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Politik

Trump und Nixon: Das Establishment gibt, das Establishment nimmt

Nur einmal haben die Meinungsforscher von Gallup bisher mehr Unterstützung in der Bevölkerung für die Absetzung eines Präsidenten gesehen. Nixon war vier Tage später weg.

Neue Daten aus Gallup, die am Mittwoch veröffentlicht wurden, zeigen, dass Trump’s Zustimmungsraten von 39% ungefähr dort liegen, wo Nixons Mitte 1973 waren. Die Befürwortung für eine Amtsenthebung liegt nun bei 52%, also im Wesentlichen dort, wo Nixons lag, bevor er im August des folgenden Jahres zurücktrat.

Die einflussreichen Kreise Amerikas wiederholen möglicherweise mit Trump das gleiche Programm, das bereits mit Nixon abgespult wurde: Erst der Aufbau eines künstlichen Rufs des Politikers als Establishment-Kritiker, dann die Förderung der Präsidentschaftskandidatur, später dann der Druck über die Washington Post und NY Times, um einen Rücktritt wegen undurchsichtigen Skandalen zu erzwingen.

In seine Buch “None Dare Call It Conspiracy” beschreibt Gary Allen, wie Nixon einst nach mehreren heftigen Wahlniederlagen nach New York umzog und Nachbar wurde von Nelson Rockefeller. Arbeit fand der vorerst gescheiterte Politiker bei der Kanzlei von Rockefellers persönlichem Anwalt John Mitchell und verdiente damit ziemlich viel Geld. Die Rockefellers und andere Oligarchen mit progressivem Image täuschten in der Öffentlichkeit vor, Nixon zu verabscheuen, um ihn damit bei den Wählern der Republikanischen Partei beliebter zu machen. John Mitchell leitete später Nixons neue politische Kampagne und bekam den Posten des Justizministers. Natürlich musste Nixon brav und folgsam den furchtbaren Henry Kissinger mit in seine Administration holen. Nixons Aufstieg zum Präsidenten trug überall die Handschrift der Bilderberg-Gruppe.

Im Weißen Haus angekommen zentralisierte er entgegen seiner Wahlversprechen den Staat, häufte deutlich mehr Schulden an als seine Vorgänger und blies den Staatshaushalt gewaltig auf. Entgegen seinem künstlichen Ruf als Antikommunist erlaubte er den Rockefellers und Kissingers, den Handel mit dem kommunistischen Ostblock weiter auszubauen.

Bei Donald Trump sehen wir verblüffende Parallelen. So manche Figuren und Firmen aus den Bilderberg-Kreisen unterstützten Trump und arbeiteten mit ihm zusammen. Auch Henry Kissinger und seine Unterlinge infiltrierten und berieten die Trump-Administration. Andere Bilderberger äußerten sich in der Öffentlichkeit zunächst äußerst negativ über Trump und der von Bilderberg kontrollierte Medienapparat schuf den Mythos von Trump dem Anti-Establishment-Mann. Anstatt den “Sumpf auszutrocknen” wie im Wahlkampf versprochen, ließ Trump die Heritage Foundation sein Team auswählen und holte sich unzählige Lobbyisten und Insider ins Boot. Auch gibt es schwerwiegende Anzeichen auf Wahlbetrug zugunsten von Trump mit Methoden, die schon bei den Wahlerfolgen von George W. Bush zum Einsatz kamen. Der Reporter Greg Palast bekam vor Jahren für seine Reportagen über Bush noch den roten Teppich ausgerollt von Verschwörungsmedien, aber heute wird er gemieden, weil er den Wahlsieg von Trump in Frage stellt.

Inzwischen befindet sich Trump in einer ähnlichen Phase wie Nixon im Untergang; isoliert, verwirrt und von Verrätern umgeben. Die Massenmedien spielen wieder die Rolle des Enthüllers von Skandalen und Skandälchen. Immer mehr Druck, bis Trump eventuell freiwillig zurücktritt, um einem Amtsenthebungsverfahren zuvor zu kommen. Bilderberg hat natürlich viel krassere Russland-Verbindungen als Trump und vor 2014 wurden Geschäfte mit zwielichtigen Russen geradezu befürwortet.

Die Attacken gegen Trump bedeuten nicht, dass der Präsident ein tragischer Held ist im Kampf gegen das Establishment, genauso wenig wie Nixon ein Mann des Volkes gewesen war. Es ist noch zu früh, um abzusehen ob Trump von denselben Mächten abgesägt wird, die ihn ins Amt befördert hatten. Vielleicht bricht bald ein gewaltiger Krieg mit Nordkorea los und die Skandale sind vergessen.

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