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Die mega-dreiste ZDF-Doku: Bunker, Sirenen, Vorräte

ZivilschutzDie mega-dreiste ZDF-Doku: Bunker, Sirenen, Vorräte

Kommentar

Es ist unbeabsichtigte Komik: Nachdem das ZDF das Thema Zivilschutz und Verteidigung 30 Jahre lang weitgehend ignoriert hatte, wurden nun 0815-Journalisten auf eine Reportage angesetzt und der Beitrag beginnt mit Putins Drohung an den Westen und der breitbeinigen Ansage in der Anmoderation, dass man jetzt mal so richtig nachforschen wird, ob wir komplett im Eimer sein werden bei einer Cyberattacke und Stromausfällen. Jetzt aber so mal ganz richtig ernst! Jetzt kommen die GEZ-finanzierten Super-Reporter und werden sich nirgendwo abspeisen lassen, wenn das Kind längst in den Brunnen gefallen ist!

Als Reporter wählte man einen blassen Kerl im bunten Pullover, der völlig unverdächtig wirkt, so als sei er ganz bestimm links, Veganer, braucht Stimmungs-Tabletten und hätte erst vor ein paar Jahren sein Abitur gemacht. Dann noch ein älterer, hartgesotten wirkender Kerl, der wohl noch im Kalten Krieg irgendwelche brisanten Kiez-Reportagen gedreht hat.

Die Rentner, die überhaupt noch die Öffentlich-Rechtlichen gucken, werden bestimmt angemessen auf den Beitrag reagieren, indem sie beim nächsten Kaffeekränzchen mit anderen Rentnern darüber reden.

Nach einem Vorab-Zusammenschnitt von hohen Politikern, die hohle Phrasen dreschen, erfolgt der obligatorische Besuch bei einem „netten“ Prepper, wie man sie bisher schon in mehreren solcher Beiträge gesehen hat. Dieser hier hat Bauch, Glatze und Bart, wirkt also eher unverdächtig, einer von den „bösen“ Preppern zu sein, die laut Mainstream definiert sind als physisch fit, Vorräte haben für mehr als drei Monate und Träger von Waffenbesitzkarten sind.

Immerhin hat er seine Garage zum (ABC-) Bunker umfunktioniert mit Luftfilter, so wie es den Kalten Krieg über die Empfehlung war in den USA oder Britannien. Das macht ihn schon etwas verdächtig. Immerhin könnte er im Ernstfall mit seinen Angehörigen darin egoistisch eine Krise aussitzen und sein Essen und seinen Platz nicht teilen mit den darbenden Mietshaus-Bürgern da draußen.

Als nächstes bringt das ZDF, genau wie in vergangenen öffentlich-rechtlichen Beiträgen zum Prepping, marxistische Klassenkampf-Ideologie mit rein. Ein Herr von einer Spezialfirma taucht auf, um den Privat-Bunker noch zusätzlich zu verbessern. Für Millionen Haushalte in Deutschland in Mietwohnungen ist so etwas keine Option. Demnach solle hier Papa Staat eingreifen, den Mittelschichts-Hausbesitzern noch mehr Geld wegnehmen und selbiges dann umverteilen an überteuerte staatliche Projekte für Sirenen und solche Dinge, die kaum etwas bringen.

Die Reporter scheinen das Thema Sicherheit und den geopolitischen Konflikt überhaupt nicht zu kapieren, sondern fürchten wohl am meisten, dass Bürger abfallen vom Staatsglauben und insbesondere vom Marxismus.

Es folgt der Besuch eines alten staatlichen Bunkers, der staubig aber anderweitig ordentlich wirkt und wo keine bürgerlichen Prepper die Hand drauf haben und keine Privatfirma für bürgerliche Kunden. Man sieht das DRÄGER-Logo auf den Anlagen und das ist für die Staats-Reporter dann wieder in Ordnung, denn DRÄGER beliefert ja die Regierung.

Wer ist schuld an der Reduktion der Bunker und der Verwahrlosung laut ZDF? Na, der Steuerzahler bzw., GEZ-Beitragszahler natürlich! Denn die Bürger hatten sich ja nach 1991 nicht beschwert. Also selber schuld. Papa Staat nix schuld.

Es folgt der obligatorische Besuch bei der winzigen Behörde „Bundesamt für Bevölkerungsschutz“ (BBK): Wir erfahren, dass wir nicht für einen Kriegsfall gerüstet sind und dass die Anschläge vom 11. September den kompletten Abriss des Zivilschutzes verhindert hätten. In den USA erfolgten Milliardeninvestitionen in Sicherheit und es wurden Billionen ausgegeben für die Kriege in Afghanistan und im Irak. Das BBK will sehr viel mehr Geld und meint gleichzeitig, dass der Steuerzahler selber für 10 Tage vorsorgen solle. Laut aktuellen Umfragen haben aktuell überhaupt nur 16% der Bürger Vorbereitungen getroffen. Je mehr Geld die Behörden kriegen und je mehr dies kommuniziert wird von Staatsmedien, umso mehr Deppen da draußen werden wohl eher passiv bleiben und sich auf den Staat verlassen wollen.

Viele Papiere der Regierungen zu möglichen Krisen, heißt es, seien „geheim“, so als ob die Politiker im Ernstfall ein paar Joker aus dem Ärmel ziehen könnten. Natürlich halten sich Behörden „bedeckt“, weil man nicht will, dass die Russen uns in die Karten schauen und unsere genauen Verwundbarkeiten kennen, aber wir müssen ja ohnehin davon ausgehen, dass wir von Russenspionen durchsetzt sind. Es ist zigfach bewiesen, dass im Kalten Krieg kaum irgendein Geheimnis vor Stasi und KGB verborgen blieb; insbesondere wenn es um Sicherheit ging. Ex-Kanzler Schröder kuschelte mit den Russen und die SPD verbog sich geradezu, um die Russen-Pipelines vor den US-Sanktionen zu schützen.

Wenn man weiß, wo man schauen muss, dann kann man sich ausmalen, was die geheimen Pläne sind. Etwa das Herankarren von zehntausenden Privatpolizisten von britischen Konzernen wie G4S. Das passt zwar dann nicht mehr zu den marxistischen Luftschlössern der staatsgläubigen Bürger, aber Hauptsache Ordnung.

Bundesinnenminister Nancy Faeser schwallt im klimatisierten Büro, dass man Panik vermeiden möchte, da es ja akut gerade keine Katastrophe gäbe. Während in der Ukraine Staatsfunktionäre sich verbergen müssen wegen Luftalarm. Der ehemalige Innenminister DeMaizière redet mit seiner rauen Onkelstimme, dass er einen großen Stromausfall für wahrscheinlich hält. Was hatte er konkret unternommen im Bereich Spionageabwehr, angesichts all der russischen Briefkasten-Firmen-Konstrukte, die nicht nur Gas lieferten, sondern sich auch noch in die deutsche Infrastruktur einkauften, wie u.a. Gasspeicher? Wie groß waren die Spionage-Ringe, die die Russen etablieren konnten und wie hoch reichten jene in die Politik? All das fragen die Reporter gar nicht, oder zumindest sehen wir es nicht.

Die winzigen Verfassungsschutzämter hatten ja mächtig zu tun mit politischem Radikalismus; also was blieb dann an Kapazitäten übrig, um uns deutsche Steuerzahler zu schützen vor russischen Spionage- und Sabotage-Netzwerken, die bald bei uns die Lichter ausgehen lassen können? Hat er sich auf „befreundete“ Dienste aus den USA und Britannien verlassen? Würden die Anglos aber lieber hochplatzierte Quellen in Russland schützen, als Deutschland zu helfen?

Wir wissen inzwischen, dass die DDR Sabotage-Gruppen für die BRD hatten für Angriffe an neuralgischen Punkten. Notfalls mit Mikro-Kernwaffen. Sie wissen schon, die „Armee des Friedens“ und so.

Schnitt zurück zu den GEZ-Reportern, die sich gegenseitig abfragen, ob sie denn zumindest die empfohlenen 10 Tage überbrücken könnten mit eigenen Vorräten. Der eine meint nein und der andere verweist auf den Supermarkt um die Ecke wo er dreimal die Woche einkaufen geht. Und so geht als nächstes um die geheimen Lebensmittel-Lagerstätten der Regierung, also hauptsächlich loses Getreide und Linsen, die im Ernstfall aufwändig verarbeitet und verteilt werden müssten.

Dann noch ein bisschen zu den alten LÜKEX-Übungen und dem Hochwasser. Der Bau eines neuen Zivilschutz-Zentrums (auf Steuerzahlerkosten versteht sich). Das war es dann. Das Publikum bleibt recht passiv. Denn warum eigene Nachforschungen anstellen, eigene Gedanken haben und eigene Handlungen begehen, wenn man stattdessen beim nächsten Kaffeekränzchen oder beim nächsten Bier-Abend vorgefertigte Meinungen äußern kann?

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