Kommentar

Ist der Showdown zwischen CDU und CSU echt oder an der Spitze nur eine Theateraufführung?

Eigentlich wollten schon längst Angeordnete eine neue Partei machen und Eindruck erwecken, es gäbe nun wieder eine legitime konservative Partei, die auch mit der CDU koalieren kann. Die “Konservative Sammlung” suchte bereits 2016 nach frustrierten Abgeordneten und Parteimitgliedern für eine Art bundesweite Schwester der CSU.

Die Herren und Damen an der Spitze ganz oben sind nicht dumm. Sie handeln danach, was die Meinungsforschung samt Algorithmen ihnen sagt und was die Politikwissenschaftsexperten empfehlen. Man hat selbstverständlich vorgesorgt für Szenarien wie das, was in Deutschland gerade vorherrscht.

Und was wäre eine effektivere Werbung für diese “neue konservative Partei”, als Merkel zu “stürzen”? Jahrelang träumte die AfD davon, Merkel vom Hof zu jagen, aber es könnte eine neue bundesweite Schwesterpartei der CSU sein, die diese Trophäe für sich verbucht.

Horst Seehofer droht nun also an, sich an geltendes Recht zu halten und Flüchtlinge nicht über die Grenze zu lassen. Merkel droht indirekt an, ihn zu entlassen wenn er sich an geltendes Recht hält. Als “Kompromiss” bot Merkel an, Asylbewerber an der Grenze abzulehnen, die schon einmal abgelehnt wurden.

Es ist nicht nur eine rein deutsche Angelegenheit und auch längst nicht nur eine Angelegenheit von Brüssel. Die CSU und die CDU gehen zurück auf die CIA. Und die amerikanischen Eliten haben in den letzten Jahren meisterhaft eine konservative bzw. neurechte Bewegung inszeniert. Spendable Milliardäre könnten jederzeit auch in Deutschland die politische Sphäre neu ordnen, so wie früher in der Bundesrepublik spendable Herren mit krasser Vergangenheit Spenden an höchste Politiker bar in Schließfächern abgewickelt hatten.

Der KGB hatte einst in den frühen 80er Jahren schon vorgesorgt für die Zukunft nach einem unvermeidbaren Kollaps der Sowjetunion. Die entsprechenden (jungen) Leute wurden rekrutiert, um später Politiker zu werden.

Das Ende der Ära Merkel war von Anfang an nur eine Frage der Zeit und man kann darauf wetten, dass die Kreise hinter der CDU und CSU sich eingehend für die Zeit danach vorbereitet haben.