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Politik

Bizarr: Springerpresse faselt über AfD und NSDAP




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Kommentar

Es klingt wie ein Beitrag der Antifa, steht aber auf der Webseite der WELT Online. Zwar sei es “verfehlt, die Hitler-Partei gleichzusetzen mit der AfD”, allerdings fördere der Vergleich der “beiden populistischen Rechtsparteien” neben klaren Unterschieden “eben auch aufschlussreiche Ähnlichkeiten zutage”. Eine solche Ähnlichkeit sei zum Beispiel eine Katastrophe mit Ansage in Form der damaligen Zugewinne der NSDAP und der Kampfansage gegen die politische Mitte. Auch die Absage an die Amerikaner sei eine Parallele.

Die Springerpresse feuert schamlos gegen die AfD, die außerhalb zu stehen scheint von der sogenannten politischen Mitte, welche natürlich von den große Einheitsparteien und den Massenmedien definiert wird. Eine solche Agitation kann weiter das irrationale Klima schüren, in dem Linksradikale mit terroristischen Bedrohungskampagnen versuchen, die AfD und generelle politische Positionen zu bekämpfen, die unter vergangenen Kanzlern noch zur Mitte gerechnet wurden. Springer wurde einst selbst attackiert von hysterischen Linksradikalen, die in ihrer Verblendung überall nur Nazis zu erkennen glaubten.

Zu Beginn seiner Amtszeit plante der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl eine massive „Rückführung“ der Türken aus Deutschland. Wie aus einem geheimen Gesprächsprotokoll vom 28. Oktober 1982 hervorgeht, äußerte Kohl, es sei notwendig, die Zahl der Türken um 50 % zu reduzieren. Denn es sei für Deutschland unmöglich, die Türken in ihrer gegenwärtigen Zahl zu assimilieren. Deutschland habe kein Problem mit der Integration anderer Einwanderer aus Europa oder aus Südostasien, aber die Türken kämen aus einer sehr andersartigen Kultur. In einer Infas-Umfrage plädierten im Jahr 1982 58 % der Deutschen dafür, die Zahl der Ausländer zu verringern.

DAS war die politische Mitte.

Helmut Kohl, der eine gute Beziehung pflegte zur Chefin der Springerpresse, hatte früh einen Förderer, den im Dritten Reich vermögend gewordenen Industriellen Fritz Ries. Alles ist vergeben bei dem “Kanzler der Einheit”. Alleine bei den von Ries „übernommenen“ Betrieben der Oberschlesischen Gummiwerke in Trzebinia (Westgalizien) beschäftigte jener, laut einer „Gefolgschaftsübersicht“ vom 30. Juni 1942, insgesamt 2653 jüdische Zwangsarbeiter, davon 2160 Frauen und Mädchen. Ries förderte in den Jahrzehnten nach dem Krieg systematisch Politiker der Unionsparteien. Dazu gehörten neben Kurt Biedenkopf auch der spätere Bundeskanzler Helmut Kohl sowie der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Franz Josef Strauß. Ein späterer Gönner Kohls war Friedrich Flick. Zur Zeit des Zweiten Weltkrieges hielt sein Flick-Konzern umfangreiche Firmenbeteiligungen, besonders im Rüstungsbereich. Im Flick-Prozess wurde er als Kriegsverbrecher zu sieben Jahren Haft verurteilt. In der Nachkriegszeit begann sein Wiederaufstieg, wobei er zu einem der reichsten Männer der Bundesrepublik Deutschland wurde. Im Zuge der Flick-Affäre um illegale Zahlungen des Flick-Konzerns an deutsche Politiker wurde Kohl durch wg. Kohl-Eintragungen im sichergestellten Kassenbuch belastet.

Das sollen wir nun alles vergessen und uns von der Springerpresse historisch und politisch über die AfD belehren lassen. Erst wenn die AfD wirklich zu weit nach rechts rückt und den Boden der freiheitlichen Republik verlässt, kann man sie bloßstellen. Im Moment ist die AfD ein Universum weit davon entfernt.

Axel Springer blieb aufgrund eines roten Ausmusterungsscheins von jeglichem Kriegseinsatz verschont. Als Mitarbeiter der Altonaer Nachrichten war er während der Zeit des Nationalsozialismus für antisemitische Propaganda mitverantwortlich. Nach dem Krieg erhielt er von der englischen Militärregierung die Erlaubnis zur Publikation.

Im Sommer 1957 litt Springer an schizophrenen Schüben, in denen er sich für den wiedergeborenen Messias hielt. Springer wurde durch Vertraute weitgehend abgeschirmt und durch gesundheitliche Probleme entschuldigt. Um im patriotischen Sinne eine Wiedervereinigung Deutschlands zu erreichen, traf sich Springer im Januar 1958 mit dem sowjetischen Staatschef Nikita Chruschtschow. Den idealen Zeitpunkt für die Übergabe seines gemeinsam mit Hans Zehrer erstellten Wiedervereinigungsplanes ließ Springer durch seine persönliche Astrologin errechnen. Bis auf ein ausführliches Interview für die Welt blieb das Treffen allerdings ergebnislos.

Das Erbe Axel Springers wird überwiegend von seiner fünften Ehefrau Friede Springer verwaltet. Springer pflegt gute Kontakte zu Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Wenn wir schon bei dem historischen Thema der Wahlerfolge der NSDAP sind: Hitler war pleite. Einer der Gründe, überhaupt “Mein Kampf” zu schreiben, waren die angestrebten Einnahmen, um seinen Anwalt damit bezahlen zu können. Das nötige Geld bekam er von einer Reihe nationaler und intenationaler Banken.

Adelbert Delbrück, Urgroßonkel des aktuellen SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück, gründete im 19 Jh. unter anderem die Deutsche Bank und das Bankhaus Delbrück Leo & Co. Das Haus wurde zum finanziellen Begleiter junger Großunternehmen wie Siemens und Krupp. Im Jahr 1910 erfolgt die Fusion der „Gebrüder Schickler & Co.“ mit „Delbrück Leo & Co.“ zum Bankhaus „Delbrück Schickler & Co.“ durch Ludwig Delbrück.

Während dem Wahlkampf in Deutschland 1933  wurde ein Gesamtbetrag von 3 Millionen Reichsmark von “renommierten” Firmen und Geschäftsleuten gespendet, durch ein Konto der Delbrück-Schickler-Bank gewaschen und gelangte dann in die Hände von Rudolf Heß zur Verwendung  durch Hitler und die NSDAP. Diesem Transfer an Geldern folgten der Reichstagsbrand, die Aberkennung von Verfassungsrechten und die Konsolidierung der Macht der Nazis.

In “Mein Kampf” erklärte er die Absicht, ein Bündnis mit England und dem faschistischen Italien einzugehen. Der Plan ging im Falle Italiens auf, bei Großbritannien hätte es erschreckenderweise auch fast funktioniert. Gerade die konservative britische Regierung befürchtete, dass der König König Eduard VIII. nicht neutral sein Amt ausführen würde. Eduards Bruder, der Vater von Elizabeth II., übernahm schließlich den Thron.

Nach seiner Abdankung besuchte Eduard mehrere Länder, unter anderem Deutschland, wo er mit seiner Gattin von Adolf Hitler auf dem Berghof empfangen wurde. Das führte in Großbritannien zu Verstimmungen, ebenso wie sein Besuch in Italien bei Benito Mussolini. Während der deutschen Besetzung Frankreichs von 1940 bis 1944 wurden Eduards Wohnsitze in Paris und in Südfrankreich auf Wunsch des Dukes durch die Wehrmacht bewacht. Folgende Zitate sind von ihm aus dieser Zeit überliefert:

WENN DER KRIEG VORBEI IST UND HITLER DIE AMERIKANER ZERQUETSCHT HAT … ÜBERNEHMEN WIR … SIE [DER COMMONWEALTH] WOLLEN MICH NICHT ALS IHREN KÖNIG, ABER ICH KOMME BALD ALS IHR FÜHRER ZURÜCK.
ES WÄRE EINE TRAGÖDIE FÜR DIE WELT, WENN HITLER GESTÜRZT WÜRDE

Hitler wollt Eduard mit einer jungen deutschen Prinzessin verheiraten. Eduard verbrachte seine Flitterwochen in Österreich vor dem Krieg und besuchte 1937 Hitlerdeutschland als Ehrengast. Bei den Nazis gab es die Hoffnung, er würde Hitlers Marionettenkönig werden. Das Ganze lief unter dem Namen “Operation Wille”.

 

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