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Dating Game und Freundschaft: Oberschicht vs. Normalos

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Kommentar

Vereinfacht formuliert verhält es sich so: Wer in die Oberschicht hineingeboren wird, ist von vorneherein bereits Teil einer engen Community, die eine lange Geschichte hat, kollektive Ziele und ein gewisses Niveau in wichtigen Bereichen. Man lebt abseits der gewöhnlichen Bevölkerung, geht auf besondere Schulen und besondere Universitäten und ist dort in besonderen Studentenverbindungen. Man findet tiefe Freundschaft, weil dieses Prinzip so erfolgreich über die Jahrhunderte hinweg kultiviert wurde. Man feiert, man arbeitet, erlebt Abenteuer zusammen. Man weiß, dass man die Zukunft der Welt formen wird. Verlässt man die Universität, wird man von den Netzwerken weitervermittelt an Top-Konzerne, wo man Leute aus der Oberschicht findet, oder sogar aus derselben Studentenverbindung. Man ist nie einsam und allein. Dementsprechend finden sich dann meist Paare aus denselben Kreisen der Oberschicht. Die Männer suchen sich keine zu jungen, kontrollierbaren Trophäen-Frauen, sondern Frauen aus derselben Oberschicht. Die Frauen suchen sich keinen neureichen Sugardaddy mit Statussymbolen, sondern jemanden aus der Oberschicht.

Der Normalo wächst auf in einer gewöhnlichen Familie, entweder dysfunktional oder bestenfalls Spießer, ohne besondere Verbindungen. Die Familie hat keine besonderen Freunde und Freundschaften. Der Normalo erlebt in seiner Jugend nie echte Freundschaft, sondern (meist wechselnde) Zweck-Gemeinschaften. Verlässt man die Schule oder Uni, ist man in einer neuen Stadt erst einmal komplett einsam. Man sucht neue Zweck-Gemeinschaften. Die Frauen in ihren 20ern haben immer weniger Lust, das Risiko einzugehen, eine Familie zu gründen. Sie suchen eher ältere Männer, auch Neureiche, mit Statussymbolen. Die Normalo-Männer haben Interesse an jüngeren Trophäen-Frauen.

Im Prinzip wollen Normalos drei Dinge vermeiden: Dysfunktionalität, Bösartigkeit und Langweiligkeit. Das steckt auch dahinter, wenn jüngere Frauen Vorstellungen hegen, ihr idealer Mann wäre rund 35 Jahre alt oder älter, sowie wohlhabend. Die zugrundliegenden Prinzipien sind aufschlussreicher als das oberflächliche genannte Profil (meist ist noch 1,80m Körpergröße dabei). Die allermeisten Männer sind zu langweilig und kommunizieren zu schlecht; was eigentlich eine verhinderbare oder veränderbare Sache ist. Viele sind auch in ihren 20er zu unreif als Persönlichkeit und/oder es fehlt an Karriere-Ambitionen. In Zeiten immer krasserer Inflation ist es völlig legitim für Frauen, auf solche Attribute zu achten. Einfach nur den nächstbesten Neureichen suchen, ist keine gute Strategie. Denn diese sind zu oft bösartig, oder auch langweilig, und betrachten Frauen eher als Trophäe; so wie einen Sportwagen. In den allermeisten Fällen reichen Ambition und eine gute Arbeitsmoral aus.

Viele Online-Influencer zum Dating-Thema kultivieren den gefährlichen Redpill-Kult. Dieser lockt mit manchen Dingen, die grob stimmen, bringt dann aber auch toxische, narzisstische und andere destruktive Elemente hinein. Würden die Coaches und Influencer ihr Zielpublikum wirklich glücklich machen, wären sie schnell aus dem Geschäft raus. Es werden zu oft pampige Ausreden verbreitet: Die Frauen seien alle irgendwie schlecht. Wer sich nicht Anfang oder Mitte 20 gleich an einen Nerd bindet, sei das Allerletzte. Die Nerds sollen ewig einsam leben oder lange warten, bis sie neureich sind, und sich dann rücksichtslos Trophäen-Frauen holen. Es ist frappierend, wie Influencer irgendwelche TikTok-Clips kommentieren von Frauen, die über miserable Erfahrungen berichten beim Dating, vor allem Online-Dating. Ohne irgendwas über diese Frauen aus den Clips zu wissen, werden die üblichen Standard-Interpretationen abgespult: Die Frauen hätten sich in ihren 20ern den Nerds verweigert und hätten zuviel Spaß gehabt mit den „Chads“. Jetzt seien sie zu alt („hitting the wall“) und man könne sich jetzt über ihr Leid freuen. Ab einem gewissen Punkt betreiben die Redpill-Influencer Zersetzungsarbeit. Und das freut die Oberschicht.

Besonders auffällig ist bei den Redpillern, wie abfällig man sich äußert über Karrieren von Frauen. Sie würden sich in ihren 20ern den Nerds verweigern, sie wären dann später zu alt („post-wall“) und würden im Elend versinken. Wie macht es die Oberschicht? Im Hochadel, den erfolgreichsten Familien aller Zeiten, heiratet man sowieso nur innerhalb des Familien-Clusters. Weiter unten in der Hierarchie achtet man auch auf Niveau, damit insgesamt das Niveau nicht absinkt. Frauen sind da nicht Trophäen oder reines Vergnügen. Keine Elite hätte es weit gebracht mit einer Redpill-Ideologie.

Das Redpill-Movement ist eine Art Opfer-Olympiade. Das System interessiert sich weder für die Probleme von normalen Männern, noch für die von Frauen. Dass (vor allem jüngere) Frauen leichter Partner finden und Sex haben können, birgt auch mehr Risiken wie ungewollte Schwangerschaften und Krankheiten, sowie eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, auf bösartige (narzisstische/psychopathische) Männer hereinzufallen.

Untersuchungen zeigen, dass zwei Drittel der Online-Dating-Profile von Männern einfach schlecht gemacht sind. Nichtssagende Fotos (aus zu großer Distanz, schlechtes Licht usw.) und nichtssagende Texte. Kein Wunder, dass diese Profile übergangen werden. Wenn dann Profile und Chats Hinweise liefern auf Dysfunktionalität, politisch-ideologischen Extremismus und/oder Bösartigkeit, werden diese Profile auch aussortiert. Dann gibt es die Typen-Frage. Wenn einfach keine Attraktivität verspürt wird, liegt das häufig an der Genetik. Die beiden Personen sind genetisch weniger kompatibel. Das liegt nicht an kulturellen oder politischen Faktoren. Neureiche, vor allem wenn sie (relativ) gutaussehend sind, können professionelle Fotos anfertigen lassen, ihren Reichtum zeigen und Texte von Ghostwritern schreiben lassen. Kein Wunder, dass solche Profile die Top-1% sind. Man darf nicht den Fehler machen, Frauen pauschal zu attackieren, sie seien alle nur dumme, verabscheuungswürdige Chad-Chasers.

Solange man als Mann die drei negativen Attribute vermeidet (Dysfunktionalität, Bösartigkeit und Langweiligkeit), ist das notwendige Fundament vorhanden. Eine gute Kommunikation ist Gold wert. Ein Sinn für Humor und das konstante Lernen über interessante, relevante Dinge zeigen, dass es nie langweilig werden wird. Vieles am Leben ist langweilig. Deshalb hat keiner einen Nerv, eine leblose, hohle Person zu akzeptieren. Niemand muss ein extrovertierter Comedian sein. Introvertiertheit ist nicht das Gleiche wie Langweiligkeit.

Es ist ein dämlicher Mythos, dass Männer unter 1,80 Körpergröße reihenweise abgelehnt werden. Ich selbst bin nur 1,63cm und das war nie ein Faktor, der jemanden gestört hat. Einige Frauen sind um die 1,60 und manche sogar darunter.

Es gibt reihenweise frustrierte Männer, die es immer noch nicht hinbekommen haben, regelmäßig Hanteln zu schwingen und richtig zu trainieren. Kein Redpill-Content der Welt und kein Gejammer macht dich auch nur einen Deut attraktiver. Muskeln machen JEDEN attraktiver.

Übertriebene Formen des Feminismus und der „Men’s Rights Bewegung“ fokussieren auf Misstrauen und Ausbeutung. Jeder soll jedem misstrauen und jeder soll sich ausgebeutet fühlen und nach Möglichkeit andere ausbeuten und dann wegwerfen.

Jedes Problem, das die Redpiller pauschal Frauen vorwerfen ist eine Sache, die einem Mann auch durch andere Männer passieren kann: Ausgenutzt werden, finanziell betrogen werden, ignoriert werden, manipuliert werden, in juristische Schwierigkeiten manövriert werden usw. Selbst wenn man im totalen MGTOW-/Incel-Zölibat lebt, muss man irgendwie interessant genug sein, um andere Männer freundschaftlich oder anderweitig von sich zu begeistern abseits der Job-Welt. Alles was einem beim Dating mit Frauen hilft, hilft einem bei Freundschaften mit Männern: Kommunikationsfähigkeit, Humor, Fitness, Ambition usw.

Redpiller beschweren sich am laufenden Band, welche Schwierigkeiten sie mit Frauen haben; oder wie sie von Frauen ignoriert werden. Wie man ständig nach dem Prinzip Nützlichkeit bewertet wird. Diese Problematik besteht aber generell zwischen Männern. Männer betrügen andere Männer, verprügeln andere Männer (auch hinterrücks), belügen andere Männer, versuchen andere Männer zu dominieren, strafen andere Männer mit Desinteresse usw. Es ist eine generelle Problematik die nicht durch Redpill oder MGTOW gelöst werden kann. Viele Redpill-Influencer sind Abzocker, die nur von dem Elend ihres Publikums profitieren wollen.

Die Anglo-Oberschicht wurde so erfolgreich, weil sie das Prinzip Freundschaft, Dating und Familie so gut beherrschte. Die Normalos sollen aus Sicht der Mächtigen in Frustration und Misstrauen versinken. Statt echte Beziehungen soll es Zölibat geben, oder oberflächliches Dating. Statt echter Freundschaft gibt es ideologische Online-Communities, die sich um alle möglichen Themen drehen; von Trans bis hin zu den Russen. Ideologische Übereinstimmung soll Sympathien und Vertrauen wecken. Das ist aber keine echte Freundschaft und Community. Sondern billiges Kult-Verhalten. Man merkt recht schnell, wie krank es in dem Kult zugeht. Männer beeinflussen Männer, um Wahlstimmen zu generieren für Republicans, oder für sonstige fragwürdige Ziele. Furchtbare Typen suchen den Erfolg mit krummen Methoden. Wer sich in der Szene dann kritisch äußert, ist schnell draußen.

AlexBenesch
AlexBenesch
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