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Dezember, 3

Attentat auf Tochter von russischem Mega-Propagandisten Alexander Dugin schlägt weltweite Wellen

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Ein Anschlag auf die Tochter von Alexander Dugin schlägt Wellen, die über Russland und die Ukraine hinausgehen. Er ist eigentlich nur ein pseudo-philosophischer, pseudo-akademischer Standard-Imperialist. Kein General, kein hoher Staatsfunktionär der Putin-Partei. Sie, Darya, ist im Prinzip eine junge, weibliche Kopie ihres Vaters. Während der Putin-Ära, als sich die neue Hackordnung in Russland einpendelte, waren terroristische Mittel und Exekutionen im Mafia-Stil gang und gäbe.

Aber die Wirkung des Terrors ist 2022, wie zu erwarten, enorm hoch: Verschiedenste Günstlinge des Systems und deren Angehörige fragen sich, ob sie die nächsten sind. Die Führung des Landes konnte Dugin und dessen Tochter nicht schützen, genauso wenig wie es finanziell machbar ist, andere Günstlinge konstant abzuschirmen. Vor allem auch im Ausland.

Daryas Auto explodierte nach Angaben von Ermittlern während der Fahrt in der Nähe von Moskau. Ein Sprengsatz sei an dem Fahrzeug montiert gewesen. Es könnte sich um das Fahrzeug ihres Vaters handeln, der spontan ein anderes Auto benutzte und hinterherfuhr.

Laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Interfax hatten beide am Wochenende das Festival „Tradition“ besucht, das von einer Stiftung des Präsidenten unterstützt wird. Für gewöhnlich untersuchen Forensiker genauestens die Trümmerteile und puzzeln zusammen, welche Art Sprengstoff benutzt wurde, wie gezündet wurde und wie komplex der Sprengsatz war.

In einer Erklärung behauptete der russische Geheimdienst F.S.B., dass eine ukrainische Frau mit der Durchführung des Bombenanschlags beauftragt worden sei. Die Frau war angeblich am Samstag vor dem Bombenanschlag auf demselben nationalistischen Festival, an dem auch Frau Dugina und ihr Vater teilnahmen. Dann sei diese mysteriöse Frau nach Estland gereist.

Ein hochrangiger russischer Politiker, Vladimir Dzhabarov, sagte am Montag, wenn Estland die Frau nicht ausliefern würde, von der der FSB sagte, dass sie den Angriff ausgeführt habe, gäbe es „alle Gründe für die Russische Föderation, harte Maßnahmen gegen den estnischen Staat zu ergreifen“.

Im Internet schwirren verschiedenste Behauptungen herum. Überwachungskameras auf dem Parkplatz in der Nähe der Explosion seien beispielsweise in den letzten 2 Wochen deaktiviert gewesen. Normalerweise betonen unterschiedlichste Gruppierungen primär jene Thesen und Interpretationen, die der jeweiligen Gruppe ins ideologische Konzept passen. Die Pro-Putin-Kreise im Westen sind momentan eingeschüchtert und wissen nicht, ob Russland bei dem Kampf auf der terroristischen Ebene genauso versagen wird wie auf dem Schlachtfeld der Ukraine. Man versucht es mit moralischem Gejammer, dass westliche Kommentatoren gegenüber Darya Dugins Tod Gleichgültigkeit oder sogar Freude äußerten. Genau jene Pro-Putin-Kreise gaben sich natürlich gleichgültig oder sogar froh über Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die Massaker seien fake. Die Verschleppungen positiv zu bewerten.

Putins Papplappen bei uns haben auch keine Tränen übrig für die inhaftierten und getöteten russischen Dissidenten und Journalisten der letzten 30 Jahre. Das seien allesamt Agenten von George Soros und dem linken Deep State der satanischen Windmühlen von Zion. Wenn im Westen aber ein Putin-Agitator auf Social Media gelöscht wird, ist das Geheule groß.

Es kursiert das Bekennerschreiben einer bisher völlig unbekannten Gruppe auf Telegram, die vorgibt, ein Zusammenschluss aus Patrioten zu sein, die das Putin-Regime stürzen wollen. Selbstverständlich könnte es sich um ein gezieltes Fake handeln oder sogar das Fake der eigentlichen Täter, um die russischen Sicherheitsdienste auf eine Phantom-Jagd zu schicken. Vielleicht gibt es eine solche Gruppe tatsächlich und könnte eine richtiggehende Hexenjagd auslösen. Vor dem 24. Februar 2022 galt die ungeschriebene Faustregel, dass man abseits der Öffentlichkeit im privaten Raum meckern kann über Putin und das Regime, ohne in Schwierigkeiten zu geraten. Nach dem Anschlag jedoch könnten sich stalinistische Verhältnisse breitmachen, in denen überall in die Privatsphäre hineingespitzelt wird und jedes Mittel recht scheinen wird, um ominöse Widerstandsgruppen zu finden. Terroristen, mit welchen Hintermännern auch immer, könnten diese Situation immer weiter anheizen, bis die Maßnahmen der Regierung auf die größtmögliche Unzufriedenheit in der Bevölkerung stoßen.

Der Ringelpiez der Eurasier

Darya Dugina hatte Kontakte zu Manuel Ochsenreiter, zum belgischen Neonazi Kris Roman, zu dem AfD-Politiker Markus Frohnmaier, mit dem rechtsextremen französischen Politiker Philippe de Villiers und ähnlichen Gestalten. Ihr Vater nähert sich dem Rentenalter und sie tingelt als seine perfekte Kopie in der europäischen Szene herum und verkauft dort den Hoffnungs-Porno: Umstürze in Europa mit Putins Hilfe, neue ultrarechte Regime dort und Tribunale.

Die Erwartung bei vielen war dementsprechend, dass Putin sich mit geschickten Drohungen und schnellen Übernahme-Aktionen die Ukraine unblutig einverleibt.

Sie bezeichnete sich als Expertin für internationale Beziehungen, verbreitete aber den gleichen allgemein gehaltenen Duktus ihres Vaters. Die Masche ist einfach nur der gewöhnlichste russische Imperialismus: Russland gut, USA böse. The End. Weder würdigt sie die Ähnlichkeiten zwischen den beiden Supermächten, noch die Psychopathie der russischen Führung, oder gar die Möglichkeit, dass die Supermächte ein heimliches Kartell formen an der Spitze.

„Die Situation in der Ukraine ist wirklich ein Beispiel für einen Kampf der Kulturen; es kann als Zusammenstoß zwischen globalistischer und eurasischer Zivilisation angesehen werden.“

Ihre Definition von „globalistisch“ ist bewusst schwammig gehalten, damit ihr Zielklientel nach Belieben reininterpretieren kann, was gerade angesagt ist. Joe Biden und die Democrats gelten als globalistisch, aber bei Donald Trump und den Republicans wurden die Propagandisten dann plötzlich ganz weich, obwohl die Republican Party eine Hälfte des Zwei-Parteien-Kartells der USA ist. Global aktiv sind alle Supermächte. Globale Ambitionen haben sie alle. Amerika bietet seinen Untertanen ein Menu aus kontrollierten Standard-Ideologien an und ermutigt Geschrei und Gezeter. In Russland gibt es nur eine einzige Kern-Ideologie, von der man nicht in signifikantem Umfang abweichen darf. Laute, öffentliche und vor allem organisierte Beschwerden über den Status Quo sind verboten.

Die Ereignisse von 2014 in der Ukraine, die Maya, die sowohl von Nuland als auch dem berüchtigten Soldaten der Ultraglobalisierung, Bernard-Henri Levy, so leidenschaftlich unterstützt wurden, waren ein Wendepunkt und öffneten tatsächlich die Tür zur Errichtung einer direkten globalistischen Diktatur über die Ukraine.

Die amerikanische Diplomatin Victoria Nuland hatte öffentlich lediglich erklärt, dass über einen Zeitraum von rund 20 Jahren 5 Milliarden US-Dollar in die Ukraine investiert worden waren. Die Russenstusser deuteten dies als Eingeständnis um, dass das Geld kurzfristig und speziell in den Maidan-Aufstand geflossen sei. Die Amerikaner hatten nach 1991 sogar hohe Summen ausgegeben, um Russland dabei zu unterstützen, das ex-sowjetische Nuklearwaffenarsenal zu sichern. Sind dadurch die russischen Atomwaffen auch eine Verschwörung des links-satanischen Deep State von George Soros und den Unterhosen von Zion? Wohl kaum. Die USA mischten sich selbstverständlich mit verdeckten Operationen in der Ukraine ein, ließen aber den Staat trotzdem schwach.

Allein aus den USA wurden (laut Transparency International) zwischen 2014 und 2017 mehr als 658 Millionen US-Dollar in die Hilfe für die Ukraine investiert.

Solche lächerlichen Summen entsprechen in etwa dem Kantinen-Budget bei Gazprom oder ein paar Metern Pipeline.

Was die Reaktion der Russen betrifft, so unterstützt die überwältigende Mehrheit die spezielle Militäroperation.

Eine öffentliche Ablehnung der „Militäroperation“ oder gar Begrifflichkeiten wie „Krieg“ oder „Angriffskrieg“ sind nachweislich verboten in Russland und werden schwer bestraft. Niemand in der gewöhnlichen Bevölkerung will in dem verarmten Russland seinen Status riskieren. Man kann sich fragen, ob Darya Dugin und/oder ihr Vater klammheimlich die Entscheidung für den Krieg kritisieren, die Kriegsführung kritisieren und einen gewaltigen Flurschaden befürchten. Der Überfall der Ukraine hat über Nacht rund anderthalb Jahrzehnte an „eurasischer“ Propaganda-Arbeit weitestgehend zunichtegemacht.

RT und Sputnik waren keine russischen Propagandainstrumente, sondern Diskussionsplattformen.

Sie konnte solche Dinge behaupten, bis sie blau im Gesicht wurde. Es ändert nichts daran, dass Russland die Souveränität von nichts und niemandem akzeptiert. Der Ukraine sollte die russische Kultur und Identität aufgezwungen werden. Es wäre eine Frage der Zeit gewesen, bis Deutschland pauschal als Nazi-Terror-Staat eingestuft worden wäre, egal ob dort die CDU regiert, die SPD oder die AfD.

https://www.geopolitika.ru/en/article/darya-platonova-war-ukraine-clash-globalist-and-eurasian-civilizations

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