spot_img
25.7 C
Berlin
Mittwoch, August 17, 2022

Russische Behörden haben rund 138.000 Websites gesperrt oder gelöscht seit Invasion

Russische Behörden haben rund 138.000 Websites gesperrt...

Bundeswirtschaftsministerium empfiehlt Unternehmen, sich wegen der Gaskrise mit Notstromaggregaten einzudecken

Das Bundeswirtschaftsministerium empfiehlt Unternehmen, sich wegen der...

Gauland soll mit AfD-Delegation nach Russland reisen, wo man 24 Stunden auf einen Krankenwagen warten muss

PolitikGauland soll mit AfD-Delegation nach Russland reisen, wo man 24 Stunden auf einen Krankenwagen warten muss

Kommentar

Die AfD setzt sich nach wie vor leidenschaftlich für die Aufhebung der EU-Sanktionen gegen Russland ein. Eine Gruppe AfD-Politiker um Alexander Gauland wurde deshalb nach Moskau eingeladen vom russischen Parlament und Russlands Außenminister Sergej Lawrow. Um wirklich etwas an den Sanktionen ändern zu können, ist die AfD natürlich viel zu schwach. Dem Kreml reicht wohl eine symbolische Geste und es wurde bereits argumentiert, dass die Sanktionen wegen COVID gelockert werden sollen.

Von der AfD hieß es, Gauland könne nicht teilnehmen aus organisatorischen Gründen. Es sind desweiteren Sondergenehmigungen nötig wegen dem eingeschränkten Flugverkehr.

Was passiert, wenn der gesundheitlich angeschlagene Gauland sich mit SARS-Cov-2 in Russland ansteckt? Das wäre ein PR-Desaster für die Partei. Normalerweise muss man bisher mindestens 24 Stunden auf einen Krankenwagen warten. Bekäme Gauland eine schnelle Sonderbehandlung in einem besonderen Krankenhaus, und müssten deshalb andere Patienten warten, wäre das PR-Desaster noch viel größer.

Der stellvertretende Vorsitzende im AfD-Bundesvorstand Alexander Gauland ist eine verwirrende Figur. Er glaubt zu wissen, was am Besten für Deutschland, Russland und die Welt wäre. Aber was geht wirklich in seinem Kopf vor und wie ist sein seltsames Geschichtsverständnis zu werten? Es gab sogar ein vertrauliches Treffen in der russischen Botschaft, zu dem ihn der AfD-Politiker Paul Hampel aus Neidersachsen begleitete.

Russland hielt bis zu Beginn der 1990er Jahre viele Länder der Welt militärisch besetzt und versuchte mit allen Mitteln, die verschiedenen Kulturen zu zerstören und durch den sozialistischen, sektenhaften Lebenswandel zu ersetzen. Es handelte sich also bei der DDR oder dem sozialistischen Polen nicht um bloße Protektorate, wie sie das zaristische Russland bis vor dem Krimkrieg in den 1850er Jahren mit gebotenem Abstand in der Peripherie pflegte, sondern um sowjetisches Staatsgebiet.

Nach dem sogenannten Fall der Sowjetunion gab es keinerlei echte Aufarbeitung der Sowjetdiktatur, keine strafrechtlichen Konsequenzen für die Funktionäre aus Partei, Polizei, Geheimdienst und Militär. Ganz im Gegenteil, diese alten Eliten verhökerten Volksbesitz und teilten ganze Industrien sowie das neue politische System untereinander auf. Auch wenn die russischen Panzer irgendwann Ostdeutschland oder Polen verließen, das Spionagenetz und die wirtschaftlichen Seilschaften blieben.

Moskau verstand es außerdem, ethnische Russen in großer Zahl in strategisch wichtigen Gebieten wie der Krim anzusiedeln, während man gleichzeitig dort ansässige Bevölkerungsteile deportierte. Im Gegensatz zu vielen Putin-Anhängern erklärt Alexander Gauland immerhin, dass die Krim tatsächlich von Putin erobert wurde:

„BEGINNEN WIR MIT DEM OFFENSICHTLICHEN. DIE ANNEXION DER KRIM IST EIN VÖLKERRECHTSWIDRIGER AKT, DER AUCH NICHT DURCH EINE ZWEIFELHAFTE VOLKSABSTIMMUNG OHNE NEUTRALE INTERNATIONALE ÜBERWACHUNG GEHEILT WIRD.“

Gauland wirbt aber dennoch um Verständnis und beklagt permanent, dass die NATO sich schließlich auch über die Oder hinweg ausgedehnt hätte:

„ALS DIE SOWJETUNION ZUSAMMENBRACH UND GORBATSCHOW DIE WIEDERVEREINIGUNG AKZEPTIERTE, WAR ALLEN BETEILIGTEN KLAR, DASS DIE NATO AN DER ODER ENDEN SOLLTE.“

Was Gauland hier verschweigt, ist dass Moskaus Machtbereich nach der Wiedervereinigung fortan eigentlich an Russlands Staatsgrenze enden sollte. Stattdessen wurden ehemalige sowjetische Satellitenstaaten weiter geführt mit Hilfe von Agenten des KGB in den neuen „demokratischen Parteien“. Der geflohene ukrainische Staatschef Janukowitsch lebte dank seinen Gönnern im Kreml wie ein König in Saus und Braus nachdem zuvor seine Popularität international wegen Wahlfälschungen eine Bruchlandung hingelegt hatte. Putin nutzte seine Geheimdienste als Waffe, um den gesamten Ostblock wieder einzufangen. Als nun wahrscheinlich die Amerikaner mit geheimdienstlichen Mitteln in der Ukraine mithalfen (wobei man nicht vergessen darf, dass die ukrainische Bevölkerung überwiegend die Russen ablehnt), fing Putin an zu heulen und schickte sein Militär.

Die NATO hat nach wie vor gemäß der internationalen Verträge „keine signifikanten Truppen“ in Osteuropa. Putin hat jedoch zehntausende einsatzbereite Truppen an der Grenze zur Ukraine. Gauland sülzt aber gerne darüber, wie Russland nach 1989 „gedemütigt“ wurde:

„MAN DEMÜTIG KEIN GROSSES VOLK VON KEINEM GROSSEN STAAT. WIR HABEN RUSSLAND ABER NACH 1989 GEDEMÜTIGT UND ERNTEN NUN DIE FOLGEN DAVON

Wie bitte? Die tyrannische Sowjetführung wurde nach 1989 nicht für ihr Tun bestraft, sondern konnte sich neu organisieren und Gauland heult, dass den russischen Eliten dann nicht genügend Respekt entgegen gebracht wurde?  Man kann seine Ausführungen auch nicht als staatsmännische Abgeklärtheit betrachten, denn die einzigen die vor und nach 1989 permanent gedemütigt wurden und werden, sind die russischen Bürger und die verarmten Menschen im gesamten Ostblock!

Hätte der Westen wirklich das Interesse an Stabilität gehabt, hätte man keine schmutzigen Deals mit ex-sowjetischen Parteifunktionären gemacht, hätte den gesamten KGB-Apparat international geächtet und auf eine schwarze Liste gesetzt. Wenn das russische Volk so wundervoll ist wie Gauland so gerne betont, dann hätten sich sicher vernünftige Leute gefunden um das neue Russland zu bauen statt die altbekannten Verbrecher zu hofieren. Gauland bedient sich aus der Trickkiste mit der peinlichen Einkreisungslüge:

„PUTIN BETRACHTET DAS WESTLICHE VORDRINGEN AN DIE RUSSISCHEN GRENZEN ALS EINE GEOSTRATEGISCHE BEDROHUNG.“

EINEN STATUS WIE FINNLAND [IM BEZUG AUF DIE UKRAINE] KÖNNEN AUCH DIE RUSSEN AKZEPTIEREN. DENN DANN KÖNNEN SIE SICHER SEIN, DASS KEINE NEUE EINKREISUNG RUSSLANDS STATTFINDET.

Stalin versuchte Finnland militärisch einzunehmen und hatte sogar schon eine kommunistische Marionettenregierung parat. Das einzige das die Russen bremste, war nackte Gewalt.

Die „Einkreisung Russlands“ durch die Westmächte ist eine Lügenkampagne, deren Anfänge sogar bis zu Lenin zurückreichen. Schon in einem 1929 von der sowjetrussischen Propaganda in Deutschland herausgegebenen „Atlas für Politik Wirtschaft Arbeiterbewegung“ findet sich neben einer Landkarte, welche „Die Isolierung der Sowjetunion in Europa“ zeigt, auch eine Karte, welche den Titel „Die Einkreisung der Sowjetunion durch den Britischen Imperialismus“ trägt.

Ganz ähnlich wie heute sprach die stalinistische Propaganda auch damals davon, dass nicht Sowjetrussland nach Expansion strebe, sondern „die Vereinigten Staaten, die in der ganzen Welt Luftstützpunkte zur Einkreisung der Sowjetunion errichtet hätten“.v Das hatte den Kreml in den Jahren zuvor jedoch nicht davon abgehalten, halb Europa unter sein Diktat zu zwingen und auch in den folgenden Jahrzehnten störten die „aggressiven US-Militärbasen, welche das sowjetische Lager einkreisten“ nur wenig beim Export der kommunistischen Revolution in alle Welt.vi Die Einkreisungspropaganda nahm schon damals so absurde Formen an, dass die russische Bevölkerung sogar begann, Witze darüber zu machen. So wurden Ausländer z.B. spöttisch als Angehörige von Völkern definiert, „die in fremden Ländern leben, welche die Sowjetunion einkreisen.“

Bei der Ukraine will Gauland, der mit geschichtlichen Zusammenhängen so verdammt neutral und ausgeglichen klingt, Russlands Wünsche erfüllen:

AUSSERDEM SOLLTEN WIR DARAUF BESTEHEN, DASS SICH DAS LAND FÖDERALISIERT UND DIE RUSSEN SICHER IN CHARKOW UND DONEZK LEBEN KÖNNEN

Die Märchen über faschistische Horden aus Kiew, die irgendwie das Wohl der russischstämmigen Bevölkerung in der Ostukraine gefährden, sollte Gauland nun wirklich nicht seinem Publikum unterschwellig unterjubeln. In seinem „Thesenpapier Außenpolitik“ verstieg er sich gar zu Vergleichen mit Bismarcks Rückversicherungspolitik. Die Welt schrieb dazu:

ÜBRIGENS ENTDECKTE AUCH DIE DDR IN IHRER SPÄTPHASE ZU BEGINN DER 1980ER JAHRE BISMARCKS AUSSENPOLITIK FÜR SICH. IM FEBRUAR 1983 STUFTE DAS UNTER MOSKAUER KONTROLLE ARBEITENDE OST-BERLINER ZENTRALINSTITUT FÜR GESCHICHTE DEN REICHSGRÜNDER ALS „STAATSMANN VON HOHEM RANG“ EIN

Am 18. Juni 1887 unterzeichneten Bismarck und der russische Außenminister Nikolai Karlowitsch de Giers ein auf drei Jahre befristetes Geheimabkommen. Im ersten Teil des Abkommens verpflichteten sich beide Parteien zu wohlwollender Neutralität im Kriegsfall, also auf ein Stillhalten, falls Russland unprovoziert von Österreich-Ungarn, Deutschland unprovoziert von Frankreich angegriffen würde. Davon ausgenommen waren folglich ein deutscher Angriffskrieg gegen Frankreich und ein russischer Angriffskrieg gegen Österreich-Ungarn. Weiterhin erkannte das Deutsche Reich die historischen Rechte Russlands auf dem Balkan, insbesondere in Bulgarien, an. Im zweiten Teil, dem „Ganz Geheimen Zusatzprotokoll“, sicherte das Deutsche Reich Russland moralische und diplomatische Unterstützung für den Fall zu, dass Russland es für nötig erachte, seinen Zugang zum Mittelmeer durch die Meerengen zu verteidigen. Als Russland aufgrund der beschriebenen Vorteile 1890 auf eine Verlängerung des auslaufenden Vertrags drängte, weigerte sich das Deutsche Reich unter Wilhelm II. beharrlich. Da Russland nun plötzlich ohne internationalen Partner dastand und sich das deutsch-russische Verhältnis aufgrund außenhandels- und wirtschaftspolitischer Unvereinbarkeiten immer mehr abkühlte, näherte es sich Frankreich an und verabredete mit ihm 1892 eine Militärkonvention und 1894 schließlich mit dem Zweiverband ein festes Bündnis. Damit trat die von Bismarck stets gefürchtete Zweifrontenlage für das Deutsche Reich ein und die Grundlagen der mächtepolitischen Blöcke im Ersten Weltkrieg waren gelegt.

Gauland war selbst nach seinem Abitur in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) in die Bundesrepublik geflohen. Warum? Behagte ihm der russische Einfluss nicht? Die DDR betrachtete Republikflucht als Demütigung. Auch später hatte er Sympathien übrig für Großreiche. Er beschrieb das Elisabethanische Zeitalter (16. Jahrhundert) als

„ENGLANDS GRÖSSTE UND FRUCHTBARSTE ZEIT. IN WENIGEN JAHREN BRACHTE ES EINE NATIONALE DICHTUNG, EINE NATIONALE RENAISSANCE, EINE UNÜBERWINDBARE FLOTTE UND, WAS DAS WICHTIGSTE IST, UND UNS DEUTSCHEN IMMER VERSAGT BLIEB, EIN BILD DES ENGLÄNDERS VON SICH SELBST HERVOR.

Die moderne Geschichtsforschung sieht die Tudor-Periode nüchterner und emotionsloser, etwa die relative Erfolglosigkeit des elisabethanischen England auf militärischem Gebiet. Die große Armut der ländlichen Arbeiterklasse, die 90 % der Bevölkerung stellte, wird heute ebenso thematisiert wie die Beteiligung Englands am afrikanischen Sklavenhandel und die Unterdrückung der irischen Katholiken. Nicht zuletzt brach nur knapp 40 Jahre nach dem Tod Elisabeths der englische Bürgerkrieg aus.

Wie steht er zu Eurasien?

Moskaus außenpolitische Ziele sind ziemlich übel und ganz oben auf der liste steht „Eurasien“, ein faschistischer Monsterstaat von Lissabon bis Wladiwostok. Bereits jetzt ist Putins Russland ein faschistoider Staat und es wird konstant schlimmer, nicht besser. Die psychopathische Führung betrachtet praktisch alles als „Demütigung“ was den eigenen Fantasien zuwiederläuft:

Es ist kein Geheimnis mehr, dass die sogenannte „Neue Rechte“ Europas ein Projekt der Russen ist und unzählige Naive in das Eurasien führen soll. Unter strenger Bewachung kamen sie im Stadtpalais des Fürsten Liechtenstein in Wien zusammen: Putin-Agenten, Ost-Oligarchen, Eurasien-Fanatiker und Abgesandte konservativer Parteien aus Europa. Strenge Kontrolle, keine Presse, nicht einmal die Teilnehmer durften Fotos machen.

Gastgeber war der Russenoligarch Konstantin Malofeew, geladen waren u.a. der Nationalbolschewist und esoterische Berufsgrößenwahnsinnige Alexander Dugin, Marion Maréchal-Le Pen von der Front National, Prinz Sixtus Henri von Bourbon-Parma, der Ehemann der Fiat-Erbin Margherita Agnelli de Pahlen, der Vorsitzende der rechtspopulistischen FPÖ Heinz-Christian Strache, sein Stellvertreter und der Wiener FPÖ-Politiker Johann Herzog.

Die rebellischen Euro-Konservativen erhoffen sich eine Rettung des Kontinents durch die immer zaristischer erscheinende russische Föderation. Putin ist schließlich jetzt der George Bush des Ostens und er lässt die orthodoxe Christenkirche im Land wie zu Sowjetzeiten vom Geheimdienst verwalten. Die Russen haben allerdings eine andere Vorstellung davon, wie ein „eurasisches“ Großreich auszusehen habe. Die österreichische Zeitung Tagesanzeiger berichtete über den in Wien geladenen Chefdenker der hirnrissigen Eurasien-Idee Alexander Dugin:

„IN EINER TV-ANSPRACHE IM APRIL SCHLUG DUGIN VOR, EUROPA AUF FRIEDLICHEM WEG ZU EINEM RUSSISCHEN PROTEKTORAT ZU MACHEN UND ES DAMIT VOR HOMOEHEN, PUSSY RIOT UND VOR SICH SELBST ZU SCHÜTZEN: «WIR MÜSSEN EUROPA EROBERN UND ANSCHLIESSEN.» FEST STEHE, SO DUGIN WEITER, «DASS UNS EINE PRORUSSISCHE FÜNFTE KOLONNE IN EUROPA UNTERSTÜTZT. DAS SIND EUROPÄISCHE INTELLEKTUELLE, DIE IHRE IDENTITÄT STÄRKEN WOLLEN.»

Der Tagesanzeiger weiter:

„IN EINEM PORTRÄT DER «FINANCIAL TIMES» WIRD [DER OLIGARCH MALOFEEW] ALS «MODERNER RASPUTIN» BEZEICHNET, DER ÜBER EINEN BEFREUNDETEN MÖNCH DIREKTEN ZUGANG ZU PRÄSIDENT PUTIN HABE. RUSSISCHE MEDIEN VERDÄCHTIGEN MALOFEEW, DASS ER DIE PRORUSSISCHEN SEPARATISTEN IN DER OSTUKRAINE FINANZIERE. DIE ANFRAGE DES TA WURDE VON SEINEM BÜRO NICHT BEANTWORTET.“

Falls dies zutrifft, wird es richtig ernst. Westliche Geheimdienste werden sich natürlich brennend dafür interessieren, wer von Mokaus fünfter Kolonne in Europa heimliche Deals mit den Russen hat und irgendwann Kämpfer aus dem Osten geschickt haben möchte. Umgekehrt kommt es dem westlichen Establishment sehr entgegen, dass die rebellischen EU-Konservativen Verrat begehen und blöd genug sind, Moskau zu trauen. So kann man diese Konservativen später elegant als „enemy combatants“ behandeln. Wer im Westen ansonsten noch unzufrieden ist, gilt dann als verdächtig, auch einer „von diesen Ost-Verschwörern zu sein“.

Dugin wiederholt die Gedanken von Nazi-Vordenkern wie Karl Haushofer, Rudolf Hess, Carl Schmitt und Arthur Moeller van der Bruck. Freiheit und freie Märkte seien der Todfeind der Welt. Nur ein eurasisches faschistisches Großreich, in welchem Deutschland, osteuropäische Staaten, die Türkei, Iran und Korea aufgelöst sind, könne gegen „den Westen“ siegen. In seinen Schriften preist Dugin die Waffen SS wie auch den roten Terror in der Sowjetunion 1937. Russland heute brauche einen „echten, wahrhaftigen, radikal-revolutionären und konsistenten faschistischen Faschismus.“

Hinter Dugin steht Leonid Iwaschow, früher Mitglied des russischen Generalstabs und darüberhinaus ein Abteilungsleiter im sowjetischen Verteidigungsministerium. Immer häufiger taucht er auf als Link zwischen zwielichtigen Figuren der „alternativen“ westlichen Presse und den höchsten Kreisen des russischen Establishments. Iwaschow soll auch an dem Buch von Alexander Dugin beteiligt gewesen sein.

Marine LePen in Frankreich zog die Partei Front National aus dem alten Faschistensumpf heraus und leitet nun die drittgrößte Kraft in Frankreich. Nach einem Verlassen der NATO will sie eine „privilegierte Partnerschaft“ mit Russland wegen „offensichtlichen geostrategischen Faktoren“ und Frankreichs „Interessen im Bezug auf Energiesicherheit“. Zu einem bestimmten Grad „bewundert sie Putin“. Man dürfe Russland keine Vorträge halten über Demokratie. Putin hätte die „Vision und den Charakter“ um dem russischen Volk den Wohlstand zu ermöglichen den es verdient hätte. Ist zuviel Frostschutzmittel in ihrem Wein gelandet?

Ihr Sprecher Ludovic De Danne besuchte sogar die von russischen Truppen besetzte Krim und beklagt in Interviews mit russischen Propaganda-Organen ausschließlich westliche Einmischungen wie etwa die Orangenrevolution, die eigentlich nur deshalb angestrengt worden war, weil der Pro-Russland-Kandidat Janukowitsch 2004 die Wahlen gefälscht hatte. De Danne singt das gleiche dumme verlogene Lied von der Ukraine, die angeblich Russland gehöre.

Russland will einzelne Länder oder separatistische Spaltrepubliken in Europa an sich binden und aus West-Bündnissen herausbrechen. Mit Konzernen wie Gazprom und Rosneft, sowie mit dem russischen Spionagenetz hat man längst Brückenköpfe in Europa geschaffen. Die sollen nun Früchte tragen. Ob in Ostdeutschland, in Frankreich, in Spanien, Österreich, der Ukraine oder Italien.

Teilnehmer von “eurasischen Sommerlagern” im Jahr 2006 tauchten 2014 als Kommendeure in der Ostukraine auf. Andrey Purgin beispielsweise wurde der erste “Premierminister der Volksrepublik Donezk”.

Check out our other content

Check out other tags:

Most Popular Articles

Recentr Shop10% Rabatt auf ausgewählte Vorräte bis 21. August 2022 im Recentr Shop!

Der Rabatt wird im Warenkorb automatisch abgezogen.