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Pädo Epstein stirbt im Hochsicherheitsgefängnis, kurz nach Nennung von Mitbeschuldigten wie Prinz Andrew, Ermittlungen gehen weiter

RechtPädo Epstein stirbt im Hochsicherheitsgefängnis, kurz nach Nennung von Mitbeschuldigten wie Prinz Andrew, Ermittlungen gehen weiter

Der einflussreiche Pädophile Jeffrey Epstein starb am 10. August in Untersuchungshaft im Metropolitan Correctional Center (MCC) in New York City, eine der sichersten Einrichtungen ihrer Art, die auch als „Guantanamo of New York“ bezeichnet wird. Nur einen Tag zuvor waren die ersten Namen öffentlich geworden von Epsteins Freunden und Bekanntschaften, die in Prozessakten von Zeuginnen ebenfalls beschuldigt werden, sich vor Jahren an den noch minderjährigen Mädchen vergangen zu haben. Besonders Prinz Andrew vom britischen Hochadel stach dabei hervor, der bereits vor Jahren bei einem älteren Prozess gegen Epstein genannt worden war.

Mit Epsteins Tod ist der anvisierte Prozess  natürlich geplatzt; allerdings haben Ermittler sich bereits vorangearbeitet durch Epsteins Assistenten, Piloten und diverse Bekanntschaften. Die Bundesanwaltschaft hat angedeutet, dass sie über Epstein hinaus ermittelt. Die Anklage, die gegen ihn letzten Monat eingereicht wurde, enthielten einen Anklagepunkt wegen Verschwörung.

„Jeffrey Epstein handelte nicht allein und hätte nicht alleine tun können, was er tat.“

sagte David Boies, ein New Yorker Anwalt, der Frau Giuffre und andere Ankläger vertrat. Vor rund drei Wochen gab es Berichte über einen angeblichen Selbstmordversuch Epsteins in Haft woraufhin er unter besondere Beobachtung gestellt wurde, die aber nicht mehr während seinem vollendeten, angeblichen Selbstmord von gestern bestand.

Die Bundespolizei FBI sagte, dass man die Umstände nun untersucht und Generalstaatsanwalt William P. Barr sagte in einer Erklärung, dass eine spezielle Untersuchung darüber eingeleitet würde.

In dem Hochsicherheitsgefängnis sind zwei Gefängniswärter verpflichtet, jeden Häftling alle 30 Minuten zu überprüfen. Nach Angabe einer Quelle in einem Reuters-Bericht wurde dieses Verfahren nicht über Nacht befolgt; wobei sich aus dem Bericht nicht erschließt, ob nachts generell keine Überprüfungen vorgenommen werden von Häftlingen, die nicht unter besonderer Aufsicht wegen Selbstmordgefahr stehen, oder ob ausgerechnet in der Nacht, in der Epstein starb, keine Überprüfungen durchgeführt wurden.

Angeblich soll Nicholas Tartaglione vor drei Wochen im Gefängnis Jeffrey Epstein nach dem Selbstmordversuch gerettet oder gefunden haben. Tartaglione war einst Cop beim NYPD, hat Bodybuilder-Format und soll vier Personen getötet und zudem geplant haben, mehrere Kilogramm Kokain zu handeln. NBC New York berichtet, dass Tartaglione im Zusammenhang mit dem Vorfall befragt wurde. Zusätzlich erklärte eine Quelle der TV-Station, dass Epsteins Verletzungen nicht ernst waren und dass der Selbstmordversuch eine List gewesen sein könnte, um einen Gefängnistransfer zu erreichen.

Die Aufhebung der besonderen Beobachtung von Epstein wäre sowohl vom Gefängnisaufseher als auch vom Chefpsychologen der Einrichtung genehmigt worden, sagte Jack Donson, ein ehemaliger Gefängnisbeamter, der mehr als zwei Jahrzehnte für das Bureau of Prisons arbeitete.

Jeffrey Epstein erklärte vor Wochen Gefängniswärtern und Mitinsassen, dass er glaubte, dass jemand versucht hatte, ihn zu töten, berichtete eine Quelle exklusiv der DailyMail. Die Quelle, die den Milliardär während seiner Inhaftierung im Metropolitan Correctional Center mehrmals gesehen hatte, behauptet auch, dass der normalerweise reservierte Epstein in guter Stimmung zu sein schien.

„Es gab keine Hinweise darauf, dass er versuchen könnte, sich das Leben zu nehmen. Nach allem, was ich sah, begann er sich endlich an das Gefängnis anzupassen. Ich glaube, ihm half die starre Ordnung seines neuen Lebens“.

Was ist „Suicide Watch“?

Suicide Watch bedeutet eine Reihe von besonderen Maßnahmen, um zu verhindern, dass ein Häftling sich selbst umbringt. Am wichtigsten sind die Beobachtung des Häftlings und das Einsammeln von jeglichen Gegenständen, die als Messer-Ersatz oder Strick verwendet werden können. Diese Form der Beobachtung einer selbstmordgefährdeten Person ist eine heikle Angelegenheit, die auch dazu missbraucht werden kann, einen Häftling zu quälen und erst so richtig in den Selbstmord zu treiben:

  • Manchmal bekommt der Häftling gar keine Kleidung mehr, um kein Material zu liefern, mit dem er sich strangulieren oder sich ersticken könnte
  • Es sind mehrere Häftlinge schon in der Suicide Watch erfroren. Mit Klimaanlagen bzw. abgeschalteten Heizungen kann genug Kälte erzeugt werden, um jemanden langsam zu töten
  • Man kann unter dem Vorwand, permanent Lebenszeichen zu überprüfen, Schlaf unmöglich machen
  • die Isolation bedeutet zusätzlichen Druck
  • bei der schärfsten Variante wird der Häftling gefesselt

Die Mord-Thesen

Die Umstände legen den Verdacht nahe, jemand könnte Epstein ermorden haben. Die Liste derjenigen, die ein Mordmotiv haben, ist jedoch sehr lang und man darf nicht den Anfängerfehler begehen, sich den Blick von parteipolitischen Präferenzen verstellen zu lassen. Präsident Trump retweetete einen Tweet, der den Verdacht auf die Clintons lenkt, in deren Umfeld bisher erschreckend viele Morde und scheinbare Selbstmorde geschehen waren:

 


Bill Clinton hatte, ähnlich wie Trump, diverse Kontakte mit Epstein, aber es ist zum jetzigen Zeitpunkt unbekannt, ob diese Kontakte auch Sex mit Minderjährigen einschlossen. Die linke Presse veröffentlichte kürzlich gierig ein altes Video von einer Party mit Trump, Epstein und haufenweise Models, aber auch hier gab es keinerlei Erkenntnisse über Minderjährige. Zeuginnen im aktuellen Epstein-Verfahren erklärten bisher explizit, dass Trump sich nicht an Illegalem beteiligt hätte.

Auch die sogenannten „Q-Theorien“ sind nicht überzeugend, laut denen Trump die Verhaftung von Epstein eingefädelt hätte, um den linken Deep State aufzumischen, denn erstens hatte Epstein Kontakte zu  wichtigen Leuten aus Trumps Administration und Freundeskreis wie Steve Mnuchin und Wilbur Ross, und zweitens wäre es naheliegend gewesen, Epstein in Haft besonders abzuschirmen vor möglichen Mordversuchen.

Die New Yorker Politzei gilt als extrem korrupt und verschwörerisch. Berichten zufolge sei Epstein erhängt in seiner Zelle gefunden worden, was in einer Hochsicherheitseinrichtung zu den offensichtlichen Fragen nach den Details führt, welche Wachleute zuständig waren für seine Zelle, welche Vorgesetzten entschieden hatten, ihn nicht unter besondere Beobachtung zu stellen und welche Wachleute zuletzt auf den Überwachungskameras zu sehen sind, wie sie Epsteins Zelle betreten. Es ist theoretisch denkbar, dass Epstein gezielt in den Suizig getrieben wurde, mit psychologischen Zermürbungstaktiken, Schlafentzug und vielleicht sogar mit Chemikalien, die einen depressiven Zustand erheblich vergrößern.

Die beschuldigten Promis

Die Zeugin Virginia Giuffre behauptete, dass Epstein und Ghislaine Maxwell sie zu mächtigen Leuten für erotische Massagen und Sex verschleppt hätten. So habe Maxwell sie angewiesen, Sex mit dem ehemaligen New Mexico-Gouverneur Bill Richardson zu haben, mit dem britischen Prinz Andrew mit dem wohlhabenden Finanzier Glenn Dubin, dem ehemaligen Senator George Mitchell, den inzwischen verstorbenen MIT-Wissenschaftler Marvin Minsky und dem Modelagenten Jean-Luc Brunel sowie mit “einem weiteren Prinz”, einem “ausländischen Präsidenten”, einem bekannten Premierminister” und dem Eigentümer einer “großen Hotelkette” in Frankreich. Keiner der in der Aussage genannten Männer wurde im Zusammenhang mit dem Fall Epstein wegen einer Straftat angeklagt oder gar vor ein Zivilgericht gestellt. Alle streiten die Vorwürfe ab.

Prinz Andrew ist das dritte Kind und der zweite Sohn der britischen Königin Elisabeth II. und Prinz Philips; beide aus zentralen Linien des Welfen-Hochadels. Er soll in London und New York Sex mit der damals Minderjährigen gehabt und auf Epsteins Privatinsel an einer Orgie mit mehreren minderjährigen Mädchen teilgenommen haben. Epstein habe dem Mädchen gesagt, dass sie mit dem Prinzen machen solle, was immer er verlange, und ihm im Anschluss die Details zu berichten habe. Der Spiegel berichtet dazu:

„Schon damals [2011] machten Gerüchte über Pool-Partys mit Minderjährigen die Runde. Der Prinz verlor schließlich seine Repräsentantenrolle.“

Prinz Andrew streitet die Vorwürfe bis heute ab.

Prinz Andrew war mit der Königin Elizabeth in Balmoral, als Jeffrey Epstein sich angeblich selbst tötete, einen Tag nachdem dem Prinzen vorgeworfen wurde, intime Beziehungen mit dem „Sexsklaven“ Epsteins gehabt zu haben. Der Prinz und Herzog von York flog am Dienstag, Tage bevor Epstein tot aufgefunden wurde, mit einem Privatjet nach Aberdeen.

In den Gerichtsunterlagen, die nun teilweise veröffentlicht wurden, heißt es:

„Es gibt Flugprotokolle, die belegen, dass Frau Giuffre zusammen mit der Angeklagten [Ghislaine Maxwell] und Epstein in Epsteins Privatflugzeug nach London flog, und es gibt ein Foto mit Frau Giuffre, der Angeklagten und dem Prinzen [Andrew], ohne dass die Angeklagte jemals eine rechtlich überzeugende Erklärung für die Aufnahme dieses Fotos oder für die Reise mit einem 17-jährigen Mädchen im Ausland abgegeben hat.“

Eine andere Frau, Johanna Sjoberg, behauptete, dass Prinz Andrew sie 2001 betatscht hatte, während sich die Gruppe in Epsteins Stadthaus befand. Sjoberg, die damals 21 Jahre alt war, behauptet, dass es mehrere Augenzeugen des Vorfalls gab.

Geheimdienste

Schon seit Jahren umgaben Epstein Gerüchte, er könnte mit Geheimdiensten kooperieren. Meistens wurde dabei der israelische Mossad verdächtigt, vor allem wegen Epsteins Assistentin Ghislaine Maxwell, deren Vater als Mossad-Agent vermutet wurde. Die US-Behörden hatten den alten Maxwell aber eher unter Verdacht, für die Sowjetunion zu spionieren.

2016 behauptete die NY Post, dass Jeffrey Epstein ab einem bestimmten Punkt nicht mehr länger seine Assistenten an die High Schools schickt, um junge Mädchen anzulocken, sondern aus Russland Mädchen importierte. Das würde eine internationale, sehr heikle Dimension des Falls bedeuten.

Die DailyMail berichtete, dass laut FBI-Berichten Jeffrey Epstein vor rund 10 Jahren nur deshalb eine geringe Strafe wegen Sex mit Minderjährigen erhielt, weil er als Informant für die US-Bundespolizei FBI fungierte. Epstein lieferte Schmutz u.a. über die Bear Stearns Hedge Fond-Manager Ralph Cioffi und Matthew Tannin. Es ist unklar, über welche Personen Epstein sonst noch ausgepackt hatte und ob die gelieferten Informationen sich auch über Sex mit Minderjährigen drehten. Epstein hatte Kontakt mit vielen prominenten Personen aus Politik und Business, allerdings bedeutet das gemeinsame Feiern nicht zwingend, dass Minderjährige involviert waren. Die Abmachung mit dem FBI hielt fest, dass Epstein solange geschützt bleibt, wie er Informationen liefert und das FBI zufriedenstellt.

Offshore

Jeffrey Epstein bunkerte sein Geld und lagerte seine Firmen offshore an Orten wie denden Virgin Islands. Dafür müsste man aber eigentlich mehr als das halbe Jahr dort wohnen und eine richtige Firma dort haben. Jetzt wird wohl geprüft, ob das bei ihm wirklich der Fall war. Die Britischen Jungferninseln unterstehen der britischen Krone (siehe Prinz Andrew) und versprechen Anonymität, allerdings ist zu befürchten, dass der Krone die Geheimnisse von Offshore-Investoren bekannt sind.

Wie geht es weiter?

Die weiteren Ermittlungen werden ähnlich viel Aufmerksamkeit erregen wie die Ereignisse vor Epsteins Tod. Falls es sich um einen Mord handelte, sind die Verantwortlichen ein hohes Risiko eingegangen.

Man muss langfristig beobachten, was mit den Personen geschieht, die im New Yorker Gefängnis für Epstein verantwortlich waren: Wird einer nach dem anderen einen tödlichen Unfall erleiden? Wird der eine oder der andere ins Ausland auswandern, wo sich dann die Spuren desjenigen verlieren? Werden Verantwortliche vielleicht sogar befördert oder an andere attraktive Posten versetzt?

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