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Bericht: Gazprombank wickelt angeblich Zahlungen an Russlands Soldaten und für Militärausrüstung ab

KriegBericht: Gazprombank wickelt angeblich Zahlungen an Russlands Soldaten und für Militärausrüstung ab

Bild: Stanley Kalvan/Shutterstock.com

Reporter aus der Ukraine und von der amerikanischen Plattform Radio Free Europe bzw. Radio Liberty fahndeten auf dem russischen sozialen Netzwerk VKontakte nach den Postings von Angehörigen russischer Soldaten, die in der Ukraine kämpfen. Manche davon deuteten an, dass über die Gazprombank der Sold eingegangen ist. Nachfragen schienen diesen Umstand zu bestätigen.

Eigentlich hätte der Staat solche Zahlungen ausschließlich über Banken wie die Sberbank oder VTB abwickeln sollen, weil jene nicht zwingend gebraucht werden für den Gashandel mit Europa und gegen jene Sanktionen verhängt wurden.

Es ist unklar, was der neue Bericht von „Schemes“, einer Ermittlungseinheit des ukrainischen Dienstes von RFE/RL, für Konsequenzen haben wird. Inländische Rubel-Transaktionen sind im Allgemeinen nicht von den Sanktionen betroffen. Die Gazprombank wird gebaucht für den Gashandel, wobei vor allem Deutschland sich in einem starken Abhängigkeitsverhältnis befindet.

Der Stabschef von Wolodimir Zelenskiy, Andriy Yermak, sagte gegenüber NBC News, dass die Vereinigten Staaten und die EU „die Gazprombank sanktionieren sollten. Darüber hinaus könnte die Gazprombank auch als Kanal für Zahlungen für militärische Ausrüstung genutzt werden, die von russischen Streitkräften beim Angriff auf die Ukraine verwendet wurde.

Der ukrainische Verteidigungsgeheimdienst teilte im April mit, dass Zahlungen für militärische Ausrüstung, die für die 47. Garde-Panzerdivision, gekauft wurden, über zwei Banken getätigt wurden, von denen eine die Gazprombank war. Die Gazprombank antwortete nicht auf eine Bitte um Stellungnahme von Schemes zur Zusammenarbeit der Bank mit dem russischen Verteidigungsministerium.

Der Investigativautor Jürgen Roth hatte vor Jahren bereits einen geheimen Bericht des deutschen Bundesnachrichtendienstes erhalten, in dem eindrücklich gewarnt wurde vor dem Geflecht aus Gazprom und vielen angehängten oder zwischengeschalteten Firmen.

Nachdem Gazprom-Media „Media Most“ im Jahr 2000 übernommen hatte, erhielt Gazprom-Media die gesamte frühere 5. KGB-Direktion (Politische Polizei) von Filipp Bobkov, die für Desinformation, Kontrolle von Dissidenten und Hinrichtungen zuständig war, einschließlich aller ihrer Mitarbeiter, ihrer Datenbank und der Filipp Bobkov gründete einen Sicherheitsdienst, der beschuldigt wurde, 1994 ein Attentat auf Boris Berezovsky versucht zu haben. Das gesamte Archiv der 5. KGB-Hauptdirektion wurde zu Media-Most gebracht. Kürzlich gab es eine Reihe an seltsamen Todesfällen:

Am 29. Januar 2022 wurde Leonid Shulman, der Leiter des Transportdienstes Gazprom-invest, tot aufgefunden.

Am 25. Februar 2022 wurde Alexander Tyulyakov, stellvertretender Generaldirektor des Einheitlichen Siedlungszentrums von Gazprom, tot in einer Schlinge aufgefunden.

Am 2. März 2022 floh Igor Volobuev, Vizepräsident der Gazprombank, aus Russland, um in seine Heimat Ukraine zu ziehen, nachdem er in Okhtyrka, Sumy, geboren wurde. Seit seiner Ankunft in Kiew erklärte er, sein Leben sei in Gefahr und der Tod von Vladislav Avayev sei kein Selbstmordmord, sondern ein Attentat. Er hat sich auch der ukrainischen Territorialverteidigung angeschlossen, um seine russische Vergangenheit „abzuwaschen“.

Am 18. April 2022 wurde der ehemalige Vizepräsident der Gazprombank, Vladislav Avayev, zusammen mit seiner Frau und seiner Tochter bei einem offensichtlichen Mord-Selbstmord mit Schussverletzungen in seiner Wohnung in Moskau aufgefunden. Volobuev betrachtet den Tod von Vladislav Avayev als Attentat.

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