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Die Rekrutierung von Mahmud Abbas durch den KGB und weitere sowjetische Erfolge im Nahen Osten

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Bild: kremlin.ru

Russland hält sich offiziell sehr bedeckt, was den Angriff der Hamas gegen Israel anbetrifft. Vorerst sollen sich die moskautreuen Propagandisten im Westen darauf konzentrieren, altbackene Talking Points zu verwenden und die Rolle Moskaus zu verschleiern.

Der Palästinenserführer Mahmud Abbas wurde in sowjetischen Unterlagen als Agent beschrieben, die ein Überläufer namens Wassili Mitrokhin beschafft hatte. Für das Jahr 1983 wird in einem Dokument „Abbas, Mahmoud“, geboren 1935 in Palästina, als Agent in Damaskus genannt.

Abbas wurde tatsächlich 1935 im damaligen Palästina geboren, aber nach der Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 floh seine Familie nach Damaskus, Syrien, wo er aufwuchs und eine Ausbildung erhielt.

Palästinensische Funktionäre brachten das schwache Argument, dass es für Abbas keinen Bedarf gegeben hätte, ein sowjetischer Agent zu sein, da die Palästinensische Befreiungsorganisation zu dieser Zeit sowieso offen mit Moskau zusammenarbeitete. Abbas leitete zudem eine palästinensisch-sowjetische Freundschaftsstiftung, was ihn de facto zum Verbindungsmann nach Moskau machte.

Es gab unzählige Fälle, in denen Personen eine Doppelrolle hatten; sowohl als KGB-Agenten als auch offene Unterstützer der Sowjetunion. Abbas studierte an der Patrice Lumumba-Universität in Moskau, die vom Zentralkomitee geschaffen wurde, um die weniger entwickelten Länder zu bearbeiten. Zu den vielen Absolventen zählen auch Ali Khomeini, der aktuelle Herrscher Irans, der Terrorist „Carlos der Schakal“, die Russenspionin Anna Chapman, die Präsidenten von Honduras und Nicaragua und einige bedeutende Afrikaner. Abbas erhielt 1982 in Moskau seinen Doktortitel. Der damalige Direktor des Instituts, Jewgeni Primakow (späterer russischer Ministerpräsident), einer der sowjetischen Vordenker aktiver Maßnahmen wie der Operation INFEKTION, unterstützte einen sowjetischen Spezialisten für Palästina, Wladimir Iwanowitsch Kisilew, als Abbas‘ Dissertationsberater.

In seiner Abschlussarbeit konstruiert Abbas eine bizarre Verbindung zwischen den Nazis und radikalen Zionisten zusammen. 1933 ermöglichte das Haavara-Abkommen die die Migration von 60.000 Juden nach Palästina. Mit Beginn des Überfalls auf Polen endete das Programm. Für Abbas hätten Zionisten eine wesentliche Rolle dabei gespielt, mehr Hass auf Juden zu generieren, damit möglichst viele davon nach Palästina migrieren. Die ganze Argumentationslinie macht jedoch überhaupt keinen Sinn, da Britannien erhebliche Kontrolle über Palästina ausübte und die jüdische Migration strikt begrenzte, um die arabischen Königreiche zu besänftigen.

Abbas stellte später ein Buch zusammen, das eine erweiterte Fassung seiner Abschlussarbeit darstellt. Er fehlzitiert Forscher wie Raul Hilberg um zu unterstellen, die Opferzahl des Holocaust betrage nur ein paar hunderttausend. In einem Interview mit Haaretz im Mai 2003 erklärte Abbas:

Ich habe keine Lust, mit den Zahlen zu streiten. Der Holocaust war ein schreckliches, unverzeihliches Verbrechen gegen die jüdische Nation, ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, das von der Menschheit nicht akzeptiert werden kann. Der Holocaust war eine schreckliche Sache und niemand kann behaupten, ich hätte ihn geleugnet.

Hätten die sowjetischen Geheimdienste handfeste Informationen von Bedeutung erbeutet, wären jene sicherlich eingesetzt worden. Stattdessen werden bis zum heutigen Tag Fälschungen wie die „Protokolle von Zion“ bemüht, auf denen die Weltsicht der Hamas fußt. 2018 meinte Abbas

Die Problematik die sich gegen die Juden in ganz Europa ausgebreitet hatte, war also nicht auf ihre Religion zurückzuführen, sondern auf Wucher und Banken.

Dies bezieht sich auf die gängigen Rothschild-Märchen und weitere Fehlerzählungen, jüdische Kleinstfamilien hätten das britische Kolonialreich übernommen und zudem die USA. In Wirklichkeit schufen die Briten selbst ihr neues, fraktionales Bankensystem und den Bond-Markt. Aus taktischen Gründen wurde das neue System schlechtgeredet durch Agenten des britischen Geheimdienstes für ein linkes und rechtes Zielpublikum.

Abbas ist Gründungsmitglied der Fatah, der dominierenden Fraktion der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), der wichtigsten palästinensischen nationalistischen Bewegung. Im Jahr 2005 wurde er palästinensischer Präsident.

Der stellvertretende russische Außenminister Michail Bogdanow, den Putin mit der Organisation des Moskauer Gipfels beauftragt hatte, war zwischen 1983 und 1994 zwei Mal in der sowjetischen Botschaft in Damaskus tätig und deckte damit die Zeit ab, in der Abbas anscheinend vom KGB kontrolliert wurde.

Der KGB hatte die Anfälligkeit der Chiffriersysteme im Nahen Osten ausgenutzt und erfolgreich Einbrüche in Botschaftsgebäude durchgeführt, um zu erfahren, welche Gruppen und Individuen wie dachten.

Gamal Nasser wurde der erste roße Verbündete der Sowjets. Nasser erreichte den Abzug der britischen Truppen aus der Suezkanalzone. Er kaufte Waffen von der Sowjets und wurde als Ehrengast in Moskau empfangen. Die Briten hatten Jahrzehnte zuvor noch fast vollständig die Kontrolle über Ägypten. Nun aber war man durchsetzt von Verrätern wie Kim Philby. 20.000 sowjetische „Berater“ machten sich in Ägypten breit. Nassers Nachfolger Sadat vertrieb aber die sowjetischen Berater.

Der KGB meinte auch, er könne Assads jüngeren Bruder Rifat in Syrien beeinflussen. Aber die Hilfe an Syrien war für die Sowjets immer sehr teuer. Der KGB hatte zudem Syriens Dienste unterwandert.

Saddam Hussein machte es dem KGB schwerer, obwohl er einst Begeisterung zeigte für Stalin. Tausende irakische Kommunisten wurden verhaftet, aber Moskau schwieg aus taktischen Gründen.

1970 startete der KGB Waffenlieferungen an die palästinensische PFLP.

Während des Zweiten Weltkriegs hatte die Rote Armee Iran besetzt und es folgte eine riesige Präsenz des KGB. 1946 endete die militärische Besatzung durch die Sowjets. Den Amerikanern und Briten gelang der Staatsstreich 1953. Der Schah wähnte zuwenig Support durch die Amerikaner und erwog 1959 einen Pakt mit der UdSSR. Der KGB versuchte es mit massiven Aktionen für Sabotageakte und mit Desinformation, um das Misstrauen des Schahs gegen die USA zu nähren.

AlexBenesch
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