Terror

Heftige Verdachtsmomente bei Salman Abedi und der Libyen-Community in Manchester

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Angeblich wurde Salman Abedi zunächst durch eine Bankkarte in seiner Tasche identifiziert. Woanders ist die Rede von Fingerabdrücken. Wahrscheinlich ist das nur standardmäßige Vernebelung, um nicht zu enthüllen, wie man ihn tatsächlich identifiziert hat. Möglicherweise stand er unter stärkerer Beobachtung, als offiziell zugegeben wird. Bei unzähligen anderen Anschlägen war immer die Rede von gefundenen Ausweisdokumenten, was natürlich unglaubwürdig ist und Möglichkeiten zur Manipulation bietet.

Wie passt es zusammen, dass Abedi angeblich als unwichtig galt, aber ins Ausland gereist war (mehrere einschlägige Länder) und eine Terrorausbildung erhalten hatte? Seine eigene Familie hätte ihn sogar schon in der Vergangenheit bei den Behörden gemeldet wegen seinem radikalen Verhalten. Amerikanische Sicherheitsfunktionäre ließen zudem durchsickern, dass für Abedis Bombe Zutaten bzw. Bauteile notwendig waren, die man in Großbritannien nicht ohne professionelle Hilfe bekommen kann. Je mehr Beteiligte, umso wahrscheinlicher würde so ein Plot auffliegen. Die britischen Behörden kannten Abedi mehr, als sie am liebsten zugeben würden: Bekannter junger Radikaler mit britischem Pass, radikalen Freunden und ultra-religiösen Eltern, der nie richtig in der Gesellschaft ankam, den Koran schon als Kind auswendig lernen musste und dann in mehreren Auslandsreisen “klare Verbindungen zu al-Kaida” knüpfte. Wie bei vielen anderen Terrorismusfällen auch, war er den britischen Sicherheitsbehörden im Vorfeld bekannt, aber galt nicht als akutes Risiko. Warum nicht? Die US-Behörden und andere Behörden wussten von seinen Aktivitäten im Ausland. Wieso wurde er dann nicht festgesetzt nachdem er mit seinem britischen Pass kürzlich wieder eingereist war? Es drängen sich Parallelen auf zu dem Berliner Weihnachtsmarkt-Terroristen Anis Amri, bei dem eine aufwändige Vertuschungsaktion seitens der Behörden folgte.

Was zudem auffällig ist: Der Islamische Staat hat sich zwar zu der Aktion bekannt, aber die britischen und amerikanischen Behörden sehen kein handfestes Anzeichen dafür, dass der IS wirklich dahintersteckt. Die Abedis besuchten die Didsbury-Moschee und der Vater war dort eine respektierte Figur. Salman galt als ruhig, starker Kiffer und Fußball-Fan. In Manchester befindet sich eine der größten Communities von radikalen Gaddafi-feindlichen Exil-Libyern, was bedeutet, dass die britischen Behörden höchstwahrscheinlich die Szene gut infiltrierten. Mehrere Personen dort waren extreme Radikale mit Verbindungen zu al-Kaida und Mitglieder der Organisation Libyan Islamic Fighting Group (LIFG). In unmittelbarer Nachbarschaft lebte der Sprengstoff-Experte Abd al-Baset Azzouz, der ein Terrornetzwerk in Libyen aufbaute und als Vorgesetzten Ayman al-Zawahiri hatte, den Nachfolger Osama bin Ladens. Es ist fast garantiert, dass die britischen Behörden in der Manchester-Community spionieren was das Zeug hält.

Der Imam der Didsbury-Moschee behauptet, sein Laden sei sauber und moderat. Salman Abedi hätte ihn bei einer IS-kritischen Predigt sehr böse angesehen. Die Moschee kooperiert mit der Polizei und beinhaltet wahrscheinlich diverse Spitzel, möglicherweise sogar der Imam selbst. Ein regelmäßiger Gast der Moschee behauptet, er hätte dort Geld gesammelt für eine Kampforganisation.

Salman und sein Bruder Ismail haben ein Haus bewohnt, wo Nachbarn zufolge unbekannte Leute ein- und ausgingen. Nach dem Anschlag stürmten 30 schwerbewaffnete Beamte das Anwesen, fanden aber keinen Sprengstoff. Wie amerikanische Sicherheitsfunktionäre vermuten, musste Salman Hilfe gehabt haben bei dem Bau seiner Bombe. Möglicherweise griff er auf Schmugglerware wie Zünder aus Libyen oder anderen Ländern in Nordafrika zurück, die er durch die Manchester-Community beschaffen konnte. Eine ominöse und detaillierte al-Kaida-Terror-Anleitung zirkuliert seit dem Jahr 2000 in Manchester. Selbst in Bibliotheken wird sie gelesen und die Bibliothekare sind aufgefordert, den jungen Lesern nicht in die Quere zu kommen. Die UK Daily Mail ist die einzige Zeitung, die hier wirklich nachbohrt. Außerdem wurden keine Spuren von Sprengstoff oder Bomben-Utensilien gefunden in dem Haus von Salman Abedi. Deswegen glaubt man jetzt, dass der eigentliche Bombenbastler noch frei herumläuft. Es kann aber auch bedeuten, dass Abedi hereingelegt wurde. Sein Kumpel soll Abdalraouf Abdallah gewesen sein, der neun Jahre Haft kassierte wegen seinen radikalen Aktivitäten. Der Vater von Abedi soll Salafist sein und in den 1990er Jahren noch einer libyschen Kampftruppe angehört haben. Da sich die britischen Dienste für so etwas brennend interessieren, könnte der Vater auch ein V-Mann oder Ähnliches sein.

Die Bedrohungs-Stufe in Großbritannien wurde auf die höchste gesetzt, was praktisch bedeutet, dass während dem Rest des Wahlkampfs bis Juni Soldaten auf den Straßen Veranstaltungen bewachen und psychologisch die Briten auf Theresa Mays harte Brexit-Linie getrieben werden. Die Menschen fürchten nun weitere Anschläge durch eine Terrorzelle. Konzertbesucher beschwerten sich mehrfach über die laxen Sicherheitskontrollen.

Salman Abedi kann nicht mehr sprechen, weil er tot ist. Der Bruder wurde in Haft genommen unter dem Terrorismusgesetz, was natürlich dem Staat alle Möglichkeiten gibt, peinliche Informationen zu begraben. Die britischen Dienste haben sich wohl kaum die Gelegenheit nehmen lassen, die Exil-Community in Manchester mit Spitzeln und Agenten zu infiltrieren, um Entwicklungen in Libyen zu beeinflussen oder um an größere Ziele heranzukommen. Möglicherweise haben sich die Behörden dabei verzettelt. Nicht ausgeschlossen ist es, dass auch einzelne Beamte bewusst weggesehen hatten im Vorfeld, um die vorgezogenen Wahlen Anfang Juni zugunsten von Theresa May zu beeinflussen.

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