Politik

Epidemien führten zum Untergang Roms

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Rom ging nicht unter wegen der Dekadenz und Gier seiner Eliten, oder wegen er zu großen Ausdehnung seiner Grenzen, oder wegen zuviel Migration. All diese Faktoren waren unter Kontrolle. Was letztendlich den Ausschlag gab für den Untergang des (west-)römischen Reichs waren mehrere verheerende Seuchen, bei denen es sich um biologische Angriffe gehandelt haben könnte.

Antoninische Pest

Die Antoninische Pest war eine Pandemie, die in den Jahren von 165 bis 180 (eventuell bis 190) nahezu im gesamten Gebiet des Römischen Reichs herrschte und geschätzt bis zu 10 Millionen Menschen tötete. Anscheinend schleppten römische Legionäre den Erreger ein aus Mesopotamien. Wie schon bei der Attischen Seuche verstarb jeder vierte, der sich infiziert hatte. 24 Jahre lang dauerte das Massensterben, das das Römische Reich entvölkerte und entscheidend schwächte. Rund 200 Jahre später hörte der Weströmische Teil auf, in seiner bisherigen Form zu existieren, weil er nicht genügend Soldaten und Wirtschaftskraft hatte, um sich gegen die äußeren Feinde zu wehren und die weströmischen Strukturen verlagerten sich nach Europa, das einfacher zu verteidigen war und wo Rom bereits verschmolzen war mit den Germanen. Das Oströmische Reich existierte noch deutlich länger weiter, wurde jedoch im Jahr 541 von der „Justinianischen Plage“ schwer getroffen und konnte sich davon nie mehr vollständig erholen, was vor allem dem neuen arabisch-muslimischen Kalifat zugutekam, das sich bis nach Europa ausbreiten konnte. Aufzeichnungen aus Rom handeln u.a. von einem pustulösen Hautausschlag und hohem Fieber. Der römische Arzt Galenos beschrieb die auffälligen Ähnlichkeiten zu der Attischen Seuche und den Schriften von Thukydides.

 „Es erscheinen bei allen Bläschen schwarze Ausschläge über den ganzen Körper, meistens von schwäriger Beschaffenheit.“

Rom musste sich wegen den Folgen aus Mesopotamien zurückziehen und schwächelte auch massiv in Europa im Kampf gegen die Germanen. Generell wurden die Pocken vermutet, es könnte sich aber auch um ein hämorrhagisches Fieber wie Ebola gehandelt haben.

Cyprianische Pest

Diese Seuche trat in den Jahren 250 bis 271 ebenfalls im Römischen Reich auf und tötete in der Hauptstadt bis zu 5000 Menschen pro Tag. Cyprian beschrieb die Symptome:

„Die Eingeweide, gelöst in ständigem Ausfluss, entleeren sich aller Körperkräfte; ein Feuer, dessen Ursprung im Mark liegt, gärt in den Wunden tief im Rachen; die Innereien werden geschüttelt vom steten Erbrechen; die Augen brennen vom eingeschossenen Blut; manchmal nimmt die Vergiftung durch krankhafte Verwesung Arme und Beine.“

Alles passend zu hämorrhagischem Fieber, insbesondere die verflüssigten Organe. Bis heute, sagen die Forscher, könne man nicht zweifelsfrei identifizieren, um was für einen Erreger es sich handelte. Die Seuche schwächte das Römische Reich entscheidend und führte zusammen mit anderen Faktoren zu einer existenziellen Krise. Lange Zeit wurde gemeinhin erzählt, dass Rom untergegangen sei wegen Geldmangel, einer militärischen Überdehnung, dem Einfluss „unkultivierter“ Menschen aus dem orientalischen Raum sowie wegen einem Sittenverfall der römischen Eliten. In Wirklichkeit könnte Rom Opfer von biologischer Kriegsführung geworden sein.

Justinianische Plage

Im Jahr 541 traf die „Justinianische Plage“ das oströmische (byzantinische) Reich, das persische Sassanidenreich und Hafenstädte im Mittelmeerraum. Der gängigen These zufolge verbreiteten die Handelsschiffe Ratten mit Flöhen als Träger des Pestbakteriums Yersinia Pestis, wobei die hohe Ausbreitungsgeschwindigkeit eher gegen die Pest spricht. Manche Schätzungen reichen bis zu 50 Millionen Toten oder 26% der damaligen Weltbevölkerung. Das islamische Kalifat konnte die Gunst der Stunde nutzen und sich weiter ausbreiten, da Byzanz nicht mehr genug junge Männer fand als Nachschub für die Streitkräfte. Auch die Verwaltungsstrukturen und die Wirtschaft brachen zusammen. Im Jahr 2005 versuchten Wissenschaftler, die Schuld bei klimatischen Veränderungen der damaligen Zeit zu suchen, auf Grund derer sich Mücken vermehrten und eine Krankheit übertrugen, bei der es sich nicht um die Pest (Yersinia Pestis) gehandelt habe. Andere Forscher halten es für wahrscheinlich, dass mehrere Krankheiten gleichzeitig auftraten. Über 200 Jahre lang kam etwa alle 12 Jahre eine neue Seuchen-Welle und dann war plötzlich fast 600 Jahre lang Ruhe bis zum Erscheinen des „Schwarzen Todes“, was Forscher sich nicht erklären können. Der byzantinische Historiker Procopius meldete die Epidemie erstmals 541 aus dem Hafen von Pelusium bei Suez in Ägypten, also eine Handelsroute, die tiefer nach Afrika hineinreicht. In der byzantinischen Hauptstadt Konstantinopel könnten bis zu 10.000 Menschen täglich verstorben sein. Weil der Platz fehlte, um die Toten zu beseitigen, stapelte man sie aufeinander und die ganze Stadt roch nach Verwesung. Kaiser Justinian muss eine enorm psychopathische Persönlichkeitsstruktur gehabt haben, denn er ließ weiterhin rücksichtslos die Steuern eintreiben von den dezimierten und oftmals ruinierten Bauern. Bauernfamilien mussten unter Umständen auch noch die Steuern der verstorbenen Nachbarn entrichten. Getreide war damals wie Geld und stellte einen Großteil der Steuereinnahmen dar, die weiter oben in der Hierarchie in Gold konvertiert wurden. Justinian wollte weiterhin seine Kriege und Bauprojekte bezahlen. Beinahe hätte er das gesamtrömische Reich wiederherstellen können, wäre da nicht die Seuche gewesen. Laut der modernen Kriegsdoktrin setzt man biologische Waffen ein, nachdem konventionelle Kriegsführung nicht zu dem gewünschten Ergebnis geführt hat. Die Gegner Roms profitierten von der Seuche.

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5 comments

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SVEN GLAUBE 3. Februar 2020 at 10:01

JA, Dass Römischen Reiche ist durch Biologische-Kriegsführungen untergegangen gegen sich von den Seiten seiner Feinde !!!!!

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Arminius Magnus 26. Januar 2020 at 10:47

Ich glaube nicht, dass die Epidemie-Theorie so zieht. Denn hier wird schlicht der Faktor des Aufstiegs Roms ausgeblendet – heißt: Was waren überhaupt die Gründe für den Aufstieg Roms? Wie kann eine kleine Stadt eigentlich fast den kompletten europäischen und teils arabischen Raum beherrschen?

Hier wäre auch ein wichtiger Ansatzpunkt. Wir haben es nämlich bei den oben angesprochenen Zeiträumen mit einem Rom des Zerfalls zu tun. Dies sieht man alleine an der territorialen Ausbreitung, die plötzlich um die Jahrtausendwende stoppte. Oder anders formuliert: Eine bereits geschwächte Gesellschaft ist natürlich sensibler gegenüber externen Gefahren.

Was viele heutzutage ausblenden, sind die Zerfallsprozesse von Hochkulturen, die im ersten Moment nicht sichtbar sind, aber tieferliegend enorme Wucht entfalten. Der zivilisatorische und technische Standard mag heutzutage noch so hoch sein – er wird mangels Aufrechterhaltung zukünftiger Generationen schwinden. Wir haben heute bereits die höchste Analphabetenquote seit 130 Jahren, zurückgehende Bruttolöhne der jüngeren Generationen, eine Abnahme der Patente und generell unübersehbare Unterschiede zwischen den Älteren und Jüngeren Generationen, was Arbeitshaltung oder Kenntnisse einfachster Kulturtechniken angeht.

Trotz alle dem kommen jährlich neue Iphones, Fernseher und Gerätschaften auf dem Markt, die das Leben der Menschen revolutionieren. Denn dies ist vergleichbar mit einem ICE der Höchstgeschwindigkeiten fährt und nach einem Knax nicht sofort stehen bleibt, sondern bis zum Stillstand teils noch enorme Geschwindkeiten mit sich bringt.

Aber zurück zu Rom: Hier waren es meiner Meinung nach, auch die inneren Veränderungen, die zum langsamen und stetigen Zerfall führten. So waren für den Aufstieg maßgeblich die Einführung der Monogomie, patriachalische Verhältnisse, ein sich selbst tragendes Kultur- und Traditionsbewusstsein, hohe Geburtenraten und in der Folge eine Expansion des Imperiums.

Dies änderte sich mit dem sich ausbreitenden Hedonismus der Gesellschaft, der rechtlichen Gleichstellung von Mann und Frau, Abnahme der Geburten (übrigens ein heißes Thema im 100 Jhr. n. Chr.), dem schleichenden Verfall der Sitten und dem Überfall fremder Kulturvölker. Dementsprechend war die römische Gesellschaft im ersten Jahrtausend nachhaltig geschwächt und praktisch empfänglich für Stürme aller Art.

Man muss sich darüber hinaus fragen, auch wenn die Römer durch Viren oder ähnliches Umgekommen sind, warum dies Einfluss auf die wirtschaftliche und Infrastruktur des gesamten Reichs hatte. Denn bald waren die Risse unübersehbar. Rom war sicherlich Epizentrum des Fortschritts, nur ist die Verwaltung und Bewirtschaftung des Reichs überall gleichermaßen zebrochen…

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SVEN GLAUBE 26. Januar 2020 at 5:11

JA, Die Beiden Römischen Reiche sind durch Biologische-Kriegsführungen untergegangen !!!!!

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SVEN GLAUBE 25. Januar 2020 at 10:39

JA, Die Beiden Römoschen Reiche sind durch Biologische-Kriegsführungen untergegangen !!!!!

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WELTÜBERGANG 25. Januar 2020 at 10:02

Fridays For Future: die Babydoomer

(Tweet von Norbert Bolz)

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