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Dezember, 4

Zu langweilig, oder dysfunktional oder bösartig: Die künstliche Unterteilung der Gesellschaft

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Man kann die meisten Menschen leider grob in drei Kategorien einteilen:

  • Stabil, nett, aber sehr langweilig
  • Dysfunktional
  • Bösartig

Die erste Kategorie ist das, was einem am häufigsten begegnet, was am liebsten angeheuert wird von Firmen und was am meisten geheiratet wird. Es ist die „sichere“ Wahl. Hauptsache, man lässt sich auf jemanden ein, der keine allzu bösen Überraschungen liefern wird. Aber der Nachteil ist, dass das Leben mit diesen Menschen sich anfühlen kann wie Schulunterricht oder das Lauschen einer überflüssigen Powerpoint-Präsentation am Arbeitsplatz.

Die zweite Kategorie sind im Prinzip diejenigen, die aus verschiedensten Gründen nicht die Stabilität der Leute aus Kategorie eins erreichen. Sie funktionieren weder an einem Arbeitsplatz noch in einer Beziehung oder beim politischen Aktivismus.

Die dritte Kategorie an Menschen hat Persönlichkeitsstörungen wie pathologischer Narzissmus und Psychopathie, ggf. gemischt mit emotionaler Instabilität, Paranoia usw. Diese Personen können ihre Störungen oft gut verbergen und können mitunter außerordentlich einnehmend, mitreißend und witzig erscheinen. Manche wirken wie das Gegenteil von langweilig und dysfunktional; scheinbar geborene Entertainer und Anführer. Lässt man sich auf jemanden von Kategorie drei ein, wird man es bereuen.

Diese Unterteilung der Gesellschaft ist der Oberschicht am liebsten. Die stabilen Bürger begehren nicht auf, gehen zur Arbeit, zahlen brav ihre Steuern, und betäuben/begeistern sich abends mit TV-Shows und Filmen und Alkohol. Sie sind wie Nutztiere, die nach ihrem Tageswerk auf der Couch geparkt sind und in einen LED-hintergrundbeleuchteten Bildschirm diverse spannende Abenteuer betrachten. Die Dysfunktionalen können nicht einmal einen stabilen Alltag bewältigen, und erst recht keinen Aufstand wagen und die Herrschaftsverhältnisse ändern. Die Bösartigen sind völlig berechenbar, leicht zu bekämpfen, zu manipulieren und zu benutzen. Der Staat will nicht selbst als Bösewicht auftreten und Bürger direkt drangsalieren, sondern man lässt die Psychos in der Gesellschaft die Mitbürger drangsalieren.

Um diese drei Kategorien zu erzeugen, braucht es im Wesentlichen nur Druck, Elend und Konditionierung. Kinder und Jugendliche werden bereits gezwungen, dem extrem langweiligen Schulunterricht beizuwohnen. Niemand will eines von den dysfunktionalen Kids sein, den Losern. Als herausragend wirken nur diejenigen Schüler oder Prominente, die definiert sind durch Schönheit und Selbstbewusstsein. Auch an der Uni und später am Arbeitsplatz wird Konformität belohnt. Etwas Besonderes zu tun, bringt nur Ärger. Hauptsache nicht auffallen.

Um den Drang des Menschen, aus miesen Verhältnissen auszubrechen, abzumildern oder in harmlose Kanäle umzuleiten, gibt es Popkultur-Fake-Helden und politischen Aktivismus. Eigentlich würde dem Normalbürger auffallen, wie tot und kaputt die Gesellschaft ist, worauf hin er sein Leben und seine Strategien ändert. Aber stattdessen wird unser Verlangen nach Helden zu Schein befriedigt durch Fake-Helden und edlen Bruderschaften aus Popkultur, Geschichte und politischem Aktivismus. Die erfolgreichsten Werke der Popkultur drehen sich um Helden, die entweder von Anfang an die begehrten Eigenschaften haben wie Mut und Durchsetzungsfähigkeit, oder diese Fähigkeiten im Laufe der Geschichte erst noch erlangen, wenn sie einer Rebellentruppe beitreten. Luke Skywalker fürhrt ein normales, langweiliges Leben, bevor er in einem wilde Abenteuer landet. Ebenso Harry Potter. Oder Mr. Anderson aus Matrix. Oder der Protagonist von Avatar. Sie schaffen es, letztendlich keiner der drei typischen Kategorien von Menschen anzugehören: Sie sind nicht langweilig, nicht dysfunktional, und nicht böse, sondern  herausragend. Dass es sich nur um Schauspieler handelt, die für üble Medienkonzerne arbeiten, stört unser Gehirn nicht. Historische Figuren wie Ché Guevara, Karl Marx, Lenin usw. werden mit genau diesen film-ähnlichen Methoden verklärt zu Helden, an denen wir uns orientieren sollen. Ihre Beispiele sollen uns Hoffnung geben. Historische Ereignisse werden verklärt und überhöht, wie die Französische Revolution oder die Amerikanische oder die Russische Revolution oder die Wende in der DDR.

Politischer Aktivismus ist ein Schein-Abenteuer, eine Art LARP. Man soll sich fühlen wie die Rebellen in Star Wars, aber man suhlt sich nur in künstlichem Gruppennarzissmus, der den Herrschaftsverhältnissen dient.

Vor Jahrtausenden begann der moderne Imperialismus in Mesopotamien: Organisierter Getreideanbau verschaffte die notwendige Versorgung mit Lebensmitteln, um die Bevölkerung drastisch zu erhöhen und sesshaft zu sein im Gegensatz zu den kleinen Nomaden-Stämmen der Vergangenheit.

Es gelang in Mesopotamien, ähnlich wie in den heutigen Großmächten und Supermächten, ein Verhältnis zu wahren von 10% Oberschicht versus 90% der Menschen, die keine bedeutenden Assets besaßen. Die Oberschicht war selbstverständlich weiter unterteilt in unterschiedlich reiche Schichten.

Wie stellte man damals sicher, dass die Machtverhältnisse gewahrt bleiben? Die Anführer besaßen die Kontrolle über Religion, die Polizei und das stehende Heer. Der einzelne Bauer oder Arbeiter war voll ausgelastet und hatte praktisch keine Zeit und Ressourcen um aufzubegehren. Man muss damit rechnen, dass bereits damals ein professionelles Spitzelnetz existierte, um etwaigen Bauernaufständen zuvorzukommen.

In den 1700er Jahren entdeckten Imperien die Möglichkeiten der modernen Wissenschaft: Je besser die Technologie und die Produktion, umso mehr Dominanz. Dafür musste man aber den Bürgern mehr Bildung und Freiheit einräumen. Damit diese demokratische Aufklärung nicht aus dem Ruder läuft, musste man die Menschen in die typischen drei Kategorien pressen.  

Dementsprechend sind Politik und Aktivismus auch typischerweise langweilig, bösartig und/oder dysfunktional. Die netten Spießer-Langweiler werden Mitglieder der SPD und wollen damit einfach Nettigkeit im Land verbreiten. Die LINKE ist ihnen zu radikal. Nette Christlich-Konservative engagieren sich für oder mit der CDU/CSU um traditionellere Moral und Verhältnisse zu etablieren. Sie schauen Abends Tatort oder irgendein anderes Rentner-Programm in den Öffentlich-Rechtlichen. Für diejenigen, denen das zu langweilig und wirkungslos scheint, gibt es die LINKE, die AfD oder den Verschwörungsaktivismus. In diesen Sphären findet man mehr austherapierte Irre und mehr bösartige Individuen, Vorstellungen und Pläne. Man huldigt extremen Diktatoren aus der Vergangenheit oder Donald Trump. Im Verschwörungsaktivismus fühlen sich sogar schizoide und schizophrene Personen befriedigt. Es ist in radikaleren Sphären alles gruppennarzistischer, psychopathischer, sektenartiger. Man wird als Mitglied in solchen Kreisen mehr dazu gedrängt, sich von normalen Leuten zu entfernen, damit man sich immer mehr von der Realität entfernt.

Wenn ein staatlicher Geheimdienst sich in einem anderen Land einmischt, um dort die Gesellschaft mit verdeckten Methoden zu destabilisieren, dann wird dafür politisch/religiöser Aktivismus verwendet, in den geschickt bösartige und dysfunktionale Elemente mit eingebaut sind und der auch ein Publikum aus langweiligen Spießern anspricht. Im Extremfall lassen sich unterschiedliche Bevölkerungsgruppen damit so stark gegeneinander und gegen die Regierung aufhetzen, dass die Strukturen zerbrechen. Was ist, wenn ein Geheimdienst wohldosiert solche Methoden im Inland einsetzt?

Wenn man mit einer bereits länger existierenden oder neuen Aktivisten-Organisation konfrontiert wird, sollte man zuerst einschätzen, ob es sich dabei um ein Langweiler-Projekt handelt, ob es dysfunktional ist oder sich bösartige Radikalität dahinter verbirgt. Manche Aktivistenorganisationen wollen in ihrem Marketing möglichst viele Zielgruppen ansprechen und wollen alles für jeden sein. Nimmt man an dem Aktivismus teil, merkt man bald, was nicht gewünscht ist. Beim Langweiler-Aktivismus wird man schief angesehen oder an den Rand gedrängt, wenn man wirklich zupacken und an die Wurzel von Problemen heran möchte. Bei den Radikalen ist man schnell unten durch, wenn man Kritik daran übt, dass die Führung und Zielsetzungen der Gruppe zu bösartig sind. Mit komplett dysfunktionalen Verschwörungsaktivisten kann man nicht zusammenarbeiten, wenn man die Erde nicht für flach hält, nicht an die Existenz von Echsenwesen aus der unteren vierten Dimension glaubt oder an die Errettung durch den „Sturm“ eines Q-Geheimteams. Aktivismus ist meistens wie ein Regentanz. Die Handlungen stehen kaum oder gar nicht mehr im Zusammenhang mit den erwarteten Wirkungen und Ergebnissen.

Aktivisten aus Organisationen des Langweiler-Spektrums mögen zu Beginn noch Begeisterung zeigen, schlafen aber dann bald ein weil die Gruppe so langweilig ist wie Schulunterricht oder eine überflüssige Powerpoint-Präsentation auf der Arbeit. Aktivisten bei radikaleren Gruppen machen irgendwann die Biege, weil ihnen die Gruppe zu düster erscheint oder weil man gar merkt, dass die Führung richtiggehend bösartig ist.

Enttäuschungen im gewöhnlichen Aktivismus sind vorprogrammiert, aber es kann Monate und Jahre dauern, bis jemand weiterzieht zur nächsten Gruppe und den nächsten Themen, um dann erneut ernüchternde und enttäuschende Ergebnisse einzufahren. Irgendwann kann derjenige sich dann zurückziehen und sich entscheiden, spießig-langweilig zu sein, was politische Beteiligung anbetrifft und sich auch von Aktivisten im Privatbereich eher fernzuhalten.

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