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Gründete der britische Geheimdienst die AfD? Der Bimbes-Baron und seine Hofagenten

PolitikGründete der britische Geheimdienst die AfD? Der Bimbes-Baron und seine Hofagenten

Kommentar

Die AfD hatte immer nur dann eine Chance, wenn man sich konsequent fernhält von Nazis, Karrieristen, illegalen Parteispenden, ausländischen Agenten und nebulösen externen Strippenziehern. Die Untersuchungen zu Spendenskandalen führten zu der Frage, welche Rolle der Baron von Finck und der Milliardär Henning Conle spielen. Nun wird auch nun verstärkt die Rolle untersucht von Tom Rohrböck, das „rechte Phantom“.

In aktuellen Recherchen der „Zeit“, NDR und WDR heißt es, dass der aus Hessen stammende Rohrböck, der nie AfD-Mitglied war und keine offiziellen Verträge mit der Partei hat, mit seinem chaotischen Firmengeflecht gerne Einfluss nimmt. Die AfD, so Rohrböck demnach weiter, „ist keine Partei, mehr eine Versorgungschance für gescheiterte Existenzen“.

Alice Weidel schätzt, dass er in Kontakt stünde zur Hälfte der AfD-Bundestagsfraktion. Im November 2017 habe sie sich in einem Luxushotel in den Alpen mit ihm getroffen. Manche Parteimitglieder lästern, dass er ihre große Karriere ermöglicht habe.

Sogar schon 2013 soll er in einer bedeutenden Rolle mitgemischt haben. Ob wirklich, wie vermutet wurde, der Baron von Finck hinter ihm steht, ist noch unbekannt. Beim NDR heißt es:

Rohrböck selbst soll immer wieder behauptet haben, dass hinter ihm schwerreiche Geldgeber stünden, die ihn beauftragt hätten, eine Art deutsche rechte Partei zu gründen.

Der Großvater dieses Barons machte Karriere in Darmstadt/Hessen, wo auch Rohrböck herstammt; eine Hochburg des Welfenadels, der das britische Kolonialreich und dessen Geheimdienste dominierte. In Hessen liefen auch wichtige illegale Spenden für die CDU über Prinz Casimir zu Sayn-Wittgenstein. Alexander Gauland von der AfD machte in Hessen eine Karriere bei der CDU und sein Förderer war der zeitweise als hessischer Ministerpräsident dienende Walter Hallmann. Beide hatten an derselben Welfen-Universität studiert.

Im Jahre 1983 wurden insgesamt 8 Millionen DM der hessischen CDU ins Ausland transferiert und Rücküberweisungen als Vermächtnisse oder Kredite getarnt. Zu diesem Zeitpunkt war Walter Wallmann CDU-Landesvorsitzender. In seiner Zeugenaussage im November 2000 gab er an, dass er die Finanzangelegenheiten in den guten Händen des damaligen Generalsekretärs der hessischen CDU Manfred Kanther und des Schatzmeisters Casimir Prinz zu Sayn-Wittgenstein gewusst habe.

Dass Britannien (zusammen mit den USA) als Besatzungsmacht an der Gründung und Etablierung der CDU/CSU fundamental beteiligt war, steht außer Frage. Am Reißbrett wurde die deutsche Parteienlandschaft entworfen. Der Flick-Clan, der den großen Parteien heimlich Geld zuschob, war vom amerikanischen Hochkommissar McCloy „begnadigt“ worden und man kann spekulieren, ob McCloy dann die Strippen zog. Der Flick-Buchhalter war Eberhard von Brauchitsch, dessen Familie verwandt ist mit dem britischen Thron.

Der Parteigründer der deutschen NPD, Adolf von Thadden, entpuppte sich als Informant des britischen Geheimdienstes. Die deutschen Massenmedien, die aktuell die AfD-Skandale aufarbeiten, stellen nicht die Frage nach der möglichen Rolle des britischen Geheimdienstes. Hat der britische Geheimdienst vor 2013 am Reißbrett eine neue rechtskonservative Partei geplant? Waren der Baron von Finck und Henning Conle daran wissentlich oder unwissentlich beteiligt? Arbeitete Rohrböck wissentlich oder unwissentlich für diesen hypothetischen Plot?

Wilhelm von Finck hatte, bevor er überhaupt adelig war und den „Von-„Zusatz zu seinem Namen führen durfte, einen wichtigen Förderer in Form von Carl Schmidt-Polex, der an der Welfen-Universität Heidelberg studiert hatte, dort der Rhenania-Verbindung angehörte und später u.a. Mitglied war des Aufsichtsrats der Bank für Handel und Industrie (Darmstädter und Nationalbank). Finck hatte ein Jahr in London verbracht, bevor er auf Empfehlung von Polex zu dem neugegründeten Bankhaus Merck, Christian & Co. kam, einer Münchener Kommanditniederlassung der Darmstädter Bank für Handel und Industrie in Darmstadt. Finck durfte sogar Teilhaber werden.

Die Darmstädter Bank geht zurück auf den Gründer Abraham Oppenheim, Sohn des Bankiers Salomon Oppenheim junior. Abraham heiratete eine Tochter aus dem Rothschild-Clan, der aufgebaut worden war (und wohl auch gründlich kontrolliert wurde) von den Landgrafen von Hessen-Kassel (verwandt mit dem britischen Thron). Abraham Oppenheim stammte von Bonner Hofagenten des Kölner Bischofs Clemens August ab und baute das große Bankhaus Sal(omon) Oppenheim auf, das in die Deutsche Bank aufging. Der jesuitisch erzogene Clemens August, Herzog von Bayern, hatte den römisch-deutschen Kaiser Karl VII. als Bruder. Der Vater hatte sich mit den Franzosen verbündet, also den Gegnern Britanniens. Möglicherweise spionierten die Oppenheims in Bayern für die Welfen.

Ehrenpräsident der Darmstädter Bank war Felix zu Hohenlohe-Öhringen, der die Tochter des Kurfürsten Friedrich Wilhelm I. von Hessen-Kassel heiratete.

Wilhelm (von) Fincks „väterlicher Freund“ war Theodor von Cramer-Klett, der „reichste Mann Bayerns“. Finck wurde von Luitpold von Bayern in den bayerischen erblichen Adelsstand erhoben. Luitpolds Mutter war Therese von Sachsen-Hildburghausen aus der mächtigen Linie der Wettiner, die sich zusammenschloss mit den Welfen und Reginaren. Der britische König Georg V. von Hannover sowie die Zarin Alexandra Fjodorowna waren Cousins und Cousine der Prinzessin Therese.

Dieser Hochadel, der das britische Kolonialreich kontrollierte, infiltrierte in den 1800er Jahren die völkische Szene in Deutschland und Österreich, was auch irreführende Verschwörungs-Narrative beinhaltete, laut denen jüdische Kleinstfamilien wie die Rothschilds das britische Kolonialreich übernommen hätten nach der Schlacht von Waterloo zwischen Britannien und Frankreich.

Diese Verschwörungs-Narrative zirkulieren auch heute noch, so der Verdacht des deutschen Verfassungsschutzes, in AfD-Kreisen. Der Verfassungsschutz geht zurück auf den Briten Sir Ivone Kirkpatrick, der sehr einflussreiche familiäre Verbindungen hatte.

Für Britanniens Geheimdienste wäre es in den Jahren vor 2013 keine große Schwierigkeit gewesen, Pläne auszuarbeiten für die Schaffung einer neuen, rechtskonservativen Partei und die schrittweise Radikalisierung. Das rechte Klientel in Deutschland betrachtet Adelige, vor allem wenn diese rechte Verschwörungs-Narrative artikulieren, automatisch als vertrauenswürdig.

Motiv

Was könnte theoretisch das Motiv gewesen sein für den britischen Geheimdienst, die AfD zu gründen? Es war abzusehen, dass viele deutsche Bürger aus Unzufriedenheit über die Wirtschaftskrise, Klimapolitik und andere Themen den Wunsch hegten nach neuen konservative/marktwirtschaftliche Parteien. Wären solche neuen Parteien unabhängig gegründet worden, hätten diese durch den britischen Geheimdienst (samt Verfassungsschutz als Anhängsel) mühselig infiltriert werden müssen. Viel einfacher ist es für die Briten, selber eine neue Partei in Deutschland zu etablieren als Sammelbecken.

Der Demoskop Matthias Jung veröffentlichte sein Positionspapier „DIE AfD ALS CHANCE FÜR DIE UNION“, das dieses Szenario untermauert: Die Forschung zeigt, dass die deutsche Gesellschaft in den vergangenen Jahrzehnten schon so weit umgebaut und indoktriniert worden ist, dass rund 80% der Menschen sich politisch irgendwo in der „Mitte“ verorten. Weil die katholische Kirche dramatisch an Bedeutung verloren hat und pro Legislaturperiode der CDU/CSU rund eine Million Wähler wegsterben, kam die strategische Entscheidung, nach dem Ende des Kalten Krieges und der Helmut Kohl-Ära, die CDU/CSU umzubauen zu einer Partei der breit definierten politischen Mitte. Deshalb behielt man Angela Merkel solange, deshalb wurden die Grenzen offengelassen. Reine Strategie. Hätte die CDU/CSU ihren klassischen konservativen Kurs beibehalten, hätte sie auch massiv Wählerstimmen eingebüßt.

Die AfD, so der Forscher Matthias Jung, ist im Prinzip ein Sammelbecken für das gesamte rechte Spektrum mit einer maximalen Obergrenze von rund 20% bundesweit. Die AfD kann noch so sehr strampeln und wüten, sie kommt als stramm rechte Partei nicht an gegen die Demografie Deutschlands und gegen die gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte. Die Wahlerfolge in Brandenburg und Sachsen sind zwar mehrere Prozente oberhalb von 20%, aber im Osten leben fünfmal weniger Menschen als im Westen, wo der stramm rechte Kurs der AfD einfach nicht gut ankommt.

„Die CDU/CSU ist durch die bloße Existenz der AfD vom latenten Vorwurf befreit, rechts zu sein, was anders als in den meisten europäischen Ländern in Deutschland einen stigmatisierenden Charakter hat.“ 

Die CDU mag konservative Wähler verloren haben, konnte aber Verluste teilweise ausgleichen mit Zugewinnen in der Mitte. Der Mitte-Kurs ist strategisch betrachtet alternativlos für die CDU und sie koaliert eben künftig mit anderen Parteien der breit definierten Mitte wie den Grünen oder der SPD.

„Während bei der Bundestagswahl 1976 noch 37 % aller Wähler der CDU/CSU aus der Gruppe der Katholiken mit starker Kirchenbindung stammten, waren das trotz seither fast unverändertem Wahlverhalten innerhalb dieser Gruppe bei der letzten Bundestagswahl nur noch 9 %. Selbst wenn es gelänge, den Wahlanteil für die CDU/CSU in dieser Gruppe von zur Zeit über 70 % auf unrealistische 90% zu steigern, wäre mit diesem Zugewinn keine wesentliche Verbesserung des Gesamtergebnisses der CDU/CSU zu erreichen. Es ist somit offensichtlich, dass die Rekrutierung neuer Wähler schon aus quantitativen Gründen nicht überwiegend aus der alten Kernklientel der CDU/CSU erfolgen kann.“

Viele Wähler aus dem bürgerlich-konservativen Lager halten die AfD für zu aufgekratzt und revolutionär; die Bürgerlich-Konservativen wollen keine Experimente und Umstürze von Verhältnissen.

„Aus diesen Gründen kann sich das Erscheinen der AfD im politischen System mehr als Segen denn als Fluch für die Union erweisen.“

Das hieße auch, dass falls der Verfassungsschutz oder „befreundete Dienste“ aus dem Ausland die AfD infiltriert hat, die eingeschleusten Agenten und V-Personen die Partei dazu drängen würden, immer stärker auf den radikalen Kurs einzuschwenken.

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