Endlich veröffentlicht: Ermittlungsbericht über Pädophilievorwürfe gegen den britischen Ex-Premierminister

Der neue Ermittlungsbericht über den ehemaligen britischen Premierminister Ted Heath ist endlich fast draußen: Sieben von den 42 Einzelfällen angeblichem Kindesmissbrauchs seien dermaßen glaubhaft, dass er heute, wäre er noch...

Der neue Ermittlungsbericht über den ehemaligen britischen Premierminister Ted Heath ist endlich fast draußen: Sieben von den 42 Einzelfällen angeblichem Kindesmissbrauchs seien dermaßen glaubhaft, dass er heute, wäre er noch am Leben, sich einer Befragung und weiteren Maßnahmen stellen müsste. Neun Fälle waren damals schon aktenkundig, wurden aber ignoriert.

Es gibt rund 30 Zeugen und erfahrene Ermittler, die ernsthaft davon ausgehen, dass Heath von einflussreichen Kreisen abgeschirmt wurde. Außerdem ähneln sich die Zeugenaussagen deutlich, obwohl die verschiedenen Zeugen sich überhaupt nicht kannten.

Heath galt als asexuell und es existierten immerzu Gerüchte über eine (damals noch illegale) Homosexualität, aber den Vorwürfen zufolge scheint Heaths Leidenschaft frühpubertierenden Jungs gegolten zu haben. So soll er beispielsweise im Jahr 1961 Sex mit einem 12-jährigen Jungen gehabt haben. Die Polizei hätte angeblich, wie in anderen Fällen, seinerzeit Ermittlungen gebremst und gestoppt, wobei Heath als Premierminister des Vereinigten Königreichs komplett erpressbar gewesen wäre.

Baronin Castle, die in den 70er Jahren Mitglied der Labour-Regierung gewesen war, behauptet dass er Jungs mit auf seine Yacht mitgenommen hätte. Ein Mann erklärte, in den 60er Jahren als 12-jähriger von Heath im Auto mitgenommen und in dessen Wohnung gelockt worden zu sein.

Was die Klärung des Falles erschwert, sind Zeugenaussagen einer einzelnen Person über rituellen Missbrauch, die von Therapeuten als Erfindungen und falsche Erinnerungen gewertet werden. Die deutsche Expertin Matha Schalleck hingegen zweifelt die Art und Weise an, wie “falsche Erinnerungen” diagnostiziert werden.

In den letzten Jahren wurden mehrere berühmte und einflussreiche Figuren im Vereinigten Königreich Ziel von Ermittlungen, oftmals wegen Vorwürfen die Jahrzehnte zurückreichen. Die verschiedenen Fälle zeigen eine systematische Vertuschung des organisierten Kindesmissbrauchs. Die Untersuchungskomission „Independent Inquiry into Child Sexual Abuse“ (IICSA) wurde nach dem Skandal um den populären Entertainer Jimmy Savile eingerichtet. Hier ein Überblick über einige der schwerwiegendsten Fälle:

  • Prinz Andrew: Im Rahmen des Gerichtsprozesses gegen Jeffrey Epstein, der sich schuldig bekannte eine Minderjährige zur Prostitution gezwungen zu haben und deshalb zu 18 Monaten Haft verurteilt wurde, ist der mit Epstein befreundete Prinz Andrew von einer der Zeuginnen belastet worden. Er soll in London und New York Sex mit der damals Minderjährigen gehabt und auf Epsteins Privatinsel an einer Orgie mit mehreren Minderjährigen Mädchen teilgenommen haben. Epstein habe dem Mädchen gesagt, dass sie mit dem Prinzen machen soll, was immer er verlangt und ihm im Anschluss die Details zu berichten habe. Der Spiegel berichtet dazu: „Schon damals [2011] machten Gerüchte über Pool-Partys mit Minderjährigen die Runde. Der Prinz verlor schließlich seine Repräsentantenrolle.“ Prinz Andrew streitet die Vorwürfe bis heute ab.
  • Keller-Verlies unter Luxus-Wohnung in Pimico, London: Die Polizei geht davon aus, das dort Kinder „aufbewahrt“ und von dort aus zu umliegenden Missbrauchs-Parties gefahren wurden. In einem Fall soll ein Junge von einflussreichen Männern bei einem Sex-Spiel erwürgt worden sein.
  • Großbritannien in der Hand von Pädophilen: Der Star der Unterhaltungsbranche Rolf Harris wurde endlich verurteilt – und das nur zu 5 Jahren die er wahrscheinlich nicht mal alle absitzen muss. Da hat sich doch für ihn die Mitgliedschaft in diversen Clubs und Gesellschaften gelohnt. Er kann noch grinsen und scheint nicht zu bereuen, dass er mehrere Leben ruiniert hat. Sein ehemaliger Kollege Jimmy „Wird’s schon richten“ Savile schändete Leichen, machte sich Schmuck aus Glasaugen und verging sich an Kinderpatienten. Ein britischer Kinderrechtler hat 20 Jahre lang Informationen gesammelt und damit nun Ermittlungen von Scotland Yard angestoßen gegen mehr als 40 Politiker aus den großen Parteien, inklusive ehemalige Minister. Pädophile Frauen sind übrigens auch involviert.
  • Die britische Staatskrise wegen organisierten Pädo-Ringen erreicht laut einem Whistleblower das Umfeld der Royal Family: Der ehemalige Beamte des Jugendamtes Peter McKelvie warnte schon vor 20 Jahren vor einem Ring einflussreicher Pädophiler. Nun spricht er wieder in der Öffentlichkeit und beschreibt ranghohe Politiker, Militäroffiziere und sogar Leute aus dem Umfeld der Royals. Seine Aufzeichnungen und Recherchen führten zu der aktuellen Scotland Yard-Untersuchung „Fernbridge“. Eine kleine, aber mächtige Minderheit im britischen Establishment sei Jahrzehnte über mit Vergewaltigungen von Kindern davongekommen. Ein größerer Teil des Establishments hätte Kenntnis von der Sache gehabt, es aber unter den Tisch gekehrt. Die Regierung musste nun auch zugeben, fast 500.000 Pfund an zwei Organisationen aus dem Umfeld des Pedophile Information Exchange (PIE) gegeben zu haben. Ähnliche Zuwendungen und politische Unterstützung gab es auch in Deutschland an Pädo-Gruppen. Steven Smith arbeitete an den Sicherheitssystemen des Innenministeriums in Whitehall und war gleichzeitig Chef des Pedophile Information Exchange! Er bekam sogar von Scotland Yard eine Security Clearance. Wegen Kiddie Porn war er eine Zeit lang auf der Flucht. In seinem Büro konnte er Unterlagen der Pädo-Organisation bunkern, sodass bei einer Durchuchung seiner Wohnung nichts gefunden wird. PIE wurde glücklicherweise infiltriert und enthüllt von einem Kinderrechtsaktivisten namens Charles Oxley. Ex-Innenminister Leon Brittan streitet derweil nach Kräften ab, früher eine Frau vergewaltigt zu haben. Damals wollten die Behörden nichts untersuchen. Die Dame wurde massiv unter Druck gesetzt.
  • Der ehemalige Sprecher des Unterhauses George Thomas soll wegen seiner Homosexualität erpresst worden sein und hätte ein Faible für „junge Männer“ gehabt. In seiner Amtszeit gingen wichtige Dossiers über Pädophile in hohen Kreisen „verloren“. Er half auch seinem Freund, dem Anführer der Liberals Jeremy Thorpe bei Anschuldigungen wegen Beziehungen zu einem Minderjährigen. Ach ja, und Thorpe hatte noch eine Anklage wegen versuchten Mordes an seinem gay lover. Der ehemalige Vorsitzende der Sozialbehörde David Tombs warnte 1990 vor dem Pädo-Ring, man sagte ihm aber es sei sinnlos, weil es zuviele Pädos im Parlament und in Whitehall gäbe. Die Daily Mail listet mehr historische Fälle auf. Feucht-fröhliche SM-Parties mit 14-jährigen und so weiter. Anthony Gilberthorpe behauptet, er hätte Geld bekommen um Minderjährige für Sex-Parties zu besorgen.

wikipedia-Zitate unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“

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2 Comments on this post.
  • Edwin
    2 Oktober 2017 at 8:35
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    Aber immer nur ist/war die böse Rockmusik an allem ‘satanischen’ Schuld. Ein Schelm wer da böses denkt. Muahaha.^^ Mach darüber nun den Mund mehr auf, weil u.a. das viel die Wahrnehmung verstellte, will ich mal so sagen, gell? Gibt es hier bei dem Ex-Premierminister also eine Überschneidung von phädohilie und ritueller Gewalt, also kein reiner “”bloßer”” Sadist, wie Schalleck das wohl formulieren würde.

  • abgelehnt83
    10 September 2017 at 22:41
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    “Elite”

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