Geheimbericht über Trump ist fake News? Oder war er naiv? Oder gar West-Agent?

Ein Geheimdienstbericht wirft Donald Trump und dessen Gefolge vor, seit Jahren Informationen über russische Oligarchen und deren Familien in den USA zu sammeln und an den Kreml weiterzuleiten. Im...

Ein Geheimdienstbericht wirft Donald Trump und dessen Gefolge vor, seit Jahren Informationen über russische Oligarchen und deren Familien in den USA zu sammeln und an den Kreml weiterzuleiten. Im Gegenzug soll Trump Informationen über seine Gegner, wie u.a. Hillary Clinton erhalten haben. Auch gebe es kompromittierende Aufnahmen Trumps bei Sex-Parties in Russland.

Vor Wochen berichteten wir bereits über diese Vorgänge. Inzwischen berichten andere Quellen Ähnliches und die US-Geheimdiestchefs nehmen die Sache nun äußerst ernst. Trump nennt es natürlich Fake News und einen Plot um seine Präsidentschaft zu sabotieren. Einerseits ist Trump bekannt für seine Sex-Abenteuer und die Russen sind bekannt für ihre Erpressungs-Operationen mit Prostituierten, andererseits ist Trump ein cleverer Profi, der sich noch nie hat erwischen lassen. Sogar Sport-Reporter wurden vor ihrer Reise zu den olympischen Winterspielen nach Sotschi eingehend davor gewarnt, irgendwelche Risiken einzugehen. Weshalb sollte Trump dann auf einer Geschäftsreise agieren wie ein Anfänger?

BuzzFeed, die den Bericht verbreiteten, erhielten zwar eine Menge Aufmerksamkeit, aber nicht nur Positive. Inzwischen wird sogar vermutet, dass jemand aus dem berüchtigten Troll-Forum 4Chan die Sex-Behauptungen erfand und gezielt als Scherz lancierte. Gleichzeitig werden in dem Bericht aber viele verschiedene Sachverhalte nüchtern und trocken vermittelt, die auch anderswo längst Aufmerksamkeit erzeugten.

Die Sex-Vorfälle sollen vor dem Jahr 2014 stattgefunden haben, also zu einer Zeit, in der die Russen noch offiziell als Partner verhätschelt wurden im Westen. Außerdem: Viele Westler, die von russischen Prostituierten oder anderweitig im Auftrag der russischen Dienste kompromittiert werden, sind Doppelagenten, die bewusst in die Falle gestiegen sind. Vielleicht arbeitet Trump seit Jahren für die CIA. Üblicherweise darf niemand ohne Jahre an Geheimdiensterfahrung ins Weiße Haus. Auch Trumps enge Gefährten wie Manafort, Page und Cohen wären exzellente Kandidaten für die CIA.

Trump gilt im Bereich Sex und bei seinem losen Mundwerk als unvorsichtig und arrogant; er redete sich vor wenigen Jahren noch in Interviews um Kopf und Kragen mit seinen Kommentaren, die nach sexueller Belästigung klangen, sowie Kommentaren über die Attraktivität seiner Tochter. Hollywood-Leute behaupten, dass Trump sich in ungesendeten Roh-Aufnahmen zu seiner Show „The Apprentice“ noch viel unmöglicher geäußert habe. Irgendjemand besitzt angeblich diese Aufnahmen. In dem neuen Geheimbericht, der in Medienkreisen kursierte und nun im Netz landete, ist davon allerdings nicht die Rede. Es geht stattdessen um:

  • Business-Deals mit den Russen, allerdings ohne die erhofften Erfolge: Trump lehnte komischerweise lukrative Deals ab, wie z.B. Bauprojekte für die Fußball-WM 2018. Trumps Gefolgsleute wie Manafort und Page, die im Ostblock verwickelt sind, sind US-Insider die im Falle von Manafort auch schon dem Bush-Clan gedient haben.
  • Informationsaustausch: Trump gab angeblich den Russen Informationen über russische Geschäftsleute und deren Familien in den USA. Der Kreml fütterte Trump wichtige Infos über dessen Gegner, wie z.B. das Clinton-Lager im Wahlkampf und in den Jahren zuvor. Der Kreml habe abgefangene Kommunikationen von Clinton, hat das Material aber noch nicht verwendet. Anscheinend nichts Explosives.
  • Sex-Abenteuer in Russland: In einer Suite im Ritz Carlton waren Trump und mehrere Prostituierte angeblich zugegen. Die Damen pinkelten das Bett voll, in dem zu einem früheren Zeitpunkt die Obamas geschlafen hatten. Weitere ähnliche Vorfälle soll es bei Sex-Parties in St. Petersburg gegeben haben.

Putin sei enttäuscht, dass die Einflusskampagne über die Medien und die Hacks nicht mehr Erfolg hatte. Trump wird nur deshalb von den Russen unterstützt, weil er das US-Establishment spalten und verlangsamen könnte.

Trump scheint aber nicht das Heft in der Hand gehabt zu haben. Stattdessen waren seine Manager Paul Manafort und Carter Page am organisieren. Page traf sich dem Bericht zufolge heimlich mit Igor Setschin und Diwjekin. Trumps Anwalt Cohen hätte ein Geheimtreffen in Prag im August 2016 mit Kreml-Funktionären gehabt. Cohens Frau ist russischer Abstammung. Sein Vater ist ein führender Immobilienmann in Moskau. Der Fokus auf Russland sei eine willkommene Ablenkung von noch heikleren Geschäftsaktivitäten des Trump-Lagers in China.

Paul Manafort beriet bereits Gerald Ford, Ronald Reagan, George H.W. Bush, Bob Dole, George W. Bush und John McCain. Ihm soll es gelingen, alle nötigen Wahlmänner zu „überzeugen“ und die republikanische Partei in Reih und Glied hinter Trump zu vereinen. Manafort betrieb auch Lobbyarbeit für russische Oligarchen und den (später geflüchteten) ukrainischen Staatschef Viktor Yanukowitsch. Die Firma Black, Manafort, Stone and Kelly hatte auch enge Verbindungen zu den Administrationen von Bill Clinton.

Russischer Cash sei an Hacker in Ost-Europa geflossen, um die Demokratische Partei in den USA mit Angriffen zu überziehen und Beutezüge zu machen. Russland und das Trump-Lager waren überrascht von dem Aufruhr, den die Hack-Story ausgelöst hat und wollen nun die Situation abkühlen. Einschlägige Propagandisten im Westen wie Alex Jones verbreiten konstant Leugnungen selbst offensichtlicher Sachverhalte.

Wikileaks und andere Organsiationen bekommen auf absehbare Zeit nichts Wichtiges mehr geliefert. Nur noch Gerüchte und Theorien würden künftig gestreut.

Ist dies wirklich alles erfunden, um Trump als Präsidenten zu verhindern? Es braucht mehr, als einen solchen Geheimdienstbericht, um Trumps Vereidigung zu stoppen. Es gab zudem massiven : Wahlbetrug zugunsten Trumps und der republikanischen Partei. Die US-Elite hatte endlose Möglichkeiten, Trump zu verhindern.

Also nimmt man das Kompromat der Russen nicht sonderlich ernst?

Vor Wochen hörte man abseits der großen Schlagzeilen von einer ungewöhnlichen Klage: Eine Frau unter dem Decknamen „Katie Johnson“ warf dem Präsidentschaftskandidaten Donald Trump vor, sie 1994 als 13-jährige vergewaltigt zu haben. Auch der einschlägig verurteilte Jeffrey Epstein soll mitgemischt haben.

Es war eigentlich eine Pressekonferenz anberaumt gewesen; diese wurde aber kurzfristig abgesagt. Angeblich sei die Dame bedroht worden. In der britischen Zeitung Daily Mail schilderte sie exklusiv in Begleitung ihrer Anwältin dennoch, was sich damals zugetragen haben soll: Um in der Model-Welt arbeiten zu können, habe sie sich von einer Vermittlerin namens „Tiffany“ rekrutieren lassen, um auf private Parties mit reichen Männern zu gehen. Andernfalls, so sagte man ihr, hätte sie keine Chance als mittelloses Kind, in der Industrie zu arbeiten.

In einer Villa in Manhattan, die Epstein gehörte, habe sie zum ersten Mal Trump getroffen, ohne ihn damals erkannt zu haben. Epstein hatte zwar tatsächlich Parties in diesem Haus und er ist ein verurteilter Pädophiler, aber Frau Johnson hat noch keine Beweise vorgelegt, die ihre detailreichen und gruseligen Angaben untermauern würden.

Trump ist bekannt dafür, selbst bei geringfügigen Anlässen Verleumdungsklagen zu starten. Also hätten Katie Johnson und ihre Anwältin von vorneherein die Aussichtslosigkeit ihres Unterfangens begreifen müssen, wenn sie nichts Handfestes vorlegen können.

Auch wenn Donald Trump so tut, als hätte er Jeffrey Epstein praktisch nicht gekannt, so sprechen die Fakten doch eine andere Sprache. Epsteins Parties mit viel zu jungen Mädchen wurden oft organisiert von Ghislaine Maxwell, Tochter eines wahrscheinlichen Mossad-Agenten.

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