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Russische Soldaten erklären sich in Belgogrod für unabhängig, Moskau verhängt Terroralarm

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Kommentar

Der Chef der russischen Region Belgorod, die an die Ukraine grenzt, behauptete am Montag, dass eine ukrainische „Sabotagegruppe“ die Region infiltriert habe. Stattdessen erklärten russische Soldaten dort sich für unabhängig und übernahmen die Verantwortung.

Die lokalen Behörden haben in der gesamten Region ein „Anti-Terror-Regime“ eingeführt.

Militärisch bedeutsam ist die Angelegenheit noch lange nicht, und Russland könnte die Gelegenheit nutzen, einen Vorfall unter falscher Flagge zu inszenieren, möglicherweise sogar einen nuklearen, um den Vorwand zu erhalten, ABC-Waffen gegen die Ukraine einzusetzen.

Die NATO hatte extra ein Sonder-Team namens „Tiger“ zusammengestellt, um vorab zu sondieren, falls ABC-Waffen eingesetzt werden. Solange kein NATO-Territorium berührt wird, gibt es keinen Bündnisfall.

Die Ukraine bestritt, an einem Einmarsch auf russisches Territorium beteiligt gewesen zu sein. Bisher galt die strenge Vorgabe, sich auf Territorium der Ukraine zu beschränken. Mit den neuen Raketen allerdings könnten bald Munitionsdepots und ähnliches auf russischem Boden in Grenznähe bekämpft werden.

Am Montag veröffentlichte das Russische Freiwilligenkorps (RDK), eine Militäreinheit, die aus russischen Freiwilligen besteht, die für die Ukraine kämpfen, auf seinem Telegram-Kanal eine Reihe von Videos, die die Kämpfer der Einheit neben Straßenschildern von Dörfern im russischen Nachbarort Kursk und Brjansk zeigen und Belgorod-Regionen.

Das Problem: Niemand kennt das RDK und es könnte sich um eine russische Finte handeln. Bei einer False Flag wäre nicht nur der Vorwand gegeben für den Einsatz von ABC-Waffen, sondern auch für weitere Säuberungsaktionen innerhalb Russlands. Es sind bereits stalinistische Verhältnisse eingekehrt, aber es gibt noch die Möglichkeit, eine Art Kriegsrecht zu verhängen, inklusive Arbeitspflicht für alle ab 14 Jahren.

Laut der ukrainischen Nachrichtenagentur Hromadske bestätigte die Abteilung für Verteidigungsgeheimdienste des ukrainischen Verteidigungsministeriums außerdem, dass die beiden Einheiten russischer Kämpfer eine Operation in den Grenzregionen Russlands durchführten.

So arbeiteten die russischen Einheiten angeblich daran, eine entmilitarisierte Pufferzone zwischen Russland und der Ukraine zu schaffen.

Der britische Verteidigungsminister Ben Wallace hat die Behauptungen des Kremls, die Ukraine plane die Zündung einer „schmutzigen Bombe“, entschieden zurückgewiesen, da sein russischer Amtskollege vor einer „unkontrollierbaren Eskalation“ warnte. Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba wies die Behauptungen als „russische Lügen“ zurück, die „so absurd wie gefährlich“ seien.

In einem der seltenen Telefongespräche mit Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu bestritt Wallace, dass sich der Westen mit Kiew verschworen habe, um eine geplante Eskalation des Konflikts „herbeizuführen.“

Oberflächlich betrachtet könnten die Ukrainer und Russland durchaus zu ABC-Kapazitäten greifen und die jeweilige Gegenseite beschuldigen. Aber die größten Nutznießer einer solchen Aktion wären sowohl die USA als auch Russland. Solange es unmöglich bleibt, genau zu beweisen, wer hinter der Provokation steckt, können die Supermächte ihre beanspruchte Rolle als Weltpolizei wahrnehmen und darauf bestehen, dass niemand sonst auf der Welt über Krieg und Frieden, Eskalation oder Deeskalation bestimmt.

Eine nukleare Detonation hätte gewaltige psychische Auswirkungen und könnte Russland eine dringend benötigte Pause verschaffen, um frische Truppen herbeizuschaffen und einen zweiten Kriegsschauplatz in Asien zu eröffnen mit Nordkorea.

Der Russlandexperte Andreas Umland befürchtet, dass Moskau einen Angriff gegen sich selbst mit Massenvernichtungswaffen inszenieren könnte, als Rechtfertigung für eine Eskalation des Krieges:

Die erste Atombombe in einem möglichen russischen Atomkrieg gegen die Ukraine könnte nicht in Kiew, sondern auf von Moskau kontrolliertem Gebiet explodieren. Dabei könnten, wie schon 1999, viele russische Bürger getötet werden.

Bei den Appartment-Anschlägen 1999 könnte der russische Geheimdienst FSB dahinterstecken, den Putin anführte. Der blasse Politiker wurde schnell zum populären Feldherren.

Diesmal kann eine solche Sabotageaktion nicht Hunderte, sondern Tausende oder sogar Zehntausende von Opfern erfordern. Eine solche Explosion oder ein anderer Massenmord könnte dieses Mal nicht in Russland selbst stattfinden, sondern in den kürzlich von Russland annektierten ukrainischen Gebieten.

Ein primitiver nuklearer Sprengsatz mit einem Gewicht von 15 Kilogramm würde ausreichen. Der Kreml präsentiert unmittelbar die Erklärung, ein faschistisches Terror-Netzwerk mit Verbindungen zur Ukraine stecke dahinter und habe für den Zweck Plutonium aus verschiedenen Quellen zusammengestohlen. In den russischen Medien würde man die Opferrolle beanspruchen. Aber selbst ein solcher Trick würde nicht magischerweise die Probleme Moskaus verschwinden lassen. Auch ein begrenzter atomarer Angriff gegen die Ukraine mit kleineren Sprengköpfen wäre nicht unbedingt gleich die Entscheidung.

AlexBenesch
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