Sicherheit

In Minneapolis sind nach „Black Lives Matter“-Agenda Gewaltverbrechen explodiert

Bild: Vasanth Rajkumar CC BY-SA 4.0

Minneapolis sollte das Paradebeispiel werden für die Zukunft der Polizei nach dem Tod von George Floyd in Polizeigewahrsam: „Defund the police“, also Budgetkürzungen bei der Polizei, eine Hexenjagd nach möglichen rassistischen Cops und das Anheuern von Zivilisten, um auf den Straßen Streit zu schlichten. Das Ergebnis? Gewaltverbrechen sind explodiert.

Minneapolis bemüht sich nun um die Einberufung von Polizisten von außerhalb der Stadt, um eine Welle von Gewaltverbrechen zu bekämpfen. Die Stadt bittet um Verstärkung durch das Büro des Sheriffs und die Verkehrsbehörde, um auf eine Welle von Notrufen reagieren zu können.


Dies geschah, nachdem Dutzende von Polizisten aus Protest gegen eine Haushaltskürzung von 1 Million Dollar und das Versprechen der Stadtverwaltung, nach dem Tod von George Floyd im Mai die gesamte Abteilung zu streichen, die Polizei verlassen hatten. Seitdem ist die Gewaltkriminalität in der Stadt sprunghaft angestiegen – Mord, Raub, schwere Körperverletzung, Einbruch, Diebstahl und Brandstiftung liegen über den Zahlen des letzten Jahres.

Zu Beginn des Jahres beschäftigte die Polizei von Minneapolis 1.053 Mitarbeiter – 877 davon Beamte und 176 Zivilangestellte. Bis zum letzten Monat war diese Zahl auf 987 gesunken – 844 Beamte und 143 Zivilisten. Im Juli beschloss der Stadtrat, 1,1 Millionen Dollar aus dem Haushalt der Polizeibehörde zu streichen und stattdessen „zivile Gewalt-Verhinderer“ zu finanzieren.
Das „gut ausgebildete und unbewaffnete“ Personal soll „gewalttätige Konflikte schlichten und helfen, weiteren Ärger zu verhindern“.

Vor diesem Hintergrund ist die Gewaltkriminalität stark angestiegen. Minneapolis meldete 48 Morde im Jahr 2019, aber diese Zahl ist in diesem Jahr bereits auf 74 gestiegen und nimmt weiter zu. Gewaltverbrechen, einschließlich häuslicher Übergriffe, sind in den ersten neun Monaten des Jahres um fast 15 Prozent gestiegen, während die Eigentumsdelikte im gleichen Zeitraum um fast acht Prozent zugenommen haben.

Die Raubüberfälle stiegen von 931 auf 1.275 (37 Prozent), während die Vorfälle schwerer Körperverletzung von 1.750 im Jahr 2019 auf 2.100 in diesem Jahr (20 Prozent) zunahmen. Einbrüche stiegen von 2.223 auf 2.785 (25 Prozent), Diebstähle aus Kraftfahrzeugen von 3.127 auf 3.937 (26 Prozent) und Autodiebstähle von 1.982 auf 2.766 (40 Prozent).

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4 comments

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abgelehnt83 11. November 2020 at 17:07

warum haben wir überhaupt noch Kriminalität?

man müsste doch nur mal gucken, wo es relativ friedlich war/ist und analysieren, aus welchen gründen etc.
da gibts ja einige
Wohlstand in der alten Bonner Republik oder eben den ostasiatischen Tigerstaaten
kulturelle Gründe
justiz
sozialstaat
bildung
zusammensetzung der bevölkerung
Vorbildfunktion der Eliten!??

Macht man aber nicht!
warum?
Weil man die Leute leiden sehen will.
katz und maus spielchen

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SVEN GLAUBE 11. November 2020 at 21:07

WEIL DASS VON DER ORBIGKEIT DOCH ERWÜNSCHT IST !!!!!

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WELTÜBERGANG 11. November 2020 at 10:39

Die libertäre Szene ist durchaus offen gegenüber einer Polizeireform. Was muss auch eine schwerbewaffnete Polizei bei jedem Drogendelikt anrücken? Teilweise könnte man da sicherlich eher Sozialarbeiter reinschicken. Die Libertären sehen das Polizeiproblem zuerst als Folge des amerikanischen Imperialismus. Laut ihnen würde die Abwicklung der militarisierten Polizei automatisch folgen auf eine Abwicklung der ausländischen Militärbasen.

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AlexBenesch
AlexBenesch 11. November 2020 at 13:18

Ich gehe davon aus, dass systematisch mit Hilfe der Psychometrie das Level an Gewaltverbrechen in den USA konstant heimlich verwaltet wird. Umgekehrt kann man mit der modernen Technik auch gezielt da polizeilich hart eingreifen, wo der Effekt am größten ist. Je liberaler das Waffenrecht ist, umso eher müssen Polizisten auf Eigenschutz achten.

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