Die tausenden gerichtlichen Klagen von und gegen Trump

Kommentar Gerichtliche Klagen sind in den USA noch stärker als in Deutschland eine Geldfrage. Selbst einfachste Strafprozesse können leicht über 100.000$ Kosten verursachen und die kostenlosen Pflichtverteidiger können den...

Kommentar

Gerichtliche Klagen sind in den USA noch stärker als in Deutschland eine Geldfrage. Selbst einfachste Strafprozesse können leicht über 100.000$ Kosten verursachen und die kostenlosen Pflichtverteidiger können den etablierten Kanzleien nicht das Wasser reichen. Der Präsidentschaftskandidat Donald Trump gilt als äußerst klagefreudig, wird aber auch desöfteren verklagt. Nach einer Zählung von USA Today bringen es Trump und seine Firmen auf 3.500 Klagen.

Hier sind ein paar aktuelle Fälle, die hervorstechen:

Escort?

Melania Trump verklagt die UK Daily Mail und den Autor Webster Tarpley wegen Artikeln, in denen unverifizierte Mutmaßungen enthalten waren, dass Melania früher für Escort-Dienste gebucht werden konnte. Es geht um eine Forderung von 75.000$, allerdings wurden auch weit größere Summen in der Presse genannt. Der gewählte Anwalt vertrat schon Hulk Hogan in dem erfolgreichen Prozess gegen Gawker mit einer Strafzahlung von über 100 Millionen $. Alle Publikationen, die bislang die Escort-Gerüchte veröffentlichten, haben ihre Meldungen inzwischen zurückgezogen.

Vergewaltigung?

In einer Klage wird Trump vorgeworfen, ein 13-jähriges Mädchen vergewaltigt zu haben während einer Party des verurteilten Pädophilen Jeffrey Epstein vor 20 Jahren. Für den 9. September war eigentlich eine Konferenz anberaumt vor einem möglichen Prozess, aber das Ganze wurde auf den Oktober verschoben. Auch wenn Donald Trump so tut, als hätte er Jeffrey Epstein praktisch nicht gekannt, so sprechen die Fakten doch eine andere Sprache. Epsteins Parties mit viel zu jungen Mädchen wurden oft organisiert von Ghislaine Maxwell, Tochter eines wahrscheinlichen Mossad-Agenten.

Trump erklärte, die Vorwürfe seien völlig falsch und von bösen Absichten getrieben. Dafür fing er sich auch noch eine Klage ein wegen Verleumdung. Er kündigte aber seinerseits rechtliche Schritte an.

Trump University

Einer milden Spende Trumps folgte die Absage von Floridas Staatsanwältin Pam Bidondi, die Einrichtung Trump University wegen Verdachts auf Betrug zu untersuchen. Ehemalige Studenten dürfen nun jedoch klagen, weil sie der Trump University vorwerfen, gegen hohe Bezahlung nur Infomercials geliefert zu haben.

Ivana

In den frühen 90er Jahren verklagte er seine Ex-Frau Ivana.

The Art of Being the Donald

Trump verklagte den Autor des Buchs The Art of Being the Donald inklusive den Verlag, weil sein Vermögen in dem Buch als zu niedrig angegeben wurde.

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