudem überhaupt keinen Zugang zu Kampfgebieten erlauben, denn sie tragen Veranwortung für das Leben von Zivilpersonen. Andere leisten sich sogenannte “embedded journalists”, mit der simplen Absicht, das eigene Handeln zu rechtfertigen. Doch grundsätzlich gilt: es muss hin und wieder für die Kamera geschossen werden, und das muss so ablaufen, dass das Kamerateam keine Probleme mit Entfernung, Belichtung und Gesundheit hat.

Es gibt nun mal keinen Krieg, ohne das geschossen wird

Denn die Fernseh-Teams wollen nicht nur Flüchtlingslager und Pressekonferenzen zeigen wollen, sie wollen möglichst „echte“ Kriegsaufnahmen liefern. Fernsehen hat den Anspruch, Realität abzubilden, und es gibt nun mal keinen Krieg, ohne dass geschossen wird, sollte man meinen. Die Lösung dieses Problems erreicht man, indem man so tut als ob. Ich habe mir gestern Sonntag die Mühe gemacht, das Rohmaterial genau anzusehen, das aus Libyen über den Eurovision News Exchange (EVN) innert 24 Stunden reingelaufen kam. Es ist eine Menge Material. Bei den meisten Bildern ist die Montage eindeutig zu erkennen. Da werden Sequenzen vom umkämpften Ort Bin Jawad geliefert, die im Beiblatt Titel tragen wie „Jawad fighters“ oder „Jawad battle“ oder „Jawad retreat“ etc.

Doch die Bilder sind weitab von dem Ort irgendwo am Strassenrand gedreht. Da steigt die Schar der Kameraleute und Fotografen aus ihren Autos, und dann lassen die Fighters ein paar Feuerstösse aus ihren Kalaschnikows los, und alles wird gefilmt. Dann schiesst einer aus einer Panzerfaust. Er steht und schiesst in die Wüste. Irgendwohin, aber es ist wirklich ein grossartiges Bild, erst halbnah und dann total.

Nicht Scharfschützen entscheiden einen Krieg sondern Fernsehbilder

Dann erklärt einer der Aufständischen vor der Kamera, dass sie jetzt den Ort Bin Jawad unter Kontrolle haben oder in den nächsten Sunden einnehmen und dann weiter nach Westen vorstossen. Wir müssen es ihnen glauben, überprüfen kann man es kaum. Die Aufständischen wissen, wie wichtig das Fernsehen in der Propaganda-Schlacht ist. Jeder Gymnasialschüler weiss heutzutage, dass nicht Scharfschützen einen Krieg entscheiden sondern die Fernsehbilder.

Ein anderes Beispiel: Benghazi. Weit und breit keine Kampfhandlung. Ein Reporter interviewt die verwegenen Gestalten der Milizen, vom Outfit her ein Melange aus Pirat, Beduine und Rambo. Dann wird der Befragte gebeten, mit seiner Waffe in Stellung zu gehen. Sehr gute Aufnahme, erst das Gesicht im close-up, dann die Kalaschnikow, dann der Finger am Abzug.
Bei dieser Arbeitsweise kann es passieren, dass bei all der martialischen Schiesserei aus Versehen am Bildrand Leute zu sehen sind, die ihre Suppe essen oder eine Zigarette anzünden. Doch die kann man am Schnittplatz entfernen.

Action statt langweilige Pressekonferenzen

Man zeigt das Flab-Geschütz, das feuert und textet dazu: „Aus Bin Jawad, westlich vom Ölhafen Ras Lanuf, werden schwere Kämpfe gemeldet.“ Und als Bild dazu noch ein Panorama von der Wüste, wo weit entfernt Rauchwolken zu sehen sind. Den Schuss-Lärm kann man eventuell weiterziehen auf die Wüsten-Totale. Action-Bilder sind besser als langweilige Bilder von Pressekonferenzen, das wissen alle Fernseh-Redaktoren und Redaktorinnen, die jungen und die alten. Ich bin aber nicht ganz sicher, ob sich alle darüber im klaren sind, wie die Bilder zustande kommen, mit denen wir 24 Sunden am Tag zugeschüttet werden. Mehr und mehr tauchen auch Handy-Filme auf – eine äusserst unsichere Informationsquelle. Unser aller Problem ist, dass das Wort „Krieg“ von Klischees verhangen ist. Archaische Bilder möchte ich sie nennen. Die Schützengräben von Verdun, die Gasangriffe, die Artillerie, die Bomben. Wir tragen in uns das Bild vom Krieg. Hollywood hat diese Vorstellungen ausgiebig bedient.

Anfang der achtziger Jahre wurde ich in El Salvador und Nicaragua immer mal wieder von Reportern kontaktiert, die aus Europa geschickt wurden, um den Bürgerkrieg zu covern. Manche kamen in kugelsicherer Weste am Flughafen an und fragten nach dem kürzesten Weg zu den Frontlinien. Bei Pizza und Bier musste man ihnen erst mal in Ruhe erklären, dass es in dieser Art von Guerrilla-Aufständen keine Front gab, und dass keine Gefechte zu filmen waren – es sei denn man spielte ein wenig Theater.

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52 comments

Libyen: Die meisten Bilder sind gestellt 22. März 2011 at 12:04

[…] Quelle […]

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yang 21. März 2011 at 20:26

… was für ein dürftiges argument
“Das ist eine banale Weisheit, denn jedem ist klar, dass ein Kameramann oder eine Kamerafrau keine Kampfhandlungen aus der Nähe filmen kann, es sei denn sie sind lebensmüde.”

les dir mal das buch “the bang bang club” durch…

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Arjanos 20. März 2011 at 22:07

danke für diese seite und das ersichtlich ist, nicht alleine zu sein. wir müssen endlich aufstehen…

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rnz-blog.de » Libyen: Die meisten Bilder sind gestellt 20. März 2011 at 8:49

[…] Da wird geflüchtet, in Stellung gegangen, geschossen, es kracht und raucht. Das Fernsehen zeigt die furchbaren Dinge wie sie sind, könnten naive Zuschauer denken, doch sie sind im Irrtum. Die meisten Bilder von Kampfhandlungen sind gestellt. Das ist eine banale Weisheit, denn jedem ist klar, dass ein Kameramann oder eine Kamerafrau keine Kampfhandlungen aus der Nähe filmen kann, es sei denn sie sind lebensmüde Continue reading […]

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Fluppe 18. März 2011 at 20:42

http://www.handelsblatt.com/politik/international/wahrheit-und-propaganda-vor-den-bomben/3966000.html

“Bei Berichten über Luftangriffe und Tote mussten sich die Medien auf die schwer belegbaren Angaben der Aufständischen verlassen.”

“BrüsselDer Westen hat grünes Licht für einen Militärschlag gegen das Gaddafi-Regime. Doch die bislang vorliegenden Beweise für systematische Gräueltaten des Diktators gegen die Zivilbevölkerung sind dünn – trotz Spionagesatelliten und anderer Aufklärungstechnik.”

“„Für großflächige Bombardements müsste es Beweise geben“, erklärt ein Experte. Die auf Fernsehbildern gezeigten Einschlagkrater könnten auch von Artilleriegeschossen stammen. „Wir haben keine handfesten Hinweise, dass es flächendeckende Bombardements gibt“, sagte vor wenigen Tagen ein hochrangiger EU-Vertreter. „Da muss Mosaiksteinchen für Mosaiksteinchen zusammengeführt werden“, ergänzt ein Militär.”

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Fluppe 18. März 2011 at 20:33

Nubischer Sandstein-Aquifer

“Mit dem Begriff Nubischer Sandstein-Aquifer (engl. Nubian Sandstone Aquifer) wird ein großes unterirdisches Wasserreservoir mit fossilem Grundwasser in der Nubischen Wüste bezeichnet. Es handelt sich dabei um eines der größten bekannten Grundwasserreservoire der Welt. Es erstreckt sich über eine Fläche von ca. 150.000 Quadratkilometern auf einem Gebiet, das sich über die Staaten Ägypten, Libyen, Sudan und Tschad verteilt..”
Quelle: wikipedia

“Wasserreserven versiegen schneller als Ölreserven

Alle reden über das teure Öl. Doch sauberes Wasser wird noch schneller knapp auf der Welt. Ein neuer Milliardenmarkt tut sich auf. Einige Unternehmen haben erkannt, dass sich mit der Aufbereitung des kostbaren Gutes viel Geld verdienen lässt.[…]”

Quelle: faz http://www.faz.net/-00mam7

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José 18. März 2011 at 13:14

Mein Güte, ihr glaub ja gar nicht was man sich da in der Arbeit anhören muss!

Gaddafi isn Oberdiktator
und Massenmörder! Klaut dem Volk das ganze Geld und Partyzipirt auf seiner Villa! Da sterben ja Leute, da müssn ma gleich Losbombn!

m/

Da werden alle auf einmal Hirntot, die absoluten Oberhetzer und haben keinen moralischen Grundgedanken mehr. Wie wenn die wüssten wies den Leuten da unten geht oder was Gaddafi getan hat.
echt zum kot…

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Sandra 17. März 2011 at 20:40

Vielen ank für diesen tollen Berricht. Schon immer kamen mit viele Bilder z.b aus Spiegel.de sehr komisch vor..

Mein Verdacht hat sich bestätigt.

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tomtom 14. März 2011 at 10:13

… und doch ist alles nur “Wag the Dog”

http://en.wikipedia.org/wiki/Wag_the_Dog

Denn wenn der Schwanz erst einmal mit dem Hund wedelt, ist nichts so, wie es zu sein scheint.

Je genauer man die Opern, die Hollywood uns präsentiert, betrachtet, so stellt man fest, dass auch ‘the real life” nichts anderes zu bieten hat, wie rutschige Bananenschalen …

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mentor 14. März 2011 at 1:28

find ich auch zum kotzen das Löschen von Beiträgen!
Wir sind doch nicht in China.

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stefan 13. März 2011 at 18:18

alex es wär super wenn du der frage auf den grund gehen könntest warum und wovor die leute aus nordafrika angeblich “fliehen”

da sie offensichtlich keinen grund haben wäre es interessant zu wissen was diese millionen von menschen hier wollen…

ich hoffe es ist nicht das hier:

” Ihr werdet Einwanderer haben, die Menschen werden von Libyen aus in Europa einfallen. Und es wird niemanden mehr geben, der sie aufhält. Es wird direkt vor eurer Nase den islamischen Dschihad geben (Anm. Holocaust, Vernichtung Andersgäubiger)” (Rede von Ghaddafi)

http://polskaweb.eu/ideologien-brussel-und-dubiose-fluechtlinge-7686355.html

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Janko Weber 13. März 2011 at 14:22

Libyen!
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d3/Ar-Libya.ogg

@Blume
Das soll ein Scherz sein, stimmts?

Janko Weber (Terrorismus-Experte)

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burro 13. März 2011 at 13:41

hallo leute,
das es infokrieg gibt deutet ja schon an, dass gewisse menschen die information der bevölkerungen einseitigt geprägt sieht und dem etwas entgegenstellen will. dies kann nur bedeuten differentiert, aus verschiedenen perspektiven, eine problematik anzuschauen. die sowohl als auchs zu präsentieren. bei der lybienproblematik erkenne ich verschiedene fronten: die propagandisten, die pragmatiker und die idealisten. was die propagandisten von sich geben kann jeder im mainstream sehen, hören und lesen. die gegenmeinungen zu den propagandisten teilen sich in prakmatikern und idealisten, und scheinbar entsteht hier entlang die diskussion. diese sollte aber nicht spalterisch wirken sondern aufklärerisch. den idealisten kann ich mich anschliessen in der analyse von lybiens politische führung, als diese menschen einsperrt, mit den eliten geschäfte treibt, beihilfe leistet zu genozieden usw. somit ist klar das lybien keine ideale regierung hat. die gibt es auch nicht auf dieser kugel solange das fraktionale geldsystem über alles herrscht. den pragmatikern kann ich mich anschliessen in bezug auf die sozialen, wirtschaftlichen und auch politischen errungenschaften, welche die lybische politische führung erreicht hat und so manches “demokratisch” westliche nation in den schatten stellt. will mensch stellung beziehen zur lybien problematik gilt es primär erwähntes zu berücksichtigen. dann spielt es auch keine primäre rolle mehr ob uns gestellte bilder oder nicht präsentiert werden. es geht aus meiner sicht doch darum abzuschätzen ob sich die verhältnisse für die lybische Bevölkerung bei einen machtwechsel verbessern oder verschlechtern würden. hier ist meine haltung klar, es würde sich verschlechtern, und deswegen bin ich eher ein freund der pragmatiker. auch deswegen weil in lybien kurz vor, der meiner meinung nach konstruierten, revolte eine politische dezentralisierung angestrebt wurde, welche der bevölkerung mehr mitspracherechte eingeräumt hätte. weiter ist lybien vorreiter in der vereinigung afrikas gegen ihre ausbeuter und somit ein sehr schlechtes beispiel für die wirtschafts- und finanzelite. die verantwortlichen für die situation in lybien wie auch aller missstände auf der erde sind immer die gleichen und können immer ausgemacht werden: die finanzelite mit den von uns gegebenen recht ein fraktionales Geldsystem führen zu dürfen, das industrielle militärische komplex, welche alle mit waffen versorgt, die politiker welche sich obenerwähnten verkauft haben und die propagandamedien, welche menschen und situationen gegeneinander aufheizen. eins zeigt uns diese realitäten aber sicherlich, es geht immer um Interessen im laufenden globalen und perversen spiel. ideale dienen nur noch um sich, die eingene gruppierung, organisation oder nation die illusion zu geben es ginge nicht um interessen.
schöne zeit
burro

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madurskli 13. März 2011 at 10:54

Voll der uninformierte Hetzer.

Aber so geschädigt sind alle Al Jazeera Gläubigen, die dann meinen sich DIE WAHRHEIT schimpfen zu müssen.

Noch mehr Lügen der Medienhuren:
Libya False Flag -part 1: Reuters Hoax EXPOSED
http://www.erinnerungsforum.net/forum/politik-weltgeschehen/pulverfass-nordafrika/msg30329/#msg30329

Libyen: Das Säbelrasseln der Medien
http://www.erinnerungsforum.net/forum/politik-weltgeschehen/pulverfass-nordafrika/msg30309/#msg30309

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Blume 13. März 2011 at 4:18

Wer wirklich glaubt einige Reporter würden sich nicht in die Schusslinie begeben soll sich mal bitte die Doku “War Photographer” mit James Nachtwey ansehen!!

http://www.youtube.com/watch?v=x3VoyjUP8hg

http://www.youtube.com/watch?v=6pPxqWe7j1U

Wer will kann sich ja mal seine Fotos ansehen.
Einige Bilder werden mir nie aus dem Kopf gehen. :/

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Nürnberger_Paladin 14. März 2011 at 12:26

Ach Mäuschen, dich kann mal wirklich mit jedem noch so vergammelten Stück Käse ködern. Ein bisschen Melodramatik, Appelle an das Gute im Menschen und du schluckst sogar Gift.

Was glaubst du weshalb es eine Oskarnomierung gab? Aber Friedensnobelpreisträger setzen sich ja auch für den Frieden ein.

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Blume 14. März 2011 at 20:59

Gift nennst du James Nachtweys Bilder?

Argumente??

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Gadafie 13. März 2011 at 2:51

Hallo

Also dazu möchte ich mich gerne wie folgt äußern…

Ich selbsthabe ei recht Einfaches Fernstudium in Hamburg gemacht als Jornalist und wollte unbdeint Kriegsberichterstatter werden und da ist es mir als Ex Soldat das Absolute Ziel ganz vorne mit dabei zu sein.

Mir ist es als Jornalist der für gute Bilder und eine Story lebt genau das was ich suche , wenn die Granaten und das Geschehen recht dicht bei mir Einschlagen, auch wenn Tot und Leid dabei an der Tagesortnung sind.

Sind es doch genau die Bilder die mir richtig Geld und Annerkennung einbringen.

Darum lache ich immer höhnich über die Tollen Super Star RTL, Sat 1 und öffentlich Rechtlichen etc. Reporter die vor Gestellten Leinwänden auf Angbelichen Hotel Dächern etc. ihrer Texte Runterarttern.

Ich erkenne sofort ob ein Bild Gestellt ist oder nicht.

Ich erinnere mich da an Antonia Rados die Angeblich mitten in Bagdad beim letzen Golfkrieg auf einem Hochhaus Stand und die Einschläge im Hintergrund zu ihrer Vorab Getippten Story gefillmt haben soll.

Angeblich alles Live 🙂

Ja ne ist klar die Verdient soviel Geld mit Bildern von Menschen wie ich es bin , solche Reporter wie A. Rados würden sich nie in Gefahr begeben.
Geschweigedenn mitten in Bagdad auf einem Hochhaus in der Nacht stehen wo keine 2 km Hunderte von Ferngelenckten Bomben die Gebäude Treffen.

Die Bilder wurden von einem Kolegen von mir mit einer Ferngesteuerten Kammera gemacht die er vom Keller dieses Gebäudes eine Nacht vorher gemacht hatt sie gingen dann durch die Zensur der Nato und wurden uns hier in Deutschland und der Wet 24h später gezeigt !

Wie Alex das schon Schrieb alles ein großer Schwindel.

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Blume 13. März 2011 at 20:06

Jemand mit einer derart haarsträubenden Rechtschreibung will Journalist sein?

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natas 15. März 2011 at 10:11

Journalist kann sich ja leider jeder nennen, Redakteur wäre etwas anderes.

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warthawk 13. März 2011 at 2:38

auf deinen selten dämlichen reply “sieh dir mal die daten für deutschland an” konnte ich dir nicht antworten – die deutschen daten sehen dagegen nämlich völlig beschissen aus – selbst in der vom “wahrheitsministerium” gefakten form – aber dieses posting ist das dümmste, dass ich seit langem gelesen habe – der text stammt nämlich von einem erfahrenen kameramann des schweizer fernsehens – der weiß was er da so von sich gibt!

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crovk1991 12. März 2011 at 23:11

Ich glaube auch das viele Bilder gestellt sind. Interesant ist es , dass man dieses verfälschen von Videobeiträgen nur dort gemacht wird wo die ganz Großen (USA, GB, F) mitspielen. In Afganistan ist das genauso. Aber damals im Ex-Yugo Krieg (1991-1995) gab es so etwas nicht. Die Reporter waren wirklich bei Straßenkämpfen oder anderen Kampfhandlungen. In yuotube gibt es viele Amateurfilme von Kroatien und zwar direkt an der Front z.B. http://www.youtube.com/watch?v=gf7cP-2qkt8&feature=related

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interessent 12. März 2011 at 12:17

“Einigermassen organisierte militärische Einheiten werden den Medien zudem überhaupt keinen Zugang zu Kampfgebieten erlauben,denn sie tragen Veranwortung für das Leben von Zivilpersonen.”

generell finde ich die sichtweise des artikels sehr interessant, aber hatte mir mehr davon erhofft. wieso soll es so schwer sein, an filmmaterial von kampfszenen z.b. ranzukommen? in der bundeswehr gibt es beispielsweise das EKT (einsatzkamerateam) das alles filmt. zudem scheint journalismus ein dreckiges geschäft zu sein, in dem nur die besten sehr gut aufsteigen und bezahlt werden. und zu den besten gehört man, wenn man mitten im krisenherd filmt, ohne jegliche gewährleistung ob man es überlebt.

so denke ich und erkläre ich mir die bilder.

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MadChengi 12. März 2011 at 10:13

Schon merkwürdig, dass Sarkozy sofort bereit ist mit irgendwelchen Beduinen, Kameltreibern, Bazarhändlern, schiesswütigen Irren und Banditen aller Art zusammenzuarbeiten und die fast schon als EU-Beitrittskandidaten zu behandeln. Ueberhaupt sehe ich in Aegypten, Tunesien, Lybien und ganz Nordafrika dieselben Gesichter wie hier bei uns zu hause im Rotlichmilieu die Visagen die ander abstechen für eine Handvoll Drogen. Die sollen jetzt Demokratie herzaubern, ja spinnt ihr denn alle??? Das wird ein Horrspektakel, neue Gauner werden die Macht wie Hyänen untereinander aufteilen.

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check 18. März 2011 at 12:38

was Tunesien betrifft liegt völlig neben der Spur ! Dieses Kleine Land hat in Zeiten eine Großmacht representiert, da wart ihr hier noch in den Wäldern mit scharfen Steinen unterwegs !!
ich lebe seit 8 Jahren in diesem Land und die meisten Tunesier die ich kenne sind entweder Studenten oder Ingenieure. mach lieber dia Augen auf ! Peace

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Janko Weber 12. März 2011 at 4:25

@Blume
>Hm, vielleicht deswegen?

NEIN. Das ist sowieso verjährt!

Janko Weber (Folteropfer)

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Blume 13. März 2011 at 17:38

?????

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Janko Weber 11. März 2011 at 23:37

http://de.wikipedia.org/wiki/Libyen
Zitat:
“Libyen hat eines der höchsten Pro-Kopf-Einkommen des afrikanischen Kontinents. Die Sozialversicherung der Einwohner umfasst die kostenlose medizinische Versorgung, sowie Witwen-, Waisen- und Altersrenten. Allgemeine Schulpflicht bei kostenlosem Unterricht besteht für Sechs- bis Fünfzehnjährige.”

“Seit 2002 verfolgt die libysche Regierung jedoch einen vorsichtigen Kurs der Liberalisierung, der sich in einem deutlich steigenden Wachstum bemerkbar macht. So liegt das reale Wirtschaftswachstum seit 2003 regelmäßig über 5 %. 2005 betrug das reale Wachstum 6,3 %, das vorläufige Wachstum 2006 wurde mit 5,6 % angegeben, für 2007 wurden 9,2 % geschätzt und für 2008 wurden 8,8 % erwartet. Nicht zuletzt die deutliche Zunahme des Ölpreises erlaubt es der Regierung, die Reformen zu beschleunigen. Ende März 2007 wurde in Bengasi die erste Börse Libyens eröffnet.”

“Libyen ist Mitglied der Vereinten Nationen (UN), der Afrikanischen Union (AU), der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC), der Organisation arabischer Erdöl exportierender Länder (OAPEC)…”

Das klingt mir alles nach einem voll integrierten, aufstrebenden Land!
Mir ist nicht klar was das Volk mit der Politik des Landes für ein Problem hat. *?

Eine Frage:
Wieviel Prozent der Bevölkerung in Libyen hungert?

Janko Weber (Terrorismus-Experte)

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M.J. 11. März 2011 at 22:53

Ich war gerade mal auf der EVN Seite. Leider kann man dort nur als Mitglied die Beiträge sehen. Es wäre wirklich interessant, wenn man die Filme ungeschnitten im Netz ansehen könnte. Wie schon im Beitrag geschrieben, “nicht Gewehre entscheiden über einen Krieg, es sind die Fernsehbilder.” Man kann sich auch “Wag the Dog” anschauen. Aber es ist etwas anderes, ungeschnittenes Nachrichtenmaterial zu sehen, als einen Hollywood Film.

Die Unruhen in Libyen werden von den Medien aufrecht erhalten, damit die Ölmultis und Spekulanten sich nochmal die Taschen stopfen können, bevor man sich an das Öl im Sudan und Ruanda machen. Vielleicht platzt auch bald die Ölblase und wir haben eine neue Finanzkrise.

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searyel 11. März 2011 at 20:23

keine ahnung was du für bilder oder videos meinst aber die sachen die ich schon gesehn hab bilder/videos sind schon hart genug … ich meine willst du unbedingt sehn wie irgendwelche leute erschossen werden… ich meine da unten sterben sie reihne weise und du macht nen thema auf die bilder sind gestellt … wen interessiert das… meinst du das hilft denen da unten?

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ErifOrcim 11. März 2011 at 20:34

Es gibt einen unterschied zwischen Revolution und Putsch. Wenn die Medien die Berichterstattung fälscht bekommst du einen komplett verzehrten eindruck von Lybien. Siehe Sarkozy, der Wahnsinnige will damit einen Luftangriff auf Lybien rechtfertigen.

Versteh mich nicht falsch, ich bin auch kein Fan von Gaddafi, aber die Hetzkampanie von den Medien muss auch nicht sein!!

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MadChengi 12. März 2011 at 10:07

Der Beitrag könnte von einem Chefredaktor der Bild sein, oder von meiner Mutter – gott hab sie seelig!

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Janko Weber 11. März 2011 at 17:56

Manipulierte Bilder, klar!
Aber auf Bild-Manipulation fällt der Herr Alexander Benesch schon auch mal noch rein. Oder wie war das bei dem Artikel mit gleichen Symbolen in unterschiedlichen Krisengebieten?
Die Medien haben keine Skrupel davor Fotos deutlich zu verändern (zu manipulieren!) und dann der breiten Masse zu zeigen…

Janko Weber (Terrorismus-Experte)

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Janko Weber 11. März 2011 at 18:03

Das “davor” gibt es gratis dazu!

Janko Weber (Folteropfer)

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sascha 11. März 2011 at 17:23

Wer ist dann für die Requisiten verantwortlich? Ich mein die ganzen ”toten” Puppen und das ganze künstliche Blut?

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Freigeist 11. März 2011 at 17:12

Ich meine, natürlich weiß ich dass die sowas inszenieren, aber dann so plakativ.

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Danny 11. März 2011 at 17:24

Für den Großteil der Bevölkerung (Schlafschafe)wirds wohl reichen, sonst würden die sich mehr Mühe geben…

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Freigeist 11. März 2011 at 17:11

Ich habe mich auch schon gefragt, wieso die versuchen mit alten ZPU Zwillingsgeschützen auf Kampfjets zu schiessen.

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natas 11. März 2011 at 17:20

Hmm, vielleicht haben die nichts anderes. Und, abgesehen von ein paar französischen Mirage, ist die lybische Luftwaffe in etwa im gleichen alter wie die ZPU. Von daher passts dann ja wieder 🙂

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Chef 11. März 2011 at 16:51

“Einigermassen organisierte militärische Einheiten werden den Medien zudem überhaupt keinen Zugang zu Kampfgebieten erlauben”

Bei den Aufständischen handelt es sich aber nicht um einigermassen organisierte militärische Einheiten, sondern um Dilletanten, welche das erste mal in ihrem Leben eine Kalashnikov oder ne Panzerfaust in der Hand haben. In einem Artikel habe ich letzthin sogar gelesen, dass sie lieber ihr Wappen auf ihre weissen Jeeps malen, als diese irgendwie sandfarben zu streichen, damit sie ein wenig getarnt wären.

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natas 11. März 2011 at 16:56

Das Auftragen von “Gruppierungssymbolen” schützt allerdings besser vor friendly-fire, gerade in einer Anfängertruppe. Tarnen braucht mann Autos für den Guerillakrieg eher nicht, da die meisten Kampfhandlungen innerhalb von Ortschaften oder bebauten Arealen stattfinden.

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Tony Ledo 11. März 2011 at 16:15

Klasse Beitrag. Irgendwo wird in Libyen schon gelegentlich gekämpft werden, aber was weiss man Genaues? Für die Redakteure von Nachrichtenformaten ist das jedoch mit das Schlimmste, was passieren kann: Nichts zu wissen. Das versucht man zu kompensieren. Die Partisanen, der Widerstand, propagieren und Gaddafis Seinen auch. Irgendwo suchen manche aufrechte Journalisten dann eine Mitte oder doch mal das Bruchstück einer Wahrheit herauszufiltern. Andere berichten das, was sie meinen, was das westliche Publikum hören soll … gleichgeschaltete CNN, ARD, ZDF, TF, BBC, usw..

Dennoch, wenn man Berichte aus 2009, 2010 über Libyen liest, auch von Leuten, die sich das Land mal angesehen haben, wird deutlich, dass Gaddafi längst nicht den Rückhalt in der libysichen Bevölkerung haben kann, auf den er meint, um sich in Zukunft sicher zu halten, sich berufen zu dürfen.

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Tony Ledo 11. März 2011 at 16:23

Da fält mir noch etwas Witziges ein: Zur Zeit der Berichte, die penetrant im Winter eine Schneekatastrophe hochstilisierten und irgendwann von der Realität eigentlich hätten eingeholt werden müssen, sendete das ZDF einen angeblichen Live-Bericht aus der ‘Schnee-Zone’. Es war kaum zu glauben: ein Reporter stand heftig umweht von ‘dichtem Schneegestöber’ aber weder bewegte sich sein Haar noch blieb irgendetwas von dem ‘Schnee’ an seinem Mantel hängen. Wir haben uns das dann sehr genau angeschaut: Das ‘Schneegestöber’ war tatsächlich ein künstlich eingeblendeter Effekt! ….

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Ela 11. März 2011 at 15:48

Schaut euch den Klassiker “wag the dog” an, dann wisst ihr, woran ihr mit Glücks-TV seid.
Infokrieg halt 🙂

Ich fasse seit sieben Jahren keinen Fernseher mehr mit der Kneifzange an und bin schockiert, wie wenig mein Umfeld über wirklich wichtige Themen in Sachen Politik, Gesundheit, Technik bescheid weiss. Selbständigkeit = NULL. Das Netz hat auch seine Tücken, man muss – und kann aber auch besser – vorsortieren.

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mar70 11. März 2011 at 17:05

Das kann täuschen, da wissen bestimmt mehr Leute bescheid, als man so denkt. Ich denk mir, viele spielen nur den angepassten Systemling, um nicht unangenehm aufzufallen.

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Maria Lourdes 11. März 2011 at 15:26

Ich hab das schon vor ein paar Tagen entdeckt, im ZDF sah ich am Montag Bilder, die schon am Freitag gesendet wurden. Wir werden verar…t!
Aber nicht nur die Bilder sind falsch. Es wird gelogen in den Medien, bis sich die Balken biegen. Eine regelrechte Gehirnwäsche findet da statt. Diese „Gehirnwäsche mit Tradition“ hat der amerikanische Wissenschaftler Norman Solomon erforscht, und die beiden Dokumentarfilmer Loretta Alper und Jeremy Earp haben diese Geschichte in einem wunderbar eindrucksvollen Film erzählt. “Wahrheit oder Lüge?”
http://www.weltkrieg.cc/die-kriege-der-usa/wahrheit-oder-luge-video_8f29b92ca.html

Gruss und Frieden auf der Welt
sagt: Maria Lourdes Weltkrieg.cc

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andreas 11. März 2011 at 14:40

kann und möchte jemand interessante spielfilme zum thema medien vorschlagen.

nicht nur kriegsthematisch empfehle ich z.bsp. “network”, “39.90” oder “radio talk” …

ich will nicht auf filmkritiken hinaus, aber ich denke ehrlich gemachte spielfilme zeigen im gegensatz zur harten fakten-doku auch ‘banale’ menschliche charakterzüge, zwänge, lebensläufe, existenznöte auf und eben wie menschen manipuliert oder gar erpresst werden und dann ev. selbst zum meister in diesem geschäft werden.
die aussteiger und whistleblower aus diesen teufelskreisen sind unsere besten informanten…

danke für eure tipps…
andreas

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madurskli 11. März 2011 at 14:40

Danke Alex, schade das du keine Quellen angibst.

An vorderster Stelle:

http://www.my-metropolis.eu/Nachrichtenticker/Nachrichtenticker.php

oder meine Recherchen zu Libyen:
Speziell zur “neuen” Flagge Libyens:
http://www.erinnerungsforum.net/forum/sehenswertes/gegen-das-vergessen/msg30183/#msg30183

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Gedankenverbrecher 23. März 2011 at 23:55

Bei sämtlichen Artikeln auf dieser Seite fehlen die Quellen. Die persönliche Meinung des Verfassers wird zu Stark in den Vordergrund gerückt. Mehr Fakten währen wohl angebracht, aber anscheinend reicht es für die Meisten.

Der Journalist am Fließband …

http://www.nzz.ch/nachrichten/hintergrund/wissenschaft/der_journalist_am_fliessband_1.4439042.html

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