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Sorry, der pure Liberalismus ist kein vollständiges, realistisches Wunderkonzept

PolitikSorry, der pure Liberalismus ist kein vollständiges, realistisches Wunderkonzept

Die libertäre Szene verliert ständig mit ihrem extremen Individualismus gegen die Kollektivisten.

Es gleicht einem Irrenhaus: Die einen Liberalen proklamieren die reine heilige Lehre von der totalitären, hundertprozentigen Freiheit, meinen aber im nächsten Atemzug, dass man als Zwischenstufe wieder die Monarchie einführen soll, weil das Land dann der Privatbesitz des Monarchen ist und er besser drauf aufpassen würde. Dann gibt es diejenigen, die ihre Familie verstoßen würden wenn die sich nicht von der Lehre überzeugen lässt. Außerdem die Schwadroneure vom Mises-Institut, die die Staatenlosigkeit predigen, aber gleichzeitig das Putin-Regime schönreden und entschuldigen. Ron Pauls idiotische Vorstellung von Außenpolitik ist, den Diktator Putin und die Eroberung der Krim zu verteidigen. Rothbard verteidigte Stalin. Ayn Rand war eine wirre Sektenführerin. Mises und Hayek dienten sich Diktatoren an. Diverse populäre Libertäre aus dem Internet beklatschen es öffentlich auf Youtube, wenn Polizeibeamte hinterrücks erschossen werden. Dann streiten sich Liberale heftigst, ob sie überhaupt politisch tätig sein sollen. Stefan Molyneux hämmert seinen Opfern ein, sie sollen sich aufführen wie wütende 13-jährige und jeden verstoßen, der Kritik übt und sich nicht einfangen lässt. Wieder andere hocken sich in eine Nussschale und fahren die Donau runter zu einem Sumpfgebiet am Balkan, das irgendein Typ als seinen Staat „Liberland“ proklamiert hat. 

Das schlimmste an diesem Zirkus ist die Unfähigkeit zur Selbstkritik. Viel einfacher ist es, den Kritiker als Feind zu brandmarken, als ideologischen Gegner. „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns“. Schwarz oder Weiß.

Jemand schrieb im Recentr-Forum:

Sorry Alex, ich kenne deinen fade vom Individualismus zum „Konsens“ („Kollektivismus“) mittlerweile sehr gut. Früher hast du Roland Baader als deinen Lieblingsautor genannt, heute findet man in deiner Sendung Tiraden gegen dezentrale Strukturen und eben Zuspruch für Zentralismus. Ich persönlich bekomme es nicht mehr zusammen.

Nur weil ich nicht ständig „Roland Baader“ plärre und AnCap-Memes auf Facebook teile, heißt das noch lange nicht, dass ich zum Sozialisten/Kollektivisten mutiert bin. In Wirklichkeit LEBE ich den Individualismus nach wie vor jeden Tag mit Beruf und mit meiner Familie. Ich bin nach wie vor Unternehmer und mein eigener Boss und arbeite 7 Tage die Woche. Ich bin nicht nur ein Schwätzer, dem irgendeine Ideologie gefällt, die er im Internet gefunden hat. Allerdings hat die libertäre Szene extrem viele Probleme und Lücken. Wenn ich also für die Republik bin und diese erneuern möchte anhand der Wissenschaft, dann macht mich das nicht zum ungläubigen Kommie-Satan.

Wieviel staatliches Gewaltmonopol darf es deiner Meinung nach sein? 10%? 20%? Ist die derzeitige Staatsquote von offiziell 50% OK, solange nur der „richtige“ Konsens herrscht?
Ich weiß ehrlich nicht mehr, woran ich hier bin…

Jemand wie Baader kann sehr viel beitragen zu einer Gesellschaft des 21. Jahrhunderts, man muss aber auch verstehen, dass der Liberalismus kein komplettes, vollständiges Konzept ist. Die Liberalen verstehen von wichtigen Dingen wenig bis nichts, glauben aber sie können mit ihren liberalen Sätzchen und Grundüberzeugungen jedes Problem lösen und jede Frage beantworten. Vom Bösen verstehen sie meist nichts, sondern denken einfach dass man nur „den Staat“ verschwinden lassen muss. Zitat von Blankertz „Böse Menschen mit bösen Absichten sind nicht das Problem.“

Genauso beim Thema Krieg: Da wird ein Stuss geschwafelt wie eine libertäre Gesellschaft sich gegen einen Angreifer verteidigen würde. Ganz marktwirtschaftlich würden sich Einzelne zusammenfinden und einen Panzer kaufen um ein militärisches Ziel anzugreifen und dafür dann ein Preisgeld zu kassieren. Außerdem sollen Chinesen oder Moslems sich millionenfach hier in Deutschland auf privatem Bosen niederlassen dürfen. Was ein himmelschreiender Unfug! Aber die neunmalklugen Ultraliberalen wollen diese Einwände nicht hören, sondern sagen, man solle doch nicht fremdenfeindlich sein! Schließlich seien doch die Menschen auf der Welt überwiegend freundliche, rationale Wirtschaftsteilnehmer, solange kein Staat da ist.

Ich bin fassungslos über eine solche Naivität. Ähnlich wird da ein Schwachsinn erzählt von internationalen Konzernmonstern, die dann die größten Streitmächte wären. Die Privatrechtsgesellschaft ist nichts als ein Luftschloss und die Befürworter haben KEINEN Weg, um auch nur irgendwie mit ihren Plänen Fortschritte zu erzielen.

Ayn Rand war eine Trittbrettfahrerin, die ausgerechnet eine Sekte aufmachte, wo alle dem Guru folgen mussten. Ähnliches Sektenverhalten sieht man in der heutigen liberalen Szene. Sobald jemand nicht auf Linie ist, wird er zum Feind erklärt. Ich gelte jetzt als Voll-Kommunist, weil ich mich nicht der Minderheit von einer Minderheit anschließen will.

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