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Chinas Kriegsvorbereitungen gegen Taiwan laufen auf Hochtouren

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Kommentar

China lässt nicht locker im Bezug auf die Angriffsvorbereitungen gegen Taiwan, obwohl das Unterfangen selbst für die Supermacht zu ambitioniert scheint und die letztendliche Beute zu geringfügig. Dies deutet darauf hin, dass noch Größeres geplant ist, nämlich das Vertreiben der USA und anderer Konkurrenten aus dem südchinesischen Meer

Das US-Magazin „Foreign Affairs“ berichtet über die Errichtung neuer Rekrutierungsbüros und von neuen Gesetzen. An der chinesischen Küste, die Taiwan gegenüber liegt, werden Luftschutzbunker gebaut. Mit westlichen IP-Adressen kann man Regierungswebseiten der Volksrepublik nicht mehr erreichen und es gibt wahrscheinlich andere Beschränkungen, die verhindern sollen, dass das Ausland demnächst genauer ermitteln kann, dass Peking loslegen will.

Xi Jinping lässt das Volk längst auf den kommenden Krieg einschwören und hat die Wirtschaft über Parteidirektiven und PR in Staatsmedien eindeutig aufgefordert, sich auf den Krieg vorzubereiten.

Eine von Peking installierte Militärherrschaft in Taiwan könnte Personen, die der Machtübernahme feindlich gegenüberstehen, in Blitzverfahren aburteilen und sofort liquidieren.

Ein simpler Angriff gegen Taiwan, während die USA in der Region Streitkräfte haben, hätte keine guten Aussichten. Erst im Zusammenspiel mit Nordkorea und größeren Aktionen würden sich strategische Vorteile ergeben.

Das CSIS International Security Program veröffentlichte einen neuen Bericht mit dem Titel „The First Battle of the Next War: Wargaming a Chinese Invasion of Taiwan“. Dieses CSIS-Projekt entwarf ein Kriegsspiel, um eine chinesische amphibische Invasion in Taiwan im Jahr 2026 zu modellieren, und führte es 24 Mal in einer Vielzahl von Szenarien durch. Obwohl Taiwan in den meisten Szenarien als autonome Einheit überlebte, waren die Verluste für die Vereinigten Staaten, Taiwan und Japan hoch.

Zu den Erkenntnissen aus den 24 Spieldurchgängen gehörten die Verwundbarkeit von Überwasserschiffen, die massiven Flugzeugverluste der Koalition am Boden, die Wirksamkeit von Langstrecken-Schiffsabwehrraketen, die entscheidende Bedeutung der taiwanesischen Bodentruppen und die Notwendigkeit des Zugangs zu Operationsbasen in Japan. Basierend auf den Erkenntnissen spricht das Projekt verschiedene Empfehlungen zur Stärkung der Abschreckung aus.

Die Invasion beginnt immer auf die gleiche Weise: Ein Eröffnungsbombardement zerstört den größten Teil von Taiwans Marine und Luftwaffe in den ersten Stunden der Feindseligkeiten. Verstärkt durch eine mächtige Raketentruppe umkreist die chinesische Marine Taiwan und unterbindet alle Versuche von außenstehenden Mächten, Schiffe und Flugzeuge auf die belagerte Insel zu bringen. Zehntausende chinesische Soldaten überqueren die Meerenge in einer Mischung aus militärischen Amphibienfahrzeugen und zivilen Schiffen, während Luftangriffe und Luftlandetruppen hinter den Brückenköpfen landen.

Im wahrscheinlichsten „Basisszenario“ scheitert die chinesische Invasion jedoch schnell. Trotz massiver chinesischer Bombardierungen strömen taiwanesische Bodentruppen zum Brückenkopf, wo die Invasoren darum kämpfen, Vorräte aufzubauen und ins Landesinnere zu ziehen. Unterdessen legen U.S.-U-Boote, Bomber und Kampf-/Angriffsflugzeuge, oft verstärkt durch japanische Selbstverteidigungskräfte, die chinesische Amphibienflotte schnell lahm. Chinas Angriffe auf japanische Stützpunkte und US-Überwasserschiffe können das Ergebnis nicht ändern: Taiwan bleibt autonom. Hier gibt es eine wichtige Annahme: Taiwan muss Widerstand leisten und darf nicht kapitulieren. Wenn Taiwan kapituliert bevor die US-Streitkräfte zum Einsatz kommen können, ist der Rest zwecklos. Diese Verteidigung ist mit hohen Kosten verbunden. Die Vereinigten Staaten und Japan verlieren Dutzende von Schiffen, Hunderte von Flugzeugen und Tausende von Soldaten. Während Taiwans Militär ungebrochen ist, ist es stark degradiert und muss eine beschädigte Wirtschaft auf einer Insel ohne Strom und Grundversorgung verteidigen. Auch China leidet stark.
Die Marine liegt in Trümmern, der Kern ihrer Amphibienstreitkräfte ist zerbrochen, und Zehntausende Soldaten sind Kriegsgefangene.

AlexBenesch
AlexBenesch
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