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Eine detaillierte, harsche Kritik an der neuen Ioannidis-Studie zu COVID

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Eine detaillierte Kritik an der neuen Ioannidis-Studie zur Tödlichkeit von COVID-19 findet sich auf der (extrem linken) Webseite Volksverpetzer. Die Studie weist gravierende Mängel auf, wird aber dennoch immer wieder fälschlich bezeichnet als „Standford“-Studie, oder als offizielle Meinung der WHO, weil die Studie im Bulletin der WHO erwähnt wurde. Highlights:

  • John Ioannidis gehört zu den Unterzeichnern und Erfindern der sog. PRISMA Richtlinien für Qualität. In Ioannidis neuer Studie ist von diesen oder anderen Richtlinien nichts zu sehen.
  • Er übernimmt Zahlen aus anderen Studien falsch: Eine andere Meta-Analyse von Gideon Meyerowitz-Katz und Lea Merone zitiert er, gibt dabei einen Wert von 0.9%, der auf 1% erhöht worden sei. Die Studie selbst gibt aber einen Wert von 0.68% als Mittelwert an. Der Autor dieser Analyse wiederum findet auch noch eine Menge weiterer Fehler, bei denen falsche Seroprävalenzwerte in die Meta-Analyse eingegangen wurden.
  • Er nimmt ungeeignete Testreihen her, die nicht repräsentativ sind für die Gesamtbevölkerung.
  • In vielen Ländern, die Times nennt hier Peru, Bolivien, Mexico, Indien, Chile und noch eine Menge weiterer Länder, konnten die Behörden schlicht nicht alle Toten zählen. Studien aus diesen Ländern neigen somit dazu, die Sterblichkeit schlicht wegen schwieriger Umstände deutlich zu unterschätzen. Sie sollten dementsprechend gekennzeichnet werden. Ioannidis tut dies jedoch nicht.
  • Ioannidis nimmt einige Berechnungen vor, mit denen er die Werte der Studien verändert. Die minderqualitativen Studien haben bei ihm einen hohen Einfluss auf das Endergebnis. Genau solch eine Vorgehensweise hat Ioannidis in seiner Karriere immer und immer wieder kritisiert.
  • Ein absolut unverzeihlicher Fehler ist das Ausklammern von Regierungsstudien.
  • In der endgültigen Publikation wurden ebenso einige veränderte Daten nicht mit einbezogen. Selbst mit den Zahlen, die heute publiziert wurden und einer Durchseuchung, wie sie jetzt angenommen wird, ist die Todesrate in Wuhan bei 1.2 %.
  • Ioannidis hat die IFR um ca. 10-20 % gesenkt, immer dann, wenn bestimmte Antikörpertests vorgenommen wurden. Er zitiert dafür eine Studie, die die Umformung in dieser Form schlicht nicht stützt.
  • Ioannidis hat, anstatt Mittelwerte zu benutzen, jeweils die untere Grenze der Intervalle für seine Berechnungen genutzt. Indem Ioannidis anscheinend die unteren Grenzwerte der Intervalle ausgewählt hat, sind die Werte nochmals gesunken.

Diejenigen, die sich wünschen, dass COVID ungefährlich sei, stützen sich auf fehlerhafte Einschätzungen von Figuren wie Ioannidis und neigen dazu, den Kritikern vorzuwerfen, sie hätten sich mit den Inhalten und Argumenten gar nicht auseinandergesetzt. Jeder, der COVID verharmlost, bekommt sofort den Märytrer-Helden-Whistleblower-Status zuerkannt, während die Kritiker als bösartig, dumm und systemkonform gelten.

AlexBenesch
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