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Donnerstag, Mai 26, 2022

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Zu groß um zu scheitern oder zu schlecht um in einem echten Markt zu bestehen?

WirtschaftZu groß um zu scheitern oder zu schlecht um in einem echten Markt zu bestehen?

„Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen.“

„Nichtgewinnorientierte Rechtsformen.“

„Dienst an der Gesellschaft.“

„Gemeinwohlorientierung.“

„Moralisches Handeln.“

Diese und ähnliche Begriffe hören wir derzeit häufig, sobald das gegenwärtige Wirtschafts- bzw. Geldsystem zu recht mit Worten angegriffen wird. Die diversen Initiativen haben meine vollste Zustimmung, wenn sie beispielsweise sagen:

„Globale Finanzmärkte“ sind bei näherer Betrachtung ein Widerspruch in sich: Im liberalisierten Markt tendieren Banken dazu, eine global wettbewerbsfähige Größe anzustreben. Dadurch werden sie aber zwingend „systemrelevant“, wodurch eine fundamentale Marktregel, der Konkurs, nicht mehr auf sie angewandt werden kann. Sie sind zu ewigem Leben verdammt. Den „Markt“ gibt es auch aus anderen Gründen nicht:

• Die Sparvermögen werden vom Staat garantiert.
• Die Refinanzierung leistet die staatliche Zentralbank.
• Nicht die Aktionäre haften für den Schaden, wenn systemrelevante Banken insolvent werden, sondern die SteuerzahlerInnen.“

(Quelle: http://www.demokratische-bank.at/fileadmin/media/Demokratische_Bank.pdf)

Damit ist die aktuelle Situation in aller Kürze korrekt zusammengefasst. Wirklich interessant wird es aber, wenn es gilt, aus der oben beschriebenen Bredouille die folgerichtigen, d. h. konsequent LOGISCHEN, Schlüsse zu ziehen. Bei den diversen hehren Initiativen lauten diese wie oben zu lesen ist: Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen, Nichtgewinnorientierte Rechtsformen, Dienst an der Gesellschaft, etc..

Was hier auf den ersten Blick sofort allgemeine Zustimmung hervorruft, stellt sich bei eingehender Betrachtung jedoch als sehr dünne Suppe heraus. Folgen Sie mir in Gedanken:

Tatsächlich enthält die oben zitierte Kritik bereits exakt jene Maßnahmen, die umzusetzen wären, damit sich die heutige Situation im Handumdrehen zum Besseren für uns alle wenden kann. Aus obigem Zitat kann jeder des logischen Denkens fähige Mensch selbstständig ableiten:

1)    Die fundamentale Marktregel, der Konkurs, muss vollumfänglich in Funktion gesetzt werden.

Die Möglichkeit kolossal zu scheitern gemahnt die Wirtschaftstreibenden zur Mäßigung in all ihren Handlungen. Der Konkurs ist ein Zeichen für Freiheit und Demokratie. Moralisches Handeln ist erstens ein zweischneidiges Schwert und zweitens per Gesetz nicht erzwingbar; dafür ist die Welt zu komplex. Allerdings: Der Staat hat stillzuhalten, wenn der Markt zur wohlverdienten Abstrafung von Exzessen schreitet. Andernfalls werden ALLE bestraft, die bis dahin redlich gewirtschaftet haben. Es trifft sogar jene, die vom Staat Geld beziehen, ohne Ausnahme!

2)    Der Staat hat sich nicht einzumischen, selbst wenn private Sparvermögen gefährdet sein sollten.

Staatliche Garantien können mit Fug und Recht als zentralistischer Wirtschaftsterror bezeichnet werden. Sie setzen sämtliche Prozesse der Immunabwehr und aktiven Selbstregulation der Märkte außer Kraft. Der staatliche Eingriff sendet genau die verkehrten Signale an die Big Player, und das große Zocken geht munter weiter, bis das nächste Mal ein gescheit(ert)er Bonze seine Kontakte zur Politik spielen lässt und mit UNSEREM Geld rausgehauen wird.

3)    Zentralbanken haben es zu unterlassen, mit der Bereitstellung weiteren ungedeckten Geldes den Prozess der Marktbereinigung zu sabotieren.

Diese „Hilfeleistungen“ zögern anstehende Konkurse künstlich hinaus – auf Kosten aller, die am Geldsystem teilhaben, arbeiten, Steuern zahlen oder was zur Seite legen. Zusammenbrüche lassen sich so nur aufschieben. Sie geschehen beim finalen Kollaps dann alle gleichzeitig. Auch der derzeit laufende Bailout Irlands löst kein einziges der ursächlichen Probleme, sondern verlagert den Absturz nur an einen Zeitpunkt in der nahen Zukunft.

4)    Sobald unsere Herrn und Damen Politiker kein Steuergeld bereitstellen für ach-so-systemrelevante Marktteilnehmer („too big to fail“), haften automatisch die Aktionäre des betroffenen Unternehmens!

Genau das ist wünschenswert, fair und korrekt, denn die Eigentümer/Aktionäre eines Unternehmens würden der gescheiterten Geschäftsführung dann schon zeigen, wo der Bartl den Most eigentlich holen hätte sollen/können/dürfen! Für derartige Fälle sind dann die Gerichte zuständig, so einfach ist das. Alle übrigen am Markt befindlichen Akteure lernen daraus und werden sich hüten, in eine derartige Situation zu kommen – und: Sie werden mit größtem Bedacht wirtschaften, d. h.:

Der Mensch steht im Mittelpunkt – das muss er in der Marktwirtschaft, sonst kündigt er nämlich seine Arbeit oder er kauft ein anderes Produkt.

Dienst an der Gesellschaft – den leistet praktisch JEDER Unternehmer, insbesondere Klein- und Mittelständische Unternehmen!

Gemeinwohlorientierung – ist ohnehin vorhanden; Firmen stellen nämlich Produkte her FÜR DIE MENSCHEN und schaffen Arbeit!

Moralisches Handeln – gesunde Konkurrenz sorgt ohnehin dafür, dass keiner über die Stränge schlägt, sonst steht das Fehlverhalten am nächsten Tag in jeder Zeitung.

„Schön“, werden Sie denken, „was machen wir aber beispielsweise mit Gentechnik-Konzernen?“ Für deren Machenschaften kann die Marktwirtschaft gar nichts; ohne die Schützenhilfe der Politik gäbe es derartige Plagen erst gar nicht, denn: Erst, wenn jemand das Recht auf die Patentierung von Leben gesetzlich festschreibt, wird dieses Herumpfuschen in der Evolution zum Geschäft erhoben.

Noch einmal: Exakt wie in den 4 Punkten oben umrissen funktioniert ein System namens: Marktwirtschaft. Was rund um uns geschieht, ist eben gerade kein Kapitalismus, sondern eine zentral gesteuerte Interventionspolitik, die einigen Wenigen spontan hilft, aber letztlich zulasten von uns allen geht! SIE bezahlen für die Fehler, die andere per Mausklick begangen haben.

Ich hoffe, werte Leserin, werter Leser, auch Sie erkennen nun: Die wohlklingenden Phrasen der diversen Initiativen sind alles andere als logisch durchdacht, sondern schlichtweg Schwachsinn. Selbst wenn die Basis für Zentralismus eine demokratische sein sollte: Zentrale Steuerung funktioniert nie. Werfen Sie etwa einen Blick auf die Gemeinden/Kommunen. Bereits auf kommunaler Ebene werden – demokratisch legitimiert – bisweilen verheerende Fehlentscheidungen getroffen; je größer die Einheiten, desto fataler die Folgen – siehe EU(dSSR) …

Stellen Sie sich folgende Fragen: Wo bleibt im Zuge der gut gemeinten Kampagnen für Gemeinwohl und moralisches Wirtschaften das Recht des Einzelnen auf Selbstbestimmung? Dem Individuum wird hier schlichtweg die Fähigkeit abgesprochen, für sich selbst am Markt die optimale Entscheidung zu treffen. Wo bleibt im Zuge dieses blindwütigen Engagements die viel gepriesene Individualität? Am Ende haben in einer echten Marktwirtschaft ohne Inflation ALLE mehr.

Eine natürliche Wirtschaftsordnung, echte Marktwirtschaft, wird von unendlich vielen INDIVIDUELLEN Einzelentscheidungen getragen. Niemand kann diese Vielfalt überblicken. Jene, die sich vorstellen, diese Entscheidungen in die Hände des Staates legen zu können, werden eigenverantwortliches Handeln wohl oder übel bald lernen müssen, wenn eines nahen Tages die Parteien ihre staatsverliebten Stimmschafe auf die kalte Weide hinaus treiben, weil im Stall (Staat) nichts mehr zu holen sein wird.

Zu guter Letzt möchte ich für einen Begriff Partei ergreifen, der heute allzu oft als Sündenbock dargestellt wird, obwohl er, neben der Kooperation, seit Milliarden von Jahren als einer der Gestalter der Evolution seine Wirkung tut: freier Wettbewerb, Konkurrenz.

Überlegen Sie sich dazu Folgendes: Wie soll in einem System, in dem es keinen Wettbewerb mehr gibt, die Entscheidung fallen, welche Technologien in Zukunft unser aller Leben bereichern dürfen? Etwa in basisdemokratischen Abstimmungen? Falsch gedacht. Die (echte) Marktwirtschaft lacht … (uns an.)

Ich hoffe, Sie nutzen Ihr Demokratieverständnis, Ihr Herz UND Ihr Hirn und setzen in Zukunft auf die richtigen Pferde! Das wünscht Ihnen,

Der Kosmotoriker

Näheres zur natürlichen Wirtschaftsordnung lesen Sie hier.

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