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Technologie

Kalter Krieg 2.0 – KMW kauft Panzerfriedhof, fusioniert und plant neuen Kampfpanzer

Bundeswehr-Fotos/CC BY 2.0

Der deutsche Panzerhersteller KMW kauft den Panzerfriedhof  Battle Tank Dismanteling GmbH, wo eine große Menge Panzer ausgemustert herumstanden und auf die Verschrottung warteten. Seit 1991 sind dort atemberaubende 16.000 Fahrzeuge zerstört worden.

Anscheinend will man ältere Geräte ausschlachten, auf Vordermann bringen oder vom Markt entfernen. Am 1. Juli 2014 wurde zwischen den nahezu gleich großen Unternehmen KMW und Nexter, das dem französischen Verteidigungsministerium untersteht, beschlossen zu fusionieren.

Eine neue 130mm-Kanone für den Leopard soll folgen, aber selbst die reicht nicht, um die neueste russische Panzergeneration zu zerstören. Deshalb plant man einen komplett neuen Kampfpanzer, der wohl einen unbemannten Turm und eine riesige Kanone hat. Deutschland hat derzeit ein paar hundert Kampfpanzer. Benötigt werden wohl künftig ein paar tausend.

Es beschneidet natürlich Deutschlands Souveränität, wenn die eigene Rüstung zu einer europäischen wird, aber bereits Projekte wie der Eurofighter haben diesen fragwürdigen Trend deutlich gemacht. Die deutsche Verteidigungsministerin von der Leyen gab auch lieber deutsches Steuergeld für einen Spionagesatelliten der Franzosen, anstatt einen deutschen Satelliten bauen zu lassen.

Selbst der aktuelle Leopard II A7 kann die Panzerung der gegenwärtigen und der neuen russischen Panzergeneration nicht durchschlagen, weshalb bereits der gruselige Vorschlag gemacht wurde, Geschosse aus abgereichertem Uran zu verwenden. Ein komplett neuer Panzer käme mit regulärer Munition aus, allerdings erwiesen sich multinationale Rüstungsprojekte als fehleranfällig, problematisch im Einsatz, zu teuer und als verspätet.

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