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SPD: 170 Jahre gesteuerte Sozialdemokratie

GeheimdiensteSPD: 170 Jahre gesteuerte Sozialdemokratie

Kommentar

Die totgeglaubte SPD stellte doch noch einen Kanzler mit Olaf Scholz, einem Fake-Linken aus einem privilegierten Kapitalistenhaushalt. Obwohl es seit über 30 Jahren keinen nennenswerten Kommunismus mehr in Russland gibt und rein gar nichts hindeutet auf eine kommende Sozialdemokratie dort, stand ein „Spinnennetz“ aus SPD-Mitgliedern den Russen und Gazprom erstaunlich nahe. Ein deutscher Wähler, der heute rund 50 Jahre alt ist, war zum Ende der Sowjetunion gerade einmal erwachsen. Wichtige aktuelle SPD-Politiker kennen den real existierenden Kommunismus selbst nur aus Büchern, Erzählungen und Dokus.

Seit 100 Jahren tobt im internationalen linken Lager die Diskussion über Russlands Weisungsbefugnis über den Sozialismus: Wäre es ohne eine gewaltsame Oktoberrevolution nie zu sozialistischen Staaten gekommen? Wären westliche Sozialisten hilflos gewesen ohne das rote Moskau? War der Stalinismus ein notwendiges Übel? Wie stark müsse sich Moskau verändern? Wie stark und in welcher Form sollen/können Sozialisten Moskau kritisieren? Da ab 1991 der KGB Russland transformierte und den Marxismus-Leninismus hinter sich ließ, hätten die deutschen Sozialdemokraten eigentlich Russland hinter sich lassen müssen. Selbst ein 50-jähriger, heutiger russischer Regime-Funktionär war zum Ende der Sowjetunion gerade einmal erwachsen.

Nun bricht also eine Spionage-Debatte los über die Seilschaften der SPD. Der Durchschnittswähler weiß vielleicht gerade einmal noch grob von Stasi- und KGB-Operationen im Kalten Krieg. Aber das Spionageproblem der SPD geht noch viel weiter zurück als die modernen Behördengeheimdienste.

In den frühen 1800er Jahren endete überhaupt erst die Leibeigenschaft vieler Bauern unter der Herrschaft des Adels und schrittweise verlagerten sich die Arbeitsplätze auch auf Fabriken, unter schlechten Arbeitsbedingungen und Löhnen.

Die sogenannte „Restauration“ sollte nach Wunsch mancher Adelslinien die alten Zustände wiederherstellen und die Bürger entrechten. Der österreichische Diplomat und Staatskanzler Fürst Klemens Wenzel von Metternich hatte eine stark ausgeprägte Geheimpolizei auf deutschem Boden betrieben, die überall Spitzel platzierte, um zu verhindern, dass die Bevölkerung sich erfolgreich organisiert. Eine der wichtigsten Zielscheiben waren linke Kreise. Auch die preußische Geheimpolizei infiltrierte nach Kräften sozialistische und aufklärerische Gruppen.

Karl Marx heiratete (dank der Verbindungen seines Vaters) Jenny von Westphalen. Ihre Familie bzw. ihre Vorfahren beinhalteten hohe Funktionäre aus Preußen, die beispielsweise das Innenministerium leiteten und damit zuständig waren für die Spionage gegen revolutionäre Gruppen. Philipp von Westphalen wurde 1751 Sekretär des preußischen Generalleutnants und Freimaurers Ferdinand von Braunschweig, dem Schwager vom preußischen König und Freimaurer Friedrich II. Ferdinand war zudem Mitglied im Illuminatenorden, wo sich auch Personen tummelten wie der Landgraf Karl von Hessen-Kassel. Ferdinand von Braunschweig hatte den Oberbefehl über die verbündeten Truppen von England, Hannover (der Ursprung der britischen Königs-Dynastie) und Preußen. Philipp von Westphalen übernahm ebenso eine wichtige militärische Funktion und der britische König George III. aus dem Haus Hannover verlieh ihm dafür einen hohen Titel. Philipp heiratete eine Adelige mit schottischen Vorfahren. Sein Sohn war Ludwig von Westphalen. Dessen Sohn Ferdinand Otto wiederum wurde preußischer Innenminister und war somit verantwortlich für die Spionage gegen revolutionäre Gruppen. Ludwigs Tochter Jenny heiratete schließlich Karl Marx.

Das Kartell der Supermächte Band I: Revolution

Karl Marx durchlief zahlreiche linke Organisationen und Publikationen und sorgte für Streit und Zersetzung. Die Wahrscheinlichkeit, dass er für einen Geheimdienst bzw. eine Geheimpolizei arbeitete, ist sehr hoch. Die „Deutsche Revolution von 1848/49“ war eine Art Aufstand der Arbeiter, Handwerker und Bauern, die letztendlich nicht die gesteckten Ziele erfüllte. Der Adel gewann – mit Hilfe seiner Geheimdienste.

In sehr unruhigen Zeiten polemisierten Marx und seine Leute gegen die Hohenzollern in Preußen. Trotz harscher Gesetze schürten Marx und Engels Radikalismus beim Publikum und trieben Leute in einen aussichtslosen Kampf hinein, worauf die preußischen Behörden dann den Vorwand hatten, um rigoros durchzugreifen. Revolutionsversuche wurden brutal niedergeschlagen, Marx lästerte hinterher noch über die Beteiligten des gescheiterten Aufstandsversuchs und Engels war erschreckend genau informiert über die Schlachten.

Das Kartell der Supermächte Band I: Revolution

Es begannen sich in den 1860er Jahren sozialdemokratische Parteien zu bilden. Die „Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (SAP)“ hatte bald rund 38.000 Mitglieder und wurde „überwacht“, was auch eine starke Infiltration bedeutete. Wilhelm Liebknecht, einer der Gründerväter der SPD, war im Großherzogtum Hessen geboren. Sein Vorfahre war der Mathematiker Johann Georg Liebknecht, Mitglied der Wissenschaftsgemeinschaften Leopoldina, Königlich Preußische Sozietät der Wissenschaften und der (britischen) Royal Society. Insbesondere die Royal Society war verwickelt in Spionage und gesteuerte revolutionäre Aktivitäten; insbesondere im Zusammenhang mit der Französischen Revolution und der Amerikanischen Revolution.

Wilhelms Vater war der großherzoglich hessische Regierungsregistrator zu Darmstadt und Gießen Ludwig Christian Liebknecht (1787–1832). Die Mutter war Katharina, geb. Hirsch (1803–1831), Tochter eines „landgräflich-hessischen Oberpostmeisters“ in Hanau. Der Hochadel der Reginare (Haus Hessen/Hessen-Darmstadt) benutzte ähnlich wie die Welfen (Hannover) und Wettiner (Sachsen) ausgewählte Personen aus bürgerlichen Kreisen für vertrauensvolle Aufgaben in der Verwaltung, Justiz und der Wissenschaft“. Die Privilegien mussten mit absoluter Treue bezahlt werden. Nach dem Tod der Eltern seien Wilhelm Liebknecht und dessen Bruder mittellos gewesen und radikalisiert worden. Nichtsdestotrotz studierte Wilhelm drei Fächer an Universitäten und kam dort in Kontakt mit studentischen Aktivistenkreisen. Genau diese Kreise wollte Fürst von Metternich ausräuchern mit seinem Spionagenetz.

Die Mainzer Zentraluntersuchungskommission, auch bekannt als die „Zentralkommission zur Untersuchung hochverräterischer Umtriebe“, wurde zur Verfolgung aufrührerischer Netzwerke an den Universitäten geschaffen von Klemens Wenzel Lothar von Metternich. Von Metternich freundete sich unter anderem mit dem Welfen-Prinzen von Wales, dem späteren König Georg IV. aus dem Haus Hannover an. Den eigentlichen Beginn von Metternichs politischer Karriere verdankte er vor allem der Protektion von Eleonore von Liechtenstein aus dem uralten Adelsgeschlecht von Oettingen. Prinzessin Christine Luise von Oettingen-Oettingen (1671–1747) wurde durch Heirat Herzogin des Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel, ein Vorläufer des Königreichs Hannover.

Kartell der Supermächte Band 5: Zukunft

Nach revolutionären Aktivitäten flüchtete Wilhelm Liebknecht nach England. In London trat er dem Bund der Kommunisten bei und traf auf Marx und Engels. Bis auf ganz wenige Ausnahmen hatte Marx nie einen Sozialisten getroffen, den er nicht verachtete. So schrieb er in einem Brief an Engels:

… Liebknecht ist ebenso schriftstellerisch unbrauchbar wie er unzuverlässig und charakterschwach ist. Der Kerl hätte diese Woche einen definitiven Abschiedstritt in den Hintern erhalten, zwängen nicht gewisse Umstände, ihn einstweilen noch als Vogelscheuche zu verwenden …

Nach einer Amnestie kehrte er nach Deutschland zurück, machte weiterhin Aktivismus und wurde aus Berlin und Preußen ausgewiesen. Er ließ sich als nächstes nieder in Leipzig im Königreich Sachsen (Wettiner). Nach dem Tod seiner Frau heiratete er eine entfernte Verwandte, die Tochter des letzten Präsidenten der Frankfurter Nationalversammlung von 1848/49, Jacob Ludwig Theodor Reh, der an den Unis Gießen und Heidelberg studiert hatte, im hessischen Staatdienst tätig war als Hofgerichtsadvokat. Im Deutschen Reich ab 1871 waren die Sozialdemokraten zeitweise verboten und wurden unter Reichskanzler Otto von Bismarck infiltriert. Es wäre völlig naiv zu glauben, dass sich der SPD-Vorläufer SAP aus eigener Kraft heraus zu einer Art Volkspartei wachsen konnte.

Der neue Reichskanzler Leo Graf von Caprivi verlängerte die Gesetze gegen Sozialdemokraten nicht und die SAP wurde umbenannt in SPD.

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