Der US-Automarkt und das ganze Leasing von Neuwagen ist eine gewaltige Blase, die bald platzen muss. Neuwagen werden den Kunden hinterhergeschmissen mit absurden Preisnachlässen und Niedrigzinsen, egal ob damit nichts verdient wird und die Kunden sich die Fahrzeuge gar nicht leisten können. Der Auto-„Subprime“-Markt ist ein Haufen Schulden, die faul geworden sind.

Das Durchschnittsalter, bei dem Leute sich einen Neuwagen kaufen, steigt immer höher und höher, was auch daran liegt dass die staatlichen Regulierungen immer neuere Motoren und Getriebe verlangen und die Preise konstant hoch sind. Ein Mercedes C-Klasse-Kombi, der in den 90er Jahren noch 30.000€ kostetem liegt heute mit ein paar Extras bei 45.000€. Will man einen flotteren Benziner, landet man schnell bei über 50.000€. Eigentlich müsste man inflationsbereinigt die C-Klasse aus den 90ern heute für einen Bruchteil des damaligen Preises bauen können. Ein bisschen schickeres Blech wäre dabei auch noch drin.

James May, der lange die britische Hit-Autosendung TopGear moderierte, scherzte vor Jahren, dass nur solche Männer teure Autos kaufen, die beim Hinsetzen ein säufzendes, angestrengtes Geräusch machen. Die Zahl der neu ausgestellten Führerscheine kollabiert in Großbritannien und anderswo seit Jahren.

Die Hersteller produzieren Überschüsse, die dann kilometerweit herumstehen und verrotten:

Diesel-Fahrverbote verschrecken auch die Fahrer von Benzinern, denn wie lange noch bis hier die nächsten Einschränkungen kommen? Der Kunde fühlt sich dann eingekeilt zwischen Verboten und massiven Steuern bei etwas älteren Fahrzeugen und den übertriebenen Preisen von Neuwagen mit neuester Abgasnorm. Als Ausweg bleibt für viele dann nur Carpooling und öffentliche Verkehrsmittel.

Der Elektro-Boom könnte schnell verpuffen, was man an den einbrechenden Verkaufszahlen in denjenigen europäischen Ländern gesehen hat, die staatliche Subventionen strichen. Wer will wirklich einen Nissan Leaf für 40.000€ kaufen ohne Rabatt, ohne Steuerbefreiung und ohne kostenloses Laden? Tesla begann mit zwei Modellen der Luxusklasse, die nur von wenigen gekauft/geleast wurden und verbrannte damit bisher nur Geld. Nun soll der Massenmarkt endlich bedient werden mit einem Mittelklasse-Vehikel für immer noch stolze 35.000$. Dafür gab es mal einen luxuriösen Mercedes. Jetzt kriegt man dafür ein fahrendes Tablet mit Autopilot und Akku unter 100kWh.

Die 75 kWh-Batterie hat rund 65 kWh nutzbarer Energie. Fahrer der teuren Modelle berichten von Reichweiten von nur 175 Meilen unter realen Bedingungen. Der alte Mercedes C-Klasse aus den 90ern schaffte viel viel mehr und das auch im Winter oder mit einem Wohnwagen oder Hänger hintendran.

Die betuchteren Neuwagenkäufer sorgen sich auch um den Wiederverkaufswert und den Zustand der Batterie nach 4 Jahren. Wenn die große Revolution ausbleibt, war es das mit Tesla.

Tesla hat trotz Roboterfabriken viel zu viele Angestellte und es ist fraglich, ob man die Produktion überhaupt auf 500.000 Fahrzeuge pro Jahr hochfahren kann, ohne noch mehr Geld zu verbrennen.