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Die AfD wurde systematisch von innen ruiniert durch Ideologie und Psychologie

PolitikDie AfD wurde systematisch von innen ruiniert durch Ideologie und Psychologie

Kommentar

Die AfD ist am krepieren und das finale Verfallsstadium steht kurz bevor, wenn ein Björn Höcke die alleinige Spitze im Bund werden will. Dann ist wirklich Schicht im Schacht und ein Haufen Matrosen wird das brennende, radioaktiv verseuchte, sinkende Schiff verlassen mit Schwimmreifchen. In Westdeutschland, wo fünfmal mehr Menschen wohnen als im Osten, purzelt die Partei dann wohl aus den Landtagen und einige Kameraden dürfen sich dann wieder auf dem gewöhnlichen Arbeitsmarkt umsehen.

Die Flüchtlingskrise, die neurechte Trump-Trendwelle der US-Republicans und die Russenpropaganda hatten lange die simple Wahrheit übertüncht, dass die Deutschen eben keine NPD mit dünner, bürgerlicher Tarnung drumherum wählen möchten.

Eigentlich wäre jetzt der ideale Zeitpunkt für Leute aus dem rechten Lager, um endlich zu verstehen, wie die Partei von innen heraus systematisch ruiniert wurde durch Ideologie und Psychologie. Wie man sich zu genau dem kaputten Sammelbecken hat machen lassen, das die großen Parteien dringend gebraucht hatten um zu signalisieren, dass es keine seriöse Alternative geben könne.

Aber die ideologischen und psychologischen Hebel sind so stark, dass nicht einmal jetzt klares Denken und eine Fehleranalyse möglich ist. Schuld am Untergang seien mal wieder die Windmühlen von Zion („das ZDF“), Wahlfälschung, sowie die Deutschen, die man vorgibt zu mögen („denen geht’s noch zu gut als dass sie sich an der Revolution beteiligen“). Außerdem müsse prinzipiell nur der vollradikale Kurs gefahren werden und weil ja „das System“ sowieso bald kollabieren werde mit einem großen Knall, sei es nur eine Frage der Zeit, bis sich die zögerlichen Bürger dann doch an der Revolution beteiligen.

Mit diesen vorgestanzten Talking Points schirmt sich der radikale Kern der Partei gegen Kritik ab, die Zielklientel schirmt sich ebenfalls gegen Kritik ab und der Untergang geht weiter. Selbst wenn die Partei sich länger halten kann oder es mal eine neue geben wird, so werden die alten Fehler dennoch wiederholt werden, weil man keinen Blick auf die Realität hat.

Der zum neurechten (Corona-)Influencer mutierte ehemalige Focus-Redakteur Boris Reitschuster veröffentlichte als Testballon einen Gastbeitrag, in dem es lediglich hieß, die West-Wähler wollen keine Rechtsextremen und während dem Ukraine-Krieg keine Putin-Sympathisanten. Wie in den vergangenen Jahren auch, lässt sich so etwas auch mühelos demonstrieren mit der Meinungsforschung. Ein Blick in die Kommentarsektion zeigt aber, dass das Publikum keine Wahrheit verträgt, sondern in seinen Ausreden bestätigt werden möchte. Nur dafür wird gezahlt.  

Die AfD hat neben der etablierten, korrumpierten Politik einen nahezu übermächtigen Feind:die Mainstreammedien. Und:ich misstraue zutiefst den Wahlergebnissen.

Die fanatischeren AfD-Supporter haben tatsächlich einen übermächtigen Feind, den sie nicht bezwingen können: Sich selbst. Solange die AfD-ler sich von der Realität verabschieden, haben es die Massenmedien sehr leicht. In den USA gefielen den Republicans auch nicht die Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen und so wurde ein Haufen Märchen erzählt, was zu massiven Klagen von Wahlcomputer-Herstellern führte. Dass sich die Märchen leider nicht erhärten ließen, störte die Zielklientel nicht. Sie wetterte einfach immer weiter und vergraulte damit immer mehr potenzielle Wähler.

Die Wähler sind heutzutage einfach nur denkbefreit, was schon an der großen Zustimmung zu den vielfach unsinnigen Corona-Maßnahmen erkennbar ist.

Nicht nur AfD-ler hassen die Masse der Deutschen. Die Masse der Deutschen hasst die AfD-ler auch zurück. Das ist keine Einbahnstraße.

Soll der Kommentar heißen, es bräuchte eine Diktatur der wenigen über die Masse? Mit dem unqualifizierten Corona-Gemaule versagte die AfD bei den Wahlen. In den USA kostete der Unfug die Präsidentschaftswahlen 2020 und rund 1 Million ältere Bürger, zumeist Republican-Wähler, starben elendig. In Russland, der Lieblings-Diktatur von Keller-Nazis, gab es auch harte Maßnahmen, was ständig weggelogen und ignoriert wurde. Und jede Menge Tote.

Bei Tichy kam noch der Punkt hinzu, dass die Wähler abwandern, weil niemand mit der AfD spricht und sie somit nie in Regierungsbeteiligung bekommen werden.

Das ist eben das Prinzip eines vergifteten Sammelbeckens. Und solange die Zielklientel absolut zielstrebig in diese Falle tappt, wird das so weiterlaufen. Es ist so simpel: Gerade die Partei, die gegen alle möglichen Agenda-Punkte der herkömmlichen Parteien ist, wurde auf Nazi gedreht, sodass kaum jemand damit zu tun haben will. Man sieht ja, dass viele AfD-ler sich verhalten wie Sektenmitglieder. Man will andere Manschen anquatschen, um damit die Macht der Sekte zu vergrößern. Aber man will nicht, dass irgendwie kritisch zurückgequatscht wird. Nein. Kritik verträgt man überhaupt nicht. Da vergeht schnell die Lust am Reden.

Sterben die LINKE und AfD aus, dann brauch zumindest ich echt nicht mehr wählen gehen, der Rest ist so glattgelutscht, dass es keinen Unterschied macht, wen man davon wählt. Tatsächlich kann man es dann mit den Wahlen gleich sein lassen.

Man sieht an den letzten Landtagswahlen, dass die Sammelbecken-Strategie für die gewöhnlichen Parteien aufgeht. Sobald keine Hype-Kampagne aus Amerika oder Russland den Rechten bei uns Flügel verleiht, können sich die Sofa-Generäle und Alki-Aktivisten nicht einmal aufraffen, um ein Kreuz aufs Papier zu malen.

Für mich bleibt die AfD wichtig als politisches Gegengewicht der konserativen Werte und Lebensweise. Ich möchte, dass diese Partei mit vielen Ex-Offizieren bleibt, es gibt mir ein gutes Gefühl. Allein für meine Familie, meine Ahnen tritt sonst keine Partei mehr ein um uns und unsere Kultur zu schützen.

Es gibt ja noch die NPD. Aber das sind Loser. Und wurden von einem Agenten der Briten gegründet.

Die genannten Punkte mögen auch eine kleine Rolle spielen, aber da gibt es weitaus mehr. Die AfD kann weder einen richtigen Wahlkampf machen, weil sie sowohl mit Gewalt als auch mit anderen Schikanen ausgebremst wird.

Nach der Logik bliebe nur noch übrig, zu resignieren und Bier zu saufen. Oder Gewalt, wodurch dann das rechtliche Kriterium der „aggressiv-kämpferischen Haltung“ erfüllt wäre für ein Parteiverbot.

Die AfD sollte einfach abwarten. Die kommenden Krisen, von Rohstoff – bis Energiemangel, die können die etablierten Parteien ohnehin nicht mehr lösen. Dazu Inflation und wachsende Verarmung … anders formuliert, trotz medialer Dämonisierung der Einen und Heiligsprechung der Anderen, irgendwann knallt es.

Das angloamerikanische Imperium schwimmt in Geld und kann Krisen zum eigenen Vorteil managen. Die AfD-Klientel kann bis zum St. Nimmerleinstag warten auf das Armageddon; darauf dass es knallt und dann plötzlich Scharen an Bürgern eine extrem rechte Partei als Heilsbringer betrachten. Das Anglo-Imperium hat die beste Psychometrie und kann alle möglichen Ereignisse am Computer durchsimulieren im Hinblick auf die Reaktion der Bürger. Dias rechte Klientel hingegen ist völlig unwissenschaftlich und will alles beantworten durch Ideologie und Gruppennarzissmus.

Was für ein unsäglicher Beitrag! Mit dem sich reitschuster.de aus meiner Sicht einmal mehr dahingehend geoutet hat, dass auch hier letztlich nur wieder die hohlen Phrasen á la Mainstreammedien bedient werden.

Wenn ein Influencer dem Publikum nicht liefert, was es hören will, ist er automatisch der Feind. Die gehen woanders hin, wo sie ihre Bestätigung bekommen. Selbst konstruktive Kritik gilt als Verrat. Und die bindungsgestörten Aktivisten können im Netz ja blitzschnell Bindungen kappen und neue beginnen.

Eine gruppennarzisstische Sekte ist nicht reformierbar. Für die Influencer bleibt nichts anderes übrig, als den Drahtseilakt zu wagen, die Zielklientel irgendwie abzukassieren, ohne dass es Fortschritt gibt, und sich dabei nicht in rechtliche Schwierigkeiten zu begeben. Sucht bei reitschuster.de nach dem Begriff „AfD“ findet man fast keine konstruktiv-kritischen Beiträge. Für AfD-Kritik muss regelmäßig ein Gastautor herhalten, damit Reitschuster sich selber aus dem Schussfeuer nimmt und dabei immer behaupten kann, nur eine divergierende Meinung zuzulassen auf seiner Seite. Auch Frauke Petry durfte mal im Video ihre Sicht erklären. Unterm Strich leistete Reitschuster fast nichts, wenn es darum ging, die massiven Probleme der AfD anzugehen. Seine neuen Fans aus Corona-Zeiten hätten ihm das auch nicht verziehen.

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