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Provozierter Krieg zwischen den Koreas aus wirtschaftlichen Gründen?

Der US-Kongressabgeordnete Ron Paul spekulierte in der Radiosendung von Alex Jones dass der Konflikt zwischen Nord- und Südkorea eine orchestrierte Krise sein könnte die den Dollar und die US-Wirtschaft stützen soll. Die einflussreiche RAND Corporation empfahl vor zwei jahren noch einen weiteren großen Krieg um eine gewaltige Rezession zu verhindern.

Südkorea hatte eingestanden, zuerst geschossen zu haben, worauf Nordkorea mit seiner Gegenreaktion zwei südkoreanische MArinesoldaten tötete und einige Häuser an der Insel Yeonpyeong vernichtete. Der Investigativjournalist Webster Tarpley sagte auf Russia Today dass die Finanzwelt Nordkoerea als Katalysator benutzt um die Abhängigkeit anderer Länder von den USA zu erhöhen.

Wie wir berichtet haben, ist Nordkoreas nukleares Angriffspotential fast ausschließlich von der US- Regierung ermöglicht worden, die den stalinistischen Staat direkt und indirekt mittels globaler Waffenhändler wie Dr. Abdul Qadeer Khan aufgerüstet hat. Obwohl  sie Nordkorea als Teil der „Achse des Bösen“ bezeichnet, finanzierte die US-Regierung gleichzeitig deren Nuklearwaffen- programm. Seit Mitte der 1990er spielten sowohl die Clinton- als auch die Bush-Regierung eine Schlüsselrolle darin, Kim Jong-il zu helfen Nordkoreas Nuklearkapazitäten zu entwickeln. Ähnlich wie bei Saddam Husseins Chemie- und Biowaffenprogramm war es Donald Rumsfeld gewesen, der bei der Bewaffnung Kim Jong-ils eine entscheidende Rolle spielte. Im Januar 2000, als einer der Vorstandsmitglieder von ABB (Asea Brown Boveri), beaufsichtigte Rumsfeld einen 200-Millionen-Dollar-Vertrag, welcher die Lieferung von Material und Logistik zum Bau zweier Leichtwasserreaktoren für Nordkorea vorsah. Wolfram Eberhardt, ein Sprecher von ABB, bestätigte dass Rumsfeld während seiner Zeit bei der Firma bei fast allen Vorstandssitzungen anwesend war.

Rumsfeld, der 1994 zugestimmt hatte Nordkoreas selbstgebaute Reaktoren durch Leichtwasserreaktoren zu ersetzen, hob nur den Taktstock für die Clinton-Regierung. Sogenannte „Experten“ behaupteten, dass Leichtwasserreaktoren nicht zum Bau einer Atombombe genutzt werden könnten. Das Gegenteil behauptet Henry Sokolski, Chef des Non-proliferation Policy Education Center in Washington:

„Leichtwasserreaktoren im Iran und Nordkorea könnten dazu besnutzt werden, dutzende Bomben mit waffenfähigem Plutonium herzustellen. Dies ist bei allen Leichtwasserreaktoren möglich – eine deprimierende Tatsache, die die Verantwortlichen in der Weltpolitik erfolgreich verdrängt haben.“

„Diese Reaktoren sind wie alle Reaktoren, sie haben das Potential zur Waffenherstellung. So kann es Ihnen passieren, dass sie dem schlimmsten Nuklearverbrecher die Möglichkeit geben, genau jene Waffen zu erlangen, von denen sie ihn fernhalten wollen,”

so Sokolski. Das US-Außenministerium behauptete, Leichtwasserreaktoren könnten nicht dazu benutzt werden, waffenfähiges Material herzustellen, und doch bedrängte es Russland, seine nukleare Zusammenarbeit mit dem Iran zu beenden, mit der Begründung man wolle nicht, dass der Iran an Massenvernichtungswaffen gelange. Zu jener Zeit baute Russland Leichtwasserreaktoren im Iran. Nach Aussage des US- Außenministeriums können Leichtwasserreaktoren im Iran waffenfähiges Nuklearmaterial herstellen, aber irgendwie gilt diese Regel nicht für Nordkorea. Im April 2002 verkündete die Bush-Regierung, sie werde 95 Millionen Dollar der amerikanischen Steuerzahler bereitstellen, um mit dem Bau der „harmlosen“ Leichtwasserreaktoren in Nordkorea zu beginnen. Bush argumentierte, dies sei „für die nationalen Sicherheitsinteressen der USA unabdingbar“. Im Januar 2003 stellte Bush sogar noch mehr Geld bereit, wie von Bloomberg News berichtet wurde.

Bush erlaubte die Finanzierung trotz der alarmierenden Enthüllung, die von südkoreanischen Zeitungen veröffentlicht worden war, dass Teile eines nordkoreanischen Raketensprengkopfes in Alaska gefunden worden seien. Es mag sein, dass der Bau der Reaktoren unterbrochen worden war, aber Nordkorea hatte eine alternative Quelle, mittels derer sie die an die Geheiminformationen zum Bau eines Atombombenarsenals kommen konnte – den CIA-Mitarbeiter und internationalen Waffenschmuggler A. Q. Khan. 2004 gab Dr. Abdul Qadeer Khan, der Vater der pakistanischen Atombombe zu, dass er Nukleartechnologie mit Hilfe eines weltweiten Schmugglernetzwerkes, einschließlich malaysischer Fabriken welche wichtige Elemente für Zentrifugen herstellten, vertrieb. Khans Partner, B.S.A. Tahir, führte eine Frontfirma in Dubai, die Komponenten für Zentrifugen nach Nordkorea verschiffte. Obwohl holländische Behörden bereits im Jahre 1975 sehr misstrauisch Khans Aktivitäten beobachteten, hinderte die CIA sie zwei Mal daran, Khan zu verhaften.

„Der Mann wurde fast zehn Jahre lang beobachtet und er war ein ernstes Problem. Aber immer wieder wurde mir gesagt, die Geheimdienste könnten besser mit der Sache umgehen,”

sagte der ehemalige holländische Premier Ruud Lubbers.

„Den Haag hatte in dieser Sache nicht das Sagen, sondern Washington.“

Lubbers sagte, Khan wäre es mit Segnung der USA erlaubt gewesen, die Niederlande zu verlassen und wieder einzureisen, womit er die Möglichkeit erhielt zu dem, wie George Bush es nannte, „wichtigsten Händler in einem exklusiven internationalen Netzwerk zur Weiterverbreitung von Nukleartechnologie und Know-How zu werden“ und Nukleargeheimnisse an Nordkorea zu verkaufen, damit dieses Land dann Atombomben bauen könne.

„Lubbers vermutet, dass Washington Khans Aktivitäten erlaubt hat, weil Pakistan ein entscheidender Verbündeter im Kampf gegen die Sowjets war,“

berichtet CFP. Zu dieser Zeit stellte die USA Mudschahedin- kämpfer wie Osama Bin Laden auf und finanzierte ihre Aktivitäten. Die Mudschahedin wurden vom pakistanischen Geheimdienst im Kampf gegen die Sowjettruppen in Afghanistan geschult. Anwar Iqbal, Washington-Korrespondent für die pakistanische Zeitung Dawn, sagte gegenüber ISN Security Watch, dass Lubbers Vermutungen richtig sein könnten.

„Dies war Teil einer idiotischen Langzeitstrategie. Die USA wussten, dass Pakistan Nuklearwaffen entwickelte, kümmerte sich aber nicht im geringsten darum, da diese Waffen nicht gegen sie eingesetzt werden würden. Es war ein Abschreckungsmittel gegen Indien und möglicherweise gegen die Sowjets.“

Im September 2005 kam heraus, dass jenes Amsterdamer Gericht, welches Khan im Jahre 1983 zu vier Jahren Haft verurteilt hatte, die Akten zu diesem Fall verloren hatte. Die Vizepräsidentin des Gerichts, Richterin Anita Leeser, beschuldigte die CIA die Akten gestohlen zu haben.

„Hier stimmt etwas nicht, wir verlieren solche Dinge nicht einfach,“

sagte sie dem holländischen Nachrichtenmagazin NOVA.

„Ich finde es befremdlich, dass Menschen Akten verschwinden lassen um ein politisches Ziel zu erreichen, besonders wenn dies von der CIA angefordert wird. Das ist unerhört.“

2005 bestätigte der pakistanische Präsident Pervez Musharaf, dass Khan Zentrifugen und die Baupläne dazu an Nordkorea geliefert habe. Durch die Hilfe für Nordkorea zum Bau von Leichtwasserreaktoren und durch den CIA-Mitarbeiter Khan, der bei jedem seiner Schritte beschützt worden war, ist die US- Regierung direkt in die Belieferung von Nordkoreas Diktator Kim Jong-il verwickelt.

Nordkorea wird von einer stalinistischen Erbfolgediktatur kontrolliert, die für die Aufstellung einer 1-Million-Mann-Armee zwei Millionen Menschen verhungern ließ. Einige nennen eine Zahl von 4 Millionen, ein Viertel der Bevölkerung. Im obersten Norden des Landes gibt es ein Netzwerk von Zwangsarbeitslagern, in denen Menschen, die eine leicht kritische politische Meinung ausgedrückt haben, zusammen mit ihren Familien gefoltert, vergewaltigt und exekutiert werden. Grauenhafte biochemische Experimente werden an einer riesigen Zahl von Menschen ausgeführt. Das nordkoreanische Volk wird von einer Regierung versklavt, die Nahrung als Waffe benutzt. Vielleicht ist dies der Grund weshalb die EU und die USA Ende 2003 durch das UN-Nahrungsmittel- programm die Lieferung hunderttausender Tonnen Nahrung wiederaufgenommen haben. Dies alles geht direkt an die herrschende Diktatur, die dann entscheidet wer was gemäß seiner Ergebenheit gegenüber dem Staat erhält. Sollten die Spannungen zwischen den Koreas in einen Krieg eskalieren, erwarten sie nicht, dass die kastrierten US- Massenmedien erwähnen werden, wie es Kim Jong-il gelungen ist zu einer solchen Bedrohung zu werden.

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9 comments

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Pitstop 29. November 2010 at 15:51

Es gibt bisher keine weiteren Hinweise von Medien über die Hypothese, dass Südkorea zuerst einen Artillerieschlag gestartet haben soll. Jedenfalls habe ich keine Meldung von anderen grossen Medienquellen gefunden ausser RussiaToday.

Deshalb sehe ich diesen Artikel eher als Spekulation an der mit Samthandschuhen zu geniessen ist.

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Gedankenverbrecher 29. November 2010 at 11:07

Die Regierungen unserer Erde haben kein Problem damit aufgrund finanzieller oder wirtschaftlicher
Vorteile Kriege zu führen.Die Masse, der Marionetten, die sich auf den Bühnen der Nato – Staaten bewegen wissen genau das Menschen in Nordkorea gefoltert, vergewaltigt und exekutiert werden. Die nichtigen Gründe die dann seitens der Regierung aufgeführt werden sind ihnen ebenfalls bekannt.
Niemand auf dieser Welt würde einen Krieg führen bei dem es um Menschenleben oder Menschen – rechte geht, aber wenn Blut vergossen wird und dabei Kohle fließt sind die Führer der
mächtigsten Nationen bereit Steuergelder, Ressourcen und Soldatenleben zu „investieren“.
Allein diese Tatsache sollte den Bürgen und Bürgerinnen zu denken geben, die immer noch daran
glauben das Kriege unumgänglich währen. Kriege die unumgänglich sind, werden nicht geführt, denn am Ende springt nicht genug dabei raus.
Die „Politik“ in Nordkorea ist doch ein perfektes Beispiel wie wunderbar ein System funktionieren kann in dem eine Minderheit über das „Wohl“ der Bevölkerung bestimmt.

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Horus 28. November 2010 at 17:59

einer fängt den konflikt an der andere macht weiter beide sind eine organisation

resultat streit in der erorganisation
resultat spaltung

oder?

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zahlmichel 27. November 2010 at 13:46

Koreaner

Silbentrennung:

Substantiv, m
Ko·re·a·ner, Plural: Ko·re·a·ner

“Synonyme für Spast:

Depp, Idiot, Schwachkopf, Narr, Blödmann, Hanswurst, Bazi, Spakken, Boon, Geek, klapparsch, Vollpfosten, Kacklappen, Bonecrusher, Dösbattel, Ekelbekel, Honk, Trudelelse, Trottel, Schmudde”

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turbokapitalist 27. November 2010 at 18:54

zahlmichel, Du bist im falschen Forum.

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Gabbagandalf 27. November 2010 at 13:44

@Marco,ist das auf die Kommentare bezogen? Was meinst du damit,zu deutsch bitte? Ich habe ja nichts gegen fehlende Großschreibung,aber halbwegs annehmbare Grammatik und ein ordentlicher Satzbau wären schon schön. Oder sollte der Kommentar woanders stehen?
MfG
Gabba

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Gabbagandalf 27. November 2010 at 11:48

Kannst du auch was anderes außer zu diskreditieren zahlmichl? Hast du wieder einen intelligeten Verweis auf Esowatch? Er meint mit ‘die Koreas’ Nord- und Südkorea und nicht die Bevölkerung. Und der Begriff Spast ist nicht einfach so als Schimpfwort zu verwenden, du hattest anscheinend noch nie etwas mit behinderten Menschen zu tun,sonst würdest du den Begriff nicht so abfällig benutzen.

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zahlmichel 27. November 2010 at 4:02

das heißt “den Koreanern” du Spast..wolltest mal wieder was moderner wirken als der Rest der Welt was?!

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Der Kosmotoriker 28. November 2010 at 11:41

@Zahlmichel: Du bist hier in einem Medium, das nicht nur exaktes Denken verlangt, sondern insbesondere die Grundlage für jeglichen menschlichen Austausch respektiert haben möchte: Respekt. Der Einzige, der hier Besserungsbedarf hat, bist wohl Du selbst …

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