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Der Sozialismus war eine Fassade für ganz gewöhnliche Herrschaft im europäischen Kolonialstil

PolitikDer Sozialismus war eine Fassade für ganz gewöhnliche Herrschaft im europäischen Kolonialstil

Kommentar

Liest man das berüchtigte rote Buch von Mao (die Maoisten-„Bibel“), stellt man schnell fest, dass es vollkommen substanzlos ist und nur allgemein gehaltenes Geschwalle enthält:

„Die marxistische Philosophie, der dialektische Materialismus, weist zwei am meisten hervorstechende Merkmale auf. Zunächst ist sie durch ihren Klassencharakter gekennzeichnet: Sie erklärt offen, daß der dialektische Materialismus dem Proletariat dient: Weiter ist sie gekennzeichnet durch ihre Bezogenheit auf die Praxis. Sie betont, daß die Theorie von der Praxis abhängt, daß die Praxis die Grundlage der Theorie bildet und die Theorie ihrerseits der Praxis dient.“

Das Grundgerüst ist kaum zu unterscheiden ist von den Bekundungen adeliger Herrscher aus der Ära der Leibeigenschaft. Statt auf Jesus bezieht man sich auf Marx und Lenin. Statt den Erbadel für heilig zu erklären, erklärt man „die Partei“ und das Politbüro für heilig. Rechte und Besitz für die breite Masse gelten als Teufelszeug. Es gibt eine Inquisition gegen diejenigen, die nicht wirklich an den Sozialismus glauben, sondern eine andere Ideologie neben dem göttlichen Sozialismus haben. Bauern müssen genügsam sein, denn die Partei braucht das Geld, um die Bauern zu beschützen. Und aus den Arbeitern und Bauern rekrutiert man Soldaten. Beschwerden sind verboten:

Die zweite Funktion der Diktatur besteht darin, den Staat vor einer Wühltätigkeit und einer eventuellen Aggression der äußeren Feinde zu schützen.

Entgegen Maos Bekundungen ist die Arbeiter- und Bauernklasse keineswegs die revolutionärste Gruppierung a sich, denn hinter praktisch jeder bedeutsamen, großen Revolution steckte in der Geschichte immer eine etablierte, erfahrene Macht mit ihren professionellen Geheimdiensten.

Wir müssen die Parteidisziplin erneut bekräftigen:

1. Unterordnung des einzelnen unter die Organisation;

2. Unterordnung der Minderheit unter die Mehrheit;

3. Unterordnung der unteren Instanzen unter die oberen;

4. Unterordnung der gesamten Partei unter das Zentralkomitee.

Wer gegen diese Regeln verstößt, der untergräbt die Einheit der Partei.

Gerade eben noch wird betont, dass man unbedingt eine klassenlose Gesellschaft anstreben würde, und dann kommt das Bekenntnis, dass man die neu herabgezüchteten Parteikader mit Sonderstatus unbedingt bräuchte.

„….wir müssen zielbewußt Zehntausende Funktionäre heranbilden, wir brauchen Hunderte erstklassiger Führer der Massen.“

Nichts anderes tat der Adel einst in Europa mit dem Auswählen besonders vertrauenswürdiger bürgerlicher Familien, die einen Sonderstatus erhielten und u.a. im britischen Freimaurertum organisiert waren, um die Zukunft des Empires zu sichern.  

Der Social Contract den Mao hier ankündigt, ist wie Copy & Paste von irgendeinem beliebigen Fürsten in Europa nach dem Untergang des Römischen Reichs. Der Sozialismus hatte auch unter Mao rein gar nichts Neues anzubieten, sondern man musste irgendwie klarkommen mit den Standard-Zutaten eines Staates: Ein begrenztes Staatsgebiet mit einem Staatsvolk darin, das man irgendwie mit irgendeiner Staatsordnung zum Arbeiten und Steuern-Zahlen zwingen muss, ohne dabei Gefahr zu laufen, aus dem Chefsessel gekickt zu werden. Genau wie im Römischen Reich oder irgendeinem noch älteren Reich in Mesopotamien.

Die brutalen Taktiken unter Mao sind identisch zu den Methoden von mittelalterlichen Kolonialherren und Sklaventreibern. Einer von tausend Menschen sollte unter irgendeinem Vorwand getötet werden mit möglichst großer Öffentlichkeitswirksamkeit. Es wurden doppelt bis dreimal so viele. Noch heute verteidigen Kommunisten die sozialistische Revolution und meinen, sie zählen zu den Vorkämpfern gegen das Böse, das aus jedweder „rechten“ Gesinnung herrührt. Rechte heutzutage nehmen Maos Mordkampagne her als absoluten Beweis dafür, dass das Böse „links“ sei. Und um dieses linke Böse zu bekämpfen, dürfe man nicht tolerieren, dass beispielsweise die Kolonialzeit in ein schlechtes Licht gerückt wird. Denn die Kolonialmächte wie Britannien waren ja rechts und rechts ist gut. In Wirklichkeit sind die Methoden immer die gleichen, egal ob sich die Täter als links oder rechts vermarkten.

1956 wurden alle verbleibenden Privatunternehmen in China enteignet und im selben Jahr verloren die Bauern das Eigentum an ihren Werkzeugen, ihren Tieren, ihrem Land und sogar das Recht auf Freizügigkeit. Man war gezwungen, auf einem Flecken Land zu arbeiten, das der Partei gehörte, man musste das Getreide zu festgelegten Preisen an den Staat verkaufen und man hatte keine Möglichkeit, an dieser Situation etwas zu verändern. Dies entspricht fast exakt der gültigen Definition der Leibeigenschaft; mit dem Unterschied, dass statt einem Adeligen ein lokaler Parteiführer die Kontrolle ausübt und auf dem Papier sich alles in kollektivem „Volkseigentum“ befindet. Den chinesischen Bauern blieb ein Drittel weniger Lebensmittel übrig für den Eigenkonsum als vor der Revolution, was bedeutete, dass die Bauern keine Energie und keine Vorräte besaßen, um einen Aufstand gegen die herrschende Ordnung zu wagen.

Nach dem Sieg der Kommunisten wurden die Bürger dazu gedrängt, ihre Mitmenschen zu melden für alles, was man als verdächtig betrachten könnte, und sei es der Besitz eines Radio-Empfangsgeräts, das natürlich nicht vergleichbar war mit einem Kurzwellen-Transceiver, wie ihn Spione benutzten. Jemand anderen zu denunzieren war ein Weg, gegenüber dem neuen Regime die Treue zu bekunden. Zunächst war die Säuberung noch eher zaghaft und due Regierung hatte alle Hände voll zu tun damit, das „Lumpenproletariat“ aus den Städten (darunter Millionen Kriegsflüchtlinge) einzusammeln und in den ländlichen Bereich zu deportieren. Von diesem Lumpenproletariat stammen die heutigen rund 300 Millionen Bauern ab, die die gesellschaftliche Klasse der 95%-Leibeigenen darstellen, in der Gesellschaft, die eigentlich klassenlos werden sollte.

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