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Wie die PR-Agenten der Globalisten durch Wikileaks psychologische Kriegsführung betreiben

Foto: Haxorjoe

Scott Creighton
American Everyman
December 13, 2010

Michel Chossudovsky von Global Research veröffentlichte das Transkript eines interessanten Interviews von NPR über Wikileaks mit dem leitenden Washington-Korrespondenten der New York Times David Sanger. Sanger ist einer der führenden New York Times-Reporter die beauftragt wurden mit der Bearbeitung der US-Botschaftsdepeschen, die durch Wikileaks „beschafft“ worden waren. Er nahm auch an Treffen u.a. mit der Obama-Administration teil wo entschieden wurde, wie die Depeschen zensiert und veröffentlicht werden sollten.

Sanger ist ein Washington-Insider der sehr starke Verbindungen zum Weißen Haus besitzt, sowohl unter unter Bush als auch Obama. In seinem Buch erklärt er auch, Zugang zum White House Situation Room bekommen zu haben. In seinem Werk “The Inheritance: The World Obama Confronts and the Challenges to American Power” unterstützt er die Notwendigkeit von militärischen Angriffen gegen den Irak, Afghanistan, Pakistan und auch den Iran. Sein Job ist es also, bei dem linksliberalen Publikum Unterstützung für den Krieg gegen den Terror zu generieren. Hier ist ein Ausschnitt des Klappentextes des Buches:

“Sanger nimmt den Leser mit in den White House Situation Room um zu enthüllen, wie Washington Teherans Nukleargeheimnisse penetrierte, was Präsident Bush in seinem letzten Jahr dazu drängte, unter Geheimhaltung und erheblichem Druck vermehrt verdeckte Aktionen zu authorisieren um den Bau einer iranischen Bombe zu verzögern. Währenddessen waren seine Geheimdienstchefs wiederholt auf geheimen Missionen in Pakistan wo sie versuchten, einen wachsenden Aufstand zu bremsen und mit einem Verbündeten umzugehen, der zwar Milliarden an amerikanischer Rüstungshilfe erhielt aber zugleich den Feid unterstützte. Jetzt muss der neue Präsident lebenswichtige Entscheidungen treffen: Ist es besser sich mit einem nuklearen Iran abzufinden oder eine offene bzw. verdeckte Konfrontation zu riskieren? Ist es die Sache wert, US-Streitkräfte tief in pakistanisches Territorium zu entsenden und zu riskieren dass man dabei eine istabile pakistanische Regierung unterminiert die auf einem Nukleararsenal sitzt? Es ist ein Wettlauf mit der Zeit und mit einer neuen Anstrengung islamischer Extremisten – noch nie zuvor enthüllt – um heimlich still und leise Pakistans Nuklearwaffenprogramm zu infiltrieren….

[Das Buch] untersucht die bedrohliche Kalkulation von Kim Jong-Il in Nordkorea, der Massenvernichtungswaffen herstellen ließ während genau den Monaten in denen die Bush-Administration im Irak Phantome jagte, und der seine Nukleartechnologie anschließend im mittleren Osten verkaufte im Zuge einer Operation, von welcher der amerikanische Geheimdienstapparat keine Ahnung hatte.“

Sanger betet praktisch die gesamte Agenda der Globalisten nach und verleiht seinen Ausführungen, die identisch sind mit denen der Neokonservativen, einen linksliberalen Anstrich und ein bipartisanes Gütesiegel. Chossudovsky schreibt:

„Sanger ist Mitglied des Council on Foreign Relations (CFR) sowie der Aspen Strategy Group zusammen mit Madeleine K. Albright, Richard Hass, R Talbott, Robert.B. Zoellick (Präsident der Weltbank) und Philip Zelikow (ehemaliger  Executive Director der 9/11-Untersuchungskomission).“

David Sanger lobpreist u.a. Joe Lieberman in dem NPR-Interview:

“Ich berichte seit langem über Senator Lieberman und habe viel von ihm gelernt über nationale Sicherheit.”

Es gibt im Kongress wohl keinen größeren Feind der Freiheit im Internet als Lieberman und kaum jemanden der härter gegen Whistleblower vorgehen möchte. Zur Erinnerung: Wikileaks veröffentlichte die US-Botschaftsdepeschen nicht selbst sondern übergab sie an die New York Times, den London Guardian, den SPIEGEL und ein paar weitere ausgewählte Publikationen der Globalisten, die sich mit den Regierungen absprachen und das Material zensierten. Falls Assange nicht ahnte, dass die Globalisten die Dokumente völlig zu ihrem Vorteil nutzen würden, ist er ein Trottel. Lesen sie welche Art von „Verantwortung“ Sanger übernimmt:

„Die Frage war ob es auf eine verantwortliche Weise veröffentlicht wird und ob es auf eine Art interpretiert wird, die Leser weltweit von der New York Times erwarten im Bezug auf wichtige Nachrichten; es in die richtige Perspektive zu bringen, es zu erklären und zu erklären was es bedeutet für die Bürger der Vereinigten Staaten und der Welt.“

Die Frage, ob Julian Assange ein Journalist ist, ist bedeutend für die möglichen Anklagen gegen ihn, da die Presse einen gesonderten rechtlichen Schutz besitzt. Bei diesem wichtigen Punkt bekommt Assange von Sanger prompt das Messer in den Rücken:

“Ich denke nicht [dass er ein Journalist ist], und der Grund dafür ist dass ich glaube, Journalisten graben nicht nur Informationen aus sondern filtern sie auch, erklären sie, bringen sie in den Kontext, all die Dinge die man seit vielen Jahrzehnten erwartet von der New York Times und anderen großartigen amerikanischen Zeitungen und Medienorganisationen.“

Er dreht den Strick für Assange noch weiter:

„Er [Assange] geht mit einer politischen Motivation an die Sache heran. Wir Jourmalisten bei der Times und anderswo tun dies nicht. Wir gehen an die Sache heran um die Welt zu erklären. Er hat versucht – um seine eigenen Worte zu benutzen – die Vereinigten Staaten zu blamieren und klarszustellen dass Amerikas Handlungen sich von der Rhetorik unterscheiden würden. Wobei man jedoch sehen kann, wenn man diese Dokuente durchliest, dass Amerikas Handlungen gut übereinstimmen mit der Rhetorik.“

Wenn wir Sangers bisherige Taten und sein Buch begutachten, erkennen wir dass es praktisch keine einzige Lüge der Globalisten gibt die dieser Mann nicht wiederholt bis zu dem Moment, an dem sie vollends als Lüge enttarnt wird. Dann wartet er ein oder zwei Jahre bis er schließlich die gleiche Kriegspropaganda wiederholt. Vor Jahrzehnten entschied Daniel Ellsberg, dass Howard Zinn und Noam Chomsky seinen Leak über den Vietnamkrieg editieren sollen und nun entscheidet sich Assange also für Leute wie David Sanger?

„Wenn wir nichts getan hätten, wenn wir es ignoriert hätten, hätte es seltam ausgesehen. Ich denke auch es wäre unverantwortlich gewesen. Es ist die Verantwortung des amerikanischen Journalismus, seit der Entstehung des Landes, rauszugehen und sich unabhängig von der Regierung mit den härtesten Themen des Tages herumzuschlagen,“

meinte Sanger und widerspricht sich kurz darauf selbst:

„… Wir erklären was hier wichtig ist und was nicht. Und wir filtern es um die größten Gefahren für Individuen, für laufende Operationen usw. zu vermeiden.“

„…wissen sie, hätten wir gewartet bis alles im Internet erscheint und dann versucht der Sache hinterherzulaufen […] wir hätten nicht die nötige Zeit gehabt um es zu verarbeiten oder so gründlich wie wir es schließlich getan haben darüber nachzudenken, was zensiert werden sollte und was nicht.“

„… wir bei der Times waren besorgt, das war einer der Gründe weshalb wir so gründlich alles durchsucht haben um Material zu zensieren von dem wir dachten, dass es Invidividuen schaden oder laufende Operationen sabotieren könnte. Und wir machten sogar den ungewöhnlichen Schritt, die rund 100 Depeschen über die wir schrieben, der US-Regierung zu zeigen und sie zu fragen, ob sie eventuell weitere Kürzungen vorschlagen.“

Es gibt kaum eine Agenda der Amerikaner, Briten und Israelis die nicht stark von den „Enthüllungen“ durch Wikileaks profitiert. Sanger spricht z.B. von den angeblichen 19 Raketen die Nordkorea (Achse des Bösen) an den Iran (ditto) geschickt haben soll. Die Depesche wird endlos in der Presse erwähnt bis die fragwürdigen Fakten hinter dieser Behauptung begraben sind unter all den gegenseitigen Zitaten in den Publikationen der Globalisten. Ein bekanntes Beispiel dafür sahen wir in der Anlaufphase des Irak-Krieges, als Cheney Reportern der New York Times Lügen über Massenvernichtungswaffen erzählte die daraufhin in der Zeitung landeten worauf Cheney in der Sendung Meet the Press seine Lügen als bestätigt ankündigte, weil ja die New York Times darüber schrieb. So funktioniert der Trick und dies ist auch die Wirkung von Wikileaks. Sanger erklärt:

„Wir wissen seit Jahren dass Saudi Arabien, Bahrain, Kuwait und viele andere Länder sehr befüchten, dass der Iran mit einer Nuklearwaffe – sogar wenn der Iran diese Waffe nicht einsetzt – der mächtigste Staat in der Region werden würde. Was aus den Wikileaks-Dokumenten ersichtlich wurde und was für uns wirklich herausragte, war wie deutlich sie diese Befürchtungen äußerten wenn sie im Vertrauen mit amerikanischen Beamten sprachen. Und in manchen Fällen, wie deutlich sie damit waren dass die Vereinigten Staaten militärisch eingreifen sollten falls Israel dies nicht tut.“

Der Interviewer Gross fragt:

„Oh, das ist interessant. Das ist also ein Beispiel für das was sie meinen, wie die Veröffentlichung der Dokumente sogar hilfreich sein könnte auf bestimmte Art und Weisen für amerikanische Interessen?“

worauf Sanger antwortet:

„Das könnte sich so herausstellen…“

Wir haben hier also einen PR-Agenten der Globalisten bei der New York Times der zugibt, dass es die Agenda des Blattes ist, die Pläne des Establishments zu fördern und dass Wikileaks bei dem Unterfangen von Nutzen für die Obama-Administration ist. Entweder ist er so grenzenlos naiv und manipuliert dass er tatsächlich davon ausgeht, er würde die Welt erklären, oder er hält die Leser für so naiv und manipuliert dass er gedenkt, damit davonzukommen. Tun sie sich und anderen einen Gefallen: Laden sie diesen Müll nicht herunter und stellen sie keinen Mirror auf. Die Globalisten wollen ihr kriminelles Verhalten durch eine Quelle legitimieren, der die Linksliberalen vertrauen.

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