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Bundeswehr hat Probleme, Nachfolger für das Gewehr G36 zu finden

Kommentar

Man mag es kaum glauben, aber die Bundeswehr hat Schwierigkeiten, einen Nachfolger für das Gewehr G36 zu finden. Alles verzögert und verteuert sich. Vor Gericht wurde geklärt, dass das G36 doch die Vorgaben der Bestellung erfüllte, aber dennoch will man es ersetzen. Das 556-Kaliber ist, wie zu erwarten war, von vorneherein zu schwach. Eigentlich gibt es seit Jahrzehnten praktikable, massenproduzierte Lösungen in größeren Kalibern, aber in Deutschland wird gewartet und getestet.

Bei der Fachmesse IWA in Nürnberg fragten wir verschiedene Hersteller, die sich aktuell oder in der Vergangenheit mit Gewehren bewarben um Aufträge der Bundeswehr. Vom bewährten Klassiker bis hin zu neuen Entwicklungen war alles dabei. Wo ist also das Problem?

Wir sind keine Waffenexperten, aber kurze Gespräche mit den Herstellern lassen doch durchscheinen, dass die Verzögerungen ziemlich absurd sind. Der Markt bietet mehr als genügend Lösungen.

Hier sind 10 kurzfristig verfügbare Alternativen:

1. Alte afghanische Kamelgewehre: Die werden immer noch in traditioneller Handarbeit gefertigt und verziehen sich nicht in der Hitze. Einfach den lokalen Schafhirten fragen, der kann weiterhelfen. Bezahlen könnte man die Afghanis mit alten G36-Gewehren.

2. Schwarz angemalte Besenstiele: Bereits bei einem Panzermaneuver kamen sie laut diversen Medienberichten zum Einsatz. Es sind keinerlei Funktionsprobleme aufgetreten. Besenstiele betonen außerdem den symbolischen und defensiven Charakter der Bundeswehr.

3. Megaphone: Zur Kommunikation mit dem Feind. Billiger als Schießen. Es müsste aber noch geklärt werden, ob sich das Plastik der Megaphone nicht bei höheren Temperaturen und schnellen Abfolgen der Benutzung verzieht.

4. Kalaschnikows: Wie früher in der DDR-Volksarmee. Entweder made in Germany oder gleich aus China wie alle anderen unserer Waren

5. Das traditionelle HK G3: Das Gewehr das man vorher hatte bei der Bundeswehr, eine Entwicklung aus den 1950er Jahren, die sich nicht verzieht. Einfach Zubehörschiene oben dranschweißen oder neue Gehäuse nehmen.

6. Die amerikanische M4 von Colt: Dann ist alles schön einheitlich in NATO-Land. Der Lauf eines M4 ist nach nur 7000 bis 8000 verschlissen. Der Lauf eines HK G36 macht 30.000 mit. 2001 bemängelte das Oberkommando der US-Spezialeinheiten offiziell die geringe Zuverlässigkeit des M4. Die Spezialeinheit Delta Force stieg 2004 vom M4 auf das Heckler & Koch 416 um.

7. Der G36-Nachfolger XM8: Obwohl die XM8 in Rekordzeit fertiggestellt wurde und sie die Anforderungen der US Army vollumfänglich erfüllte, wurde sie von dem Verantwortlichen James R. Moran mit der Begründung abgelehnt, dass sie zu sehr nach dem deutschen G36 aussähe. Eine leichtere und nochmals 300$ günstigere Version wurde ebenfalls abgelehnt, obwohl ein Vergleichstest zwischen dem XM8, dem HK416, dem FN SCAR und dem Colt M4 Ende 2007 von der US Army unter schweren Wüstenbedingungen zu deutlichen Ergebnissen führte: Während das M4 882-mal versagte, schnitten HK416 und FN SCAR mit 233 und 226 Ladehemmungen wesentlich besser ab. Das HK XM8 erzielte mit nur 127 Ladehemmungen das beste Ergebnis. Trotzdem blieb das Pentagon bei der M4 des amerikanischen Herstellers Colt, ein Design aus dem Vietnamkrieg.

8. Die HK416: Eine erweiterte Version der AR15-Plattform. Ein aussichtsreicher Kandidat, es sei denn der Krach mit HK bleibt bestehen.

9. Die FN SCAR: Viel zu teuer aber sehr beliebt. Dann müssen wir halt bei der Energiewende und bei Migranten sparen.

10. SIG 550: Der Klassiker aus der Schweiz aus gepressten Metallteilen. Ließe sich auch in Lizenz spielend leicht in Deutschland bauen. Problem gelöst.

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