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70 Jahre Kriegsende und nichts gelernt

Globalismus70 Jahre Kriegsende und nichts gelernt

Es wird angedacht und gefeiert: 70 Jahre Kriegsende. Die verschiedenen Machtgruppen feiern und gedenken aber hauptsächlich sich selbst.

Die deutsche Obrigkeit rechnet es sich als Verdienst an, 70 Jahre lang für Frieden in Europa mitgesorgt zu haben. Entweder EU oder Rückfall in die dunkelsten Kapitel unserer Gesellschaft, heißt es. Die deutschen Großindustrialisten, Adelshäuser und Banken welche Hitlers Drittes Reich erst ermöglichten, machten nach 1945 natürlich weiter Karriere.

Die USA und Briten feiern sich als Befreier und Bewahrer des Friedens für 70 Jahre. Entweder ihre Vorstellung einer neuer Weltordnung oder Rückfall heißt es, als gäbe es nichts anderes. Dass man Hitler nicht nur jahrelang Appeasement angedeihen ließ sondern auch hohe Kredite und entscheidende Technologie, wird geflissentlich übersehen. Die gleichen Zuwendungen bekam auch das stalinistische Russland. Heute wird Stalin wieder als unübertroffener Führer gefeiert und man leiert jetzt unter Putin die größte Straßenparade in der Geschichte an. Für das „Siegervolk“. Das obwohl Stalin in den 1930er Jahren die deutschen Linken und Kommunisten, also seine Verbündeten im Stich ließ und jenen sogar befahl, keinen richtigen Widerstand gegen Hitler und die NSDAP zu leisten. Es folgte militärische Kooperation mit Hitler mit den bekannten Konsequenzen. Nach der Invasion der Nazis nahm Stalin bereitwillig gewaltige Hilfen der Amerikaner an.

Stalin förderte Hitler in der Hoffnung, dass die Deutschen sich mit den Briten und Franzosen gegenseitig ruinieren würden, sodass die Russen später in das zerschossene Europa einmarschieren können. Wäre Stalins Plan aufgegangen, würde heute das russische „Siegervolk“ in Berlin feiern.

Putins Russland wurde genauso wie China vom Westen gemästet und gepäppelt. Wird die NATO die Welt bald vor diesen Feinden „retten“ müssen?

https://www.youtube.com/watch?v=imTdIPhjgU8

Bis vor Ausbruch des zweiten Weltkriegs stieg der internationale Handel mit Nazi-Deutschland und Japan auf ein Rekordniveau.

Und nichts hat sich verändert.

Unter dem Motto „Rüsten für den Frieden“ beschloss die kommunistische Partei Chinas eine Erhöhung der Militärausgaben auf bis zu rund 200 Milliarden Dollar. Dies ist zwar mehr als Deutschland, Großbritannien und Frankreich zusammen, scheint aber auf den ersten Blick immer noch weit abgeschlagen von den gigantischen 600 Milliarden, die die Amerikaner Ausgeben. Die Zahlen sind jedoch trügerisch: Amerika kauft zu Luxuspreisen, verprasst Unsummen wie beim F35 Strike-Fighter-Projekt ohne optimistische Resultate, versteckt Korruptionsgelder in überhöhten Abrechnungen. China kann zu Billigstpreisen herstellen, stiehlt und kopiert Technik aus aller Welt. Die Militärausgaben sind längst in Wirklichkeit weit über die einer Nation in Friedenszeiten hinaus:

Chinas militärische Entwicklung ist ganz offensichtlich dem gesamten wirtschaftlichen Fortschritt des Landes untergeordnet. Aber es gibt gute Gründe zu glauben, dass sich China auf den Tag vorbereitet, an dem es willens und in der Lage sein wird, seine wirtschaftlichen Interessen mit Gewalt durchzusetzen. Zwar verkündet Peking ein jährliches Militärbudget, das offiziell etwa zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts entspricht, aber unter China-Experten, darunter auch das amerikanische Verteidigungsministerium, ist allgemein bekannt, dass die Verteidigungsausgaben des Landes viel höher sind und etwa dem Dreifachen der offiziellen Zahlen entsprechen. Das ist ein höherer Anteil als in den USA. Aber selbst das ist nicht die ganze Geschichte.

Die Regierung kann nach Belieben und innerhalb kürzester Zeit Ressourcen vom zivilen in den militärischen Bereich verlagern. Zudem handelt es sich bei den Zahlen, die Chinas Militärausgaben beschreiben, um nominale Angaben. Passt man die Ausgaben des Landes der Kaufkraftentwicklung an, so erhöhen sich die Militärausgaben um 80% oder mehr.

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