Politik

Bismarck würde nicht AfD wählen wegen dem Russlandkurs

Kommentar

Bismarck würde heutzutage nicht AfD wählen. Er würde hingegen eine Schimpftirade biblischen Ausmaßes loslassen auf diejenigen, die sich für besonders schlau und deutsch-patriotisch halten, aber gleichzeitig nützliche Erfüllungsgehilfen Moskaus sind.

Denn Bismarck traute trotz manchen diplomatisch-freundlichen Worten Russland nie über den Weg und erzählte dem Kreml einfach immer nur das, was der Kreml hören wollte, ohne jemals mehr als nur überschaubare Zugeständnisse zu machen. Schließlich hätten größere Zugeständnisse an Moskau sehr schnell Frankreich oder andere Konkurrenten zum Krieg gegen das Deutsche Reich verleitet.

Die AfD hingegen führt heute eine regelrechte Liebesbeziehung mit dem Putin-Regime, ist zu gewaltigen Zugeständnissen bereit und will Deutschland wieder abhängiger machen vom Ostblock. Die Realität sieht aber folgendermaßen aus:

  • Russland ist nicht wirklich christlich-konservativ, sondern ein gottloses Regime diebischer Oligarchen, das zu jeder Schandtat (und zum Bruch aller Zehn Gebote) bereit ist. Russland hat die Institution Familie geschwächt und alle moralischen Werte pervertiert. Deutschland kann nichts Gutes von Russland lernen.
  • Russland ist als Supermacht ohnehin schon viel zu stark und es wäre aus deutscher Sicht absolut hirnverbrannt, Russland noch stärker zu machen. Gerade dieser Punkt sollte selbst einem Sechstklässler einleuchten. Eine „Achse Paris-Berlin-Moskau“ ist sogar noch dümmer, weil Frankreichs Rechte sich mühelos erneut mit Moskau gegen Deutschland verschwören können.
  • Wirtschaftliche oder sonstige Abhängigkeiten von Russland sind ein existenzielles Risiko für Deutschland. Russland ist seit über 1300 Jahren bekannt dafür, die Souveränität anderer Völker mit Füßen zu treten.
  • Moskau wird niemals einer bedeutenden Rüstung Deutschlands zustimmen und sich immer genügend Mechanismen offenhalten, um Deutschland notfalls leicht besiegen zu können
  • Russlands Spionage gegen Deutschland ist nach wie vor gewaltig, war in den letzten 100 Jahren gewaltig und ist nach wie vor ein Affront und eine existenzielle Bedrohung. Die angeblich patriotische AfD hat anscheinend kein Konzept für die Bekämpfung der russischen Spionage und will stattdessen Maßnahmen, die die russische Spionage noch erleichtern würden.

Die Liebesbeziehung der AfD mit Russland geht aber leider weiter. In Sachsen beispielsweise beklagt man, dass wegen den Russlandsanktionen Exporte weggebrochen und Jobs verlorengegangen sind. Das heißt, für ein paar Jobs soll Deutschland wieder Abhängigkeiten im Bezug auf Russland schaffen. Das ist nicht patriotisch. Wir sollten lieber die gesamte Russenmafia aus Deutschland hinauswerfen. Dann gibt es auch wieder mehr Jobs.

Dann gab es wieder ein hochrangiges neurechtes Meeting inklusive Putin-Abgesandtem zur Beendigung der Sanktionen. Im Bundestagswahlkampf fordert die AfD auch das Ende der Russlandsanktionen. Rechte Russlanddeutsche werden mobilisiert.

Die AfD tritt leider nicht mehr als seriöse Retro-CDU-Volkspartei auf, sondern will waghalsige Experimente machen mit dem Ostblock. Erinnern wir uns: Putin und die Putin-Freunde forderten immer einen Wegfall der Visumspflicht im eurasischen Raum. Das hieße Horden an Ostblock-Migranten, die nach Deutschland kämen. Die AfD hat bis heute nicht erklärt, wie sie Vorteile aus dem Ostblock ziehen will ohne sich tödliche Nachteile einzufangen.

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1 comment

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Jan 18. April 2017 at 5:46

Das wären dann aber Probleme die im Übermorgen liegen, die drängendsten Probleme lassen sich wohl nicht anders, als durch die Blauen lösen. Oder sehe ich das falsch? Denn ein Deutschland, dass sich gegen Russland oder die USA durchsetzt, wird ja davor erst einmal erhalten bleiben müssen, um darauf aufbauend handlungsfähig zu bleiben bzw. es zu werden. Falls ich falsch liege, bitte ich mich konstruktiv zu korrigieren.

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